Einräumen des Spindes

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09.12.2017 23:11 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2017 23:13)
avatar  harbec
#61
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... jetzt antwortet mal ein alter BGSler!

In meiner Grundausbildung 1972 wurde uns freitags die Bude mit Betten, Stühlen, Schränken, Besenspinden etc.
der A.... aufgerissen. In 16 Wochen kam ich 2x mal pünktlich nach Hause: 1x Vereidigung und 1x 1/2 Tag frei. D.h.
an den anderen Tagen 2-3 Nachappelle, so dass man erst spät abends zu Hause war.
Ab 1976 wurde ich selber Gruppenführer in Grundausbildungszügen. Da gab es freitags mal den einen oder anderen
Nachappell. Es war aber alles schon gemäßigter. Das Schlimme bei uns war nur, dass der betreffenden Gruppenführer
den Nachappell selber durchführen mußte und nicht der UvD. Man konnte aber dann nach Hause fahren oder ging einkaufen. Der
damalige Chef wollte das so. Die Stunden durfte man sich gutschreiben.
Später im Einsatzzug wurden die Stuben und Schränke durch die Gruppen- und Zugführer sporadisch kontrolliert.
Und wenn die Stube oder der Schrank zu schlimm aussahen, wurde schon mal der Finger mit entsprechendem Kommentar
erhoben und es erfolgte auch eine Nachkontrolle.
Hintergrund war der, dass die Chefs auch von Zeit zu Zeit durch die Stuben gingen, weil es teilweise schlimm
aussehende Stuben gegeben hat. Das waren aber nur Einzelfälle und wenn es zufällig deine Gruppenangehörigen
waren, bekam man einen Anschiß wegen mangelnder Dienstaufsicht.
So war es!

Gruß Hartmut


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09.12.2017 23:24 (zuletzt bearbeitet: 10.12.2017 00:27)
avatar  harbec
#62
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Zitat von Schlutup im Beitrag #59
Moin,
kurze Frage, das Wertfach ist ja verschlossen, wurde es bei der Kontrolle geöffnet?


... beim BGS/Bupo durfte das Wertfach nur auf Anordnung des Disziplinarvorgestzten in besonderen Fällen
geöffnet und durchsucht werden. Das verschlossene Wertfach war das Heiligtum des Mannes oder der Frau.
Ansonsten konnte man ja überall nachschauen, es gab keine Geheimnisse.
Habe es selber zweimal als Durchsuchender mitgemacht, weil es mit Waffenteilen/Munition Unregelmäßigkeiten
gegeben hatte.
Ansonsten lagen in den Wertfächern viele andere Sachen, wie Pornos, volle oder leere Bierflaschen etc.. Da hat dann bei
der Durchsuchung manch einer einen roten Kopf bekommen.Das Problem war nur, daß die Fächer nicht allzu groß waren.

Gruß Hartmut


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09.12.2017 23:27
avatar  vs1400
#63
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Zitat von Schlutup im Beitrag #59
Moin,
kurze Frage, das Wertfach ist ja verschlossen, wurde es bei der Kontrolle geöffnet?




nicht bei 0815 kontrollen.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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09.12.2017 23:36
avatar  vs1400
#64
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #55
Wenn man was richtig Privates hatte, wo hat man das versteckt?


du solltest deine frage etwas genauer definieren, Harzwanderer,

ne flasche schierker feuerstein als geschenk gekauft wurde besser abgegeben und für den kurzzeitigen verbrauch landete sie nicht selten im ersatzstiefel, war ein klassiker und oben drauf die getragenen socken.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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09.12.2017 23:53
#65
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Zitat von vs1400 im Beitrag #49
Zitat von Theo85/2 im Beitrag #47
Nix Theorie. So und nicht anders sahen unsere Betten und Spinde aus. Wa übrigends für einen "geübten" Soldaten kein größeres Problem darstellte.
Und "Spinde ankippen" finde und fand ich zu keiner Zeit lustig.

Gruß
Theo 85/2


wenn es denn bei euch so gewesen ist, ok Theo85/2.
mir ist es nicht in erinnerung, dass zb. jemand den abstand zwischen kopfkissen und bettgiebel akribisch kontrollierte, immer die bezüge glatt gezogen waren usw. usf. .
es wurde die grobe richtung gelebt und eben nicht streng nach dv.

gruß vs



Verstehend lesen wäre hilfreich.
Schau mal das Bild an.


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10.12.2017 00:22
avatar  vs1400
#66
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hm Theo85/2,
dieses bild diente dem beispiel für eine innendienst dv und die wurde, zu meiner zeit nicht derartig vollzogen.
falls du deinem zweiten satz ausdruck vermitteln möchtest, ja, geübte agt kamen damit zurecht.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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10.12.2017 00:26
#67
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Und ja, ich möchte meinem zweiten Satz Ausdruck vermitteln.


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10.12.2017 00:34
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#68
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Also bei den GT in Treffurt haben wir auch die Kirche im Dorf gelassen. Man wollte ja die Leute nicht noch zusätzlich strietzen. Der GD war oft hart genug. Als KC hatte man soiwieso massenhaft Probleme mit der später eingeführten "DIENSTFREI"- Gewährung von 24 Stunden zusammenhängend für jeden Soldaten 1 x wöchentlich (wimre) . Das ging nicht ohne Kompromiss. Da hat man als KC das Dienstfrei auch mal vor einen VKU vorne dran gehängt, wenn der betreffende auch mal ne Stunde länger Dienst geschoben hatte. Es war immer ein Geben und Nehmen- trotzdem wurden die Grundregeln eingehalten.
Bei der monatlichen Entschlußbestätigung durch den K-GB kam natürlich der ganze Tross mit zur Kontrolle- da sollte schon Ordnung auf den Buden sein.
Die Termine waren aber bekannt und die Truppe wusste, dass es Ärger für Alle gibt (nicht nur für den KC), wenn was in die Hose geht.
Wimre hatte ich da nie ein Problem in Treffurt, Kleinigkeiten vergisst man ja auch. In Schnelli war es katastrophal anders. Da gab es Prügel ohne Ende. Den Stab im Nachbarhaus- so geringe Vorwarnzeit ergab einfach keine Chance. Manch verärgerter Offizier von dort, hat sein Mütchen dann bei uns gekühlt........


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10.12.2017 04:01
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#69
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( gelöscht )

Da der Spint die einzige Möglichkeit war, privates aufzubewahren, konnte ich meine Spintordnung nicht, wie auf dem Foto zu sehen, nicht aufrecht erhalten. Ich brauchte allein 2 Fächer für Bücher, die meine wichtigste Dienstzeit(24 h Dienste)/Freizeitbeschäftigung waren. Die Bücher wurden auf der Kompanie getauscht, auch hatten wir eine Bibliothek im Regiment, für die, die die Zeit nicht nur zum Fernsehen und Radio hören nutzen wollten.


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10.12.2017 11:21 (zuletzt bearbeitet: 10.12.2017 11:22)
#70
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Wann warst Du denn vorn am Kanten?
Nach der Grundausbildung war der Grenzer seinem Regiment fern. Ich war nie dort.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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10.12.2017 12:28
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#71
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Zitat von damals wars im Beitrag #69
Da der Spint die einzige Möglichkeit war, privates aufzubewahren, konnte ich meine Spintordnung nicht, wie auf dem Foto zu sehen, nicht aufrecht erhalten. Ich brauchte allein 2 Fächer für Bücher, die meine wichtigste Dienstzeit(24 h Dienste)/Freizeitbeschäftigung waren. Die Bücher wurden auf der Kompanie getauscht, auch hatten wir eine Bibliothek im Regiment, für die, die die Zeit nicht nur zum Fernsehen und Radio hören nutzen wollten.



Hast du dir auch die Bände von Alfons Zitterbacke mal zu Gemüte gezogen

Hapedi


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18.01.2021 13:41
avatar  GSR 26
#72
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Da ich noch neu bin mach ich mich an ein altes Thema:
Als man die Ausrüstung und Uniform für die Soldaten auf einen Haufen legte, um den Schrank herum zu bauen hat man aber die "Güstler" vergessen.
Hier kamen noch extra hinzu:
1 Paar Grenzdienststiefel (Schaftstiefel)
1 Paar Filzstiefel waren nur im Winter im Spind
1 mal Wattefelddienst war auch nur im Winter im Spind
1 GD-Mantel (BU)
1 GD Jacke (BU)
1 GD Hose (Reiterhose BU)
2 GD Blusen (BU)
2 GD Hemden für unter die Jacke
1Schirmmütze (BU)
1 Zweidornkoppel
1 zusätzlicher Binder ?
kann auch sein wir hatten nur eine Bluse und ein zusätzliches Hemd.
Auf alle Fälle war jede Woche Wäschetausch, das hatte der Spieß im Griff

Grüße aus Wieger

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18.01.2021 15:47
#73
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Zitat von GSR 26 im Beitrag #72
...

Hier kamen noch extra hinzu:
...
...Blusen (BU)
...Hemden für unter die Jacke
...Binder ?


Anstelle vorgenanntem aber dafür 2 Paar Fußlappen war so Bestandteil meiner Erstgarderobe und nein, ich war kein mittelalterlicher Landsknecht sondern ein Mucker zu Zeiten der ehrvollen Existenz der NVA im 15. Jahr ihres Bestehens.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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18.01.2021 18:33
#74
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Fußlappen haben wir 1973 bei der Erstausstattung an der Uffz.-Schule Perleberg auch bekommen. Es wurde uns dort auch gelehrt, wie die anzulegen sind. Dann sind die im Sturmgepäck (Teil1 oder Teil2) verschwunden und nie wieder benutzt.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"


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18.01.2021 18:38
#75
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Wir haben 1984 auch Fusslappen für´s Teil 1 bekommen. Allerdings hat uns nie jemand gezeigt, wie man die anlegt.

Theo85/2


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