Wie war der "Ausbau"plan der Mauer?

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14.05.2010 13:20von ( gelöscht )
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Wie war der "Ausbau"plan der Mauer?

Hallo!

Ich hab schon einiges bei Euch gelesen und interessiere mich sehr für das ganze Thema "mauer, Grenzanlagen" etc..

Was mich interessieren würde - gibt es eine Art Zeitleiste wann die Grenzanlagen welchen "Ausbaustand" hatten?

Und, hat jemand Ahnung wie die Pläne gewesen sind die neue Genration der Mauer einzuführen? Wann sollte das geschehen? Welche neuen Massnahmen hatte man sich ausgedacht um die DDR Bürger an einer Flucht zu hindern?

Viele Grüse
Dirk

14.05.2010 14:03von Stabsfähnrich
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Zitat von nucleardirk
Hallo!

Ich hab schon einiges bei Euch gelesen und interessiere mich sehr für das ganze Thema "mauer, Grenzanlagen" etc..

Was mich interessieren würde - gibt es eine Art Zeitleiste wann die Grenzanlagen welchen "Ausbaustand" hatten?

Und, hat jemand Ahnung wie die Pläne gewesen sind die neue Genration der Mauer einzuführen? Wann sollte das geschehen? Welche neuen Massnahmen hatte man sich ausgedacht um die DDR Bürger an einer Flucht zu hindern?

Viele Grüse
Dirk



Hallo Dirk, wenn Du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, würde ich Dir folgende Literatur empfehlen: Die Berliner Mauer - Grenze durch eine Stadt, ISBN: 978--3-930863-73-0 bestellbar über http://www.bebraverlag.de.

14.05.2010 14:20von ( gelöscht )
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*bestellt* danke für den Tip!

taugt dieses Buch auch etwas?
Die Berliner Mauer
Geschichte eines politischen Bauwerks - gleicher Verlag und gleiche Autoren.

Dann bestell ich mir das auch gleich noch mit.

(Ergänzung - bei Amazon hat es den Anschein als sei das eine Buch die Taschenbuchausgabe und das andere die Broschierte Version...?!)

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14.05.2010 16:57von Zermatt
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Was auch noch was für dich wäre:

Checkpoint Charlie und die Mauer.

Werner Sikorski,Rainer Laabs

Ullstein Verlag

14.05.2010 18:48von ( gelöscht )
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Das gibt erstmal viel Lesestoff;)

Sagt - die mauer typ 75 sollte durch seine L formja dazu beitragen dass keine fahrzeuge mehr hätten durchbrechen können.

nur - in welche richtung wies die "untere Seite des L"? Westen damit das Stück Mauer dorthin stabilisiert wurde oder gen Osten damit ein Fahrezeug durch sein Eigengewicht quais auf diesem Element die Mauer vor dem Umstürzen bewahrte?

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14.05.2010 19:03von Zaunkönig
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Hallo Dirk,
der untere Teil des L wies in der Regel in den Osten. Nur in der Bernauer Straße standen die Teile auf einem kurzen Stück anders herum. Warum und weshalb konnte ich noch nicht genau erfahren, aber es soll wohl mit einem kleinen Knick im Verlauf der Mauer zusammenhängen.
Zum Prinzip des L: wenn ein Fahrzeug gegen die Mauer fährt, wird es durch das untere Teilstück ausgehebelt und bleibt dadurch darauf hängen.
Im Ursprung waren diese Segmente übrigens für die Landwirtschaft gedacht. Dort drin wurde Silagefutter für die Viehcherei der Bauern gelagert.
Peter der Zaunkönig, der schon vor dem Mauerbau an der Sektorengrenze nach Westberlin Passanten und PKW's kontrollierte

14.05.2010 19:07von ( gelöscht )
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danke für die info!
ich hätte mir halt beides irgendwie logisch erklären können!

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14.05.2010 19:23von ( gelöscht )
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nucleardirk, in irgendeinem Buch habe ich einmal gelesen, das es Versuche mit einem Panzer gegeben hatte, die Sperrelemente der Berliner Mauer zu überwinden.
Dieser ostdeutsche Panzer und hatte es nicht geschafft. "War wohl ein gut gesichtertes Bollwerk, die Mauer,dank ihrer Erbauer, ohne Frage".
Zu DDR-Zeiten war ich selten in Berlin, so unter anderem einmal zu den Weltfestspielen 1972, aber immer, so im Vorbeifahren dachte ich...was für ein Bauwerk, so absolud, so herrisch, so unbezwingbar...und nun isse weg.

R-M-R

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14.05.2010 19:36von ( gelöscht )
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Ich habgrade im Internet auch noch etwas dazu gefunden. Es gab wohl mal auf einer Kaserne ein Stück "Testmauer" aus verschiedenen Elementen, die Soldaten haben untersucht und getestet welche Variante am "unüberwindbarsten" ist. Auch mit schweren Fahrzeugen, Sprengstoff etc.

ich habe die mauer nur 1 mal live erlebt, klassenfahrt kurz vor der wende. ich hatte damals die CD von queensryche - opration mindcrime gehört während wir die grenze vor uns hatten. Seitdem habe ich die Bilder der Grenzer, der Anlage etc. immer noch vor meinem inneren Auge wenn ich die CD höre. Und, nebenbei - dort gibt es u.a. Titel wie Revolution Calling - knapp 1 Jahr später wurden die Rufe quasi wahr...

das war schon ein seltsames gefühl. nicht falsch verstehen, aber irgendwie ist die mauer ein faszinierendes bauwerk, so böse, so eiskalt und unnahbar - und trotzdem geht eine faszination von ihr aus.

Es ist auch irgendwie schade dass fast nichts mehr übrig geblieben ist um der Nachwelt dieses Monster begreiflicher zumachen. Allerdings ist es von Seiten der Menschen die jahrelang dahinter gefangen gehalten wurden natürlich vollkommen nachvollziehbar.

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14.05.2010 19:47von ( gelöscht )
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nucleardirk, ich hätte mir gewünscht, das man komplette Abschnitte der ehemaligen innerdeutschen Grenze hätte stehen lassen sollen, um sie der Nachwelt, der Jugend zu erhalten.
Aber Alles ist wohl in einer Art Euphorie geschleift worden, nur Krümmel sind erhalten geblieben. Auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite verständlich. Trotzdem eine gute Sache, das mit dem Grünen Band, findet ein ehemaliger Grenzpionier.

R-M-R

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14.05.2010 20:07von Zermatt
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Was du vieleicht noch über die Berliner Mauer wissen solltest ist,das es einge Stellen gab,die "weich" waren.
Hiermit sind solche gemeint,wo kein Stahlbeton,sondern einfacher Beton mit Hohlräumen verwendet wurde.
Der Grund war der,das in Krisenzeiten,also Krieg,die Panzer der NVA ohne Probleme an diesen Stellen in den
Westteil Berlins hätten vorrücken können.Der Tag x,die Besetztung West-Berlins.Von aussen waren diese Stellen natürlich nicht zu erkennen.
Wo und wieviele es von diesen "Duchlässen" gab,war natürlich streng geheim.

14.05.2010 20:42von ( gelöscht )
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Ei, Ei Zermatt, das schwört wieder Verschwörungstheorien herauf, so der böse Osten doch den Westen...
Wie ich in Point Alpha nur die roten Pfeile von Ost nach West auf den herlichen großen Landkarten sah, wo der böse Russe doch zuerst....gen Westen?
Die Besucher standen davor und ich sah in ihre Gesichter, so erschrocken und nein wirklich...war das so, und ja, es muss wohl so gewesen sein?
So ein herlicher Schwachsinn, mein Freund und Fussballfan, wer es glaubt wird selig werden.

R-M-R

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14.05.2010 20:46von ( gelöscht )
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Zitat von Zermatt
Was du vieleicht noch über die Berliner Mauer wissen solltest ist,das es einge Stellen gab,die "weich" waren..



Das hab ich sogar bei irgendeiner Dokumentation gesehen bzw. haben sie dort gesagt dass es "Sollbruchstellen" gibt damit man im Falle eines Falles schnell auf das Westgebiet gekommen wäre.

Galt das denn nur für die Mauer oder auch für den Grenzzaun?
Point Alpha als Beispiel - gabs da nicht auch nur Zaun?

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14.05.2010 20:47von ( gelöscht )
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Trotzdem eine gute Sache, das mit dem Grünen Band, findet ein ehemaliger Grenzpionier.

R-M-R



Zumindest sehr erfreulich für die Natur!

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15.05.2010 10:38von Thunderhorse
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Zitat von Zermatt
Was du vieleicht noch über die Berliner Mauer wissen solltest ist,das es einge Stellen gab,die "weich" waren.

Weichkäse!!!

Hiermit sind solche gemeint,wo kein Stahlbeton,sondern einfacher Beton mit Hohlräumen verwendet wurde.
Der Grund war der,das in Krisenzeiten,also Krieg,die Panzer der NVA ohne Probleme an diesen Stellen in den
Westteil Berlins hätten vorrücken können.Der Tag x,die Besetztung West-Berlins.Von aussen waren diese Stellen natürlich nicht zu erkennen.
Wo und wieviele es von diesen "Duchlässen" gab,war natürlich streng geheim.




In der Planung für den Ernstfall (Besetzung von Berlin (West)) gab es festgelegte Stellen, zum passieren, an der Mauer (Bereich Berlin). An diesen festgelegten Stellen sollten Pionierkräfte entsprechende Lücken "sprengen"!!!

15.05.2010 10:48von Thunderhorse
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Zitat von nucleardirk
Hallo!
Ich hab schon einiges bei Euch gelesen und interessiere mich sehr für das ganze Thema "mauer, Grenzanlagen" etc..
Was mich interessieren würde - gibt es eine Art Zeitleiste wann die Grenzanlagen welchen "Ausbaustand" hatten?
Und, hat jemand Ahnung wie die Pläne gewesen sind die neue Genration der Mauer einzuführen? Wann sollte das geschehen? Welche neuen Massnahmen hatte man sich ausgedacht um die DDR Bürger an einer Flucht zu hindern?
Viele Grüse
Dirk




Ja es gab Zeitleisten.

So sollte bis 1989 der Grenzsignal- und -Sperrzaun vollständig neu errichtet werden.
Anfang November 1989 wurde z.B. im GA 47 (Bereich Käßlitz im Heldburger Unterland) der GSSZ neu errichtet.

Die Abschnitte der Grenzmauer 75 (Bereich Berlin) sollte ebenfals bis Jahresende 1989 abgeschlossen sein. Die Ausbaumaßnahmen waren bereits Anfang 1989 beendet.

Die Planungsvorgaben waren für die jeweiligen Jahre bis 1989/90 (Aufgeteilt nach Staatsgrenze west - Bereich Berlin) vorgegeben.

15.05.2010 11:41von Thunderhorse
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Zitat von nucleardirk
Das gibt erstmal viel Lesestoff;)
Sagt - die mauer typ 75 sollte durch seine L formja dazu beitragen dass keine fahrzeuge mehr hätten durchbrechen können.
nur - in welche richtung wies die "untere Seite des L"? Westen damit das Stück Mauer dorthin stabilisiert wurde oder gen Osten damit ein Fahrezeug durch sein Eigengewicht quais auf diesem Element die Mauer vor dem Umstürzen bewahrte?



Es gab, für den Bereich Berlin, die Ausführung GM 75 mit der L-Form und kurzem Gegenfuß und eine Ausführung, mit gleichlangen Füßen.

15.05.2010 12:15von brausepaul
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Der Lange Fuß stand immer im Osten.
Jedenfalls bei den Kilometern, die ich gesehen habe. ...und das waren viele....

15.05.2010 12:46von Thunderhorse
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Zitat von brausepaul
Der Lange Fuß stand immer im Osten.
Jedenfalls bei den Kilometern, die ich gesehen habe. ...und das waren viele....



Die Du gesehen hast!
Eben.

15.05.2010 13:19von brausepaul
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du hast den entscheidenden Teil des Satzes vergessen.....
Aber schon cool, wie 'n Bayer die Berliner Mauer kennt. Respekt!!!

Aber ick kann hier mit Fug und Recht sagen, dass bei der GM 75 der lange Teil des Fußes im Osten stand.
Jedenfalls vom Tegeler Fließ (janz im Norden) bis zur Massantebrücke (ziemlich weit im Süden)
Natürlich mit Ausnahme der Abschnitte, wo sich ein Streckmetallzaun befand.
...und wenn du wissen willst, welcher Teil der GM 75 höher als 5m war, kann ich dir auch darauf eine Antwort geben.
Falls jetzt Fragen auftauchen, woher denn meine Weisheit stammt: ich diente dort im Abschnitt des GR 35. Vom BBT bis zur Massantebrücke. In meinem letzten Dhj. wurde die Dislozierung der Regimenter geändert. Jetzt hatte ich den Abschnitt vom Tegeler Fließ bis zum BBt....
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