Kuba und die DDR eine Zeitlose Liebe

17.06.2010 10:17
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#1
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Kuba und die DDR: Auf den ersten Blick gab es nur Unterschiede zwischen diesen beiden Ländern des real existierenden Sozialismus. Hier mausgrau, dort grellbunt, hier bierernst, dort ausgelassen und lebensfroh. Eines verband Castros Kuba und Honeckers DDR jedoch über alle Jahrzehnte hinweg: die Verwaltung des Mangels. Und das mehr schlecht als recht. Ost-Berlin schickte Zementfabriken und sogar Rum aus zweifelhafter Destillation über den Atlantik, Havanna revanchierte sich mit Orangen, die nicht schmeckten und Arbeiterkolonnen, die den unersättlichen Planstellenhunger der DDR-Staatswirtschaft nur ansatzweise stillen konnten. Im Schatten Moskaus entstand so eine zarte Bande gegenseitiger Abhängigkeiten, nach außen selbstverständlich propagiert als "unverbrüchliche Freundschaft zweier Brüderstaaten". Die RBB/MDR-Koproduktion "Zement gegen Südfrüchte" dokumentiert erstmalig die Geschichte der Beziehungen des ungleichen Paares DDR und Kuba.





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20.06.2010 06:14
#2
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1962 haben wir nicht mehr gelacht, als wir voll aufmunitioniert 4 Wochen während der Kuba-Krise in der Kaserne Dienst schieben mussten. Kein Bierchen, keine Frauen da waren einige hart am durchdrehen.
Schlimmer war es nur ein Jahr vorher, da sind wir überhaupt nicht aus den Klamotten gekommen!


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20.06.2010 10:08
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#3
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Da fällt mir ein das ein Kamerad mal sagte das es ein Stück DDR noch gibt. Damals schenkte Fidel dem Honni eine Insel bei Kuba.


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20.06.2010 11:51
#4
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Zitat von Angelo
Kuba und die DDR: Auf den ersten Blick gab es nur Unterschiede zwischen diesen beiden Ländern des real existierenden Sozialismus. Hier mausgrau, dort grellbunt, hier bierernst, dort ausgelassen und lebensfroh. Eines verband Castros Kuba und Honeckers DDR jedoch über alle Jahrzehnte hinweg: die Verwaltung des Mangels. Und das mehr schlecht als recht. Ost-Berlin schickte Zementfabriken und sogar Rum aus zweifelhafter Destillation über den Atlantik, Havanna revanchierte sich mit Orangen, die nicht schmeckten und Arbeiterkolonnen, die den unersättlichen Planstellenhunger der DDR-Staatswirtschaft nur ansatzweise stillen konnten. Im Schatten Moskaus entstand so eine zarte Bande gegenseitiger Abhängigkeiten, nach außen selbstverständlich propagiert als "unverbrüchliche Freundschaft zweier Brüderstaaten". Die RBB/MDR-Koproduktion "Zement gegen Südfrüchte" dokumentiert erstmalig die Geschichte der Beziehungen des ungleichen Paares DDR und Kuba.







hallo Angelo,
da kann ich , muß ich meine Erkenntnisse loswerden. Es ist natürlich kein Geheimnis,dass Kuba als Agrarland und fortwährend von den USA boykottiert, kaum eine Chance hatte. Am Tropf der ehemaligen soz. Staaten gab es diese Überlebensmöglichkeit bis zum heutigen Tag. Ich vermute mal, als strategischer Vorposten des Warschauer Vertrages mußte das wohl so sein.
Was die Handelsbeziehungen mit der ehem. DDR angeht, die Solidarität wurde mächtig hochgehalten. Die Zitrusfrüchte waren sicher nicht der Hit- wenn ich aber einige Angebote aus heutiger Zeit vergleiche, glaubt man Kuba liefert immer noch.
Es stimmt, es wurden Zuckerfabriken, Zementwerke , Schiffe (Fischerei) geliefert. Wichtig war die Ausbildung von Fachkräften (im Bereich Medizin, Technik, Landwirtschaft, Sprachen u.v.m.).
Das Sozialnetz, gemessen an den dortigen Bedingungen ist einmalig im Vergleich zu Lateinamerika/Mittelamerika. Kuba hat z.B. 0%- Analphabeten. Das gibt's nicht mal bei uns!! Bildung und med. Versorgung sind kostenlos. Schüler bekommen täglich 0,5 Liter Milch. So etwas will natürlich bezahlt werden. Tourismus heißt das neue Schlagwort, aber auch Bodenschätze helfen den Staat allmählich wieder auf die Beine. Kanada hat sich mächtig reingedrängelt und baut die nicht unerheblichen Erdölvorkommen ab.
Nach der sogenannten Sonderperiode, die Sozialistische Hilfsgemeinschaft war ab 1990 dahin, habe ich die Insel erstmals und 2009 ein weiteres mal bereist. Der Aufschwung ist unübersehbar obwohl hier noch jede Menge "Heldentaten" zu leisten sind. Die Menschen leben sehr einfach und bescheiden. Relativen Wohlstand haben nur die Kubaner, deren Verwandtschaft in Florida lebt.
Grundsätzlich, es ist ein freundliches, sauberes und liebenswertes Land.

erst mal soviel zu Kuba

mfG torpedoschlosser


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21.06.2010 19:27 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2010 19:35)
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#5
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Infos und weitere Links zur Honecker-Insel(Ernst-Thälmann-Insel) in Nähe der Schweinebucht bei wiki oder klick hier
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,117432,00.html
Rotten


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22.10.2012 15:08 (zuletzt bearbeitet: 22.10.2012 15:13)
avatar  babeuf
#6
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Schade, daß Kuba keine Bananen in der DDR sandte...

(Es ist nicht mehr möglich der Filmen YouTube zu sehen)


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