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Mein Deutschland-Geteilte Heimat 3-Teiler "MDR" 22.06.10 20.15 Uhr

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 17.06.2010 10:47
von kinski112 (gelöscht)
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Erstaufführung "MDR"-Fernsehen !

Wie wurden wir Deutschen, wer wir sind? Die dreiteilige Dokumentation "Mein Deutschland" widmet sich dem "Nachdenken über Deutschland", von der doppelten Staatsgründung 1949 bis zur Wiedervereinigung 1990. Persönliche Erinnerungen werden verbunden mit dem anonymen Begriff der Nation. Was ist haftengeblieben von 60 Jahren Deutschland? "Mein Deutschland" bittet 60 Zeitzeugen aus Politik, Kunst und Kultur zu einem Gespräch über das, was sie mit der deutsch-deutschen Geschichte und dem Begriff Heimat verbinden. Die Befragten sind weit mehr als prominente Zeitzeugen, sie haben das Gesicht der Bundesrepublik entscheidend mitgeprägt. Von Helmut Schmidt und Angela Merkel über Alice Schwarzer und Günther Jauch bis zu Campino und Annett Louisan - die Liste derer, die sich offen einem Gespräch stellen, ist eindrucksvoll. Noch eindrucksvoller ist das, was sie erlebt haben und zu erzählen wissen. Wie sie das Ende des Krieges, die Teilung des Landes und den Mauerfall empfunden haben und wie sie ihre Alltagssituationen mit den historischen Ereignissen verbinden. "Mein Deutschland" führt uns auf eine Zeitreise in die Geschichte des geteilten Deutschland.

1.Teil:Di., 22.06. 20:15 Uhr "MDR" !

Der erste Teil widmet sich den Jahren von 1949 bis 1961 - der Herausbildung zweier deutscher Staaten und zweier unterschiedlicher Wege, die Folgen von Krieg und Nachkriegszeit zu überwinden. Die Schauspielerin und Sängerin Eva-Maria Hagen zeigt, dass die Vertriebenen in der DDR über ihre verlorene Heimat nicht sprechen durften, ein doppeltes Trauma für die nach dem Krieg Entwurzelten. Christine Kaufmann, der Kinderstar des westdeutschen Heimatfilms in den 50er-Jahren, berichtet von der Flucht in die Scheinwelten einer Idylle, die es in Deutschland nach dem Krieg längst nicht mehr gab. Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm, Dübel-Erfinder Artur Fischer und die "Miss Germany 1953" Christel Schaack-Mattes lassen uns an den schwierigen Jahren des Neuanfangs in der Bundesrepublik teilhaben, die heute als "Wirtschaftswunder" verklärt werden.
Eine der Schattenseiten des Aufschwungs, das Verdrängen der Nazivergangenheit, schildert Gert Rosenthal, Sohn des berühmten TV-Unterhalters Hans Rosenthal. Trotz Verfolgung und Holocaust hielt der Vater, Kind einer Berliner jüdischen Familie, immer an seiner deutschen Heimat fest. Doch diese Heimat war spätestens seit 1949 geteilt. Der Kabarettist Dieter Hallervorden veranschaulicht, warum er wie 2,5 Millionen weitere Ostdeutsche vor dem Mauerbau die DDR in Richtung Bundesrepublik verließ. So unterschiedliche Persönlichkeiten wie Helmut Schmidt, Günther Jauch oder Marcel Reich-Ranicki stellen sich ernsten Themen, etwa zur Wiederbewaffnung der Deutschen, ebenso wie überraschenden Fragen über längst Vergessenes: Wie sollte die Fahne der Bundesrepublik ursprünglich aussehen? Oder wie hoch war in den 50er-Jahren eigentlich die Promille-Grenze?

2.Teil:Di., 22.06. 21:00 Uhr "MDR" !

Der zweite Teil von "Mein Deutschland" schlägt einen zeitgeschichtlichen Bogen vom Mauerbau 1961 bis in die Mitte der 70er-Jahre. Die Deutschen in Ost und West entfremden sich immer mehr. Die Teilung scheint ein unabänderliches Schicksal zu sein. Die Schauspielerin Katharina Thalbach erlebt im Alter von sechs Jahren den Mauerbau als persönliche Tragödie. Die in Ost- wie in Westberlin lebende Familie wurde scheinbar für immer auseinandergerissen. Nach dem Mauerbau versiegt der Zustrom der Arbeitskräfte aus der DDR in die Bundesrepublik. An ihre Stelle treten die Gastarbeiter. Einer von ihnen ist der Vater der deutsch-türkischen Schauspielerin und Schriftstellerin Renan Demirkan. Vater und Tochter erinnern sich gemeinsam an ihr Bedürfnis nach Integration und die Schwierigkeiten der Deutschen im Umgang mit ihnen.

Der Franzose Pierre Brice und der Jugoslawe Gojko Mitic verkörpern dagegen den Typ des Ausländers, wie ihn die Deutschen lieben. Als "Winnetou" im Westen bzw. als "Oberhäuptling" in den DDR-Indianerfilmen werden sie zu den größten Idolen der 60er-Jahre. Mit deutscher Symbolik und deutscher Musik tun sich dagegen viele schwer. Weil er alte Volks- und Soldatenlieder singt und offensiv mit den Farben Schwarz-Rot-Gold wirbt, gerät der Sänger Heino unter Nazi-Verdacht. Die Nazis sind in Wirklichkeit ganz andere, und sie leben mitten in der Gesellschaft. Ihnen sagt die Publizistin Beate Klarsfeld den Kampf an. Sie ohrfeigt den Bundeskanzler wegen dessen NSDAP-Vergangenheit und wird als "Nazijägerin" berühmt. Prominente wie Franz Beckenbauer, Alice Schwarzer oder Hans-Dietrich Genscher erinnern sich an deutsch-deutsche Sportduelle ebenso wie an die Turbulenzen von sexueller Revolution und Studentenrevolte.

3.Teil:Do.,24.06. 20:15 Uhr "MDR" !

Der dritte Teil von "Mein Deutschland" dokumentiert die Zeit von den frühen 80er-Jahren zwischen Olympiaboykott und Raketenstationierung bis zum Mauerfall 1989. In diesem Jahrzehnt werden die vermeintlich undurchdringlichen Grenzen nach und nach durchlässig. Die Hochsprunglegende Ulrike Nasse-Meyfarth verdeutlicht, wie die Sportler 1980 in Moskau sowie 1984 in Los Angeles zu Geiseln des Kalten Krieges werden.

Enie van de Meiklokjes, heute ein schriller TV-Star, erinnert sich an ihre behüteten Kindergartenjahre in der sozialistischen DDR. Der Schauspieler Bernd Michael Lade, bekannt als langjähriger "Tatort"-Kommissar, lehnt sich dagegen als jugendlicher Punk gegen Heuchelei und gesellschaftliche Erstarrung in der DDR auf. Auch der Westen ist in einer Krise. Unerbittlich zerrt der Undercover-Journalist Günter Wallraff Missstände in der Bundesrepublik ans Licht der Öffentlichkeit, zeigt in seiner berühmtesten Rolle als "Türke Ali", unter welchen Menschen verachtenden Umständen Gastarbeiter ausgebeutet werden.

1987 unternimmt der US-Diplomat John Kornblum gemeinsam mit Präsident Reagan einen spektakulären Vorstoß, die deutsche Teilung zu beenden. Noch werden sie von den Ost- wie Westdeutschen als Illusionäre kritisiert. Die in der DDR aufgewachsene Annett Louisan steht für eine Generation, denen der Mauerfall zwei Jahre später ungeahnte Chancen gebracht hat. Sie absolviert ein Kunststudium in Hamburg und wird heute als Sängerin gefeiert, deren Herkunft keine Rolle mehr spielt. Zeitzeugen wie Angela Merkel, Campino oder Michael Mittermeier antworten auf die Frage, was wohl das erfolgreichste Buch der deutschen Nachkriegszeit ist, und schildern in bewegenden Worten, wie sie den großen Tag erlebt haben, an dem die Mauer fiel.
Quelle:MDR.de


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