Der KGB-Hack

21.07.2010 20:12
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Am 1. März 1989 wurde – nach monatelanger Beschattung durch die Polizei und den Bundesnachrichtendienst – in einer bundesweiten Aktion die KGB-Hack-Gruppe zerschlagen. Im ARD-Brennpunkt am gleichen Abend wurde daraus „der größte Spionagefall seit Guillaume“. Am 15. Februar 1990 wurden die am KGB-Hack beteiligten – Dirk-Otto Brezinski (DOB) und Markus Hess (Urmel) – zu Freiheitsstrafen auf Bewährung zwischen 14 Monaten und 2 Jahren verurteilt. Obwohl ihm Straffreiheit zugesichert worden war, fand die Polizei die verkohlte Leiche des 23-jährigen Karl Koch am 30. Mai 1989 in einem Wald bei Gifhorn, vermutet wurde Freitod durch Selbstverbrennung. Die tatsächlichen Umstände seines Todes wurden nie restlos geklärt, es wird aber vermutet, dass Koch dem psychischen Druck bei den monatelangen Vernehmungen, in Verbindung mit den Wirkungen seiner Drogenabhängigkeit und des geistigen Verfalls, nicht standgehalten hat. Auch wenn ein Mord an Koch nicht bewiesen werden konnte, so konnte er auch nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden.
[Zitat http://de.wikipedia.org/wiki/KGB-Hack]

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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21.07.2010 22:07
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21.07.2010 22:20
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Es gab auch einen Film und ein Buch - später. War sehr interessant.
Der Weichmolch


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22.07.2010 16:47
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Zwei Spielfilme und diverse Reportagen; Bücher kenne ich minimum fünf, die dieses Thema behandeln. Alle mehr oder weniger fach- und sachgerecht. Aufgeklatscht wurden die Jungs um Urmel und Pengo aber nicht von einem hocheffektiven Geheimdienst, sondern durch einen Hilfsadmin, der sich auf den Schlips getretten fühlte, als er in einer Abrechnung einen Überschuß von 75c entdeckte.

http://www.stern.de/digital/computer/20-...den-591664.html

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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23.07.2010 22:37
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@94,

ich weiss nicht, ob man Clifford Stoll nun als Hilfsadmin abqualifizieren sollte. Ich glaube, das wird ihm nicht gerecht. Aber die Geschichte seinerzeit hatte schon was - im Gegensatz zu heute, wo die Viren-, Trojaner- und Wurmverteilung zum Unterhaltungsprogramm im Kindergarten geworden ist.
Übrigens waren unsere Rechenanlagen seinerzeit auch beteiligt - die Hacker hatten sich via Hannover - Bremen-Berkeley ins Pentagon eingehackt.
Und leider hatte die Geschichte ja auch ein mysteriöses und tragisches Ende. Die verkohlte Leiche von Karl Koch wurde in einem Wald etwa 10 km von hier gefunden. Und das war es sicher nicht wert - schreibt übrigens Cliff Stoll auch in seinem Buch.

Gruss

icke


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23.07.2010 22:52
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Naja, als der gute Cliff über die 75c stolperte, war er kein hauptamtlicher /root. Cool war allerdings seine 'Erfindung' des Honeypots,auch wenn dieser erst Jahre später so genannt wurde. Du schreibst 'unsere' Rechenanlagen, klingt gut, kannste noch VMS? Geniales Sicherheitskonzept, Grundlage für das OS was die meisten hier benutzen.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Honeypot

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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24.07.2010 00:02
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#7
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Hallo, Vax-VMS hatten wir seinerzeit auch - was wir im Moment - unter andrem - betreiben, findet sich auf www.hlrn.de ;-). Keine Ahnung, ob da VMS drauf laufen würde;-).

Aber mit dem Honeypot hast Du recht.

Gruss

icke


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24.07.2010 00:31
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( gelöscht )

Also die Geschichte mit diesen Hackern kenn ich ja nun auch aber der Rest ist für mich Zug bleibt stehen
und Bahnhof fährt ab.
Man kann ja nicht alles beherrschen, obwohl es Heutzutage bestimmt besser wäre. Aber Lesen bildet ja.

tschüß


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24.07.2010 01:28 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2010 01:31)
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94

Zitat von nolle
Aber Lesen bildet ja.


Klar @nolle, extra, aber nicht nur für Dich:
Zachary, G. Pascal: Showstopper! (auf deutsch 'Der Krieg der Codes', ISBN 345511038X)
Und noch ein wikitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_NT

Zitat von icke46
Keine Ahnung, ob da VMS drauf laufen würde;-).


OpenVMS(1) läuft auf jeden Fall auf 'nem Tukwila (2) im Mission-Critical-Cluster (3)

(1) http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=OpenVMS
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Itanium_2#Tukwila
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Missionskritisch

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