X

#1

der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 08.05.2010 19:30
von torpedoschlosser | 355 Beiträge | 86 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds torpedoschlosser
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

hallo Freunde des Forums,
bei mir war es jedenfalls wie folgt: an einem schönen Apriltag des Jahres 1968, nach Absolvierung der halbjährigen Ausbildung im GAR-40, wurden wir per Lkw S 4000 in die jeweiligen GR's verbracht. Das Auswahlverfahren, wer in welches GR kommt blieb uns verschlossen. Mich verschlug es in's GR-44 Kleinmachnow. Die Dienststelle befand sich mitten im Ort, neben der Kathol. Kirche. Zur damaligen Zeit sicher ein relativ modernes Militärobjekt. Im selben Objekt war auch das Stabsgebäude und die SGK des Regimentes.
Vom Hfw. empfangen, wurden erst mal die Schirmmützen geglättet (irgenwie hatten die Dinger seiner Meinung nach einen zu starken Sattel-und das sieht nicht aus). Nach entsprechender Ausbildung in OR eigentlich ein Unding- Ostl. Grohmann wäre explodiert, aber na ja...Während die EK's sich schon lautstark auf ihren Abgang vorbereiteten, wurden wir mit allen wichtigen Dingen der Dienststelle vertraut gemacht. Nach dem Mittagessen wurden wir in Begleitung der Zugführer im besagtem LKW durch den Grenzabschnitt gefahren und über Besonderheiten der Abschnitte informiert. Abends sind wir dann in Begleitung des KC , mit Waffe, den gesamten Abschnitt zu Fuß abgeschritten. Die Spannung, etwas zu sehen was einem sonst nicht möglich ist, hat uns mobil gehalten. Spätestens nach einem Monat war die Spannung weg und der graue Grenzeralltag mit all seinen Widrigkeiten zog ein. Man hat gute Menschen kennengelernt und auch A....geigen. Eine wichtige Erfahrung die ich so nie geglaubt hätte - die böswillige, persönliche Anfeindung von Polizisten und BGS, während sich die Amis relativ neutral verhielten. Es gibt jede Menge hist. Hintergründe für die Errichtung der innerdeutschen Grenze bzw. der Grenze Berlin's, man sollte sich aber auch ernsthaft und sachlich mit diesen Tatsachen beschäftigen, denn spätestens 1945 sind hier ausreichend Gründe festgemacht.Quellen gibts genügend. Ich bin heilfroh diese Zeit unbeschadet überstanden zu haben.

das war's erstmal

der torpedoschlosser


nach oben springen

#2

der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 08.05.2010 19:52
von PF75 | 3.675 Beiträge | 1431 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds PF75
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Bei mir liefs so ab: Antreten in Potsdam mit sack und Pack,aufsitzen und Fahrt nach Glöwen ins Reg.,dort wurde dann aufgeteilt GR 6.8 oder 24.nachdem nach Reg. sortiert war wurde nochmal nach GKs sortiert,die LO standen schon bereit und so ging meine Reise nach Zweedorf,war schon ein komisches gefühl als der Lo im Dunklen irgendwo in der Pampa anhielt.im der Gk gings eigendlich tiemlich ruhig ab,ein teil der Leute hatten gerade nachtruhe und da durfte man sich halt nur leise bewegen den die EKs wollten ihre Ruhe haben.Nächsten Tag gings dan mit allen Neuen in den Abschnitt zur einweisung,einmal am tag und dann noch mal abends im dunkelen.den nächsten tag gings dann zum normalen Grenzalltag ab in den Abschnitt.Die ersten schichten hatte man natürlich immer noch ein komisches gefühl aber bald zog dann routine ein.



nach oben springen

#3

der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 08.05.2010 21:34
von Greso | 2.492 Beiträge | 1183 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Greso
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Grenzer,mir ging es wie Torpedoschlosser.Die Hoffnung irgend was zu sehen.
Ich wurde gleich zur Nachtschicht eingeteilt und da gab es einen richtigen Regen,wo ich gleich meinen Umhang
testen konnte.Ich war froh,das in der Ausbildung ein Uffz zu mir sagte# der große Umhang ist besser#
Wie Recht er hatte.Nach 3Std Regen erst mal in eine Ziegelei rei Tee mit Rum getrunken und alles war wieder Ok.

Das war 1966 Gruß Greso



nach oben springen

#4

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 08.05.2010 22:39
von Udo E. (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Udo E.
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo,Mein erster Tag begann am 28.10.1971 in Glöwen auf dem großen Ex-Platz.Der für uns
frisch gebackene Unteroffiziere viel zu groß war.Nach dem Sortieren ging es mit dem ganzen
Schrankinhalt auf dem Rücken zu den bereitgestellten Fahrzeugen.Dan der Befehl "Aufsitzen"Plane runter
und ab. Keiner wußte wohin.Nach Stunde Tor auf ,Tor zu -"Absitzen".Da standen wir nun ,vom Rest
der Kompanie bestaunt.Innere Ordnung herstellen - Nachtruhe.
Am nächsten Tag ging es "raus". Einweisung im Grenzabschnitt. Erst dann hab ich gemerkt wo ich
war.Der Ort hieß Morsleben und ich war in der 2.Grenzkompanie im Grenzregiment 25.
Diesen Tag ,es war ein kalter sonniger Oktobertag,die Luft mit Rauch aus dem nahegelegenem
Kraftwerk angereichert,werd ich nie vergessen. Und dann war er da , der berühmte "Kanten", das Ende der Welt.
Mir fehlte es an Erfahrung und vor allem hatte ich noch kein "Luki".Hab aber beides mit
der Zeit bekommen.

http://www.DDR-Grenzer.blogspot.com

Gruß Udo E.


zuletzt bearbeitet 08.05.2010 22:44 | nach oben springen

#5

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 09.05.2010 17:25
von a1 otti | 203 Beiträge | 113 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds a1 otti
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Mein erster Tag in der GK:
Zusammen mit einem anderen Uffz. aus Perleberg gings über Kalbe nach Marienborn. Als Uffze kamen wir zwei Tage vor den neuen Soldaten und am letzten Tag der E's.
Mein einschneidenstes ERlebnis am ersten Tag war das Abgangsrauchen der E's. Damals war ich noch Nichtraucher, musste aber trotzdem tapfer eine dicke fette Abgangszigarre rauchen. Alles in allem war es doch aber nicht so schlimm. In den Dienstrhytmus hat man sich schnell eingelebt. Irgendwie war alles ziemlich kameradschaftlich, nicht so militärisch streng.

Ralf


nach oben springen

#6

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.05.2010 00:14
von TexasEK81I | 29 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds TexasEK81I
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Gegen Abend im April 80 kam ich nach Texas (Neuekrug GR24). Wir - die Neuen - stiegen ab und traten an. Eine Gruppe von Personen in Zivil (es waren die Abgänger) übergaben uns symbolisch die Waffe und wünschten uns einen "Spurenfreien K6".
Dann gab es Essen - Kartoffelsalat und Schnitzel - zubereitet von "Muddel" - eine Frau im Rentenalter die auch mal dem KC liebevoll die Kelle gezeigt hat. Aber stellt euch vor - Kartoffelsalat und Schnitzel - sowas Schönes hatte ich lange nicht mehr gegessen. Ich hatte das Gefühl - hier geht es dir besser.
Dann kamen unsere "Alten" aus der Schicht. Ich schaute aus dem Fenster und sah einen Gefreiten der alle Riemen und das Koppel auf äußerste Länge eingestellt hatte. Die Kalasche hing ihm förmlich in den Kniekehlen. Dann kam ein Offizier vorbei - ich dachte - jetzt kriegt er Ärger. Weit gefehlt - nicht einmal gegrüßt hat der Gefreite - ach so ist das hier - dachte ich - und schon war auch mein Koppel länger eingestellt.
Kurz vor dem Zapfenstreich kam noch unser Zugführer und setzte sich zu uns an den Tisch im Zimmer. Er erkundigte sich nach uns und wie es uns gehen würde. Ehrlich - ich hatte ein familiäres Gefühl. Mein erster Tag war ein guter Tag.

Gruß Texas81I



nach oben springen

#7

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.05.2010 09:46
von Punkgraf (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Punkgraf
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Von Halberstadt ging es Ende Oktober 82 nach Glöwen. Dort schliefen wir in diesem Plattenbau auf dem Flur bei flackerndem Neonlicht, rumbrüllenden Kapos usw. Arschkalt war die Nacht. Nächsten Tag ging es nach Salzwedel ins Regiment und von da in die GK nach Dahrendorf. Dort angekommen - das Heck des LO stand zur Kaserne - hing alles, was da war aus dem Fenster und klopfte mit dem Knollenbecher aufs Fensterbrett.

Auf dem Zimmer wurden wir von den neuen EKs empfangen und uns wurde erklärt, dass es hier alles ganz familiär ablaufen würde - wenn man sich an die Spielregeln hält! Die bestanden dann leider auch aus Waschraum, Flur und Zimmer.

Irgendwann standen wir den noch-EKs gegenüber angetreten unten auf dem Flur. Ich erinnere mich noch, dass ihre Gesichter alle grau und müde aussahen, viel älter als wir. Unsere Reihe bestand eher aus rotwangigen Jungen mit glatten Gesichtern.
Die umgekehrte Situation habe ich leider nicht erlebt. Ich hätte mir gern unsere und die Gesichter der Neuen angeschaut um zu vergleichen.

Die erste Schicht war wohl eine Spätschicht. Als TS-Fahrer bin ich mit meinem Postenführer zum ersten mal auf Kolonnenwegplatten gefahren. In Halberstadt haben wir zwar alles mögliche geübt, aber nie Kolonnenweg.
Und schon ging die Eierei los. Ich hatte ziemliche Angst und war völlig verkrampft und schwups auf dem kurzen Stück Kolonnenweg zwischen Mühlenweg und Kastenwald habenw ir uns gleich hingelegt. Das war dann ein wenig anstrengend, da die ganze Zeit Sprüche wie "dem Alten den Abgang versauen wollen" usw. kamen.
Es war merkwürdig: der Zaun sah in dieser gegend total schwarz aus. Man konnte nur in einer Laufrichtung auf dem Kolonnenweg durch sehen, in der anderen sah es aus wie eine schwarze Mauer. Dahinter war alles hoch bewachsen. Man sah nichts, hörte aber das Plätschern des Grenzbachs.
Ich war heilfroh als die erste Schicht rum war und wir wieder in der Kompanie waren.

Viele Grüße
vom Punkgrafen


nach oben springen

#8

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.05.2010 18:37
von Ludwig | 252 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Ludwig
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Eigentlich war das nach dem Tag der Einberufung der besch..... Tag der gesamten Dienstzeit. Am 27.4.77 hieß es
in der U-Schule Nordhausen "Aufsitzen" auf einen W-50, nach endlosen Stunden und etlichen Zwischen-Stopps
"Absitzen" auf dem Hof der Grenzkompanie Probstzella. Strömender Regen, Arschkälte, Nebel, die E´s an den Fenstern mit den Bandmaßen. Einrücken ins KC-Zimmer, kurze Begrüßung, dann wurden wir der Obhut vom Spieß übergeben,der uns unsere Zimmer zuwies. Wahnsinns-Glück, 2-Mann-Zimmer !
Abends hatte ich noch eine Begegnung der 3. Art mit der 2000, ich habe an anderer Stelle im Forum drüber geschrieben. Meine erste Schicht war eine Spät im SiA 11 mit dem Polit Oltn. G., (dürfte Insidern bekannt sein,
auch durch R.Grafe), Postenkontrolle. Der Oltn. wollte mir zeigen, wie man einen Posten aus dem Rennen nimmt,
an der 110 (BT-11) hat`s tatsächlich geklappt, daß die beiden oben gepennt haben. Mann, der Gefr. war vielleicht
stinksauer.
Auf alle Fälle waren der Einberufungstag, dieser Tag und der Entlassungstag zeiten, wo man sich fast an jedes Wort und jedes Detail erinnern kann, und das nach über 30 Jahren.



nach oben springen

#9

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.05.2010 19:19
von nolle (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds nolle
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von TexasEK81I
Gegen Abend im April 80 kam ich nach Texas (Neuekrug GR24). Wir - die Neuen - stiegen ab und traten an. Eine Gruppe von Personen in Zivil (es waren die Abgänger) übergaben uns symbolisch die Waffe und wünschten uns einen "Spurenfreien K6".
Dann gab es Essen - Kartoffelsalat und Schnitzel - zubereitet von "Muddel" - eine Frau im Rentenalter die auch mal dem KC liebevoll die Kelle gezeigt hat. Aber stellt euch vor - Kartoffelsalat und Schnitzel - sowas Schönes hatte ich lange nicht mehr gegessen. Ich hatte das Gefühl - hier geht es dir besser.
Dann kamen unsere "Alten" aus der Schicht. Ich schaute aus dem Fenster und sah einen Gefreiten der alle Riemen und das Koppel auf äußerste Länge eingestellt hatte. Die Kalasche hing ihm förmlich in den Kniekehlen. Dann kam ein Offizier vorbei - ich dachte - jetzt kriegt er Ärger. Weit gefehlt - nicht einmal gegrüßt hat der Gefreite - ach so ist das hier - dachte ich - und schon war auch mein Koppel länger eingestellt.
Kurz vor dem Zapfenstreich kam noch unser Zugführer und setzte sich zu uns an den Tisch im Zimmer. Er erkundigte sich nach uns und wie es uns gehen würde. Ehrlich - ich hatte ein familiäres Gefühl. Mein erster Tag war ein guter Tag.

Gruß Texas81I


__________________________________________________________


So in etwa lief es auch bei mir ab. Nur das die ganze Sache noch überschaubarer war als in einer GK, und fast Familiär. So ein Sicherungszug mit insgesamt ca. 25 Leutchen inklusive Uffz. und Hauptmann, hat so eine Art Sanatoriumscharakter. Der einzige Wermutstropfen waren die 8Stunden auf dem Turm, sehr Langweilig denn so viele Züge kamen damals noch nicht, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Aber zurück zum ersten Tag. Es hat mich schon etwas irritiert das bei den 6 Leuten die da vom LO sprangen 3 aus Berlin stammten und, jetzt kommt es, einer war nicht nur aus meinem Betrieb, nein der war auch noch aus meiner Brigade. Wir haben uns immer gefragt ob da einer gepennt hat oder ob wir alle unsichere Kandidaten waren und deshalb zur GÜST. Aber was soll`s, das Verhältnis war gut und es war sehr ruhig. Das waren die entscheidenden Kriterien für den Grundwehrdienstleistenden.
Mache hier mal einen kleinen Link zur Anzugsordnung.
g229p3969-GT.html
tschüß


nach oben springen

#10

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.05.2010 20:28
von S51 | 3.821 Beiträge | 497 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds S51
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Als frischgebackener Uffz kam man erst in das Regiment und von dort in die Kompanie. Dort trafen wir, glaube ich, einen Tag früher ein, als die neuen Soldaten. Am ersten Tag gab es nur die Einweisungsfahrt und die Einweisung in den Kompaniedienst, Empfang der Waffenkarten, Vorlage der Fahrtenbücher. Inklusive der Belehrung des Spießes: "Der Kompaniechef wünscht Frühsport, wenn ihr UvD habt aber machen sie sich keine Illusionen". Was das bedeutete, haben wir erst später erkannt. Vor allem haben wir die Begeisterung innerhalb der Kompanie hierfür geradezu extrem überschätzt.
Wer wie ich eigentlich über den Grenzdienst fast gar nichts gelernt hat, für den war ab sofort alles neu. GSZ, heißt auf Deutsch? Wo? Wie geht das? 501/701, was ist das? Ach so, Minen. Wie funktionieren die Dinger und warum guckt der bei der Frage so komisch? Ach, das soll ich ja nicht wissen. Warum wir keine Hinterhalte legen mussten, war ja logisch. Wieso für die KC-Kontrolle keine Sprengfallen zu legen waren auch. Wir hätten auch gar kein Material dafür gehabt. Aber warum hatte ich nur solche Sachen vermittelt bekommen? Warum motzt mich der Polit an, wenn ich mit meinem Kraftfahrer für die Ablösung eine Abkürzung fahre? Warum läuft der Soldat jetzt dauernd vor mir (ich kam mir am Anfang wie ein Dackel vor, immer hinterdrein zu stiefen)? Schießausbildung war noch eine der leichtesten Sachen. Meine Gruppe hat prima abgeschnitten. Vielleicht auch, weil ich für die jeweils besten Schützen das Waffenreinigen habe ausfallen lassen und an die schlechtesten Schützen delegiert habe. Doch den eigentlichen Grenzdienst habe ich erst nach und nach mitbekommen. KS mit erfahrenen Gefreiten war entschieden streßärmer als mit Neuen, wie mich. Andererseits, so wahnsinnig kompliziert war es ja auch wieder nicht.
Wie die Kompanie Marholzberg aufgelöst wurde, stand die Versetzung als GAK an. Erst nach Scharfenstein und nach kurzem Halt von dort nach Schierke. Als wir in Scharfenstein losfuhren begann gerade ein Grenzalarm und als ich in Schierke ankam, lag der Rest der Kompanie gerade draußen. Ich hatte die Kompanie und den Kaffee beim Spieß für mich. Da muss der GV in Scharfenstein oberhalb gerade nahe dem eisernen Tisch wieder zurück über den Zaun geklettert sein. Einer der ersten Sätze vom neuen KC, Hptm N... war etwa "Hätten sie ihn doch gleich mitbringen können...".
In Schierke begann alles neu. Erst Einweisungsfahrt. Ich kam ja aus dem anderen Bataillion. Dann einige Tage nur Doppelstreife im Hinterland mit anderen GAK oder vorne im Abschnitt. Es dauerte wohl drei Tage, bis ich dort erstmals wieder eine Waffe bekam. Bis dahin nur ohne. Zwar habe ich es irgendwie verstanden aber mich trotzdem amüsiert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#11

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.05.2010 22:27
von Thunderhorse | 5.134 Beiträge | 5330 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Thunderhorse
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von torpedoschlosser
hallo Freunde des Forums,
bei mir war es jedenfalls wie folgt: an einem schönen Apriltag des Jahres 1968, nach Absolvierung der halbjährigen Ausbildung im GAR-40, wurden wir per Lkw S 4000 in die jeweiligen GR's verbracht. Das Auswahlverfahren, wer in welches GR kommt blieb uns verschlossen. Mich

verschlug es in's GR-44 Kleinmachnow.

Die Dienststelle befand sich mitten im Ort, neben der Kathol. Kirche. Zur damaligen Zeit sicher ein relativ modernes Militärobjekt. Im selben Objekt war auch das Stabsgebäude und die SGK des Regimentes.
Vom Hfw. empfangen, wurden erst mal die Schirmmützen geglättet (irgenwie hatten die Dinger seiner Meinung nach einen zu starken Sattel-und das sieht nicht aus). Nach entsprechender Ausbildung in OR eigentlich ein Unding- Ostl. Grohmann wäre explodiert, aber na ja...Während die EK's sich schon lautstark auf ihren Abgang vorbereiteten, wurden wir mit allen wichtigen Dingen der Dienststelle vertraut gemacht. Nach dem Mittagessen wurden wir in Begleitung der Zugführer im besagtem LKW durch den Grenzabschnitt gefahren und über Besonderheiten der Abschnitte informiert. Abends sind wir dann in Begleitung des KC , mit Waffe, den gesamten Abschnitt zu Fuß abgeschritten. Die Spannung, etwas zu sehen was einem sonst nicht möglich ist, hat uns mobil gehalten. Spätestens nach einem Monat war die Spannung weg und der graue Grenzeralltag mit all seinen Widrigkeiten zog ein. Man hat gute Menschen kennengelernt und auch A....geigen.
Eine wichtige Erfahrung die ich so nie geglaubt hätte - die böswillige, persönliche Anfeindung von Polizisten

und BGS
,

Ah Ja!!!


während sich die Amis relativ neutral verhielten. Es gibt jede Menge hist. Hintergründe für die Errichtung der innerdeutschen Grenze bzw. der Grenze Berlin's, man sollte sich aber auch ernsthaft und sachlich mit diesen Tatsachen beschäftigen, denn spätestens 1945 sind hier ausreichend Gründe festgemacht.Quellen gibts genügend. Ich bin heilfroh diese Zeit unbeschadet überstanden zu haben.
das war's erstmal
der torpedoschlosser


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 10.05.2010 22:28 | nach oben springen

#12

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.05.2010 09:36
von küche69 | 448 Beiträge | 88 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds küche69
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Guten Tag zusammen!

Während der Ausbildung habe ich mich am linken Unterschenkel mächtig verletzt und musste deswegen, wöchentlich in Armeelazarett in Potsdam gehen. Dort wurden mir Zinkleinenverbände(wurde wie ein Gibsverband) angelegt. Als aber die Versetzung immer näher rückte wurden meine Schmerzen so stark, so das ich ins Lazarett einrücken musste.Am Versetzungstag lag ich im Krankenhaus, als ich wieder in der Kompanie war, war das richtig gespenstig alle waren weg, das Kompaniegebäude so gut wie leer und keiner interessierte sich für mich, ich hatte nur meine Ausgangsuniform und den Trainingsanzug und einige persönliche Sachen bei mir. Jedenfalls wurde ich dann mit anderen "Kranken" in einem Sammeltransport nach Halberstadt gefahren, dort holte mich der Spieß ab, meine Sachen hatte ich ja schon vorher gepackt und diese waren schon in meiner zuständigen Kompanie angekommen. Die anderen "Neuen" hatte ihre Besichtigung und Erklärung der Grenze schon hinter sich. Mit mir fuhr später der KC durch die Örtlichkeiten und erklärte mir nebenbei, was ich wiisen müsste, da ich aber nicht Grenzdiensttaugklich war, fiel das alles kurz aus. Naja lange Rede kurzer Sinn, ich war dann "Mädchen" für alles, lernte von einem "Alten" die Akkus und Lampen zu reinigen und zu warten, machte dann auch noch vom Schreiber die Arbeit, habe dann auch noch den Speiseraum von den Offz. gestrichen sowie die Stuhlbeine der Hocker im ganzen Speiseraum (habe ja Maler und Lackierer gelernt), die Wäschekammer zu "machen" war am Besch.., da kamen mitunter Unterhosen an, also ich kann Euch sagen, da hatte doch klatt ein Panzer drin gebremst!!

Als aber alles soweit in Ordnung war und keine kleine Tätigkeiten mehr anfielen, kam ich in dei Küche dort blieb ich auch bis zu meiner Entlassung.

Grüße von Küche69



nach oben springen

#13

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.05.2010 11:26
von VNRut | 1.502 Beiträge | 135 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds VNRut
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von torpedoschlosser
hallo Freunde des Forums,
bei mir war es jedenfalls wie folgt: an einem schönen Apriltag des Jahres 1968, nach Absolvierung der halbjährigen Ausbildung im GAR-40, wurden wir per Lkw S 4000 in die jeweiligen GR's verbracht. Das Auswahlverfahren, wer in welches GR kommt blieb uns verschlossen. Mich verschlug es in's GR-44 Kleinmachnow



Ich bin im Oktober 1982, nach Absolvierung der Ausbildung im GAR 40 (Schloss Schleifenstein Oranienburg) ins GR 34 (Groß-Glienicke) per LKW verfachtet worden. Nach den Buden beziehen und Kennenlernen der neuen Führungskräfte, wurden wir per LKW Zugweise von Sacrow bis zum Eiskeller durch die vier Grenzabschnitte gekarrt. Uns wurde die Besonderheiten der jeweiligen Abschnitte erklärt. Nach der Rückkehr gab es eine kleine Verschnaufpause bis zu den Vorbereitungen für unsere erste Nachtschicht. Ich war sehr aufgeregt und hatte einen gehörigen Respekt gegenüber meines neuen Postenführers. Mit der Zeit legte sich die innere Anspannung und eine Art Vertauen begann zu wachsen. Mit diesen Postenführer, damals Vater zweier Kinder, dürfte ich noch mehrere Schichten und A-Gruppen verbringen. Übrigens, mein erster BT stand gegenüber den Hochhäusern von Spandau und wurde "Haus Riesa" (Riesaer Straße) genannt. Beeindruckend und zugleich Beängstigend in dieser Zeit war der schmale Grenzabschnittes zwischen Ost und West.

VNRut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
nach oben springen

#14

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.08.2014 17:05
von Weißer Hai | 4 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Weißer Hai
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hi ,ich war 1981 dort und war in der Grenzkompanie 1 unter Major Kl.........., später Oberstleutnant.
Kennst du ihn zufääliger Weise auch?
Jungs meldet euch wenn ihr auch von 80 - 81 da gewesen seit.


zuletzt bearbeitet 18.08.2014 19:10 | nach oben springen

#15

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.08.2014 21:41
von HG19801 | 1.613 Beiträge | 18 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds HG19801
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Mein erster Tag am Kanten war mein 20. Geburtstag.

Als Geschenk bekam ich noch auf dem Kompaniehof stehend aufgrund eines militärisch-bürokratischen Fehlers ein LMG an die Kniescheibe genagelt, obwohl ich gar keine Ausbildung an dem Ding erhalten hatte.
Ziemlich fix hatte man uns Frischlinge unter Dach und Fach gebracht – Unterkunftszuweisung, Schrankeinräumen und sonstiger organisatorischer Kram waren umgehend abgehakt und dann ging es auch schon per LO zur Einweisung in den über vierzigkilometerlangen Bataillonsabschnitt, wo wir Unbeleckten zum ersten Mal den Eisernen Vorhang sahen.
Nachdem wir wieder in die Grenzkompanie Silkerode zurückgekarrt wurden, kreuzten auch bald unsere künftigen Zimmerkameraden – sprich die Heimgänger – auf und "inspizierten" uns Neuankömmlinge.
Anschließend gab es dann das offizielle Kennenlernen mit Zugführer und sonstigem Getier, was so eine Art Schock war.
Ein UaZ (und obendrein noch ein Gänger wie Bienchen) mit Dienstgrad Unterfeldwebel sollte unser Zugführer sein? Hatten die hier keine Offiziere im Gehege oder was?
Obendrein wurde uns bedeutet, dass wir alles in der Ausbildung in Eisenach Eingeimpfte vergessen sollten, weil das mit dem echten Grenzdienst wenig zu schaffen hätte.
Das musste erst mal verdaut werden wie das überraschend gute Essen, welches so gar nix mit dem Fraß zu tun hatte, den wir bisher in der Keimschmiede vorgesetzt bekamen.

… und dann begann der Grenzdienstalltag, der aber nicht mehr der erste Tag am Kanten war.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


nach oben springen

#16

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.08.2014 09:43
von thomas 48 | 4.994 Beiträge | 6528 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds thomas 48
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

ich lese immer von der Keimschmiede in Eisenach.
Wo her kommt diese Bezeichnung?


nach oben springen

#17

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.08.2014 09:52
von Mholzmichel | 381 Beiträge | 3 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mholzmichel
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

#16
Thomas, wir hatten alle als "Neulinge" Namen.
Bei uns un Bln. war das so, als du eingezogen wurdest "Saudachs", dann kam die s.g. Dachsprüfung dann warste Dachs.
Weil , das Ausbildungsreg. in Wilhelmshagen den Spitznamen "Dachshagen" trug.


EK 81/2
nach oben springen

#18

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.08.2014 09:54
von utkieker | 2.974 Beiträge | 207 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds utkieker
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo @thomas 48,

als Keim wurde häufig ein Soldat im ersten Diensthalbjahr benannt, es ist die Saat welche noch nicht aufgegangen ist.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


thomas 48 und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.08.2014 09:55 | nach oben springen

#19

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.08.2014 10:16
von Mholzmichel | 381 Beiträge | 3 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mholzmichel
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Um wieder auf`s Thema zu kommen, meine Versetzung an den Kanten war im Herbst 1980.
Im "Rattenloch" (Klein Ziethen bei Bln. Schönefeld) angekommen hausten wir erst mal in Zelten, da die EK`s noch da waren. Große kanonenöfen hatten wir drin und die ganze Ausrüstung stank nach Qualm. Einer hatte immer "Ofenwache", musste also aufpassen dass der Ofen ni ausging.
Meine erste Schicht war gleich ne Nachtschicht mit "Knochenbrecher", ein Hühne, aber total ok. Wie das so als Neuer war, bekam ich mein Sichtfeld und hab mir die ganze Nacht die Augen rausgestiert. Irgendwo bei Tempelhof. In dieser Nacht hatten wir auch gleich einen versuchten Grenzdurchbruch, aber von West nach Ost. Das Theater konnten wir aber nicht einsehen , war 2 Posten weiter rechts. Wie sich dann wohl rausstellte ist da einer besoffen gegen das vordere Sperrelement gefahren und hat sich im Streckmetall verheddert..


EK 81/2
nach oben springen

#20

RE: der erste Tag an der Grenze/im Grenzregiment

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.08.2014 11:23
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.995 Beiträge | 3444 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds hundemuchtel 88 0,5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

bei mir war es so: Vom GAR-7 aus ging die Fahrt zu einem ehemaligen KZ, weiß nicht mehr wo es war, muß aber in der Nähe von HBS sein(heute noch?), mußten es uns ansehen (denke mal es sollte Zeit vergehen, von dort wieder zurück nach HBS zum Regimentstsstandort(Ist genau gegenüber vom GAR-7!!!!!!!) wir wurden aufgeteilt, wieder auf´n LKW, zur GK nach Veltheim, Sack abladen, Begrüßung durch die Vizen bzw. der nauen Alten, Unterkunft anschauen, offizielle Begrüßung vom KC und Spieß,dannach Schrank einräumen, ""STOPP!! Du wirst nach Hessen ins Batt. kommandiert, Sack unangetastet lassen, morgen um 06.00Uhr mit dem DN gehts nach Hessen in die Diensthundestaffel"" So kams dann auch und ich fand das ne ganz schöne Odyssee. Zog dann in die Soldatenunterkunft ein, war ne knarrende und ächzende Holzbaracke mit Ofenheizung.
War immer noch besser als ne vorrübergehende Zeltunterkunft welche einige der Vorschreiber beziehen durften, wie ich finde.
Die Holzbaracke steht heute noch, damals, als ich einzog, dachte ich, die hat weniger Tage wie ich!!!!


gruß h.



nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Interessierter Anwohner gegenüber GRENZREGIMENT - 44 "Walter Junker"
Erstellt im Forum Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze von IKXS
5 31.01.2018 17:18goto
von IKXS • Zugriffe: 1813
Grenzregiment GR 34 / 36 Zeitraum 1965 - 1970
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von lutz1961
3 09.10.2017 21:47goto
von Historiker84 • Zugriffe: 1170
Neuvorstellung Grenzregiment-25 Oschersleben
Erstellt im Forum Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse von StabPL
14 19.08.2017 18:14goto
von lutz1961 • Zugriffe: 4398
Neuvorstellung: Grenzregiment 20 "Martin Schwantes" Die Regimentschronik
Erstellt im Forum Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse von StabPL
7 01.08.2014 10:00goto
von StabPL • Zugriffe: 4749
Das Grenzregiment-22 Halberstadt
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von StabPL
6 29.02.2016 21:45goto
von Herbert. F. • Zugriffe: 4261
Grenzregiment-25 Oschersleben
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von StabPL
69 22.05.2015 20:33goto
von ehem. Hu • Zugriffe: 10334
Noch einer aus dem Grenzregiment 44 EK 8/88
Erstellt im Forum Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze von buffi
12 14.06.2015 19:42goto
von OllerMeckerhein • Zugriffe: 1946
Grenzregiment 34
Erstellt im Forum Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze von paulshorst
9 06.07.2014 21:34goto
von angler • Zugriffe: 1215
I. Grenzbataillon des Grenzregiment - 6
Erstellt im Forum DDR Grenzsoldaten Kameraden suche von Schlutup
1 23.07.2012 22:42goto
von DBozz • Zugriffe: 1917
Grenzregiment-20 Halberstadt
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von StabPL
139 24.03.2015 20:01goto
von Lassiter • Zugriffe: 26850

Besucher
7 Mitglieder und 16 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Sorge
Besucherzähler
Heute waren 266 Gäste und 22 Mitglieder, gestern 2038 Gäste und 150 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 15665 Themen und 662395 Beiträge.

Heute waren 22 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen