Robur LO

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26.05.2010 09:02 (zuletzt bearbeitet: 27.05.2010 09:38)
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26.05.2010 19:48
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Aus "Erkennungsblätter für den Grenzstreifendienst", BRD 1980 stammen folgende Bilder vom Robur

27.05.2010 10:41
#3
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Taktisch - Technische Angaben LO 2002- A

Länge: 5,40 m
Höhe: 2,78 m
Breite: 2,37 m
Radformel: 4x4
Radstand: 3,02m
Spurweite vorn: 1636 mm
Spurweite hinten: 1648 mm
Bodenfreiheit: 265 mm
Leermasse: 3459 kg
Nutzmasse: 2100 kg
Gesamtmasse: 5550 kg
Achslast vorn: 1850 kg
Achslast hinten: 1600 kg
Steigfähigkeit: 58 %
Watfähigkeit: 800 mm
Kletterfähigkeit: 450 mm
Überschreitfähigkeit: 600mm
Vmax: 80 kmh
zul. V: 70 kmh
Fahrbereich: 515 km
Wendekreis: 13,8 m
Personen vorn: 4
Personen hinten: 12
Ladefläche: 3x2m 1,5m hoch
Aebeitsweise Motor: Viertakt Otto
Hubraum: 3345 ccm
max Drehmoment:22 Kpm
Leistung. 55 kw 75 Ps
Zündfolge: 1-3-4-2
Reifeninnendruck: vorn 2,0 Kp/ccm
hinten 3,5 Kp/ccm
E- Anlage: 12 V
Batterie: 12 V 135 A/h
Lichtmaschine: 12 V 500 W Drehstrom
Anlasser:12 V 1,8 Ps
Tank: 90 l
Reserve: 35 l
Motoröl: 8 l ML 70 CT
Wechselgetriebe: 4 l GL 125
Verteilergetriebe: 2 l GL 125
Achsgetriebe: 0,8 l GL 125
Grundnorm: 32 l/100 km
Lenkgetriebe: 1l GL 125
Ölbadluftfilter: 1 l R 70
Verdichtung: 1/6,4
Kühlung: Gebläse
Schmierung: Druckumlauf- Tauchschmierung
Füllmengen:
Bremsanlage: 0,25 l Bremsflüssigkeit
Seilwinde: 0,45 l GL 125
Kompressor: 0,07 l ML 70

Theo 85/2

Quelle: meine Fahrschulaufzeichnungen (26 Jahre alt, gemacht in Hibu)


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27.05.2010 11:59
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#4
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Ordentlich was durchgelaufen für die paar PS.

Wie lief deine MKF Ausbildung ab, wie tauglich war der in wirklichem Gelände und was gibt es für geschichten zu diesem Fahrzeug?


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27.05.2010 13:04
#5
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Also, ein LO ist schwer geländetauglich! Natürlich nicht zu vergleichen mit einem UNIMOG. Wir reden aber über ein Fahrzeug von vor 40-20 Jahren. Ein LO ist absolut durchdacht und größtenteils sehr einfach aufgebaut, zu warten, bzw. zu reparieren.Es gibt mE. nur einen Schwachpunkt: er hat keine Differentialsperren. Das Steigvermögen wurde uns sehr Eindrucksvoll auf einer russischen Panzerübungsbahn vorgeführt. Zuerst ging es Bergab, da dachte ich, wir sind aus Versehen auf einer Sprungschanze gelandet. Nun ja, war gar nicht schlimm. Später bin ich ganz andere Sachen gefahren (Alle wollten mit mir mit, weil ich fast nix gelaufen, sondern wenn es ging, gefahren bin). Im Gegensatz zur Fahrschule, wo man wusste, es geht, musste man später selbst entscheiden, gehts oder gehts nicht und auch für Fehler geradestehen!

Mein Fahrzeug verbrauchte so um die 30 Liter im Schnitt ! Bin halt fast nur im Gelände gefahren.
Fahrschule erstreckte sich bei mir , da ich NABK war, über 2 Wochen.Die fanden unmittelbar nach der Grundausbildung statt. Wir wurden tagsüber ein paar Fahrlehrern und Hilfsfahrlehrern unterstellt. Alle hatten schon die Fahrerlaubniss. Meist durch die GST. trotzdem mussten alle noch mal die theoretische Prüfung absolvieren, eine Katastrophe. Von 26 sind 20 durchgefallen! Es wurde so lange geprüft, bis alle durch waren. Auch nicht schlecht. Viel Praktische Ausbildung hatten wir, sprich, wir sind viel herumgefahren, um uns an die Technik zu gewöhnen!( Bei so einer Tour zur Lehrbahn in Burkersdorf standen dann mal 3 LO vor unserer Haustür und 14 Soldaten saßen in unserer Stube-Abends 23.00) Ich wohnte ja nicht weit weg.
Nachteilig war noch, der LO brach beim Bremsen immer aus, dh. die Bremse hackte, man wusste nur nicht, nach welcher Seite. Mit der Zeit gewöhnte man sich daran.

Ich bin heute noch beeindruckt von der Leistungsfähigkeit dieses kleinen Fahrzeugs und ewürde gerne heute noch mal im Gelände mit dem Ding fahren!

Theo 85/2


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27.05.2010 13:41
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#6
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Als ich beim BGS anfing (1974) gab es bei den Grenztruppen überwiegend noch den LO 1800. Erkennungszeichen ovaler Kühlergrill im Gegensatz zum rechteckigen Grill des LO 2000


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27.05.2010 14:28 (zuletzt bearbeitet: 27.05.2010 14:29)
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#7
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Ich weiß zwar nicht ob das hinpassen könnte aber ich machs mal.
Habe auch gesehen das die Bw welche hatte nach der Wende.

https://www.youtube.com/watch#!v=nXWbzdFTPbU&feature=related


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27.05.2010 14:48
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#8
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So aus dem Büro mal eine kleine LO Fahrer Geschichte

1969 fuhr ich mit meinem LO 1800, einem Leutnant, dem Truppführer, einem Unterfeldwebel und den beiden Nachrichtensoldaten, die zu unserm Trupp gehörten, von Berlin nach Jägerbrück, um als Vorkommando dort die Telefonleitungen für das Schießen der Kanonen des GAR 39 zu legen. Ich glaube, wir waren 2 Tage vorher in Jägerbrück und legten Fernsprechleitungen von der B – Stelle zur Batteriestellung und zum Artilleriebeobachter und und und...
Mit einem Mal wurde es im LO laut, man hörte die Auspuffgeräusche deutlicher, es wurde vor allem warm und der LO zog nicht mehr. Motorhaube auf, nachsehen. Aber da war nichts zu sehen, vor allem, wer hatte als frisch eingezogener Fahrer schon die notwendigen Kenntnisse? So standen 5 „Spezialisten“ um den LO und wussten nicht weiter. Also fuhren wir weiter, es ging zwar nicht mehr so schnell und es war bisschen lauter, das Schlimmste war, dass es heiß war, in dem Fahrerhaus, an der Fahrerseite schmolz die Geräuschschutzmatte, mit der die Maotorhaube abgedeckt war, die Farbe drunter warf Blasen und wir fuhren mit offenen Seitenscheiben im Winter und zum Schluss hatten wir auch schon die Frontscheiben angekippt. Bei einer Einheit die vor unsere noch am Schießen war, wandte sich der Leutnant an den Schirrmeister, der dann auf die Zündung tippte und diese neu einstellte. Danach lief der Motor auch nicht mehr so rund, das Hauptproblem war aber nicht beseitigt, es war nach wie vor elendig heiß und wurde immer lauter, es stank auch nach Abgasen, was aber durch die offenen Fenster nicht weiter groß störte.
Am gesamten Auspuff war nichts zu sehen, die Dichtungen waren heil – nichts zu finden.
Die Wattekombis waren schon längst ausgezogen, die Pelzmütze war auch in der Ecke, wie im Hochsommer fühlte man sich im Fahrerhaus.
Wir hatten dann unter extremsten Bedingungen unsere Leitungen verlegt, als die Streitmacht ankam und mit ihr unser Schirrmeister. Der fuhr einmal mit dem LO, zerlegte dann den Auspuff an einem Wärmetauscher, dort wo der Auspuff in einem Blechgehäuse mit Luft umspült wird, die dann zur Beheizung des Fahrerhauses genutzt wird. Dort, es sah aus, als wären lauter Nadeln eingebaut, war der Auspuff gerissen. Keiner von uns wäre darauf gekommen, auch der fremde Schirrmeister nicht, dessen Zündungseinstellung wurde dann auch wieder korrigiert und nachdem der Riss geschweißt worden war, mussten wir uns wieder die Wattekombi anziehen, die Normalität hatte uns wieder.

Grüße von der Insel.

Der Rüganer


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27.05.2010 21:42
#9
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Zitat von LEGO
Als ich beim BGS anfing (1974) gab es bei den Grenztruppen überwiegend noch den LO 1800. Erkennungszeichen ovaler Kühlergrill im Gegensatz zum rechteckigen Grill des LO 2000



Stimmt, und die Türen gingen nach hinten auf!

Theo 85/2


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29.05.2010 00:03
avatar  Greso
#10
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Hier habe ich noch einen .
Greso


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16.06.2010 07:15 (zuletzt bearbeitet: 16.06.2010 07:17)
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#11
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Hier mal ein Robur LO 2002 A als Rundfunk-Kino-Einrichtung RKE




Mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers: http://www.militaerverein.de


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16.06.2010 11:40
#12
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Also wenn man die Achse hätte sperren können hätte ich mich mit meinem Lutz-Olaf in fast jedes Gelände getraut. Aber auch so war er als Geländefahrzeug durchaus brauchbar, außer bei schwerem Matsch oder Glatteis. Ich bin dort noch durchgekommen, wo der UAZ vom KC nicht mehr wollte (2x musste ich ihn rausziehen). Der Spritverbrauch war natürlich im Gelände recht ordentlich. Während man auf der Straße mit 16-18 l (bei sparsamer Fahrweise) dabei war konnte das im Gelände schon mal das doppelte sein. Mein Rekord lag bei 45 l , allerdings mit Schneeketten und Untersetzung (nach Neuschnee Spur auf den Kolonnenwegen fahren) . Das hat aber zu meiner Zeit niemanden interessiert, wat mutt dat mutt.


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16.06.2010 12:17
#13
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Zitat von LO-Fahrer
Also wenn man die Achse hätte sperren können hätte ich mich mit meinem Lutz-Olaf in fast jedes Gelände getraut. Aber auch so war er als Geländefahrzeug durchaus brauchbar, außer bei schwerem Matsch oder Glatteis. Ich bin dort noch durchgekommen, wo der UAZ vom KC nicht mehr wollte (2x musste ich ihn rausziehen). Der Spritverbrauch war natürlich im Gelände recht ordentlich. Während man auf der Straße mit 16-18 l (bei sparsamer Fahrweise) dabei war konnte das im Gelände schon mal das doppelte sein. Mein Rekord lag bei 45 l , allerdings mit Schneeketten und Untersetzung (nach Neuschnee Spur auf den Kolonnenwegen fahren) . Das hat aber zu meiner Zeit niemanden interessiert, wat mutt dat mutt.



Ich hab aber schon miterlebt, wie ein LO, welcher sich eingewühlt hat, mittels P3 rausgezogen wurde.

Gruß RF

"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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04.12.2010 15:29
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#14
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Ich habe auch Einen gefahren.Mußte nach der Wagenwäsche immer eine Runde mit leicht getretener Bremse um die Kasserne fahren damit die Bremsen wieder drocken waren,welche sonst festklebten.Die Heizung war nicht die beste, besonders beim Streife fahren,da wurde der Motor erstmal richtig unterturig gefahren,Motorhaube hoch Postenbrot verstaut und das wars.
beste Grüße Festus


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04.12.2010 16:54 (zuletzt bearbeitet: 04.12.2010 16:56)
avatar  Krempe
#15
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Wir hatten auch noch den LO 1800. Türen gingen nach vorn auf.

Hier ein Foto von 1975


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