Ist es wahr, dass in der DDR Kinder von studierten Eltern NICHT mehr zur Uni zugelassen wurden?

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24.09.2010 11:02
avatar  matloh
#46
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Zitat von Feliks D.

Zitat von matloh
Man brauchte tatsächlich eine Zulassung um studieren zu dürfen?

Was findest Du daran schlimm?
Ich weiß ja nicht wie das bei euch in Österreich geregelt ist, aber hier brauchst Du auch heute eine Zulassung um in Deutschland studieren zu können.


Ok, ich habe mich etwas undeutlich ausgedrückt - mea culpa. Natürlich benötigt man auch in Österreich bestimmte Voraussetzungen um ein Studium beginnen zu können (Abitur [in Österreich: "Matura"], ggf. eine Aufnahmeprüfung an der Uni). Diese Voraussetzungen sind aber nicht davon abhängig, welche Meinung ich von der gerade herrschenden Regierung habe (selbst wenn ich das öffentlich zur Schau trage), ob ich Mitglied der kommunistischen/sozialistischen/freiheitlichen/bürgerlichen/grünen Partei bin, ob ich mich freiwillig zu erweitertem Militärdienst melde, ob ich jemals versucht habe in ein fernes Land zu zu reisen (Urlaub, internationale Erfahrung...) oder ob mein Cousin 3. Grades in einem anderen Land wohnt.
Die Voraussetzung ist nur, dass der künftige Student ein gewisses Grundwissen mitbringen muss damit man im Zuge des Studiums nicht bei Null beginnen muss.

cheers matloh


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24.09.2010 12:28
avatar  sentry
#47
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Zitat von matloh
Diese Voraussetzungen sind aber nicht davon abhängig, welche Meinung ich von der gerade herrschenden Regierung habe ...
Die Voraussetzung ist nur, dass der künftige Student ein gewisses Grundwissen mitbringen muss damit man im Zuge des Studiums nicht bei Null beginnen muss.



Voraussetzung ist auch die Verfügbarkeit ausreichender Studienplätze für die anströmenden Bewerber ...gestern wie heute. Da hilft die unter Umständen auch ein Superabitur nicht weiter.
Wie das in einer Planwirtschaft so ist, wurde sicher auch hier eingegriffen, in dem man die verfügbaren Studiengänge und die Anzahl der Studiengänge auf die Erfordernisse der Wirtschaft abstimmte. Das dürfte in vielen Fällen natürlich verhindert haben, dass alle ihr Traumfach studieren. Allerdings finde ich das jetzt nicht übermäßig verwerflich.
Ansonsten, wenn wie gesagt die Abiturhürde genommen war, dürften die Behinderungen von politischer Seite nicht mehr so übermäßig gewesen sein, wenn man nun nicht ganz offensichtlich den "Super-Putscher" hat raushängen lassen. Dennoch ist klar, dass auch die politische Einstellung der Studenten kritisch beobachtet wurde...man wollte natürlich Führungskräfte im eigenen Sinne heranziehen und nicht die künftigen Gegner...
Zwischendurch gab natürlich noch die Wehrdienstkeule, die offen oder verdeckt geschwungen wurde. Von einem entwickelten sozialistischen Studenten wurde natürlcih ein dreijähriger Wehrdienst erwartet. Aber letztendlich war auch dies kein Ausschlusskriterium, genau wie der Bildungsweg der Eltern. Auch hier waren in meinem Studiengang bestimmt die Hälfte der Studenten nur die vorgeschriebenen 18 Monate bei der Armee (mich eingeschlossen).
Fazit: Man muss deutlich zwischen massiven und überwindbaren Hürden auf dem DDR-Bildungsweg unterscheiden.


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30.09.2010 10:29
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#48
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Zitat von dieter
[quote="seaman"]

Meine Geschwister waren nach meiner(unser) Republikflucht erstmal zum Studium gesperrt...

seaman



War die von der HVA inszeniert?
Dieter


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20.02.2011 18:48
#49
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Hallo Angelo

Zitat
Lieber Angelo, vielleicht solltest Du Dir mal überlegen, ob man zum Eingang in das Forum nicht mal ein paar Pflichtfelder ausfüllen müßte!!



Ich denke, daß wosch damit Recht hat.
Ein Minimum an Infos wären vielleicht von Nutzen.
Absolute Anonymität ist in so einem Forum fehl am Platz.
Mann will doch wissen, mit wem man sich unterhält.
Da ich selbst Ahnenforschung betreibe würde ich mich gerne
mal mit Ahnenforscher austauschen.


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20.02.2011 19:38 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2011 21:47)
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#50
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Komisches Thema eigentlich! Ich habe Freunde/Bekannte die haben Abitur, sind Lehrer, Ärzte usw. . Letztendlich kommt es doch immer auf den Menschen an!

Bei uns gab es mal einen "Kerl" der hiess Thxxxe, wollte Mathematik studieren nach seinen 3 Jahren, hochintelligent, hat immer zugegeben das er die 3 Jahre wegen seines anschliessenden Studiums macht, ich war "Überzeugungstäter". Nach einem Jahr hab ich die Schn.... voll gehabt, Schluss mit Heroismus!

Thxxxe konnte niemals mehr sein Studium aufnehmen, hat was im Maschinenbau gemacht, hat mich angerufen nach unserer Entlassung - er konnte sich nicht mehr richtig konzentrieren!

Thomas

Bitte keine Klarnamen verwenden edit@Stabsfähnrich


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20.02.2011 21:26
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#51
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Zitat von Unterfeld
- er konnte sich nicht mehr richtig konzentrieren!

Thomas




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21.02.2011 08:43
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#52
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@feliks, die mos´er waren nach kurzer zeit durch den unterschiedlichen schichtrhythmus und die hohe stundenzahl des dienstes schnell fertig mit sich und ihrer umwelt. viele sahen beizeiten aus wie alte männer . dazu kam noch der starke nikotinkonsum und im ausgang der alkohol. nach spätestens 1 1/2 jahren waren die männer verschlissen. monatliche postenzeiten von 260 - 280 stunden waren keine seltenheit. nicht umsonst häuften sich die sogenannten "mos-macken".... und wenn man mitten im wald in der waldsiedlung auf eine angeblich fahrende straßenbahn feuert, war das nur eine der auswirkungen.


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26.02.2011 18:20 (zuletzt bearbeitet: 26.02.2011 18:23)
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#53
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( gelöscht )

Zitat von Angelo
Ich habe gestern in einem Buch gelesen: Kinder, deren Elternteil studiert hat, wurden in der DDR nicht mehr zur Uni zugelassen. Das klingt schrecklich abstrus und ich möchte jetzt wissen, ob das korrekt wieder gegeben wurde.




Das hatte ich in meiner Jugend auch mal so gehört. Das Gerücht? Diese Tatsache? ...hörte ich das erste Mal
hier im Westen innerhalb eines TV-Interviews mit ExDDR Bürgern vor der Wende. Im Westen hat das hier bis
zur Wende eh keinen "normalen" Bundesbürger interessiert.

Gerade wieder eingefallen, das da jemand aus der DDR kam. Die hat auch mal mir gegenüber sowas erzählt
"da (DDR) hies es Akademikerkind, ...so konnte ich in der DDR nicht studieren."
Das nur dazu, das durchaus zumindest solche Behauptungen verbreitet wurden.

Enttäuschend ist hier mal wieder die Reaktion von der "DDR Lobby" im Forum. Statt nun einen Gegenangriff zu starten, reagiert ihr
wieder nur mit "ungläubigen Unverständnis." Gerade in der sozialen Frage hat der Westen extreme Defiziete! Da wäre es auch
Pflicht, mal darauf herumzureiten, wie hoch denn die Zahl der Studierenden aus der Arbeiterklasse im Westen waren - und sind.
Und wieviele aus dem Bürgertum (auch zum Stichwort: Studiengebühren) hier studieren!

Eine andere Frage wäre das nie in den Medien angesprochene Thema "Gab es auch in der DDR innerhalb der Eliten so eine Art
"SOZIALISTISCHES BÜRGERTUM"??? Aber dieses Tabuthema wäre schon fast ein anderer Thread.


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26.02.2011 18:24 (zuletzt bearbeitet: 26.02.2011 18:24)
avatar  GZB1
#54
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Kaum im Forum, legt "Bommelchen" ja mit Volldampf los!!


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26.02.2011 18:42
avatar  Mike59
#55
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Zitat von Bommelmütze2

Zitat von Angelo
Ich habe gestern in einem Buch gelesen: Kinder, deren Elternteil studiert hat, wurden in der DDR nicht mehr zur Uni zugelassen. Das klingt schrecklich abstrus und ich möchte jetzt wissen, ob das korrekt wieder gegeben wurde.




Das hatte ich in meiner Jugend auch mal so gehört. Das Gerücht? Diese Tatsache? ...hörte ich das erste Mal
hier im Westen innerhalb eines TV-Interviews mit ExDDR Bürgern vor der Wende. Im Westen hat das hier bis
zur Wende eh keinen "normalen" Bundesbürger interessiert.

Gerade wieder eingefallen, das da jemand aus der DDR kam. Die hat auch mal mir gegenüber sowas erzählt
"da (DDR) hies es Akademikerkind, ...so konnte ich in der DDR nicht studieren."
Das nur dazu, das durchaus zumindest solche Behauptungen verbreitet wurden.

Enttäuschend ist hier mal wieder die Reaktion von der "DDR Lobby" im Forum. Statt nun einen Gegenangriff zu starten, reagiert ihr
wieder nur mit "ungläubigen Unverständnis." Gerade in der sozialen Frage hat der Westen extreme Defiziete! Da wäre es auch
Pflicht, mal darauf herumzureiten, wie hoch denn die Zahl der Studierenden aus der Arbeiterklasse im Westen waren - und sind.
Und wieviele aus dem Bürgertum (auch zum Stichwort: Studiengebühren) hier studieren!

Eine andere Frage wäre das nie in den Medien angesprochene Thema "Gab es auch in der DDR innerhalb der Eliten so eine Art
"SOZIALISTISCHES BÜRGERTUM"??? Aber dieses Tabuthema wäre schon fast ein anderer Thread.




-----------------------------
Dann mach doch diesen Tread auf
Übrigens ist das Bürgertum ja wohl die Mittelschicht und die gab es sehr wohl - das nun als soz. Bürgertum zu bezeichnen - na von mir aus. Ein ausgeprägtes Spießertum gab es auf jeden Fall. Quer durch alle Schichten.

Mike59


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26.02.2011 21:10 (zuletzt bearbeitet: 26.02.2011 21:11)
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#56
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@ die anderen
Nein,
"Dampf" ist übertrieben. Habe aber die Meinung, das nicht nur in diesen Forum, die allgemeine
Auseinandersetzung eher zur gegenseitigen Phrasendrescherei verkommen ist. Echt langweilig.
Scheint bei unserer dt. Mentalität unangemessen zu sein, sich aus der jeweiligen Fraktion etwas
herauszulösen und eine eigene persönliche Meinung oder Betrachtungsweise zu besitzen.

Wenn wir nur immer wieder die gleichen Sprüche und Phrasen hören wollen, können wir auch gleich ZDF anschauen.

Zitat von Mike59

Dann mach doch diesen Tread auf
Übrigens ist das Bürgertum ja wohl die Mittelschicht und die gab es sehr wohl - das nun als soz. Bürgertum zu bezeichnen - na von mir aus. Ein ausgeprägtes Spießertum gab es auf jeden Fall. Quer durch alle Schichten.

Mike59



Nett von Dir zu hören Mike. Ich hatte nur solch einen Eindruck gewonnen, bei Gesprächen mit ehm. DDR Bürgern. Dazu muss
ich sagen, das der Grundeindruck bei den v o r 1989 erzogenen eher der war, das die weniger arrogant gegenüber den "Unter-
schichten" waren. Allerdings gab es auch wenige echt schockierende Äußerungen von einigen Studenten die in "den Westen
gegangen" sind. Z.B.

"Die Arbeiter in der DDR...die Arbeiter in der DDR, .....also wenn da einer Arzt oder Akademiker war...da hatten die überhaupt
keinen richtigen Respekt vor!"

Da habe ich mir auch gleich gedacht, was sollten die denn tun? Im sogn. Arbeiter und Bauernstaat vor denen auf den Boden
herumkriechen und permanent danken, das es sie gab? Dafür gibt es ja heute die neoliberale BRD!
Nee, echt. Sowas ist in der DDR aufgewachsen. Einen ähnlichen Eindruck hatte ich nochmal bei einer aus OstBerlin. Da saßen
wir so zu fünft um einen grossen Tisch in irgendeinen offentlichen Wartesaal.
Auch fiel mir (west. Unterschichtenangehöriger) auf, in was für Länder die schon alles war und was die zur DDR Zeiten schon so
alles an Besitztümern (Swimmingpool, Ferienhäuser, mehr als 1 Auto) besaßen.
Da habe ich aber bedeutend weniger gut gelebt. Von weiteren Äußerungen entnahm ich, das deren Eltern vermutlich "was waren",
wenn natürlich auch nichts konkretes erzählt wurde. Schon gar nicht gegeüber Wessis.

Auch aus dem sozialistischen Polen, ist mir schon mal ein "Bananenkind" begegnet, die auch schon vor 1989 alles, aber auch
alles, bekommen hatte, was man auch nur irgendwie in einen "Sozialistischen Bruderstaat" auf welche Wege auch immer,
beschaffen bzw. konsumieren konnte.
Mike:
"Ein ausgeprägtes Spießertum gab es auf jeden Fall. Quer durch alle Schichten."

Den Eindruck habe ich auch schon frühzeitig gewonnen. Bevor ich "echte" Bürger aus dem anderen Deutschland erlebt habe, habe
ich auch das meiste der Westmedien von den "fanatisch überzeugten revolutionären DDR Leuten" geglaubt. Aber nicht erst nach
dem gezielten Suchen nach Äußerungen der SED/MfS Mitarbeitern zwingt sich der Eindruch auf, das die Mehrzahl erschreckend
sp......sein konnten. Auch extrem deutsch-bürokratisch. Und, sehr zu meinen Leidwesen, z.B. im NVA Forum, stark unter unter
schrecklicher AKüFi (AbKürzungs Fimmel) leiden. Da ich aus dem Westen komme, weiß ich sotrotz Interesse, oft nicht, was,
die nun wo, wie, meinten (w.d.n.w.w.m.).
Ich habe mir auch mal so Büchern von ExMfs Chefs per Fernleihe entliehen. Mal das eigene Selbstverständnis der "anderen
Seite" so lesen. Also einer kam noch recht gut bei weg, ein anderer fiel mir durch seinen völlig dekandenten Lebenswandel und
seiner unerträglichen, permanente Herablassung und Arroganz gegenüber der Arbeiterklasse auf.
Und sowas war Stellvertreter im MfS.

Aber es stimmt auch, gerade die "neue" Bundesrepublik hat eine Menge an Fehlern. Das sollte dann auch mal angesprochen
werden. Auch mißfiel mir die, ebenfalls einseitige, Darstellung der guten edlen Bundeswehr auf dem NVA Forum.
Das machte mich auch wütend, denn so "edel" und nur "die Freiheit schützen" war die auch nicht.


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26.02.2011 21:34
avatar  Mike59
#57
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@ Bommelmütze2
Ist ein interessanter Beitrag aber offensichtlich voll off Topic.

Vor einem Arzt oder Akademiker sollte man auch heute keinen Respekt haben - hatte ich auch nicht und habe ich heute auch nicht. Respekt kann man nur vor der Leistung eines Menschen haben, egal welche Graduierung. Zumal der Dr. Titel z.Zt. etwas in Verruf gekommen ist.

Mike59


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