Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws

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20.08.2015 21:55
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#196
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Damit haben diese Aussagen ein Befangenheitsproblem.


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20.08.2015 21:55
#197
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Zitat von passport im Beitrag #195
Zitat von Stringer49 im Beitrag #192
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #191
Und ich sprach von parallelen Beispielen.


... in einem rechtlich differenten Umfeld. Das Begleiten von «verirrten» Flugzeugen, zeigt dass der Besucher «erkannt» wurde und das sein Verhalten nicht akzeptiert wird. Ausserhalb der Hoheitsgewässer kann ein andere machen, was er will - mit grossen «elektronischen» Ohren. Die Methode Green Peace wäre möglich gewesen gegen die seltsamen Fischermänner, aber welches wäre der Preis gewesen...

Mir scheint, dass die DDR (das zeigt sich in ihrem Verhalten in der Botschaft auf Belgrave Square in London), dass sie sehr bemüht war, nicht ihre wirtschaftlichen (hier eher bescheiden) Möglichkeiten durch schlechtes Verhalten ihres Personals zu verlieren. Das galt auf für Kultur, selbst bei linken Gruppen - CND - war Zurückhaltung zu sehen.

Es gab keine Zweifel, dass es in der Botschaft Residenten gab, aber darunter war kein Botschafter und auch nicht ein Diplomat in London wie Herr Manfred Rudolph. Natürlich, in der Hülle der Botschaften waren auch Spione, aber das war nicht anders in der Botschaft der USA in Moskau.

Stringer49




Richtig @Stringer49 ,

aber die in den Konsulaten und Botschaften agierenden MA des MilNad und des MfS im Diplomatenstatus war es untersagt Kontakte zu Kundschafter aufzunehmen bzw diese anzuleiten. Das kann man in entsprechenden Bücher nachlesen die von diesen MA nach 1990 verfasst worden sind.



passport

... um präventiv zu sein: Auch Gleese, und er ist kaum ein Freund des MfS gewesen, ist zu einem ähnlichen Schluss gelangt.
Stringer49

Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.

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20.08.2015 21:56
#198
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #196
Damit haben diese Aussagen ein Befangenheitsproblem.


deine?

Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...


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20.08.2015 22:04
#199
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #196
Damit haben diese Aussagen ein Befangenheitsproblem.


Wenn es auch für mich gelten sollte, kann ich es nur bedauern. Aber es würde mich freuen, wenn Du zeigst, dass ich irre. So macht man es wenigstens, denn der Vorwurf der Befangenheit sollte begründet werden. Im deutschen Recht sollte das auch so sein, meine ich.
Stringer49

Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.

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20.08.2015 22:08 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2015 22:08)
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#200
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Es geht darum, dass sich Stasi-Mitarbeiter in eigener Sache in ihren Büchern entlasten. Das ist für Euch natürlich völlig glaubwürdig, die Ihr sonst jedem kleinen Detail misstraut?
Eure Argumentation wäre noch verbesserungsfähig, Genossen. Der Gegner verharrt noch immer in eigenen Ansichten. Überzeugen ist was anderes.


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20.08.2015 22:09 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2015 22:11)
avatar  Alfred
#201
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #200
Es geht darum, dass sich Stasi-Mitarbeiter in eigener Sache in ihren Büchern entlasten. Das ist für Euch natürlich völlig glaubwürdig, die Ihr sonst jedem kleinen Detail misstraut?
Eure Argumentation wäre noch verbesserungsfähig, Genossen. Der Gegner verharrt noch immer in eigenen Ansichten. Überzeugen ist was anderes.



Hallo,

mach es doch einfach.

Schreib einfach, was nicht stimmt.

Und ich hatte es schon mehrfach geschrieben. Leider sind auch heute noch viele Dokumente des MfS als geheim o.ä. eingestuft und ehemalige kommen so gut wie an nichts ran.


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20.08.2015 22:10
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#202
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Wieviele Nazis haben nach dem Zweiten Weltkrieg behauptet, war alles gar nicht schlimm? Stell Dich nicht doof.


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20.08.2015 22:13
avatar  Alfred
#203
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #202
Wieviele Nazis haben nach dem Zweiten Weltkrieg behauptet, war alles gar nicht schlimm? Stell Dich nicht doof.



Nun mal ganz vorsichtig mit bestimmten Andeutungen.

Deinen Ton kannst Du gegen DEINE Kumpels / Familie anschlagen. Aber nicht in meine Richtung.


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20.08.2015 22:16 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2015 22:18)
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#204
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94

Zitat von Stringer49 im Beitrag #197
Auch Gleese, und er ist kaum ein Freund des MfS gewesen, ist zu einem ähnlichen Schluss gelangt.

Der gute Mann, welcher 'The Stasi Files' (ISBN 0743231058) verfaßte heißt Glees, ... Antony Glees.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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20.08.2015 22:26 (zuletzt bearbeitet: 20.08.2015 22:35)
#205
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #202
Wieviele Nazis haben nach dem Zweiten Weltkrieg behauptet, war alles gar nicht schlimm? Stell Dich nicht doof.



Na @Harzwanderer , ein bisschen beratungsresistent bist Du auch noch.

Botschaften und Konsulate sind legale Residenturen gewesen. Kein MA wird diese Auslandsvertretungen gefährden. Dh. aber noch lange nicht das man nicht agenturische Aufklärung betrieb. Eines davon zB. war Kontakte knüpfen und für den GD interessante Personen zu finden. Ein Tätigkeitsfeld war auch Internationale Waffen - Technikmessen zu besuchen. Auch die Teilnahme als Beobachter bei Manöver im akkreditierten Staat wurde natürlich auch genutzt um Kenntnisse zu erwerben. Das alles ist kein Geheimnis. Jeder, der mit dieser Materie betraut war, wusste dieses.


Ergänzung : Für die Sicherheit der Auslansvertretungen waren auch MA des MfS zuständig.


passport


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20.08.2015 23:21 (zuletzt bearbeitet: 22.08.2015 03:52)
avatar  Kalubke
#206
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hier ein paar Infos über Struktur und Arbeitsweise einer HV A-Residentur in einer DDR-Botschaft am Beispiel der LAR 227 in Stockholm aus HALBROCK: Westarbeit der HV A im Norden:

Ab 1973 operierte der legale Sektor der HV A von der DDR-Botschaft in Stockholm aus. Hier hatte die HV A, wie es im internen Sprachgebrauch hieß, ihre Residentur. Als Residenten beorderte die HV A im Juni 1974 Manfred Laszczak (HV A III A/2 LAR 227, Resident später HV A X, Desinformation , operative Spiele) nach Stockholm. Laszczak, der auf den Decknamen "Oliver" hörte, erhielt, wie die anderen Mitarbeiter des legalen Sektors auch, zur Verschleierung seines geheimdienstlichen Auftrages eine reguläre Anstellung im diplomatischen Dienst. Offiziell trat Laszczak als 1. Sekretär des DDR-Botschafters in Schweden in Erscheinung und zählte laut Kaderakte zum Personal des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten. Zugleich stand der HV A-Mitarbeiter Laszczak auf der Gehaltsliste des MfS und leitete als dessen Resident verschiedene HV A-Aktionen von der Stockholmer Bragevägen Nr. 2 aus. Ihm unterstanden die ebenfalls in der Botschaft angesiedelten drei Linien des legalen Sektors. Die Linie A, die der politischen Aufklärung, war von Beginn an mit dem Posten des Konsular- und Presseattachés verbunden. Hinzu kamen die Linie B, zuständig für die innere und äußere Sicherheit, und die Linie C, die dem HV A-Sektor Wissenschaft und Technik unterstellt war und für die Wirtschaftsspionage verantwortlich zeichnete. Auch die Tätigkeit dieser beiden Linien fand ihre Absicherung über je einen Botschaftsposten. Die in allen drei Linien eingesetzten HV A-Mitarbeiter galten im internen Sprachgebrauch als Gehilfen des Residenten. Neben der verdeckten HV A-Residentur bestand in der Botschaft noch eine zweite, ebenfalls mit einer Botschaftsstelle verbundene Residentur: Als Militärattaché saß auf diesem Posten Fregattenkapitän Hans-Jürgen Weinert, der zugleich im Dienst der Verwaltung Aufklärung des Ministeriums für Nationale Verteidigung stand. Um ihn, wie sich ein HV A-Insider ausdrückte, "in Griff zu haben", war der Militärattaché zugleich IM der HV A. Als notwendig wurde jene Form der Einbindung auch im Falle des mit dem Chiffrier- und Funkdienst betrauten Botschaftsangestellten erachtet: Auch ihn verpflichtete die HV A als IM. Legale Residenturen unterhielt die HV A in den skandinavischen Botschaften der DDR in Finnland (LAR 229), Schweden (LAR 227) und Dänemark (LAR 225). Dieses Recht war der HV A 1972, so ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, "von der Partei- und Staatsführung unter strengen Auflagen" zugestanden worden.
[...]
Genutzt wurde Schweden aber auch von den Mitarbeitern des illegalen Sektors der Norwegenabteilung.(HV A I/2 ?) Ein Hauptamtlicher der "Norwegenlinie" berichtete, dass er nach seiner Einreise über Finnland nach Stockholm flog. In Stockholm, so erinnerte er sich weiter, traf er sich "mit Dr. Hagen Blau, O-Quelle »Merten« (XV 6427/60) Vortragender Legationsrat im Auswärtigen Amt der BRD ..." Mit ihm reiste Werner Roitzsch, Chef der HV A-Abteilung VI (Übersiedlung, Regimefragen, später vom BfV als CM "Baustein" umgedreht worden): "Wir treffen uns unbehelligt in einer konspirativen Wohnung. Beide werden wir unruhig, als der ›Spiegel‹ ein paar Monate später mit einem Titelbild erscheint, auf dem Markus Wolf genau vor dem Haus in Stockholm zu sehen ist, in dem Hagen und ich uns getroffen haben. (...) Wurde das Haus schon während unseres Treffens beobachtet? Wir recherchieren und erfahren, daß der HV A-Resident in Stockholm (Manfred Lascszak) vor dem Besuch Markus Wolfs einen solchen Wirbel veranstaltete – er ließ die Wohnung renovieren und neu möblieren – daß interessierte Stellen etwas merkten. Deshalb gibt es für uns keinen Anlaß, aus Sicherheitsgründen die Arbeit mit Hagen Blau zu unterbrechen."


Die legalen und die illegalen Linien der HV A scheinen strikt voneinander getrennt operiert zu haben, mit Ausnahme einiger Pannen, wie oben beschrieben. Zu #195 wird aus dem Beitrag m. E. deutlich, dass die legalen Linien vorrangig sog. Abschöpfkontakte hatten, d.h. die kontaktierten Personen haben oft unbewußt Informationen weitergegeben, weil sich der Gegenüber lediglich als DDR-Diplomat und nicht in seiner wahren Funktion zu erkennen gegeben hat.

Gruß Kalubke


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21.08.2015 00:45
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#207
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Zitat von damals wars im Beitrag #182
Durfte den nur Deutrans in den Westen fahren? In Drehwitz habe ich einige wenige Male "zivile" W 50 Richtung Westberlin fahren sehen.


Soweit es dienstliche Notwendigkeit gab, haben sicherlich die DR und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter LKW-Fahrten nach Westberlin unternommen (die Verantwortung für Eisenbahn und Wasserstraßen in Westberlin lag bei der Sowjetunion, welche die tatsächliche ausübung an die DR und die Wasser- und Schiffahrtsbehörden der DDR übertragen hat). Und die hatten für eigene dienstliche Zwecke u.a. den W50. Darüber hinaus ist es denkbar, daß Baufirmen der DDR in Westberlin und der BRD Aufträge übernommen hatten, bei denen sie mit eigener Technik über die Grenze mußten. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, das grenznahe Import- und Exportfahrten mit betriebseigenen Fahrzeugen durch div. VEB erfolgten.


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21.08.2015 01:15
avatar  vs1400
#208
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #207
Zitat von damals wars im Beitrag #182
Durfte den nur Deutrans in den Westen fahren? In Drehwitz habe ich einige wenige Male "zivile" W 50 Richtung Westberlin fahren sehen.


Soweit es dienstliche Notwendigkeit gab, haben sicherlich die DR und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter LKW-Fahrten nach Westberlin unternommen (die Verantwortung für Eisenbahn und Wasserstraßen in Westberlin lag bei der Sowjetunion, welche die tatsächliche ausübung an die DR und die Wasser- und Schiffahrtsbehörden der DDR übertragen hat). Und die hatten für eigene dienstliche Zwecke u.a. den W50. Darüber hinaus ist es denkbar, daß Baufirmen der DDR in Westberlin und der BRD Aufträge übernommen hatten, bei denen sie mit eigener Technik über die Grenze mußten. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, das grenznahe Import- und Exportfahrten mit betriebseigenen Fahrzeugen durch div. VEB erfolgten.


es gab halt nen unterschied, zwischen kleinem,- und großem grenzverkehr.
nicht jeder 'veb-kraftverkehr' durfte zb. den kleinen auch bedienen.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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21.08.2015 07:55 (zuletzt bearbeitet: 21.08.2015 08:00)
#209
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Zitat von 94 im Beitrag #204
Zitat von Stringer49 im Beitrag #197
Auch Gleese, und er ist kaum ein Freund des MfS gewesen, ist zu einem ähnlichen Schluss gelangt.

Der gute Mann, welcher 'The Stasi Files' (ISBN 0743231058) verfaßte heißt Glees, ... Antony Glees.


@94
Es ist schlimm - nun erwischt mich die Krankheit unserer Presse auch selbst. Danke für die Korrektur. Und (hinzugefügt) ich war stolz, wenige Fehler zu machen, weniger als die Journalisten...
Stringer49

Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.

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21.08.2015 08:51
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#210
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Zur Auflockerung mal eine Buchempfehlungen
Geldverdienen leicht gemacht
https://de.wikipedia.org/wiki/Unser_Mann...nna_%28Roman%29


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