Westberliner Exklaven auf DDR-Gebiet

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15.04.2010 13:50von ( gelöscht )
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Westberliner Exklaven auf DDR-Gebiet

Ein kleines Kuriosum sind sicher die Exklaven Westberlins,kleine Gebiete ausserhalb Westberlins auf DDR-Territorium.Beispielsweise Steinstücken,Fichtewiese/Erlengrund,Wüste Mark oder die Falkenhagener Wiese.Im web ist reichlich Lektüre vorhanden,auch gute Kartenausschnitte und ein paar Fotos.Meine Frage ans Forum:
Wurden,z.B.die Falkenhagener Wiese oder die Wüste Mark auch bewacht(wenn Bauer Wendt aus Westberlin auf der Wüste Mark seinen Acker pflügte)?War es Republikflucht,wenn ich die Falkenhagener Wiese betrat?Gab es wirklich diese Klingel an der Mauer(auf Westberliner Seite),zur Gartenanlage Fichtewiese/Erlengrund?
Konnte diesbezüglich noch nichts finden und hoffe,es nicht übersehen zu haben..
Grüsse von der Waterkant,Rotten

11.03.2015 23:57von ( gelöscht )
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Also bei den Gehöfte bin ich mir nicht sicher. Wenn du die pdf richtig vergrößerst, ist an der Stirnseite zur Straße eine Einbuchtung, als ob die Gehöfte nicht dazu gehören. Wer hätte da auch wohnen sollen von den Westberlinern?
Den Zugang auf der Kanalseite würde ich bis zu der Eisenbahnbrücke über den Kanalseitenarm verlängern.

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12.03.2015 05:58von Grenzläufer
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Zitat von Kalubke im Beitrag #120
Ja die Gehöfte kenne ich, bin schon oft dran vorbeigefahren. Ich glaube das südlichste davon gehörte zur Exklave Finkenkrug und sogar ein Stück vom Niederneuendorfer Kanal.

Gruß Kalubke







Aus dem Artikel in der Zeit von 1971

>>>Dafür könnte West-Berlin der DDR im Norden die Laßinswiesen (13,4940 ha) sowie die fast fünf Kilometer entfernten Exklaven Finkenkrug (3,4520 ha) und Falkenhagener Wiese (45,4390 ha) überlassen.<<<

Die Exklaven Finkenkrug und Falkenhagener Wiese werden dort extra aufgeführt. Damit haben wir die Exklave Finkenkrug nicht gefunden.

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12.03.2015 06:04von Grenzläufer
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>>> Märkische Allgemeine vom 28.03.2013 / Havelland

Der unbekannte Westen Mitten in Falkensee befand sich ein Stück Westberlin - erst mit dem Gebietsaustausch vor 25 Jahren ging das Land an die DDR

Die Falkenhagener Wiesen an der L 201 gehörten bis 1988 zu Spandau. Nur die Wenigsten dürften davon gewusst haben. In Finkenkrug gab es sogar Bürger, die im Westen lebten, ohne es zu ahnen. Von Philip Häfner FALKENSEE <<<

https://www.google.de/#q=%22befand+sich+...lin%22++haefner

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12.03.2015 06:12von Grenzläufer
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aus dem Artikel der Märkische Allgemeinen vom 28.03.2013 über die Exklave Finkenkrug:


>>>Das nur etwa dreieinhalb Hektar große Gebiet befand sich zwischen der Ringstraße (im Abschnitt zwischen der Feuerbach- und der Leistikowstraße) und dem FalkenseerSchlaggraben. <<<



oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

52°34'12.4"N 13°02'32.5"E

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12.03.2015 07:41von Kalubke
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Dann waren das also doch nicht die Falkenhagener Wiesen. Auch in der Übersichtskarte von 1920 ist diese Fläche nicht drin. Bisher war mir die Finkenkruger Exklave wirklich völlig unbekannt. Kleine Koordkorrektur: 40" E und 14" N

Gruß Kalubke

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12.03.2015 08:21von Kalubke
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Zitat von suentaler im Beitrag #121
Also bei den Gehöfte bin ich mir nicht sicher. Wenn du die pdf richtig vergrößerst, ist an der Stirnseite zur Straße eine Einbuchtung, als ob die Gehöfte nicht dazu gehören. Wer hätte da auch wohnen sollen von den Westberlinern?
Den Zugang auf der Kanalseite würde ich bis zu der Eisenbahnbrücke über den Kanalseitenarm verlängern.


Das kann natürlich durchaus sein, dass das damals nur die Wiesen zur Exklave gehörten und nicht das Hofgrundstück.

Wenn der zur Exklave gehörende Kanalabschnitt noch länger war als auf dem Kartenausschnitt dargestallt, dann hieße das ja, dass damals der nach 1961 gebaute Eisenbahnaußenring über ein Stück dieser Exklave hinweggeführt wurde. Ob das damals möglicherweise Anlass zu irgendwelchem Ärger zwischen Ost und West war?

Gruß Kalubke

12.03.2015 09:15von Grenzläufer
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Zitat von Kalubke im Beitrag #125
Dann waren das also doch nicht die Falkenhagener Wiesen. Auch in der Übersichtskarte von 1920 ist diese Fläche nicht drin. Bisher war mir die Finkenkruger Exklave wirklich völlig unbekannt. Kleine Koordkorrektur: 40" E und 14" N

Gruß Kalubke







Danke @Kalubke . In alten Archiven haben ich keine Angaben auf topografischen Karten gefunden. Ob das bewusst von beiden Seiten
nicht so hochgehangen wurde?

@terraformer1 Ich hatte von dir einige interessante topographische Feldforschungstouren über Exklaven gesehen.
Warst du mal im Bereich Finkenkruger Exklave?

12.03.2015 09:55von Kalubke
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Auf den Vorkriegsausgaben der 1:25.000er Messtischblätter sind beide Exklaven eingezeichnet. Die Finkenkruger Exklave war etwas breiter, als ich in meiner Karte dargestellt habe. Zu den Falkenhagener Wiesen gehörte damals der Kanalabschnitt noch nicht dazu und auch die Gehöfte lagen tatsächlich alle außerhalb der Exklave. Sie war also unbewohnt. Das mit dem Kanal, wann er zur Exklave dazu kam, ist nach wie vor noch unklar.

Gruß Kalubke



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12.03.2015 11:43von terraformer1
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Auf der Falkenhagener Wiese habe ich mal gefilmt. Die Besitzer des Gehöfts haben uns leider fortgejagt. Das hört man im Hintergrund:
https://www.youtube.com/watch?v=THWHCc2pOIc

Ich hätte da gerne noch mehr gefilmt, besonders den ehemaligen Grenzverlauf.

An der Exklave Finkenkrug war ich noch nie, weil ich sie nicht exakt lokalisieren konnte. Der Austausch war ja auch schon Anfang der 70er.

Alle anderen Exklaven findet ihr in meinem Youtube-Kanal; Große Kuhlake, Laßzins-Wiesen, Wüste Mark, Fichtewiese, Erlengrund, Böttcherberg und auch die DDR-Exklaven in Spandau/Eiskeller.

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12.03.2015 23:51von Grenzläufer
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Zitat von Kalubke im Beitrag #128
Auf den Vorkriegsausgaben der 1:25.000er Messtischblätter sind beide Exklaven eingezeichnet. Die Finkenkruger Exklave war etwas breiter, als ich in meiner Karte dargestellt habe. Zu den Falkenhagener Wiesen gehörte damals der Kanalabschnitt noch nicht dazu und auch die Gehöfte lagen tatsächlich alle außerhalb der Exklave. Sie war also unbewohnt. Das mit dem Kanal, wann er zur Exklave dazu kam, ist nach wie vor noch unklar.

Gruß Kalubke









Dankeschön. Ich hatte ein Messtischblatt von 1906 gefunden, dort ist die Exklave nicht eingezeichnet.

14.03.2015 23:02von Grenzläufer
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Eine Wanderkarte des Gebiets zwischen Finkenkrug und Spandau von 1898

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...uch_1898%29.jpg

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18.03.2015 07:36von Grenzläufer
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Bezüglich der Vereinbarungen über Gebietsaustausch habe ich nichts über das Viertel um die Köthener Straße in Berlin-Mitte gefunden.
In einem Stadtplan von 1956 ist dort noch geschlossene Bebauung dargestellt. Weiß jemand über diesen "Zipfel", der bis 1972 zur DDR
bzw Berlin-Ost gehörte unfd bis zum Landwehrkanal reichte, näheres?

18.03.2015 08:56von eisenringtheo
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In einer ergänzenden, zweiten Vereinbarung schlossen Senat und DDR-Regierung am 21. Juli 1972 ein 8,5 ha großes, zu Ostberlin gehörendes Gelände am ehemaligen Potsdamer Bahnhof in den am 21. Dezember 1971 vereinbarten Gebietsaustausch für den Straßenbau gem. dem damals gültigen Flächennutzungsplan 1965 (FNP65) ein.
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-..._1972-1992.html
Theo

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19.03.2015 15:50von Grenzläufer
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Dankeschön Theo

28.12.2019 10:30von terraformer1
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Ich hole dieses alte Thema noch mal vor weil ich fragen wollte, ob im Forum jemand damals direkt mit den Exklaven Wüste Mark und Falkenhagener Wiese zu tun hatte und mir was über die Absicherung dieser Gebiete erzählen kann.

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