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#1

20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 27.12.2008 17:06
von Angelo | 12.669 Beiträge | 1856 Punkte
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7.5. Bei den Kommunalwahlen in der DDR registrieren Bürgerrechtler Wahlfälschung. 19.8. Anlässlich eines »Paneuropäischen Picknicks« an der ungarisch-österreichischen Grenze flüchten die ersten 900 DDR-Bürger in den Westen. 4.9. In Leipzig beginnen die Montagsdemonstrationen. 9./10.9. In Grünheide bei Berlin wird der Gründungsaufruf »Aufbruch 89 - Neues Forum« unterzeichnet; am 12.9. folgt der Gründungsaufruf der Bürgerbewegung »Demokratie jetzt«. 10.9. Ungarn öffnet seine Grenzen zu Österreich für ausreisewillige DDR-Bürger. 4.10. Bei der Durchreise von DDR-Flüchtlingen in Richtung BRD kommt es in Dresden zu Auseinandersetzungen mit Staatsorganen der DDR. 7.10. In Schwante konstituiert sich die Sozialdemokratische Partei der DDR (SDP). 9.10. In Leipzig demonstrieren 70 000 für eine demokratische Erneuerung der DDR unter der Losung »Wir sind das Volk«. 18.10. Erich Honecker tritt zurück; Egon Krenz übernimmt dessen Ämter. 4.11. Auf dem Berliner Alexanderplatz fordern 500 000 Menschen mehr Demokratie. 9.11. Ein Lapsus des Politbüromitglieds Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz führt zur Öffnung der Grenzübergänge nach West-Berlin (Mauerfall). 18.11. Die neue DDR-Regierung unter Hans Modrow wird durch die Volkskammer bestätigt. 26.11. Namhafte DDR-Intellektuelle, u. a. Stefan Heym und Christa Wolf, erlassen den Aufruf »Für unser Land«. 1.12. Die Volkskammer streicht die Führungsrolle der SED aus der Verfassung. 7.12. Erstmals tritt in Berlin der Runde Tisch mit Vertretern von Parteien und den neuen Bewegungen zusammen. 8./9.12. Der Außerordentlicher Parteitag der SED in Berlin beschließt den Bruch mit stalinistischen Strukturen. 19.12. Bundeskanzler Helmut Kohl trifft sich mit Modrow in Dresden; die Losung »Wir sind das Volk« mutiert zu »Wir sind ein Volk«.



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#2

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 28.12.2008 14:06
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Bald 20 Jahre, mein Gott wie die Zeit vergeht.

Für mich war die DDR 32 Jahre lang, trotz eigener Familienbande, weiter weg als der Südpol.
Da gab es noch das sogenannte "Zonenrandgebiet", dahinter begann dann die UdSSR, das Böse schlechthin.

Als Gewerkschafter kam ich dann unmittelbar nach Öffnung der Grenze in Orte wie Gera, Erfurt oder Oberhof.
Alles war anders als zu Hause in der "BRD". Doch schon damals viel mir auf, vielleicht ist das auch nur mein pesönliches Empfinden, die Menschen hatten sich trotz 40jähriger Teilung nicht "entfremdet".

Und heute nach annähernd 20jähriger "Wiedervereinigung" ist die "DDR" für mich jedenfalls, nur noch Geschichte, ist weiter weg als der Südpol.


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#3

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 01.04.2018 06:06
von Grenzläufer | 3.631 Beiträge | 12260 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag Wäre West-Berlin schnell eingenommen worden?
RE: Wäre West-Berlin schnell eingenommen worden? • Absender: Grenzläufer, Gestern 23:33

Zitat von DoreHolm im Beitrag #142 RE: Wäre West-Berlin schnell eingenommen worden? • Absender: Grenzläufer, Heute 18:43
quote Diesen Beitrag zitieren

Die Kommunisten hatten ganz Osteuropa unterjocht und nirgends freie Wahlen zugelassen.
Ja Genosse, die Wahrheit tut weh.

Nach den historischen Geschehnissen, die gelegentlich mal gucken gelassen werden, haben auch die westlichen Siegermächte den Ausgang der ersten Wahl in der BRD nicht dem Zufall überlassen. Erinnert sei daran, daß selbst die CDU damals ein Programm hatte, daß einer linken SPD zur Ehre gereicht hätte (Verstaatlichung der Großindustrie z.B.).


Köstlich deine Antwort, @DoreHolm

In der Bundesrepublik gibt es seit 1949 freie demokratische Wahlen, jeder hat die Möglichkeit das Kreuz dort zu machen, wo es ihm beliebt.
Wie war das im SED-Staat? Gab es dort auch freie Wahlen? Erkläre es uns @DoreHolm


Ich habe den Eindruck, daß Du nicht verstanden hast, was ich damit sagte. Natürlich waren es freie Wahlen, so wie Du eben freie Wahlen definierst. Dann waren die Wahlen in der DDR auch frei nach dieser Definition. Daß im Hintergrund die Strippen durch die jeweiligen Besatzungsmächte gezogen wurden, damit ja keine ungenehmen Ergebnisse zustande kommen, es aber demokratisch aussehen sollte, kannst du in jeden seriösen Historikerpublikationen nachlesen, die sich damit befasst haben. Du wirst mir doch nicht erzählen wollen, daß die Bevölkerung/Wähler mit einer gerade mal wenige Jahre zurückliegenden gleichen Ausgangssituation sich innherhal kürzester zeit so gewandelt haben, daß dort eine Partei der Großindustrie und Kriegsgewinnler wählte und hier die Kommunisten und Sozis ?
Angenommen, in der BRD wäre durch welche Gründe auch immer die KPD mit Abstand stärkste Partei geworden, glaubst Du, die Wahl wäre dann noch frei gewesen ? Die Besatzungsmächte hätten da ihr Veto eingelegt, notfalls mit Gewalt (wirtschaftlich, politisch, geheimdienstlich und militärisch), da kannst Du sicher sein. Die Mittel wäre wohl feiner als bei Stalin gewesen, nichtsdestotrotz aber ebenso wirksam.


Guten Morgen @DoreHolm, ich habe mir erlaubt unsere Diskussion in diesen Block zu legen, da sie nicht zu dem anderen Themenblock Berlin-West passte.
Zu deinen Fragen und Anmerkungen, selbstverständlich habe ich dich verstanden und du kannst sicher sein, ich wusste auch was von dir als Antwort kommt.
Nicht weil ich Hellseher bin, sondern ich die Argumentationsmuster der linientreuen SED-Genossen kenne.
Ich habe ganz bewusst vorab auf die Wahl in Kärnten hingewiesen mit 0,28% für die KPÖ.
Genauso "erfolgreich" war die DKP bei den Bundestagswahlen, 0,3% (1972), 0,3% (1976), 0,2% (1980), 0,2% (1983)....... und das trotz massiver Wahlkampfhilfe
finanzieller Art aus Ostberlin. DKP-Werbeplakate gab es zu Wahlkampfzeiten an jedem Laternenmast und jeder Ecke.

Jetzt mach´ dir doch mal Gedanken, warum das so war, du bist doch Ingenieur, solltest als dieser analytisch denken und dabei alle leninistische Verschwörungstheorien außen vor lassen. Das alles hatte nicht seinen Grund bei den "bösen Amerikanern" und ihren Antikommunismus sondern weil nach dem Ende des zweiten Weltkrieges Stück für Stück bekannt wurde, welche Blutspur der Stalinismus hinterlassen hatte.
- die hauptsächlich von Stalin verursachte Hungersnot (1932/33) in der Ukraine, der nach unterschiedlichen Berechnungen 3,5 bis 14,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
- der Hitler-Stalin-Pakt, als sich die beiden größten Massenmörder zulasten der Nachbarn zusammenschlossen
- die imperialistischen Angriffskriege der stalinistischen Sowjetunion (mit völkerrechtswidrigen Gebietsabtrennungen) gegen China 1929, gegen Finnland 1939 nach Hitler-Stalin-Pakt, gegen Polern 1939, die gewaltsame Okkupation der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland ab 1940, die Okkupation von Bessarabien durch die stalinistische Sowjetunion
- Millionen Deportierte unter Stalin...Esten, Polen, Litauer, Letten, Krimtataren, Tscherkessen.......und auch unzählige Russen
- ethnische Säuberungen mit gewaltsamen Vertreibung von Millionen von Menschen....Finnen, Polen, Kaukasusvölker.....
- der große Terror 1937/38, Opfer vor allen Russen, mit Schauprozessen gegen Politiker (Kommunisten), Militärangehörige, Wissenschafter......

Spätestens nach der Veröffentlichung des Buches "Die Revolution entlässt ihre Kinder" von Wolfgang Leonhard, Mitglied der Gruppe Ulbricht, war der bundesdeutsche
Wähler gegenüber den Heilslehren des Stalinismus immun.
Zur Beantwortung deiner Frage, die Wahrscheinlichkeit, dass eine KPD oder DKP in der Bundesrepublik Deutschland die stärkste Partei geworden wäre, wäre genauso wahrscheinlich gewesen, wie dass die Zeugen Jehovas die stärke Fraktion im Bundestag gestellt hätten.

Zitat: >>natürlich waren es freie Wahlen, so wie Du eben freie Wahlen definierst. Dann waren die Wahlen in der DDR auch frei nach dieser Definition.<<
Eine sehr krude Argumentation. In der SED-Dikatur hatte es nie frei Wahlen gegeben. Die Kommunisten um die Gruppe Ulbricht hatten sich mit der Hilfe Stalins an die Macht geputscht.
>>Wolfgang Leonhard überliefert den viel zitierten Ausspruch Ulbrichts aus diesen Wochen: „Es ist doch ganz klar. Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“<< https://de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_Ulbricht


Zitat: >>Angenommen, in der BRD wäre durch welche Gründe auch immer die KPD mit Abstand stärkste Partei geworden, glaubst Du, die Wahl wäre dann noch frei gewesen ? Die Besatzungsmächte hätten da ihr Veto eingelegt, notfalls mit Gewalt (wirtschaftlich, politisch, geheimdienstlich und militärisch), da kannst Du sicher sein.<<
Bitte keine leninistische Verschwörungstheorie, den dunkenroten Aluhut absetzen..... nüchtern und analytisch denken.
Die KPD wäre nie stärkste Partei geworden, aber angenommen jemand wäre an die Regierung gekommen, der nicht Amerikafreundlich gewesen ist. Was dann passiert wäre, lässt sich schwer vorhersagen da die Bevölkerung mehrheitlich froh war, dass die Amis hier waren.

Aber ich gebe dir folgendes zu denken, Charles de Gaulle, den ich sehr schätze, lehnte die Dominanz der USA in der Nato ab, kehrte 1960 der NATO den Rücken
und warf alle amerikanischen Soldaten aus Frankreich raus.
https://www.nzz.ch/als_de_gaulle_der_nat...digte-1.2320438

Stell´dir mal vor, das hätte der tschechische Staatsvorsitzende mit den Truppen der Roten Armee machen wollen. Daher sind deine Schlussfolgerungen komplett falsch gezogen. Der Sonderweg Frankreichs blieb ohne Konsequenz und wenn die Bundesrepublik den Weg Frankreichs mit gegangen wäre, wäre auch nichts passiert. Dagegen wurden Bemühungen in Osteuropa, sich von der Unterjochung der Sowjetunion zu befreien, blutig niedergeschlagen....Ungarn 1956, Prag 1968.

Mich fasziniert dein SED-Jargon "Partei der Großindustrie und Kriegsgewinnler".

Die Haupt-Krieggewinnler waren ganz klar die Gruppe Ulbricht, die sich nicht vom Volk wählen lassen musste, sondern von Stalin erwählt wurde.
Für mich ist es unbegreiflich, wie man diesem Massenmörder Stalin, dem Gründungsvater der SED-Diktatur, in der DDR in den 1950 Jahren so huldigte.
Überall sah man die Bilder vom Messias Josef Stalin. Man benannte nach dem kommunistischen Gott Straßen und Städte, man sang Loblieder auf ihn.


Der Kommunismus hätte vielleicht in Europa eine Chance gehabt, wenn sich Trotzki statt Stalin durch gesetzt hätte.
In der Weimarer Republik hatte die KPD mit dem stalinhörigen Thälmann auch einen denkbar schlechten Vertreter, August Thalheimer wäre sicher ein klügerer und besonnerer Kopf gewesen. Solche Diskussionsansätze vermisse/vermisste ich immer bei den SED-Genossen. Die hatten sich meist nur linientreu eingereit.....
immer nach dem Motto, die Partei hat immer recht und es ist besser darüber nicht nachzudenken.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.04.2018 18:28 | nach oben springen

#4

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 01.04.2018 08:37
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #3

Verbindlichen Dank für diese Feststellungen!




"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
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#5

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 02.04.2018 22:53
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Zitat von DoreHolm im Beitrag Migranten werden von Israel umgesiedelt
(..) Auf Deine Auslassungen im Thema "20 Jahre nach 1989" von gestern früh werde ich noch eingehen, sobald ich Zeit und Lust dazu habe.


Ich habe keine schnelle Antwort erwartet, mir ist das klar, dass die Wahrheit für dich schwer verdaulich ist.
Du kannst dir Zeit lassen und dich vorbereiten.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.04.2018 23:19 | nach oben springen

#6

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 05:54
von damals wars (gelöscht)
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Die DKP mit der KPÖ zu vergleichen, ist das übliche umgehen der historischen Wahrheit. Teppich hoch, KPD Verbot drunter gekehrt, Teppich wieder drauf.
Lügen haben kurze Beine und stolpern über alte Geschichtsverdrehungen.
Schnelle Antwort halt, wie ich vor kurzem schon schrieb.


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#7

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 09:29
von Grenzläufer | 3.631 Beiträge | 12260 Punkte
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Hochintellekueller aus Halle, hast du etwas zum Thema beizutragen?

Wie bewertest du die Faschismusanalysen von Leo Trotzki und von August Thalheimer gegen über der stalinistischen von Grigori Sinowjew, die auch Thälmann vertreten ̶h̶̶a̶̶t̶̶t̶̶e̶ musste. Hat man unter den linientreuen Genossen im SED-Staat darüber diskutiert?

Ich habe im Zusammenhang mit der SED-Diktatur und dem Kommunismus einige Anmerkungen gefunden, die es wert sind, zu zitieren:
>>Niemals hat eine politische Bewegung in so kurzer Zeit so viele Menschen in ihren Bann gezogen und so viele Gesellschaften nach ihrem Bilde geformt, wie der von Lenin begründete Parteikommunismus des 20. Jahrhunderts. Und niemals zuvor wurden so viele Anhänger einer solchen Bewegung von deren Führern und ihren Apparaten unterdrückt, verfolgt, eingekerkert und ermordet wie in jener Zeit, die mit dem Stalinismus (und auch Maoismus) verbunden wird. Wie Christa Wolf im Herbst 1989 bei der Lesung von Walter Jankas „Schwierigkeiten mit der Wahrheit“ im Deutschen Theater sagte: „Zum erstenmal wird öffentlich und so radikal wie möglich jenes Grundübel zur Sprache kommen, aus dem über Jahrzehnte hin fast alle anderen Übel des Staates DDR hervorgegangen sind: der Stalinismus.“[1] Die Größe und das Elend des Parteikommunismus sind weltgeschichtlich beispiellos.<<
https://kritischegeschichte.wordpress.co...l-walter-janka/

Wie bewertest du den Satz "Die Größe und das Elend des Parteikommunismus sind weltgeschichtlich beispiellos"
Siehst du einen Unterschied zwischen Parteikommunismus und dem Kommunismus Trotzkis und auch z.b. Titos? @damals wars
Hat man im SED-Staat der kommunistischen Opfer des stalinistischen Terrors gedacht?


IM Kressin und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2018 14:03 | nach oben springen

#8

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 14:24
von Moskwitschka | 3.709 Beiträge | 3748 Punkte
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Zitat von Angelo im Beitrag #1
8./9.12. Der Außerordentlicher Parteitag der SED in Berlin beschließt den Bruch mit stalinistischen Strukturen.


Um auf das Thema zurück zu kommen. Man kann vieles beschließen. Und man hat in der PDS gerungen, wenn man die innerparteliche Diskussion dieser Partei verfolgt hat.

Warum aber es auf den Satz reduziert und immer wieder gerne zitiert wird "Es war nicht alles schlecht unter Stalin!", der von Sahra Wagenknecht stammen soll, wissen wohl nur die, die damit seit 2014 im Netz hausieren gehen.

Hier Sahra Wagenknecht 1992 zum Thema http://www.glasnost.de/pol/wagen.html

Und hier geht man in Russland der Frage nach Wieso ist Stalin heute so populär? https://www.dekoder.org/de/article/neost...essionen-terror

Aber scheinbar geht es nur darum den Stalinismus auf einzelne user zu projizieren. Und da ist jeder thread recht. Auch ein stiller vom König aus der Anfangszeit des Forums.Das das Thema in den letzten Jahren im Forum auch schon mehrfach kontrovers diskutiert wurde, ist wahrscheinlich zu mühselig aufzugreifen.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.04.2018 14:28 | nach oben springen

#9

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 15:22
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Wer so belesen ist, sollte sich doch mit dem Thema Rehabilitation beschäftigt haben. Die Opfer Adenauers sind bis heute nicht rehabilitiert.
Es gab auch keinen CDU Parteitag, der sich bei den Opfern entschuldigt hat. Es gibt auch keine Opferrenten.


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#10

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 15:29
von buschgespenst | 3.131 Beiträge | 10830 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #9
Wer so belesen ist, sollte sich doch mit dem Thema Rehabilitation beschäftigt haben. Die Opfer Adenauers sind bis heute nicht rehabilitiert.
Es gab auch keinen CDU Parteitag, der sich bei den Opfern entschuldigt hat. Es gibt auch keine Opferrenten.


Das ist Whataboutismus vom Feinsten. Die anderen waren genauso schlimm und deshalb war es bei uns schon wieder nicht so schlimm oder wie?

...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
Jürgen 75/2 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 16:44
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Zitat von buschgespenst im Beitrag #10
Zitat von damals wars im Beitrag #9
Wer so belesen ist, sollte sich doch mit dem Thema Rehabilitation beschäftigt haben. Die Opfer Adenauers sind bis heute nicht rehabilitiert.
Es gab auch keinen CDU Parteitag, der sich bei den Opfern entschuldigt hat. Es gibt auch keine Opferrenten.


Das ist Whataboutismus vom Feinsten. Die anderen waren genauso schlimm und deshalb war es bei uns schon wieder nicht so schlimm oder wie?

...


Jetzt sei mal nicht so streng mit dem hellsten Licht aus Halle @buschgespenst
Natürlich ist er mit der Beantwortung der Fragen leicht überfordert.

Prompt springt seine dogmatische Mitstreiterin aus Berlin ein und spannt mal wieder den Boden -gerade zu zwanghaft- zu ihrem Dauer-Lieblingsthema Putin.
Unbequeme Fragen werden durch zutrollen des Threads beantwortet.
Hast du schon vorsorglich die Schließung des Themenblocks beantragt @Moskwitschka

Kannst du zur Beantwortung der Fragen...Trotzki, Thalheimer, Sinowjew... fachlich etwas beitragen oder besteht deine ausschließliche Mission fortwährend vor Putin zu warnen?


IM Kressin und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.04.2018 16:45 | nach oben springen

#12

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 17:10
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Zu 9 Welche Opfer von Adenauer . Du Schwätzer vor den Herrn . Mein Onkel hat Adenauer zu verdanken das er 1955 nach Hause kam .


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 17:14
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Zu 11 Zur Beantwortung der Fragen, kann sie wie immer nichts da zu beitragen .


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#14

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 17:33
von Rainer-Maria Rohloff | 4.230 Beiträge | 12843 Punkte
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Oh linamax, "auch ein Onkel der irgendwie mehr getan haben muss neben dem kämpfen." Also mein Vater kam Ende 1949 Nachhause, der war einfacher Grenadier.

Rainer-Maria



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#15

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 17:51
von buschgespenst | 3.131 Beiträge | 10830 Punkte
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #14
Oh linamax, "auch ein Onkel der irgendwie mehr getan haben muss neben dem kämpfen." Also mein Vater kam Ende 1949 Nachhause, der war einfacher Grenadier.

Rainer-Maria


Passt jetzt nicht unbedingt zum Thema! Eröffne doch ein neues Thema: Konrad Adenauer holte 1955 die Gefangenen aus Rußland zurück....ach ja und nicht alle hatten mehr getan.....


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
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#16

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 17:53
von Moskwitschka | 3.709 Beiträge | 3748 Punkte
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #11




Hast du schon vorsorglich die Schließung des Themenblocks beantragt @Moskwitschka


Dann frag doch mal die Admins, wann ich das gemacht haben soll, bevor Du hier Gerüchte verbreitest. Wenn, dann habe ich das bei threads getan, die ich eröffnet habe. Und da du ja so fit bist, was Zitate betrifft. wirst Du mit der Suchfunktion schon fündig werden. Kannst Dir auch gerne von dem IM helfen lassen. Der scheint fitter zu sein.

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #11


Prompt springt seine dogmatische Mitstreiterin aus Berlin ein und spannt mal wieder den Boden -gerade zu zwanghaft- zu ihrem Dauer-Lieblingsthema Putin.


Zumindest bin ich den Aufkleber der Putinvrsteherin los, der mir hier schon angepappt wurde. Das war für mich harte Arbeit bei der Liebe zu meinem Mutterland und seinen Menschen, die genauso wenig frei von Fehhlern sind, wie die Deutschen und mein Vaterland.


Zitat von Grenzläufer im Beitrag #11


Kannst du zur Beantwortung der Fragen...Trotzki, Thalheimer, Sinowjew... fachlich etwas beitragen oder besteht deine ausschließliche Mission fortwährend vor Putin zu warnen?


Kann ich, aber das überlasse ich gern den Experten, die sich in Parteilehrjahren, Bezirksparteischulen u.ä. das theoretische Rüstzeug dafür abgeholt haben, von denen es hier einige gibt, aber die scheinbar keine Lust haben in die Diskussion einzugreifen.

Ich werde wohl genauso wie sie meine Aufmerksamkeit Dir gegenüber drosseln,

denn die Ökonomie der Aufmerksamkeit formt auch die Gesellschaft. Auch dieses Forum. Ähnlich wie wir als Lebensmittelkonsumenten durch unser Kaufverhalten kollektiv entscheiden, welche Nahrungsmittel produziert werden, legen wir durch das Vergeben unserer Aufmerksamkeit gemeinsam fest, welche Themen, Gedanken und Personen als wichtig gelten. Und dabei greifen wir heute auf abenteuerliche Weise daneben. Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, aber gut. Den Titel der Kolumne muss ich mir verkneifen. Es könnte als Beleidigung verstanden werden.

In diesem Sinne, immer weiter so, mit Deinen persönlichen Angriffen, mit denen Du einigen bestimmt Freude machst, bis sie selber von Dir als Zielperson erkoren werden, weil andere Dir keine Angriffsfläche mehr bieten.

Moskwitschka

[/quote]


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 03.04.2018 18:00 | nach oben springen

#17

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 17:55
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zu 14 Wie immer dummes Geschwätz .


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#18

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 18:00
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Noch mal zu 14 Mein Onkel war genau so eine arme Sau ,wie die anderen ,die frei kamen . Und laß dein dummes Geschwätz, wenn du keine Ahnung hast .


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 20:07
von DoreHolm | 9.053 Beiträge | 7028 Punkte
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RE: 20 Jahre nach 1989 • Absender: Grenzläufer, 01.04.2018 06:06
quote Diesen Beitrag zitieren

Zitat von DoreHolm im Beitrag Wäre West-Berlin schnell eingenommen worden? RE: Wäre West-Berlin schnell eingenommen worden? • Absender: Grenzläufer, Gestern 23:33

Zitat von DoreHolm im Beitrag #142 RE: Wäre West-Berlin schnell eingenommen worden? • Absender: Grenzläufer, Heute 18:43
quote Diesen Beitrag zitieren

Die Kommunisten hatten ganz Osteuropa unterjocht und nirgends freie Wahlen zugelassen.
Ja Genosse, die Wahrheit tut weh.

Nach den historischen Geschehnissen, die gelegentlich mal gucken gelassen werden, haben auch die westlichen Siegermächte den Ausgang der ersten Wahl in der BRD nicht dem Zufall überlassen. Erinnert sei daran, daß selbst die CDU damals ein Programm hatte, daß einer linken SPD zur Ehre gereicht hätte (Verstaatlichung der Großindustrie z.B.).

Köstlich deine Antwort, @DoreHolm

1. In der Bundesrepublik gibt es seit 1949 freie demokratische Wahlen, jeder hat die Möglichkeit das Kreuz dort zu machen, wo es ihm beliebt.
Wie war das im SED-Staat?
Gab es dort auch freie Wahlen? Erkläre es uns @DoreHolm


Ich habe den Eindruck, daß Du nicht verstanden hast, was ich damit sagte. Natürlich waren es freie Wahlen, so wie Du eben freie Wahlen definierst. Dann waren die Wahlen in der DDR auch frei nach dieser Definition. Daß im Hintergrund die Strippen durch die jeweiligen Besatzungsmächte gezogen wurden, damit ja keine ungenehmen Ergebnisse zustande kommen, es aber demokratisch aussehen sollte, kannst du in jeden seriösen Historikerpublikationen nachlesen, die sich damit befasst haben. Du wirst mir doch nicht erzählen wollen, daß die Bevölkerung/Wähler mit einer gerade mal wenige Jahre zurückliegenden gleichen Ausgangssituation sich innherhal kürzester zeit so gewandelt haben, daß dort eine Partei der Großindustrie und Kriegsgewinnler wählte und hier die Kommunisten und Sozis ?
Angenommen, in der BRD wäre durch welche Gründe auch immer die KPD mit Abstand stärkste Partei geworden, glaubst Du, die Wahl wäre dann noch frei gewesen ? Die Besatzungsmächte hätten da ihr Veto eingelegt, notfalls mit Gewalt (wirtschaftlich, politisch, geheimdienstlich und militärisch), da kannst Du sicher sein. Die Mittel wäre wohl feiner als bei Stalin gewesen, nichtsdestotrotz aber ebenso wirksam.



Guten Morgen @DoreHolm, ich habe mir erlaubt unsere Diskussion in diesen Block zu legen, da sie nicht zu dem anderen Themenblock Berlin-West passte.
Zu deinen Fragen und Anmerkungen, selbstverständlich habe ich dich verstanden und du kannst sicher sein, ich wusste auch was von dir als Antwort kommt.
Nicht weil ich Hellseher bin, sondern ich [/b][[/rot]rot]die Argumentationsmuster der linientreuen SED-Genossen [/rot]kenne.
Ich habe ganz bewusst vorab auf die Wahl in Kärnten hingewiesen mit 0,28% für die KPÖ.
Genauso "erfolgreich" war die DKP bei den Bundestagswahlen, 0,3% (1972), 0,3% (1976), 0,2% (1980), 0,2% (1983)....... und das trotz massiver Wahlkampfhilfe
finanzieller Art aus Ostberlin. DKP-Werbeplakate gab es zu Wahlkampfzeiten an jedem Laternenmast und jeder Ecke.

Jetzt mach´ dir doch mal Gedanken, warum das so war, du bist doch Ingenieur, solltest als dieser analytisch denken und dabei alle leninistische Verschwörungstheorien außen vor lassen. Das alles hatte nicht seinen Grund bei den "bösen Amerikanern" und ihren Antikommunismus sondern weil nach dem Ende des zweiten Weltkrieges Stück für Stück bekannt wurde, welche Blutspur der Stalinismus hinterlassen hatte.
- die hauptsächlich von Stalin verursachte Hungersnot (1932/33) in der Ukraine, der nach unterschiedlichen Berechnungen 3,5 bis 14,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
- der Hitler-Stalin-Pakt, als sich die beiden größten Massenmörder zulasten der Nachbarn zusammenschlossen
- die imperialistischen Angriffskriege der stalinistischen Sowjetunion (mit völkerrechtswidrigen Gebietsabtrennungen) gegen China 1929, gegen Finnland 1939 nach Hitler-Stalin-Pakt, gegen Polern 1939, die gewaltsame Okkupation der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland ab 1940, die Okkupation von Bessarabien durch die stalinistische Sowjetunion
- Millionen Deportierte unter Stalin...Esten, Polen, Litauer, Letten, Krimtataren, Tscherkessen.......und auch unzählige Russen
- ethnische Säuberungen mit gewaltsamen Vertreibung von Millionen von Menschen....Finnen, Polen, Kaukasusvölker.....
- der große Terror 1937/38, Opfer vor allen Russen, mit Schauprozessen gegen Politiker (Kommunisten), Militärangehörige, Wissenschafter......

Spätestens nach der Veröffentlichung des Buches "Die Revolution entlässt ihre Kinder" von Wolfgang Leonhard, Mitglied der Gruppe Ulbricht, war der bundesdeutsche
Wähler gegenüber den Heilslehren des Stalinismus immun.
Zur Beantwortung deiner Frage, die Wahrscheinlichkeit, dass eine KPD oder DKP in der Bundesrepublik Deutschland die stärkste Partei geworden wäre, wäre genauso wahrscheinlich gewesen, wie dass die Zeugen Jehovas die stärke Fraktion im Bundestag gestellt hätten.

Zitat: >>natürlich waren es freie Wahlen, so wie Du eben freie Wahlen definierst. Dann waren die Wahlen in der DDR auch frei nach dieser Definition.<<
Eine sehr krude Argumentation. In der SED-Dikatur hatte es nie frei Wahlen gegeben. Die Kommunisten um die Gruppe Ulbricht hatten sich mit der Hilfe Stalins an die Macht geputscht.
>>Wolfgang Leonhard überliefert den viel zitierten Ausspruch Ulbrichts aus diesen Wochen: „Es ist doch ganz klar. Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“<< https://de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_Ulbricht


Zitat: >>Angenommen, in der BRD wäre durch welche Gründe auch immer die KPD mit Abstand stärkste Partei geworden, glaubst Du, die Wahl wäre dann noch frei gewesen ? Die Besatzungsmächte hätten da ihr Veto eingelegt, notfalls mit Gewalt (wirtschaftlich, politisch, geheimdienstlich und militärisch), da kannst Du sicher sein.<<
Bitte keine leninistische Verschwörungstheorie, den dunkenroten Aluhut absetzen..... nüchtern und analytisch denken.
Die KPD wäre nie stärkste Partei geworden, aber angenommen jemand wäre an die Regierung gekommen, der nicht Amerikafreundlich gewesen ist. Was dann passiert wäre, lässt sich schwer vorhersagen da die Bevölkerung mehrheitlich froh war, dass die Amis hier waren.

Aber ich gebe dir folgendes zu denken, Charles de Gaulle, den ich sehr schätze, lehnte die Dominanz der USA in der Nato ab, kehrte 1960 der NATO den Rücken
und warf alle amerikanischen Soldaten aus Frankreich raus.
https://www.nzz.ch/als_de_gaulle_der_nat...digte-1.2320438

Stell´dir mal vor, das hätte der tschechische Staatsvorsitzende mit den Truppen der Roten Armee machen wollen. Daher sind deine Schlussfolgerungen komplett falsch gezogen. Der Sonderweg Frankreichs blieb ohne Konsequenz und wenn die Bundesrepublik den Weg Frankreichs mit gegangen wäre, wäre auch nichts passiert. Dagegen wurden Bemühungen in Osteuropa, sich von der Unterjochung der Sowjetunion zu befreien, blutig niedergeschlagen....Ungarn 1956, Prag 1968.

2.Mich fasziniert dein SED-Jargon "Partei der Großindustrie und Kriegsgewinnler".

Die Haupt-Krieggewinnler waren ganz klar die Gruppe Ulbricht, die sich nicht vom Volk wählen lassen musste, sondern von Stalin erwählt wurde.
Für mich ist es unbegreiflich, wie man diesem Massenmörder Stalin, dem Gründungsvater der SED-Diktatur, in der DDR in den 1950 Jahren so huldigte.
Überall sah man die Bilder vom Messias Josef Stalin. Man benannte nach dem kommunistischen Gott Straßen und Städte, man sang Loblieder auf ihn.


Der Kommunismus hätte vielleicht in Europa eine Chance gehabt, wenn sich Trotzki statt Stalin durch gesetzt hätte.
In der Weimarer Republik hatte die KPD mit dem stalinhörigen Thälmann auch einen denkbar schlechten Vertreter, August Thalheimer wäre sicher ein klügerer und besonnerer Kopf gewesen. Solche Diskussionsansätze vermisse/vermisste ich immer bei den SED-Genossen. Die hatten sich meist nur linientreu eingereit.....
immer nach dem Motto, die Partei hat immer recht und es ist besser darüber nicht nachzudenken.

Die anderen User mögen mir verzeihen, wenn ich einen ellenlangen Beitrag eines Vorschreibers komplett kopiere, auf den ich nur mit wenigen Sätzen antworte. Ist nicht meine Art, aber zu besseren Verständnis diesmal wohl sinnvoll.
Grenzläufer hat sich für mich als seriöser Diskussionspartner disqualifiziert, wenn ich wiederholt als linientreuer Genosse betitelt werde und die altbekannten, aber inzwischen abgedroschenen Totschlagsargumente über die tatsächlichen oder vermeintlichen Verbrechen linker Kräfte der Weltgeschichte, die es gab, bemüht werden. Zu einigen "Argumenten" habe ich mal nachrecherchiert. Es wird dabei tunlichst die Vorgeschichte verschwiegen.
Nur noch mal zu zwei Punkten, die ich mal rausgesucht habe.
Zu 1. Ja, auch in der DDR konnte jeder sein Kreuz bei Wahlen machen egal wohin er wollte oder den Schein auch ungültig machen, wenn er nicht als Wahlverweigerer in manchen Arbeitskollektiven mitunter scheel angesehen werden wollte. Da hat niemand hinter der Wahlkabine gestanden und den Kreuzlemacher beobachte oder jeden notiert, der überhaupt die Kabine nutzte. Nun behaupte bloß nicht, 60% der Stimmen für die CDU (Ost) wären unter den Tisch zu kehren gewesen.
Zu 2. Wie soll man eine Partei sonst bezeichnen, die dafür gesorgt hat, daß nach kurzer "Entnazifizierung" die durch Kriegsproduktion reich gewordenen Großunternehmer wieder das große Sagen hatten ? Wie eine Partei bezeichnen, unter deren Herrschaft die soziale Schere sich weiter öffnet, Gesetze zumeist zugunsten dieser Kaste erlassen werden und ab und zu, damit der Druck im Kessel nicht zu hoch wird, ein paar Krümel für die abfallen, die diesen Reichtum geschaffen haben ? Die Gruppe ulbricht ist ja, Deiner Denkweise folgend, durch den durch sie unterstützen Angriffskrieg gegen die halbe Welt zu unvergleichlichem Reichtum gelangt, oder ?

So, das war´s.



bürger der ddr und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.04.2018 20:10 | nach oben springen

#20

RE: 20 Jahre nach 1989

in Presse Artikel Grenze 03.04.2018 20:41
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Die Begriffe "Freiheit" und "Demokratie" waren noch nie wirklich tragfähig...
Bisher hat jede politische Richtung diese Begriffe zur Hure gemacht. Ich kann @DoreHolm insofern in einigen Dingen verstehen. Wie war das im öffentllichen Dienst in der BRD mit dem Berufsverbot?
Aber wir brauchen ja gar nicht so weit in die Vergangenheit zurück zu gehen....
Wie wird denn heute mit dem "Volk" umgesprungen?
Auf der einen Seite erkennt man wie heute das deutsche Volk verarscht wird, wie heute gegen den Willen eines großen Teils des Volkes eine Einwanderung gegen deutsches Recht zelebriert wird, auf der einen Seite erkennt man die Rolle der Medien, auf der einen Seite erkennt man die Schändlichkeit von H4, doch hier wird von "Freiheit" und "Demokratie" gefaselt!
Heuchelei und nochmals Heuchelei in diesem Staat von Demokratie zu reden.


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


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