Wirtschaftskraft u. privater Lebensstandard in der DDR trotz hoher Arbeitsleistung gering. Wieso?

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08.04.2010 19:59
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#16
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Altersmaulwurf, der Rainer- Maria musste sich jetzt erst einmal einen guten Weinbrand einschenken, dann lehnte er sich zurück...und Prost auf sein gutes Bauchgefühl.
Zu deinem Video eine Frage zum Handeln: Wie handeln wir? Ich denke fast, der Zug ist mit der Wende 1989 abgefahren, unwiederbringbar abgefahren.
Sagte nicht immer diese Frauenstimme in " Herr der Ringe"...die Welt ist im Wandel. Na, gute Nacht.

R-M-R


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08.04.2010 20:00
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#17
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altersmaulwurf, der Rainer- Maria musste sich jetzt erst einmal einen guten Weinbrand einschenken, dann lehnte er sich zurück...und Prost auf sein gutes Bauchgefühl.
Zu deinem Video eine Frage zum Handeln: Wie handeln wir? Ich denke fast, der Zug ist mit der Wende 1989 abgefahren, unwiederbringbar abgefahren.
Sagte nicht immer diese Frauenstimme in " Herr der Ringe"...die Welt ist im Wandel. Na, gute Nacht.

R-M-R



Nee Nee,

das war Gollum mit "MEIN SCHATZ" - und meinte das SED-Parteivermögen in Lampukistan.


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08.04.2010 20:16
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#18
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Manudave, ich gehe dahingehend mit: Der gemeine Mensch ist sehr unterschiedlich, der Eine will Alles, der Zweite will nichts, der Dritte nur die Hälfte und der Vierte...und so liese sich das noch endlos fortsetzen.
Demokratie? zu weich, sie bringt es einfach nicht.
Diktatur? zu hart, sie reglementiert zu viel
Monarchie? könnte eine Lösung sein
Was gibt es noch, keine Ahnung? Finden wir also die ideale Lösung und sind somit Vorschläge erwünscht?

R-M-R


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08.04.2010 20:20
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#19
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Tja, mein Lieber R-M-R,

freilich ist da ein bischen Spekulatius dabei, wie es mir hier ergangen wäre. Eine Frage ist jedoch auf jeden Fall offen, nämlich die, was aus dem Volkseigentum geworden ist, was ich mit meiner Hände Arbeit in der Zeit meines Berufslebens in der DDR geschaffen habe.

Und das ist bestimmt eine gute Frage ;)

Viele Grüße,
Uffz


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08.04.2010 20:27
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#20
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Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R


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08.04.2010 20:43
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#21
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R


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08.04.2010 20:54 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2010 20:55)
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#22
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Zitat von Rostocker

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R





So viel und so weit ich mich noch erinnern kann,stand das Thema --was wird mit den DDR Vermögen--.Damals am runden Tisch an,es wurde der Vorschlag gemacht.Jeden DDR-Bürger ab einen bestimmten Geburtsjahr an ,eine bestimmte Summe auszuzahlen.Aber das hat sich schnell zerschlagen.Haben wohl bestimmte Kreise dunkelrot gesehen.


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08.04.2010 20:59
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#23
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Für mich ist die verfehlte Subventionspolitik der DDR ein wesentlicher Faktor gewesen, der die Wirtschaftskraft negativ beeinflusst hat.
Arbeitslose? Die gab es nicht? Die hatten alle einen Job in den maroden Betieben!
Unser Glaswerk wurde mit Gas aus einer uralten Braunkohlevergasungsanlage betrieben. Die Erdgasleitung ging 200m am Werk vorbei. Eine Umstellung auf Erdgas hätte sofoert 20 Leute arbeitslos gemacht, die über keine Facharbeiterausbildung verfügten. Heute sind genau diese Leute die, die das Heer der Arbeitslosen ausmachen.
In den 80iger Jahren wurden in Görlitz fernwärmegespeiste Wohnungen gebaut. Warmwasser gab es im Prinzip gratis. Also fuhr die ganze Verwandtschaft vom Dorf zur Tochter nach Görlitz zum wöchentlichen Baden.
Brot war so billig, dass es sich frisch vom Bäcker als Schweinefutter lohnte. Die Eier wurden im Konsum gekauft, obwohl eigene Hühner da waren. Für das abgelieferte Ei gab es viel Geld und Getreidedeputat dazu.
Mit den Beispielen will ich sagen, dass keiner an den persönlichen Lebensleistungen der Menschen in der DDR rütteln soll, aber die Politik der SED war aus wirtschaftlichem Aspekt zum Scheitern verurteilt.

P.S. Mit meinen Aussagen meine ich nicht, dass die Subventionspolitik der BRD besser ist.


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08.04.2010 21:10
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#24
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Das war ein super Beitrag! Auch, wenn Du der Pauker bist!


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08.04.2010 21:10
#25
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.


Sagen wir mal, es waren 17 Millionen Ostgeborene, dann hat sich die Bundesrepublik 17.000.000.000.000 Euro einverleibt.

Jetzt mal im Ernst, Rainer-Maria...

- Wieviel Geld aus der DDR hat sich die Bundesrepublik in die Tasche gesteckt?
- Wo lagerte dieses Geld in der DDR und wie genau gelangte die Bundesrepublik in den Besitz?

Gruß
Stefan

______________
Alles wird gut!

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08.04.2010 21:13
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#26
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Altgrenzer, deswegen schrieb ich einmal so sinngemäß: Jedem Ostgeborenen steht mindestens eine gute Million Euronen zu . Wir wurden darum betrogen, vom Staate BRD, er hat es sich in die Tasche gesteckt.
Ich höre schon den Aufschrei unserer....

R-M-R


Rainer,eine Millionen hab ich gerade nicht, für 10 Euronen reichts,immerhin ein paar Bierchen für dich..


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08.04.2010 21:18
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#27
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Ich würde Euch Streithähnen empfehlen. das mit dem Geld-Aufwiegen zu lassen!
Zwar wäre es emotional verführerisch in der verfluchten Ost-West-Debatte, aber es bringt uns nicht weiter!
Es wäre so, als würden wir Äpfel und Birnen gegeneinander aufwiegen wollen, was soll das erbringen?
Und, R-M-R, mal die Frage: Welche Einwirkungsmöglichkeiten hattest Du denn als DDR-Bürger auf die Unternehmensstrategien der VEB in der DDR? Also, mich hat nie einer gefragt!
Ich behaupte, das ist echter Kommunistenkram!


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08.04.2010 21:20
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#28
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Stefan, ich bin kein Ökonom, nur ein Arbeiter...früher, vor 1989 ein Werktätiger. Nun ist Eigentum an Produktionsmitteln durch den Werktätigen etwas grundsätzlich Anderes als Privateigentum siehe diese PM.
Da liegt schon mal der Hase im Pfeffer. Uns, dem Werktätigen der DDR gehörten diese PM, jedem Einzelnen im Gegensatz zum Lohnabhängikenen in der alten BRD. Dieses Volkseigentum wurde von uns Allen erwirtschaftet. Kann sein, ich kann das hier nicht so fundiert herüberbringen, da ich ein Laie bin, aber diese Richtung wird schon stimmen.
Es wäre von Vorteil, würde sich ein studierter Ökonom hier im Thema einbringen.

R-M-R


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08.04.2010 21:58
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#29
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Noch ein ganz simples Beispiel, wie ich es immer gesehen hatte, zu tiefsten DDR-Zeiten. Im Nachhinein betrachtet, ich hatte nie Gewissensbisse noch Skrupel noch Bedenken.
Lagen Unmengen von Baumaterial auf unserem Werkhof/ Betriebsgelände hieß es ...davon fliest so und soviel in dein Wochenendgrundstück. Das war ganz normal, denn nahm der Haufen ab, wurde nachbestellt.
Alles gehörte Allen, somit Volkseigentum.
Für den normalen Westdeutschen mag das unglaublich klingen, für mich war das normal. Da war Keiner, der sagte ...du darfst das nicht, da war keine Volkspolizei, keine Staatssicherheit, kein Ankläger, kein Richter.
Mein Wochenendgrundstück wuchs, Stein um Stein, Kantholz um Kantholz und, und und....
Logisch, davon konnte in der Menge gesehen, kein sozialistisches System überleben, aber das war nicht mein Problem. Hätte mich damals irgendjemand am Hintern....kann ich heute nur sagen: Pech gehabt, aber ich hatte Glück.
Wer, bitteschön kann es mir verdenken? So war die DDR, so schön unkompliziert.

R-M-R


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08.04.2010 22:00
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#30
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Ganz so falsch liegst Du damit nicht R-M-R

Zum Teil kam die Wiedervereinigung den Westen nicht ungelegen, warum:

- die BRD befand sich damals auch nahe einer wirtschaftlichen Stagnation mit hoher Arbeitslosigkeit
- durch die Treuhand haben sich einige Vermögende mit mehr als fragwürdigen Methoden gesund gestossen
- es kamen jede Menge billige und gut ausgebildete Arbeitskräfte in die alte BRD und in deren Folge sinkende Löhne und Sozialabbau
- mittels Steuer, Abgaben und Sozialpolitik wurde der Verteilungsschlüssel massiv geändert, immer mit den Argument Aufbau Ost

Dazu waren die Ostbetriebe durch die schnelle Einführung der Marktwirtschaft faktisch chancenlos, selbst eine so leistungsfähige Volkswirtschaft der alten BRD hätte das nicht so ohne weiteres verkraftet.
Plötzlich vorgeschriebene Geschäftsfelder mit diktierten Preisen und festgelegten Lieferbedingungen über Nacht weg. Dünne oder nicht vorhandene Kapitaldecke zur Hälfte fort ( Einfhrg. D Mark ) und ein völlig neuer Rechtsrahmen den westliche Partner leidlich zu ihren Vorteil nutzten.
Durch die D Mark brach dazu noch der Handel und warentausch in den ehemaligen Ostblock ein

Anderseits war die Infrastruktur der DDR was Strassen, Strom, Telefon und Gasleitungen in den Städten anbetraf ziemlich marode und das breite Spektrum der Produktionsbetriebe in unserer spezialisierten Welt auf Dauer nicht haltbar gewesen. Ganze Industriebereiche wie Microelektronic existierten nur auf Grund der westlichen Boykottpolitik und wären so nicht überlebensfähig gewesen.

Der von R-M-R angedachte Weg hätte nur mit einer Konförderation DDR / BRD und den weitgehensten Wegfall der Kosten für Landesverteidigung eine Chance gehabt - aber politisch weder gewollt noch den aufgeputschten Massen vermittelbar.

Hätte zumindestens den Ossis mehr Gestaltungsspielraum gegeben.............

Nur zum Schluss, die Wiedervereinigung war der Startschuss zu einen noch nie dagewsenen auseinandertrifften zwischen Arm und Reich und so hat die politische Einigung Deutschlands die soziale Spaltung verursacht bzw. ausgelöst.


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