Umfrage Ergebnisse im Jahre 20 der deutschen Einheit.

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14.07.2010 20:06 (zuletzt bearbeitet: 14.07.2010 20:07)
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#16
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Gert schöner Beitrag ,das mit arbeitslos meinte ich gleich nach der Wende weil wir das nicht gewohnt waren.Ich war lange arbeitslos mit Unterbrechungen bis.ca. Jahr 2000 ! ABM,Umschulungen etc. ! Man lernt ja auch nicht Kammerjäger als Beruf !


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14.07.2010 21:05
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#17
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Gert, ich hatte schon öfters Texte drin, frag mich wo, wir haben einfach zu viele Themen. Hin zu dem Verdienst des DDR-Facharbeiters und da liegst du nicht falsch, also Netto 650-950 Mark der DDR. Schichtarbeiter hatten glaube ich mehr Geld in der Lohntüte.
Aber jetzt die Kosten und die hießen damals Miete( Neubauwohnung mit ca.75qm Größe) ca 90,-Mark inclusive Heizung, Abfall, warmen und kalten Wasser, Hauskosten. Geh ich jetzt zu meiner 85,-qm Ausbaualtbauwohnung, dann lagen die Kosten noch darunter.
Da liegt/lag der Hase im Pfeffer von damals zu heute mit 1300,-Euro Verdienst, lass es Netto sein bei vielleicht 450-650,-Euro Warmmmiete und noch zusätzlichen Nebenkosten. Logisch, das sich die DDR mit den ganzen Fonds übernommen hatte, aber sie hatte es geschafft, über einen bestimmten Zeitraum stabil zu bleiben, sagen wir ab dem Mauerbau bis Anfang der achtziger Jahre.
Und das war wichtig, so wenn ich jetzt von mir und meiner Zeit des ersten Lohn bis hin zur Bildung einer Familie und weiteren ausgehe. Ich rede hier nicht für den Rest der Welt, ich rede von mir/uns/ meiner kleinen Familie und die gab es millionenfach in der DDR, um das mal zu erweitern.
Wichtig war, nicht einen Tag früh zu erwachen und sich fragen zu müssen: "Was wird morgen sein, mit meiner Arbeit, um dies einmal als den wichtigsten der vielen Punkte heraus zu kristallisieren".
Kein anderes System schafft,schaffte das, nicht die heutige Demokratie des Kapital, kein anderes System, nur der Sozialismus, auch wenn er letztendlich an seinen eigenen Wiedersprüchen gescheitert ist. Er hätte es nur besser machen müssen, aber eben ist daraus nichts geworden und keine Bange, ich lebe heute und hier, kam damals und heute gut zurecht, wechselte nicht die Seite, war eher bodenständig.
Was ist die" Freiheit", sie ist wie ein Luftballon, eine spitze Nadel und Peng.Sie ist wie eine Fata Morgana, trügerisch, eben eine Luftspiegelung.
Aber wie geschrieben, wir hatten unser Leben und ihr eures und ich möchte nicht darüber streiten, wer mehr Wert auf was legte?
Gerade dieser unterschiedliche Blickwinkel...was war wichtig, das unterscheidet uns enorm und keine Angst, auch ich lebte gern besser wie Andere aber tat auch mehr wie Andere dafür. Aber so ist der Mensch, der Eine will nichts, der Andere will Alles, ich wollte Alles und muss gleich schmunzeln...heut bin ich so bescheiden, einfach wieder auf den Boden zurück gekehrt.

R-M-R


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14.07.2010 22:56
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#18
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert, ich hatte schon öfters Texte drin, frag mich wo, wir haben einfach zu viele Themen. Hin zu dem Verdienst des DDR-Facharbeiters und da liegst du nicht falsch, also Netto 650-950 Mark der DDR. Schichtarbeiter hatten glaube ich mehr Geld in der Lohntüte.
Aber jetzt die Kosten und die hießen damals Miete( Neubauwohnung mit ca.75qm Größe) ca 90,-Mark inclusive Heizung, Abfall, warmen und kalten Wasser, Hauskosten. Geh ich jetzt zu meiner 85,-qm Ausbaualtbauwohnung, dann lagen die Kosten noch darunter.
Da liegt/lag der Hase im Pfeffer von damals zu heute mit 1300,-Euro Verdienst, lass es Netto sein bei vielleicht 450-650,-Euro Warmmmiete und noch zusätzlichen Nebenkosten. Logisch, das sich die DDR mit den ganzen Fonds übernommen hatte, aber sie hatte es geschafft, über einen bestimmten Zeitraum stabil zu bleiben, sagen wir ab dem Mauerbau bis Anfang der achtziger Jahre.
Und das war wichtig, so wenn ich jetzt von mir und meiner Zeit des ersten Lohn bis hin zur Bildung einer Familie und weiteren ausgehe. Ich rede hier nicht für den Rest der Welt, ich rede von mir/uns/ meiner kleinen Familie und die gab es millionenfach in der DDR, um das mal zu erweitern.
Wichtig war, nicht einen Tag früh zu erwachen und sich fragen zu müssen: "Was wird morgen sein, mit meiner Arbeit, um dies einmal als den wichtigsten der vielen Punkte heraus zu kristallisieren".
Kein anderes System schafft,schaffte das, nicht die heutige Demokratie des Kapital, kein anderes System, nur der Sozialismus, auch wenn er letztendlich an seinen eigenen Wiedersprüchen gescheitert ist. Er hätte es nur besser machen müssen, aber eben ist daraus nichts geworden und keine Bange, ich lebe heute und hier, kam damals und heute gut zurecht, wechselte nicht die Seite, war eher bodenständig.
Was ist die" Freiheit", sie ist wie ein Luftballon, eine spitze Nadel und Peng.Sie ist wie eine Fata Morgana, trügerisch, eben eine Luftspiegelung.
Aber wie geschrieben, wir hatten unser Leben und ihr eures und ich möchte nicht darüber streiten, wer mehr Wert auf was legte?
Gerade dieser unterschiedliche Blickwinkel...was war wichtig, das unterscheidet uns enorm und keine Angst, auch ich lebte gern besser wie Andere aber tat auch mehr wie Andere dafür. Aber so ist der Mensch, der Eine will nichts, der Andere will Alles, ich wollte Alles und muss gleich schmunzeln...heut bin ich so bescheiden, einfach wieder auf den Boden zurück gekehrt.

R-M-R



Mein lieber Rainer, dass das mit den Wohnungen kommt habe ich gewusst. Wenn ich recht informiert bin dann wohnst du in oder im Raum Leipzig. Ich weiss nicht wie es heute dort aussieht. Aber ich habe Leipzig 1992 gesehen. Entschuldige bitte, viele Strassenzüge alter Häuser aus der Gründerzeit waren so was von abgefuckt, in solchen Löchern hätte ich keine Tag wohnen mögen, auch nicht für 90 Mark Miete oder was auch immer. Das war Ruinen schaffen ohne Waffen.
Auch war es ein Zeichen für den wirtschaftliche Bankrott der DDR, denn nichts anderes war die Wende 1989. Und komm mir nicht mit der wieder und wieder abgeleierten Formel: wir im Westen würden immer sagen, im Osten war alles schlecht. Ich jedenfalls sage das nicht und es war auch nicht alles schlecht, aber zum Zustand der Wohnungen sage ich :
sie waren grottenschlecht.


Viele Grüße vom angenehm kühlen Rhein(land)


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15.07.2010 07:17
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#19
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Mein lieber Gert...aber nein, guten Morgen Gert, du wirst schon mitbekommen haben, das ich ein humorvoll veranlagter Mensch bin und ja, ich bin geborener Leipziger, aus dem Leipziger Osten, heute leider in manchen Ecken ein Problemviertel. Heute schafft die Gesellschaft menschliche Ruinen und ich bin ein guter Beobachter, aber denke einmal, die Problemviertel/ Ballungszentren im Westen nehmen sich da auch nicht viel.
Wo damals kein Geld sind es heute die sozialen Probleme und bin ich mal aller vier Wochen in meiner alten Heimat bin ich Abends genauso froh, wieder ins Umland zurückgekehrt zu sein
Hast du doch vom äußeren Schein gleich auf den Zustand der billigen Wohnungen geschlossen, einfach mal so im Vorbeifahren und da ich doch aus der Handwerksbranche komme, so muss ich sagen, war ein Komfort in manchen Gründerzeithäusern, das glaubst du nicht.
Und die schönen Neubauwohnungen, was war mit denen, nun komm, sei kein Spielverderber: Sag, sie waren doch euren hässlichen Neubaublöcken in irgendwelchen westdeutschen Großstädten ebenbürtig, nur eben in der Höhe der Miete nicht, und ich beurteile das jetzt einmal aus der "Vorbeifahransicht", da ich kurz nach der Wende beruflich öfters im Westen unseres schönen Landes zu tun hatte.
Aber es ist mein Humor, der mich so schreiben lässt, weil dem Westen immer schon die "Fassade"wichtig war und da wirst du mir bestimmt rechtgeben?
Denn reiße die Fassade herunter, auch die Menschliche und dahinter kommen Dinge hervor...man glaubt es doch kaum.
Und nein, ich möchte nicht streiten und deine Sicht sei dir gegönnt denn wir sind Beide alt genug, um uns noch zu ändern...Quatsch, um uns nicht mehr zu ändern in unserem Weltbild.
Einen guten Tag dir und Allen im Forum.

R-M-R


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15.07.2010 11:34
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#20
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Mein lieber Gert...aber nein, guten Morgen Gert, du wirst schon mitbekommen haben, das ich ein humorvoll veranlagter Mensch bin und ja, ich bin geborener Leipziger, aus dem Leipziger Osten, heute leider in manchen Ecken ein Problemviertel. Heute schafft die Gesellschaft menschliche Ruinen und ich bin ein guter Beobachter, aber denke einmal, die Problemviertel/ Ballungszentren im Westen nehmen sich da auch nicht viel.
Wo damals kein Geld sind es heute die sozialen Probleme und bin ich mal aller vier Wochen in meiner alten Heimat bin ich Abends genauso froh, wieder ins Umland zurückgekehrt zu sein
Hast du doch vom äußeren Schein gleich auf den Zustand der billigen Wohnungen geschlossen, einfach mal so im Vorbeifahren und da ich doch aus der Handwerksbranche komme, so muss ich sagen, war ein Komfort in manchen Gründerzeithäusern, das glaubst du nicht.
Und die schönen Neubauwohnungen, was war mit denen, nun komm, sei kein Spielverderber: Sag, sie waren doch euren hässlichen Neubaublöcken in irgendwelchen westdeutschen Großstädten ebenbürtig, nur eben in der Höhe der Miete nicht, und ich beurteile das jetzt einmal aus der "Vorbeifahransicht", da ich kurz nach der Wende beruflich öfters im Westen unseres schönen Landes zu tun hatte.
Aber es ist mein Humor, der mich so schreiben lässt, weil dem Westen immer schon die "Fassade"wichtig war und da wirst du mir bestimmt rechtgeben?
Denn reiße die Fassade herunter, auch die Menschliche und dahinter kommen Dinge hervor...man glaubt es doch kaum.
Und nein, ich möchte nicht streiten und deine Sicht sei dir gegönnt denn wir sind Beide alt genug, um uns noch zu ändern...Quatsch, um uns nicht mehr zu ändern in unserem Weltbild.
Einen guten Tag dir und Allen im Forum.

R-M-R



Mein lieber Rainer, ich konnte nach meiner Flucht 1965 ab Weihnachten 1972 wieder zu Besuch nach Thüringen fahren ohne im Knast zu landen. Davon habe ich ausgiebig Gebrauch gemacht, da ich meine Eltern und 3 Schwestern zurückgelassen habe aber auch Freunde und Bekannte die ich regelmäßig traf. Bei diesen Besuchen habe ich viel gesehen, gehört und konnte mir ein Bild machen über die weitere Entwicklung der DDR. Also, meine Wertung über den Zustand der Wohnungen kommt nicht von einer Sightseeing-Tour durch den Leipziger Osten. Dort erschien es mir nur am erschreckendsten, daher habe ich das Bild gewählt. Diese Mieten die du da so attraktiv findest sind erstens nicht echt kalkuliert, sondern ein politischer Preis.
Ein Beispiel : Wenn du in der DDR ein Auto für 25.000 M gekauft hast, so hat dies in der Herstellung höchsten 7.000 M gekostet ( Beispiel Wartburg ). Der Staat hat also 18.000 M Kaufkraft abgeschöpft. Damit konnte man kalkulatorisch 7,5 Wohnungen x 200 M/monatlich x 12 Monate = 18.000 M, subventionieren. Weitere Beispiele sind Brot, öffentliche Verkehrsmittel. Nun braucht nicht jeder ein Auto, OK, aber viele in der DDR wollten es und so kamen solche Rechnungen zustande. Findest du so etwas normal ?
Zu deinen Andeutungen kann ich nicht viel sagen, weil sie mir teilweise als nebulös erscheinen. Ich verstehe nicht, warum du alles was vom westlichen Teil kommt, so runter machst. Wenn ich meine Heimatstadt heute sehe, dann finde ich sie wunderschön, das sind die" blühenden Landschaften", von denen Kohl sprach. Natürlich gibt es Probleme, aber daran muss man arbeiten, man muss nach vorne schauen. Das ständige Gejammer über den Westen und seine Einwohner bringt euch kein Stück weiter. Das hat auch etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Die Einwohner der neuen Ländern machen sich kleiner als es notwendig ist. Ihr habt doch ne Menge erreicht, auf das ihr stolz sein könnt. Das muss sich doch mal in erhöhtes Selbsbewusstsein umsetzen, oder ? Ich sehe darin einen Kernpunkt bei Diskussionen zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen. In der Jugend kann man gottseidank das nicht mehr beobachten. Da ist ein Level auf Augenhöhe erreicht.
Letztlich wird auch dieses Problem biologisch gelöst.

Trotzdem viele Grüße vom stark abgekühlten Rhein


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15.07.2010 19:14
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#21
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Gert, ich bekomme gleich einen Minderwertigkeitskomplex und du bist schuld daran...aber sächsicher Humor beiseite, du musst mir da nichts einreden, zumal ich nie den Westen als Maßstab genommen habe.
Nur ein Beispiel, von der menschlichen Seite her. Einer meiner Cousins aus dem Ruhrgebiet hatte dummerweise den selben Beruf wie meine Wenigkeit gewählt...erfuhr ich erst nach der Wende, ein Montageberuf, und so fragte ich ihn...wann er denn immer Montags auf der Baustelle Gewehr bei Fuß stehen muss und er meinte: Na früh pünktlich 6.00Uhr und ich fahre in die Nacht hinein und komme manchmal erst Sonnabend früh Zuhause an bei meiner Gattin?
Da dachte ich so bei mir: "Bist du ein armes Schwein, verdienst zwar ein Haufen Kohle aber siehst deine Familie kaum" und mal hin zur DDR-Baustelle.
Anreise Montags bis zehn Uhr und Abreise maximal Freitag früh neun Uhr und keine Bange, Gert, gearbeitet wurde auch in der DDR, sogar mit Zielprämien bei bestimmten Bauabschnitten und was die Kohle, das Geld betraf, was war ein Wartburg, der etwas mehr kostete, er war ein Klacks, er wurde einfach gebraucht gekauft von der Zielprämie, denn da war die DDR nicht kleinlich.
Und nein, ich mache den Westen nicht herunter aber ich schrieb schon mal: " Es wurde auch nur mit Wasser gekocht und man sollte die kleinen menschlichen Dinge...siehe mein Cousin und sein kleies Beispiel ...nicht vergessen.
Wie ruhig lebten wir, arbeiteten wir und hatten doch Zeit für die Familie, für den Nachwuchs und ja, die Zeiten vor 19990 waren auch im Westen nicht so hektisch wie heute, da geb ich dir Recht, aber eben das System war faul, ist faul und am besten kommt dies heute zum Vorschein.
Die kleinen schnuckeligen Landschaften seien dir gegönnt, denn Deutschland ist schön...schrieb ich schon öfters, wir leben in einem sehr schönen Land und deswegen braucht sich doch der Ossi nicht kleinmachen...da verkennst du den Rainer-Maria.
Die Jugend? Frag doch mal einen heutigen Jugendlichen, wie lange der Begriff "Zone, wir fahren in die Zone" im Sprachgebrauch des Westdeutschen Landsmannes verwendet wurde?" Ob der das weiß und warum das so gehandhabt wurde?

R-M-R


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15.07.2010 19:41
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#22
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert, ich bekomme gleich einen Minderwertigkeitskomplex und du bist schuld daran...aber sächsicher Humor beiseite, du musst mir da nichts einreden, zumal ich nie den Westen als Maßstab genommen habe.
Nur ein Beispiel, von der menschlichen Seite her. Einer meiner Cousins aus dem Ruhrgebiet hatte dummerweise den selben Beruf wie meine Wenigkeit gewählt...erfuhr ich erst nach der Wende, ein Montageberuf, und so fragte ich ihn...wann er denn immer Montags auf der Baustelle Gewehr bei Fuß stehen muss und er meinte: Na früh pünktlich 6.00Uhr und ich fahre in die Nacht hinein und komme manchmal erst Sonnabend früh Zuhause an bei meiner Gattin?
Da dachte ich so bei mir: "Bist du ein armes Schwein, verdienst zwar ein Haufen Kohle aber siehst deine Familie kaum" und mal hin zur DDR-Baustelle.
Anreise Montags bis zehn Uhr und Abreise maximal Freitag früh neun Uhr und keine Bange, Gert, gearbeitet wurde auch in der DDR, sogar mit Zielprämien bei bestimmten Bauabschnitten und was die Kohle, das Geld betraf, was war ein Wartburg, der etwas mehr kostete, er war ein Klacks, er wurde einfach gebraucht gekauft von der Zielprämie, denn da war die DDR nicht kleinlich.
Und nein, ich mache den Westen nicht herunter aber ich schrieb schon mal: " Es wurde auch nur mit Wasser gekocht und man sollte die kleinen menschlichen Dinge...siehe mein Cousin und sein kleies Beispiel ...nicht vergessen.
Wie ruhig lebten wir, arbeiteten wir und hatten doch Zeit für die Familie, für den Nachwuchs und ja, die Zeiten vor 19990 waren auch im Westen nicht so hektisch wie heute, da geb ich dir Recht, aber eben das System war faul, ist faul und am besten kommt dies heute zum Vorschein.
Die kleinen schnuckeligen Landschaften seien dir gegönnt, denn Deutschland ist schön...schrieb ich schon öfters, wir leben in einem sehr schönen Land und deswegen braucht sich doch der Ossi nicht kleinmachen...da verkennst du den Rainer-Maria.
Die Jugend? Frag doch mal einen heutigen Jugendlichen, wie lange der Begriff "Zone, wir fahren in die Zone" im Sprachgebrauch des Westdeutschen Landsmannes verwendet wurde?" Ob der das weiß und warum das so gehandhabt wurde?

R-M-R



R-M-R wenn du es so siehst, dass unser System faul ist wie du sagst , oK dann will ich es mal in einer bildhaften Sprache formulieren oder zusammenfassen, extra für dich:

"Heute steht die Bundesrepublik kurz vor dem Abgrund ( Deine Worte )
Die DDR liegt schon 20 Jahre im Abgrund." ( Meine Worte )

Viele Grüße vom ( thermisch wieder erträglichen ) Rhein


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15.07.2010 19:53
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#23
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Wenn mit den faulen System das im Westen gemeint ist,also bitteschön,das ist doch Unsinn.


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15.07.2010 21:08
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#24
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Gert und Zermatt, wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen und wenn ich meine, am System des Kapital war schon immer was faul, dann wird das auch seine Richtigkeit haben nur schade, ich bin kein Ökonom, um das richtig belegen zu können.
Nur einen entscheidenten Vorteil hatt es, hatte es zum Sozialismus und das schrieb ich auch schon mal und erkenne es sogar neidlos an: " Es ist enorm wandlungsfähig, es ist klug, es bekommt im entscheidenten Moment die Kurve und ich schrieb mal von dem dicken gemütlichen Mann des Kapital, der in seiner Villa sitzt...alles jetzt sinnbildlich und er fragt seinen Diener, den Sam, wer denn da draußen protestiere und der meint...das sind die Arbeiter von Opel und X anderen Autobuden und er, der Kapitalist erster Güte lacht ein herzhaftes Lachen, er schlägt sich auf die Schenkel...köstlich, sie protestieren und Sam, der steht hinter ihm und denkt so bei sich: "Ob du noch lachen würdest, wenn der erste Ziegelstein in Richtung deiner Villa geflogen kommt?"
Sinn verstanden, ihr Zwei, so trügerisch ist doch die Freiheit, diese Luftblase, das System des Kapital.
Deswegen kann ich ihm auch nicht besonderes abgewinnen, meine sogar, der Sozialismus wäre das überlegenere System...wenn, ja wenn es richtig praktiziert würde aber unbestritten, ich lebe hier und heute, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, denn das hatte ich schon im Sozialismus nicht.
Ach so, ich gab und ich nahm, das fand ich fair und der Sozialimus erkannte es an. Übrigens Gert, du hattest immer noch nicht offen gelegt, warum der Staat DDR nicht gut mit dir wollte, zumal, in so jungen Jahren?

R-M-R


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15.07.2010 21:40
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#25
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@zermatt: Das in dem System der Bundesrepublik vieles faul ist, kann man meiner Meinung nach nicht bestreiten - wie es mit der Selbsterneuerungsfähigkeit des Systems heute klappt (denn in den zurückliegenden Jahrzehnten klappte es sehr gut) muss man abwarten. Ich habe zumindest so meine Zweifel.

Mir fällt da übrigens ein Zitat des kürzlich verstorbenen Fritz Teufel ein. Nun war der Mann, gelinde gesagt, ziemlich wirr, hatte aber, wie ich finde, auch seine Geistesblitze. Er ist seinerzeit mal vom Fernsehen mit dem beliebten Spiel des Satz-Zuendebringens traktiert worden - der Interviewer gibt einen Halbsatz vor, den der Interviewte zuende bringen muss. Der Halbsatz war:

Das Ende des real existierenden Sozialismus ist für mich:

Antwort:

Der Anfang vom Ende des real existierenden Kapitalismus.

Irgendwie ist meiner Meinung nach da was dran.

Gruss

icke


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15.07.2010 21:58
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#26
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Zitat von icke46
@zermatt: Das in dem System der Bundesrepublik vieles faul ist, kann man meiner Meinung nach nicht bestreiten - wie es mit der Selbsterneuerungsfähigkeit des Systems heute klappt (denn in den zurückliegenden Jahrzehnten klappte es sehr gut) muss man abwarten. Ich habe zumindest so meine Zweifel.

Mir fällt da übrigens ein Zitat des kürzlich verstorbenen Fritz Teufel ein. Nun war der Mann, gelinde gesagt, ziemlich wirr, hatte aber, wie ich finde, auch seine Geistesblitze. Er ist seinerzeit mal vom Fernsehen mit dem beliebten Spiel des Satz-Zuendebringens traktiert worden - der Interviewer gibt einen Halbsatz vor, den der Interviewte zuende bringen muss. Der Halbsatz war:

Das Ende des real existierenden Sozialismus ist für mich:

Antwort:

Der Anfang vom Ende des real existierenden Kapitalismus.

Irgendwie ist meiner Meinung nach da was dran.

Gruss

icke





und danach kommt dann der Islamismus. In Berlin und Köln sind sie ja schon ganz gut vertreten. Kauft für eure Frauen dann schon mal den " Ganzkörperkondom " , die Burka. Das wird dann das Standardkleidungsstück für die Mädels. Und die Jungs machen dann mal einen Lehrgang : wie komme ich kurzfristig an 72 Jungfrauen ?

Viele Grüße vom Rheim


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15.07.2010 22:01
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#27
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( gelöscht )

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gert und Zermatt, wir müssen uns gegenseitig nichts beweisen und wenn ich meine, am System des Kapital war schon immer was faul, dann wird das auch seine Richtigkeit haben nur schade, ich bin kein Ökonom, um das richtig belegen zu können.
Nur einen entscheidenten Vorteil hatt es, hatte es zum Sozialismus und das schrieb ich auch schon mal und erkenne es sogar neidlos an: " Es ist enorm wandlungsfähig, es ist klug, es bekommt im entscheidenten Moment die Kurve und ich schrieb mal von dem dicken gemütlichen Mann des Kapital, der in seiner Villa sitzt...alles jetzt sinnbildlich und er fragt seinen Diener, den Sam, wer denn da draußen protestiere und der meint...das sind die Arbeiter von Opel und X anderen Autobuden und er, der Kapitalist erster Güte lacht ein herzhaftes Lachen, er schlägt sich auf die Schenkel...köstlich, sie protestieren und Sam, der steht hinter ihm und denkt so bei sich: "Ob du noch lachen würdest, wenn der erste Ziegelstein in Richtung deiner Villa geflogen kommt?"
Sinn verstanden, ihr Zwei, so trügerisch ist doch die Freiheit, diese Luftblase, das System des Kapital.
Deswegen kann ich ihm auch nicht besonderes abgewinnen, meine sogar, der Sozialismus wäre das überlegenere System...wenn, ja wenn es richtig praktiziert würde aber unbestritten, ich lebe hier und heute, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, denn das hatte ich schon im Sozialismus nicht.
Ach so, ich gab und ich nahm, das fand ich fair und der Sozialimus erkannte es an. Übrigens Gert, du hattest immer noch nicht offen gelegt, warum der Staat DDR nicht gut mit dir wollte, zumal, in so jungen Jahren?

R-M-R


Doch habe ich, vor ein paar Tagen in dem Beitrag, "warum bin ich geflüchtet oder so ähnlich. Ich finde den nicht, ich bin noch nicht perfekt im navigieren in diesem Forum.


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15.07.2010 22:17
avatar  moreau
#28
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@zermat@RMR@Gert
Hallo ihr Drei! Ich muß jetzt mal unbedingt meine Sicht der Dinge kundtun. Also ich bin der Meinung das im Vergleich zwischen DDR und BRD die Quantität der Probleme gleich geblieben ist und sich nur die Qualität der Probleme geändert hat.
Als Erläuterung zwei spontane Beispiele.
Reisemöglichkeit: Früher ging es nicht bzw. nur ins soz. Ausland der Rest war Tabu, weil niemand (Wenige) gelassen wurde.
Heute gehts auch nicht, weil vielen das nötige Kleingeld fehlt.
Wohnungen(Zustand): Bei mir in der Nähe gibt es Häuser deren Zustand steht den Altbauwohnungen in der DDR in nichts nach. Dort könnte ohne eine Requisite sofort ein historischer Film gedreht werden. Und diese Buden sind bis unters Dach vermietet. Grund ist wieder das fehlende Geld um sich eine neue tolle Wohnung zuleisten.
Also haben wir hier immer das gleiche Endergebnis, nur aus anderen Gründen heraus(Gut ,zweimal das Geld ,aber mir fiel nichts Besseres ein)
Aus diesen Grunde finde ich so eine Umfrage und Diskussion belanglos und überflüssig. Weil hier nur die ureigenste eigene Sichtweise auf die Dinge zum Tragen kommt. Die ein Anderer nicht versteht, weil er ganz andere Erfahrungen gemacht hat.

Und im Übrigen! DIE VERGANGENHEIT IST VORBEI UND KANN NICHT MEHR GEÄNDERT WERDEN! DIE ZUKUNFT SCHON!


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15.07.2010 23:52 (zuletzt bearbeitet: 15.07.2010 23:54)
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#29
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Zitat von Gert

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Übrigens Gert, du hattest immer noch nicht offen gelegt, warum der Staat DDR nicht gut mit dir wollte, zumal, in so jungen Jahren?

R-M-R


Doch habe ich, vor ein paar Tagen in dem Beitrag, "warum bin ich geflüchtet oder so ähnlich. Ich finde den nicht, ich bin noch nicht perfekt im navigieren in diesem Forum.




Hier bitte:


Zitat von Gert
warum habe ich meine Heimat verlassen, trotz der lebensbedrohenden Gefahren, eines aus DDR Obrigkeit illegalen Grenzübertritts, der ich mir bewußt war?
Ich ging in den 50er Jahren in die Grundschule in einer thüringischen Großstadt. Meine Eltern waren anständige Leute, Mutter Hausfrau, Vater Goldschmiedemeister. Vater wurde schon Anfang 50er Jahre schikaniert, Lebensmittelmarkenentzug und hämischer Hinweis, als Selbständiger Handwerker sei er wohlhabend und könne in der neugegründeten HO einkaufen. Faktor der erhöhten Preis dort: 4 fach. Ich hatte das "Pech", dass mein Tante einen amerikanischen Offizier heiratete und in die USA ging. Sie sendete stets Pakete, ich hatte Jeans , ich hatte Kaugummi, ich hatte feinste Schokolade, einfach viel amerikanisches Zeug. Das ärgerte meine Lehrer schon gewaltig . Zu der Zeit hatten die Kommunisten schon Schaum vorm Mund , wenn man irgendetwas positives über die USA sagte ,noch schlimmer wenn man so gekleidet in die Schule kam. Mir gefiel das, dass die sich ärgerten wie das so 12 , 13 jährige, die in der Pubertät sind, an sich haben. 1958 beendete ich die Grundschule nach 8 Jahren mit einer Durschnittsnote von 2. Gymnasium wurde ohne Angabe von Gründen verweigert, Realschule oder mittlere Reife, wie das damals hieß, erstmal in Erwägung gezogen, kurz vor Schulende auch verweigert. Die Lehrer hatten Rache verübt, an einem 14-jährigen.So, mit diesen Voraussetzungen eine Lehre finden? Ich fand nur noch einen Bauberuf. Es war eine körperlich schwere Arbeit über 3 Jahre(die Mechanisierung der DDR Baubetrieb war noch in der Steinzeit). Während der Lehre jeden Abend in die Volkshochschule und 10 Klasse Abschluss gemacht. So hatte ich mit 17 Gesellenbrief und Mittlere Reife. Damit konnte man Fachschulingenieur werde. 1. Bewerbung abgelehnt, Hinweis: gehen sie erst mal zur Armee. OK, die DDR hatte, nachdem die Falle 1962 zugeschnappt war, direkt die Wehrpflicht eingeführt. Ich wurde 18 und gemustert. Habe gesagt bitte sofort Armeedienst,danach Studium. Wurde 2.Mai 1963 eingezogen bis 31.10.64 gedient. In der Armee kritische Äußerungen, z.B. im Politunterricht spielte man Radio Luxemburg vor als Demo für " feindliche Wühlarbeit ( was fürn Schwachsinn) und ich sagte offen, das sehe ich nicht so, das ist doch schicke Musik. Sowas ist sicher in der berüchtigten Kaderakte gelandet. Nach Entlassung aus dem Wehrdienst November 1964 erneute Bewerbung zum Studium, leider wieder ohne Angabe von Gründen abgelehnt. In mir war große Leere , hatte mittlerweile massive Hassgefühle gegen diesen Staat und seine Helfer. Meine Zukunft erschien mir im Alter von 20 grauenvoll, dieser Staat hatte mich dazu verdonnert auf dem Bau zu arbeiten und sonst nichts.( Nichts gegen Bauhandwerker, ich hatte aber mehr Grütze im Kopf und wollte auch mehr erreichen) Ausreiseanträge konnte man damals nicht stellen, so blieb nur die Flucht und die ist mir Gottseidank geglückt, vielleicht auch weil ich sie mit meinen Fluchtkameraden gut vorbereitet hatte und weil ich durch meinen Wehrdienst bei der Grenzbrigade Küste Insiderwissen hatte, wie es an der Grenze zugeht.
Ironie des Schicksals : Im Westen hätte ich sofort an der Bauingenieurschule Wuppertal studieren können , Zeugnisse wurden voll anerkannt, aber ich konnte trotzdem nicht, weil ich kein Einkommen hatte, wovon sollte ich leben ? Zu dieser Zeit 1966, gab es noch keine Bafög. Ich löste das Problem, in dem ich eine Kaufmannslehre machte, mit Unterstützung des Arbeitsamtes. In diesem Beruf habe ich dann mein ganzes Leben mit Freude und guten Erfolgen gearbeitet.

Heute sehe ich das Problem DDR rückschauend mit der Altersmilde. Allerdings sage ich: Der Schreiner Ulbricht wäre besser Schreiner geblieben, und der Dachdecker Honecker besser Dachdecker. Sind 2 ehrenwerte Handwerksberufe und in diesen Berufen hätten die beiden Figuren weniger Schaden angerichtet.

Viele Grüße vom Rhein


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16.07.2010 07:46
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#30
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@Feliks, danke für die Assistenz. Gruß Gert


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