Unmenschliche Grenzkontrollen in Duderstadt/Teistungen

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15.02.2009 06:24von Angelo
Frage
Unmenschliche Grenzkontrollen in Duderstadt/Teistungen

Ich weiß nicht wer von euch alle das Video "Halt Hier Grenze" gesehen haben,aber in diesem Video wird beschrieben das die Grenzkontrollen am GüST Duderstadt/Teistungen besonders unmenschlich gewesen sein sollen. Es wurde sogar verlangt sich bis auf die Unterhose zu entkleiden. Wer hat seinen Dienst am GüST Duderstadt/Teistungen verrichtet und kann darüber was erzählen ?

15.02.2009 15:40von ( gelöscht )
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Für die Kontrollen der GÜS waren ja haupsächlich Mitarbeiter der Stasi,getarnt
in Uniformen,zuständig. (Haupabteilung 6)
Ob die was wissen ?

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15.02.2009 19:25von ( gelöscht )
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Nicht hauptsächlich, lieber Zermatt, sondern ausschließlich. Nur der Komandant eines Güst´s gehörte zu den Grenztruppen.
Die Grenztruppen selbst hatten nur die äußere Überwachung zur Aufgabe. Vielfach wurden die Stasi-Offiziere als arrogant bezeichnet, da sie absolutes Weisungsrecht hatten.

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16.02.2009 01:22von ( gelöscht )
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Die Frage ist wohl die, was ist unmenschlich?
Einen Verdächtigen bis zur Unterhose ausziehen lassen, ist es gewiss nicht.
Ist bei einer Einreise in die USA nicht anders zu bewerten.

Wenn dann aber ohne konkrete Verdachtsmomente die Unterhose auch noch runter geht und dann noch gefingert wird, dann kann man von unmenschlich in diesem Sinne ausgehen, geschehen nicht an der innerdeutschen Grenze, wohl aber bei Einreise in die USA.
Auch manudave hat da Unrecht, gut, wenn man alle GüSt-Mitarbeiter zur Stasi zählt, dann waren die gesamten GT Stasi.
So kann man es natürlich auch sehen, nur ob es richtig ist?

Gruß nf
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17.02.2009 21:53von ( gelöscht )
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Es wird bestimmt hier und da Fehlgriffe gegeben haben aber warum wird die Güst in Teistungen so negativ genannt?Wer hatte das sagen an der Güst? Sicher der Kommandant. Die Stasi in GT Uniformen haben sich bestimmt nicht in die Karten gucken lassen.Da war der Kommandant sicher auch machtlos.Wer hat denn dort gedient in Teistungen? Kennt einer den ehem.Kommandanten? Das Verhältniss zwischen den PKE Einheiten und regulären GT soll nicht gut gewesen sein!!

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18.02.2009 18:54von ( gelöscht )
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Schade das keiner zu den Grenzkontrollen in Teistungen bzw. über Teistungen was weiß.

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28.06.2009 00:12von ( gelöscht )
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Das von Dir gestellte Szenario stimmt nicht.
Von den (regulären)Grenztruppen waren ständig 5 Mitglieder anwesend.
1. Kommandant der Güst war nur zur Sicherung der Güst verantwortlich.
2. Gehilfe des Kommandant de Güst, war zum Kaffee-Kochen und Feindaufklärung mit 1000 mm Objektiv zuständig
3. Postenführer des Posten 1 (Jumbo)
4. Posten 2 (Jumbo)
5. Posten 3 (Jumbo)
Die Positionen 2-5 waren nach Dienstalter alles Grundwehrdienstleitende (nach halbjähriger Ausbildung in Eisenach)für ein Jahr.
Posten 2 = PKE in Grenzeruniform = Stasi
Posten 3 = PKE in Grenzeruniform = Stasi

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28.06.2009 00:55von TOMMI
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Zitat von Galaxy
Schade das keiner zu den Grenzkontrollen in Teistungen bzw. über Teistungen was weiß.


Hallo, Galaxy. Ich habe in Teistungen gedient. Allerdings in der Grenzkompanie und nicht in der GÜST.
Diese war eine Welt für sich. Es gab einen Sicherungszug und den Komandanten, die ihr Domizil auf dem
Gelände unserer Kaserne hatten. Außer beim Mittagessen, zu dem sie zu uns rüber kamen, haben wir mit ihnen nicht viel
zu tun gehabt. Sie waren für die Bewachung der GÜST zuständig. Selbst wir durften der GÜST nicht zu nahe kommen, da wachten
sie eifersüchtig drüber. In Kontakt mit den Reisenden kamen nur die PKE, mit Uniformen der Grenztruppen verkleidete Stasi-Leute, sowie der Zoll. Ich kann nichts über die Art der Behandlung der Reisenden sagen, aber während meiner Dienstzeit dort
(1985-1988) war dort reger Verkehr zu beobachten. Reisende hätten ja den Übergang meiden können, wenn es gerade dort überproportional schlechte Behandlung gegeben hätte. Aber schon möglich, dass es solche Entartungen gegeben hat.

08.09.2009 11:25von ( gelöscht )
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Hallo,

ich kann Tommis Aussagen nur bestätigen, ich war nach ihm in der 5.GK Teistungen.

Die normalen Soldaten der GÜST hatten nicht viel mit den Kontrollen der Reisenden zu tun. Uns wurde erzählt sie sitzen nur im Kontrollturm zur Beobachtung und an der KFZ Sperre. Dort hat immer ein Postenpaar Dienst geschoben.
Auffällig war uns ein alter Wartburg der zwischen 1988 und 1989 immer die Grenze passiert hat. Hat aber nichts mit den Kontrollen zu tun.

Gruß Jens

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08.09.2009 11:52von ( gelöscht )
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Hallo mal wieder!
An einer GÜST trafen mehrere Welten aufeinander.Ringsherum waren die GT -zur Sicherung.Ebenso auf der GÜST an bestimmten Punkten.Alles was die Arbeit mit den Reisenden betraf wickelten Angehörige des MfS Abt.VI in den Uniformen der GT ab.Vor (bei der Ausreise) bzw nach (Einreise) der Paßkontrollinie befand sich die Zollabfertigung-also Zöllner.
Oberster Chef der GÜST war der Kommandant-Angehöriger der GT.Im Verteidigungsfall auch der PKE weisungsberechtigt.

Im normalen Dienstgeschehen trafen diese Welten kaum aufeinander.Jeder machte seine Arbeit.Die Zöllner traf man mittags manchmal auf der Kantine oder auf m Klo.Normaler Tagesgruß-auch mal ein Schwätzchen (nix dienstliches).

Angehörige der GT traf man selten.Eher schon mal nach Dienstschluß wenn man auf den Heimweg war.Gruß wurde erwiedert-höhergestellte gegrüßt.Aber nicht so zackig wie diese gewohnt waren.Konnten wir gar nicht!
Waren einfach nicht so ausgebildet-keine Soldaten an sich-eher Beamte in Uniform...

Zu den unmenschlichen Kontrollen in Duderstadt äußere ich mich erstmal nicht-kam in meiner Dienstzeit in Drewitz nicht vor.

Drewitz

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08.09.2009 16:40von ( gelöscht )
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mein vater war von 73 bis 81 kommandant der güst in teistungen.er erzählte mir nach seinem ausschaeiden oft von reibungen zwischen den pke leuten und den gt.in leinefelde hat wohnte damals viele dieser leute.man sah sie immer mit ihren uniformen zum bus gehen denn sie wurden mit einem eigenen bus nach teistungen gefahren.außenstehende dachten natürlich das dies grenzer wären.

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08.09.2009 16:52von ( gelöscht )
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Welche Reibereien gab es denn dort?Echtes Interesse von mir.Kenne ich so aus Potsdam nicht-da war das Verhältnis eigentlich ganz normal.Bis zur Wende.Da dividierte sich das etwas auseinander...
Drewitz

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08.09.2009 16:58von glasi
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Zitat von Drewitz
Welche Reibereien gab es denn dort?Echtes Interesse von mir.Kenne ich so aus Potsdam nicht-da war das Verhältnis eigentlich ganz normal.Bis zur Wende.Da dividierte sich das etwas auseinander...
Drewitz


UND WARUM?

08.09.2009 17:18von ( gelöscht )
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Weil es dann allgemeiner Mainstream wurde sich von der Stasi zu distanzieren...
Wir waren dann die Hauptschuldigen und man selber war ja nicht so schlimm.
Vieleicht dachte man auch,daß man auf diese Tour seinen Arsch retten kann-har aber nix genützt...

Drewitz

sorry für OT

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08.09.2009 19:56von Mike59
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Zitat von Drewitz
Weil es dann allgemeiner Mainstream wurde sich von der Stasi zu distanzieren...
Wir waren dann die Hauptschuldigen und man selber war ja nicht so schlimm.
Vieleicht dachte man auch,daß man auf diese Tour seinen Arsch retten kann-har aber nix genützt...

Drewitz

sorry für OT


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Hallo Drewitz,

das hast du sauber erkannt und auf den Punkt gebracht. So war es. Habe zwar selber nicht daran gedacht meinen Arsch zu retten, (Vor was??) aber es gab genug davon. Erstaunlicherweise sind davon sehr viele dem Prozess der Selbstreinigung zum Opfer gefallen.

Mike59

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