Neues Thema /Festnahmeprotokoll

08.07.2010 10:27 (zuletzt bearbeitet: 08.07.2010 15:12)
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#1
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Hallo Forum Mitglieder,
da es ja an Echten "Grenz Themen" mangelt und ich selber zu denen gehöre,die es stört möchte ich nun was dagegen unternehmen.
Habe also meine alten Schatzkisten durchwühlt und dieses Protokoll Formular gefunden.
Hatte es als Erinnerungsstück vor der Entlassung mitgenommen.Ich muß dazu sagen,das es 1990 war,sonst wäre man vielleicht nicht so leicht ran gekommen.Die Unterlagen wurden ja nicht mehr gebraucht und demzufolge wurde Ihnen keine Beachtung geschenkt.
Obwohl ich in meiner Dienstzeit auch über eine Festnahme während der Schicht erfahren habe,wurde man über den weiteren verlauf nicht informiert.Warum auch!?
Welcher Grenzer (ich denke mal nur Vorgesetzte) hat solch ein Dokument schon mal ausgefüllt.Oder wurden die Befragungen nur
von Kollegen des Mfs durchgeführt.Sorry das Mfs wieder auftaucht
Wie das Protokoll aber zeigt,steht ja die Adresse der Grenztuppen oben im Kopf,also ist das Dokument wohl auch zur internen
Erfassung gedacht.
Ich hoffe das Ihr vielleicht ein wenig dazu berichten könnt.Es soll halt ein versuch sein,das Sommerloch etwaß zu flicken


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08.07.2010 11:22
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#2
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Danke,war für mich interessant. Von mir muss es ja ein ausgefülltes Festnahmeprotokoll gegeben haben.


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08.07.2010 13:21
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#3
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Hallo Harzer,
danke für die Dokumente, sag mal, auf Deinem Avatar, ist das die Richtung Wilhelmsruher Damm?

Ahoi Jameson


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08.07.2010 14:58
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#4
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Zitat von turtle
Danke,war für mich interessant. Von mir muss es ja ein ausgefülltes Festnahmeprotokoll gegeben haben.


Hallo Turtle,wenn es ein solches Protokoll über Dich gibt bzw. gegeben hat, von wem wurdest Du befragt ?Falls es nicht zu
persönlich ist.


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08.07.2010 14:59
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#5
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Zitat von Jameson
Hallo Harzer,
danke für die Dokumente, sag mal, auf Deinem Avatar, ist das die Richtung Wilhelmsruher Damm?

Ahoi Jameson


Jepp so ist es


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08.07.2010 16:04
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#6
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Zitat von HARZ69

Zitat von turtle
Danke,war für mich interessant. Von mir muss es ja ein ausgefülltes Festnahmeprotokoll gegeben haben.


Hallo Turtle,wenn es ein solches Protokoll über Dich gibt bzw. gegeben hat, von wem wurdest Du befragt ?Falls es nicht zu
persönlich ist.




Hallo Harzer,
1964 unternahm ich einen ersten Fluchtversuch. Auf Grund meiner Dummheit bin ich in Gutenfürst einem Helfer der Grenztruppen aufgefallen! Drei Herren kamen auf mich zu einer zeigte auf mich und blieb zurück. Von den zwei Anderen in Zivil wurde ich kontrolliert und verhaftet. Diese Herren führten auch die erste Befragung durch. Die eigentliche Grenze hatte ich erst gar nicht erreicht. Ich kam erst einmal nach Plauen in Haft.
Ob damals ein Festnahme Protokoll so wie von Dir eingestellt identisch ist weiß ich natürlich nicht. Gezeigt wurde mir das logisch nicht.

Gruß Peter(turtle)


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08.07.2010 16:22 (zuletzt bearbeitet: 08.07.2010 16:23)
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#7
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S51

Zitat von HARZ69
....Welcher Grenzer (ich denke mal nur Vorgesetzte) hat solch ein Dokument schon mal ausgefüllt.Oder wurden die Befragungen nur
von Kollegen des Mfs durchgeführt.Sorry das Mfs wieder auftaucht
Wie das Protokoll aber zeigt,steht ja die Adresse der Grenztuppen oben im Kopf,also ist das Dokument wohl auch zur internen
Erfassung gedacht.
Ich hoffe das Ihr vielleicht ein wenig dazu berichten könnt.Es soll halt ein versuch sein,das Sommerloch etwaß zu flicken



Ich kenne dieses Protokoll nicht.
Bei VGO (Verletzer Grenzordnung) gab es nur allenfalls private, natürlich verbotene Unterlagen. Ich habe seinerzeit hierfür private Taschenkalender benutzt. Und diese nach dem Ende des Grenzdienstes 1985 im heimatlichen Ofen entsorgt. Als Daten gab es nur die Personalien, die man auch per GMN durchgegeben hat, Zeit und Ort sowie Besonderheiten. Damit hat man sich hauptsächlich gegen spätere Beschwerden abgesichert. VGO wurden direkt dem VP-Posten übergeben oder auch von GT aus dem Abschnitt abgeholt und dann in der Kompanie an die VP übergeben. Nur die VP war berechtigt, die Identität zu prüfen und dann die VGO zu entlassen. Üblicherweise, nachdem sie ihnen ein Verwarnungsgeld von 10,-- Mark abgenommen haben.
Bei GV (Grenzverletzer) hat man eine Stellungnahme angefertigt, in die alles hineingeschrieben wurde, was wo wann passiert ist und was wer gesagt hat bzw. bei wem noch gefunden wurde. Diese Stellungnahme hat der gerade diensthabende KC erhalten. Da manchmal aus einem VGO dann doch ein GV wurde, wurde die Stellungnahme dann nachgereicht.
Dieses Protokoll wurde vermutlich dann jeweils vom OvD (Offizier vom Dienst, der gerade zu dieser Zeit als KC Dienst hatte) angefertigt.
Bei den damals zwischen Winterberg und Füst durchgebrochenen GV, denen wir von 13/81 hinterhergeguckt haben, wurden wir einzeln danach vernommen. Erst in der Kompanie, dann Battaillion, dann Regiment und dort vom Militärstaatsanwalt. Da habe ich eine förmliche Aussage gemacht und unterschrieben. Das waren aber auch nur beschriebene Blätter ohne offiziellen Kopf. Waffen und Ausrüstung wurden geprüft (vor allem die Magazine) und dafür habe ich auch unterschrieben. Ob das ein Durchsuchungsbeleg war, weiß ich nicht mehr. Ich glaube, es war nur ein Übergabebeleg.
Offizielle Vernehmungen habe ich als GAK nicht durchgeführt. Zwar erhielt jeder meiner "Kunden", auch die VGO, die ganz offizielle Belehrung, dass alles, was sie sagen und tun, gegen sie verwandt werden würde. Dies aber mündlich und ohne Unterschrift. Wenn sich danach etwas ergab, stand das auch in meiner Stellungnahme.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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08.07.2010 16:22
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#8
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Prima das es solche Dokumente nach so langer Zeit noch gibt.Auch die Fragen sind interessant.Was die "Jungs" so alles wissen wollten ?? Man müßte alle Grenzdokumente in einen Ordner archivieren um alles in Ruhe sich mal anzuschauen.Eine Art Museum-
Geht das Angelo ???

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend

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08.07.2010 17:19
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#9
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Hallo S51,danke für Deine ausführliche Stellungnahme! Von wann genau das Dokument stammt weiß ich nicht genau,denn es ist keinerlei Zeitangabe enthalten.Deshalb kann es auch gut sein das es sich um ein älteres Exemplar handelt.Ist ja auch schon sehr vergilbt.Vielleicht kann man auch anhand der Postanschrift der Grenztruppen die Zeitepoche eingrenzen.Berlin 1110 oder auch die Bezeichnung Postfach..... Ab wann gab es diese Postfächer?

Hallo Sonne!
Genau aus dem Grunde,das man eine Erinnerung hat,habe ich das Dokument aufgehoben.Irgendwo hat jeder doch noch was liegen.
Anfassbare Geschichte könnte man sagen.Freut mich jedenfalls wenn es zur allgemeinen Unterhaltung beiträgt


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08.07.2010 18:43
#10
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Hallo HARZ69, auf dem Protokoll ist auf dem 2. Blatt unten rechts ganz klein wohl die Nr. der Druckgenehmigung, die Formularnr. oder Drucklizenz angegeben. Darin 2 Schrägstriche, neudeutsch slash. Ich glaube nach dem 2. slash und der VIII die 74 ist das Jahr des Drucks, kann mich aber auch irren.
Zaunkönig

März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße


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08.07.2010 19:55
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#11
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[quote="Zaunkönig"]Hallo HARZ69, auf dem Protokoll ist auf dem 2. Blatt unten rechts ganz klein wohl die Nr. der Druckgenehmigung, die Formularnr. oder Drucklizenz angegeben. Darin 2 Schrägstriche, neudeutsch slash. Ich glaube nach dem 2. slash und der VIII die 74 ist das Jahr des Drucks, kann mich aber auch irren.
Zaunkönig[/quo
Damit könntest Du durchaus recht haben Zaunkönig!
Nun müßte man vielleicht nur noch wissen,welche Druckerei für Dienstvorschriften bzw. Formblätter für VS oder GVS Unterlagen
berechtigt war.
1974 erscheint mir aber doch glaubhaft.Vielleicht hat noch jemand aus der Epoche Erinnerungen auf Lager


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08.07.2010 20:32
#12
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hallo Leute ,
aus meiner Dienstzeit habe ich noch ein Handbuch für den Grenzsoldaten aus dem Jahr 1966. Gibt es davon Neuauflagen oder ähnliche Werke?
Es würde mich schon mal interessieren. Hab' bei ebay so etwas nie gesehen. Grundwissen des Soldaten bzw. Handbücher verschiedenster Fachgebiete sind ab und zu erwerbbar.

mfG torpedoschlosser


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09.07.2010 07:55
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#13
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Hallo Torpedoschlosser,

Das Handbuch gibt es noch als 2. Auflage aus den 70igern wesentlich Dicker, dafür aber die ganzen BGS Uniformen/Fahrzeuge weggelassen.
Das Du es bei Ebay nicht findest hängt damit zusammen das es 3 seltene NVA Handbücher gibt: :Handbuch für Grenzsoldaten bzw Handbuch für den Grenzdienst; handbuch für Fallschirmjäger und Handbuch für Pioniertaucher.

P.S:: letzteres suche ich noch


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