DDR Grenzaufklärer bei der Arbeit an der Innerdeutschen Grenze

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07.01.2014 19:42
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#46
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Unsere Aufklärer waren meist im Vorgelagertem im Einsatz. Nur in Ausnahmefällen, bei mir ingesamt 2 Mal ,waren sie als Posten an roten Postenpunkten im normalen Grenzdienst im Einsatz.
Da Sie uns vom Vorgelagerten aus auf den Türmen fotographierten, wenn wir Sch.. bauten, sind sie mir eher in unangenehmer Erinnerung.


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07.01.2014 19:42
#47
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Von Gakls haben wir bei uns nie was gehört geschweige denn was gesehen. Gab´s vielleicht damals gar nicht. Zum Aufklären brauchten wir die an vielen Abschnitten gar nicht. da war nur der verrostete löcherige Stacheldraht, durch den man mit einem Fernglas alles genau beobachten konnte. Wenn sich drüben was tat, wurde es von uns reingemeldet. Da waren wir normalen Posten sozus. die Gakls. Allenfalls könnte man die gelegentlichen Kontrollen am vordersten KS, also ca. 10 m vor´m Draht durch einen Offz. oder UaZ zusammen mit einem Gefreiten (auch ich hatte schon das Vergnügen) gaz entfernt als Gakl-Tätigkeit bezeichnen. Das war 1967/68 im GR 38 bei Niederneuendorf. In meiner Fotoreihe ist ein Teil dieses Grenzabschnittes zu sehen.


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07.01.2014 20:42
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#48
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So wie ,,DoreHolm",sehe ich das auch.Immer die Dienstzeit bedenken.Wir gingen ganz normal(auf Befehl)durch die Gasse(die war nicht vermint)
und schon hätten wir uns ein Bier holen können.Aber wir kauften es lieber im Konsum.Das war 1966,wo es noch keine Gakls gab
Gruß Greso


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07.01.2014 20:54
avatar  Mike59
#49
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Zitat von Greso im Beitrag #48
So wie ,,DoreHolm",sehe ich das auch.Immer die Dienstzeit bedenken.Wir gingen ganz normal(auf Befehl)durch die Gasse(die war nicht vermint)
und schon hätten wir uns ein Bier holen können.Aber wir kauften es lieber im Konsum.Das war 1966,wo es noch keine Gakls gab
Gruß Greso

Ihr ward eben damals auch schon so gut wie die GAkls späterer Jahrgänge. Weswegen auch immer.


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07.01.2014 21:19 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2014 21:22)
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#50
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Zitat von Lutze im Beitrag #42
etwas verwundert bin ich,
kann man das Verhältnis zwischen Grenzaufklärern
und einfachen Grenzsoldaten als gut bezeichnen?,
warum waren die Gakis oft unter sich?,
hatten diese vielleicht mehr Ausgang oder andere
Vergünstigungen?
Lutze


Wir hatten eigentlich ein gutes Verhältnis mit unsern Gakls, ich glaube Chaymos und ingolf41266
Können das bestätigen.
An GWDler auf dem Vorgelagerten kan ich mich auch erinnern, er war 3.DHJ ich glaube 27Jahre alt, Vater von 2 Kindern und 4 Wochen vor der Entlassung. Wen ich mich recht entsinne war das Anfang 88, Fotoduck. von BRA an der Wurmbergschanze. Ich war damals Posten auf dem BT. Ist aber der einzige Fall von dem ich weis.

Grüße aus Sachsen

Lori

EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke


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07.01.2014 21:22 (zuletzt bearbeitet: 07.01.2014 21:30)
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#51
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Solche Helden waren die Gakels nun auch nicht, ok, alleine meist im Sperrgebiet mit der TS rumkurven war nachts sicherlich nicht immer gemütlich.
Rüber, also ins Vorgelagerte, gingen bei uns von den ca. 6 Gakels unserer Kompanie regelmäßig nur die Spezis wie der Foto-Fähnrich, der Rest war immer vorm GSZ im Einsatz.
Säulen pinseln, Gras hauen und Büsche wegmachen haben bei uns Gefreite gemacht, natürlich mit einem Gakel oder halt einem Zugführer-Leutnant als Befehlshaber am Start.
War ja das System wo auch Heinz Gefreiter, bei uns hießen alle Grenzer Heinz, meist auch die richtige Blutgruppe hatte.


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07.01.2014 21:39
#52
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[quote=Grenzwolf62|p319436]Solche Helden waren die Gakels nun auch nicht, ok, alleine meist im Sperrgebiet mit der TS rumkurven war nachts sicherlich nicht immer gemütlich.
Rüber, also ins Vorgelagerte, gingen bei uns von den ca. 6 Gakels unserer Kompanie regelmäßig nur die Spezis wie der Foto-Fähnrich, der Rest war immer vorm GSZ im Einsatz.
Säulen pinseln, Gras hauen und Büsche wegmachen haben bei uns Gefreite gemacht, natürlich mit einem Gakel oder halt einem Zugführer-Leutnant als Befehlshaber am Start.
War ja das System wo auch Heinz Gefreiter, bei uns hießen alle Grenzer Heinz, meist auch die richtige Blutgruppe hatte.[/quote]

Aber Winterfest waren sie. Wir hatten einen,der ist Anfang März in so einen Seitentümpel vom Schalsee gesprungen.Den ist beim angeln, die Dienstwaffe hinein gefallen. Selbst vom BT aus beobachtet.


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07.01.2014 21:49
avatar  Mike59
#53
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Solche Helden waren die Gakels nun auch nicht, ok, alleine meist im Sperrgebiet mit der TS rumkurven war nachts sicherlich nicht immer gemütlich.
Rüber, also ins Vorgelagerte, gingen bei uns von den ca. 6 Gakels unserer Kompanie regelmäßig nur die Spezis wie der Foto-Fähnrich, der Rest war immer vorm GSZ im Einsatz.
Säulen pinseln, Gras hauen und Büsche wegmachen haben bei uns Gefreite gemacht, natürlich mit einem Gakel oder halt einem Zugführer-Leutnant als Befehlshaber am Start.
War ja das System wo auch Heinz Gefreiter, bei uns hießen alle Grenzer Heinz, meist auch die richtige Blutgruppe hatte.


"Heinz" Gefreiter - so eine Phase gab es bei uns auch *lach*. Heinz GV, Heinz Polit, etc. - das wäre mal was für eine Psychologen.

Wenn bei euch nur der Gefr. gearbeitet hat, dann war das eben bei euch so. Das ist eigentlich traurig, bei uns war das nicht so. Wir sind auch ohne Offz. vor den Zaun. Und die Farbe für die Grenzsäulen, welche wir oft selber gekauft haben, haben wir auch selber aufgetragen.

GAkls waren übrigens auch Grenzer - mit allem was dazu gehört! Die Dinger die da abgezogen wurden waren nicht schlechter/besser wie der Grenzdienst der anderen Grenzer auch.


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07.01.2014 21:58
#54
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Also die Gakl, die ich kennen lernte auch während der Reserve,waren schon OK: Hatte immer den Eindruck, die waren froh--wenn sie ihren Hund nehmen konnten oder das Krad und dann raus aus der Kompanie. Da konnte sie keiner mehr auf den Sack gehen.


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07.01.2014 22:06
avatar  Mike59
#55
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Zitat von Rostocker im Beitrag #54
Also die Gakl, die ich kennen lernte auch während der Reserve,waren schon OK: Hatte immer den Eindruck, die waren froh--wenn sie ihren Hund nehmen konnten oder das Krad und dann raus aus der Kompanie. Da konnte sie keiner mehr auf den Sack gehen.


GAkl: Das ist(war) etwa "ähnlich" Einzeldienst. Nachdem mich meine unterstellten AGT als StZF (4.Zug) dermaßen nervten, habe ich versucht eine andere Planstelle zu finden. GAkl. wurden gerade gesucht - okay 5 Jahre +, halb so schlimm. Nachdem die Qualifizierung beendet war, gab es eine neue Struktur bei der GT.

Man muss das Leben eben nehmen wie es kommt.


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07.01.2014 23:19
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#56
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GAKles waren wohl allgemein beliebt. Stabsfeldwebel K. konnte so herrlich Grenzerlatein erzählen aber wer weiß, manchmal gibt es ja doch ein Fünkchen Wahrheit.

Gruß Hartmut!


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08.01.2014 10:32
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Zitat von Mike59 im Beitrag #53
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #51
Solche Helden waren die Gakels nun auch nicht, ok, alleine meist im Sperrgebiet mit der TS rumkurven war nachts sicherlich nicht immer gemütlich.
Rüber, also ins Vorgelagerte, gingen bei uns von den ca. 6 Gakels unserer Kompanie regelmäßig nur die Spezis wie der Foto-Fähnrich, der Rest war immer vorm GSZ im Einsatz.
Säulen pinseln, Gras hauen und Büsche wegmachen haben bei uns Gefreite gemacht, natürlich mit einem Gakel oder halt einem Zugführer-Leutnant als Befehlshaber am Start.
War ja das System wo auch Heinz Gefreiter, bei uns hießen alle Grenzer Heinz, meist auch die richtige Blutgruppe hatte.


"Heinz" Gefreiter - so eine Phase gab es bei uns auch *lach*. Heinz GV, Heinz Polit, etc. - das wäre mal was für eine Psychologen.

Wenn bei euch nur der Gefr. gearbeitet hat, dann war das eben bei euch so. Das ist eigentlich traurig, bei uns war das nicht so. Wir sind auch ohne Offz. vor den Zaun. Und die Farbe für die Grenzsäulen, welche wir oft selber gekauft haben, haben wir auch selber aufgetragen.

GAkls waren übrigens auch Grenzer - mit allem was dazu gehört! Die Dinger die da abgezogen wurden waren nicht schlechter/besser wie der Grenzdienst der anderen Grenzer auch.


Das die Gakels Grenzer waren habe ich doch auch nicht bezweifelt.
Der mir z.B. von damals am besten in Erinnerung geblieben ist war ein Fähnrich der sehr oft als Führender Dienst hatte.
Ein ganz freundlicher und kompetenter Mann, wenn der auf der FüSt saß dann fühlte man sich viel sicherer und irgendwie geborgener als bei manchen anderen.


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08.01.2014 11:26
#58
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #47
Von Gakls haben wir bei uns nie was gehört geschweige denn was gesehen. Gab´s vielleicht damals gar nicht. Zum Aufklären brauchten wir die an vielen Abschnitten gar nicht. da war nur der verrostete löcherige Stacheldraht, durch den man mit einem Fernglas alles genau beobachten konnte. Wenn sich drüben was tat, wurde es von uns reingemeldet. Da waren wir normalen Posten sozus. die Gakls. Allenfalls könnte man die gelegentlichen Kontrollen am vordersten KS, also ca. 10 m vor´m Draht durch einen Offz. oder UaZ zusammen mit einem Gefreiten (auch ich hatte schon das Vergnügen) gaz entfernt als Gakl-Tätigkeit bezeichnen. Das war 1967/68 im GR 38 bei Niederneuendorf. In meiner Fotoreihe ist ein Teil dieses Grenzabschnittes zu sehen.


Also ich kann das nur bestätigen. 1970/71 gab es auf der GK Scharfenstein auch keine GaKl. Das haben wir GWDler selbst erledigt, maximal mal mit einem Offizier oder BU/UaZ gemeinsam.

____________________________________________________________
Grenzer von 11/69 bis 04/71 im GR 20 / 4. GK (Scharfenstein)

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08.01.2014 19:03 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2014 19:04)
#59
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Zitat von Lutze im Beitrag #42
etwas verwundert bin ich,
kann man das Verhältnis zwischen Grenzaufklärern
und einfachen Grenzsoldaten als gut bezeichnen?,
warum waren die Gakis oft unter sich?,
hatten diese vielleicht mehr Ausgang oder andere
Vergünstigungen?
Lutze


In meiner Einheit gab es kein Verhältnis, weder gut noch schlecht.
Im Dienst gab es kaum direkte Berührungspunkte, in der Freizeit sowieso nicht.

Das lag auch an der 10-jährigen Dienstverpflichtung. Tatsächlich gab es Vergünstigungen (wie für Höhergestelle in jeder Armee. Wer hätte sich sonst verpflichten wollen?).
Von Ausgang kann keine Rede sein. Berufssoldaten hatten Feierabend, eine eigene Wohnung und (soweit nicht Single) Familie im Ort.
Ihr Aktionsgebiet war vor allem das Hinterland. Dort hatten sie genug Punkte, um von außerhalb das Grenzgebiet zu observieren - auch die Posten.

Gruß
Micha

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.01.2014 19:37
#60
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Zitat von Rostocker im Beitrag #54
Also die Gakl, die ich kennen lernte auch während der Reserve,waren schon OK: Hatte immer den Eindruck, die waren froh--wenn sie ihren Hund nehmen konnten oder das Krad und dann raus aus der Kompanie. Da konnte sie keiner mehr auf den Sack gehen.


Genau so war es.

Gruß zweedi

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"

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