Ist es wahr, dass in der DDR Kinder von studierten Eltern NICHT mehr zur Uni zugelassen wurden?

  • Seite 3 von 4
08.04.2010 11:29 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2010 11:31)
avatar  94
#31
avatar
94

_wosch_> Wenn man erst so spät geboren wurde, daß man aus eigenem Erleben bestimmte Dinge nicht mitbekommen hatte, sollte man nicht immer alles bestreiten was ältere Jahrgänge so von sich geben, denn Alter muß nicht immer gleichbedeutend mit "Demenz" sein!!

[Ironie]
Ach wosch, laut den von Dir zur Verfügung gestellten Daten erachte ich es schlichtweg als Frechheit das Du Dich hier als alter Sack aufspielst.
Laut destatis.de ist die Lebenserwartung in Deutschland zur Zeit 77,1 Jahre und davon bist Du heute mit Deinen aktuell 67,53 Lenzen noch meilenweit entfernt!
[einorI]

Ich habe absolute Hochachtung vor dem Alter, zu Geburtstagen gratuliere ich in meinem persönlichen Umfeld erst ab 10% über Ø. Und da mußt Du noch locker 20 Jahre warten *wink*

Schönen Gruß nach Kassel *OhneSchleimyWinkt*

P.S. jetzt ernst gemeint:
Nur von der Form her, Deine Texte sind anstrengend zu lesen. Aber ich muß da ganz ruhig sein. Auch ich benutze ja (aus den selben Gründen?) nicht die Zitatfunktion des Forums.
Also nichts gegen Deine Inhalte, find ich zumindest lesenswert interessant.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
08.04.2010 11:57 (zuletzt bearbeitet: 08.04.2010 11:59)
avatar  ( gelöscht )
#32
avatar
( gelöscht )

Zitat von 94


P.S. jetzt ernst gemeint:
Nur von der Form her, Deine Texte sind anstrengend zu lesen. Aber ich muß da ganz ruhig sein. Auch ich benutze ja (aus den selben Gründen?) nicht die Zitatfunktion des Forums.
Also nichts gegen Deine Inhalte, find ich zumindest lesenswert interessant.



Also nur mal so am Rande: Zum verbitterten "Alten" Mann haben mich hier einige Mitglieder der hiesigen Stasi-Fraktion gemacht, RMR betitelte mich lediglich als "alten" Stänkerer, ich selbst fühle mich dagegen selbst noch wie ein 18jähriger, wobei ich aber bemerken muß, daß einige Dinge nicht mehr so einen großen Stellenwert für mich haben, wenn du verstehst was ich meine! Dafür, daß ich 1942 geboren wurde kann ich persönlich nichts, man nehme mir das bitte nicht für übel!!!
Ansonsten bekommst Du jetzt noch ein paar Extra-Schleimi´s- Winke Winke, in der Hoffnung du nimmst sie als das, wie sie gemeint sind: ebenfals als ein kleines bißchen Ironie!
Schönen Gruß aus Kassel.


 Antworten

 Beitrag melden
03.08.2010 18:22
avatar  moreau
#33
avatar

Das Nichtzulassen zum Studium gab es auch in den 80igern. In meiner Klasse waren 2 Schwestern (Zwillinge) die durften auch nicht, weil ihre Eltern Ärzte waren. Trotz Noten von 1 Komma irgendwas, sie haben notgedrungen Krankenschwestern gelernt, weil sie im medizinischen Bereich machen wollten. . Die Zwei haben erst sehr viel später ihren Doktor bekommen. Sie haben geheiratet.


 Antworten

 Beitrag melden
03.08.2010 19:18
avatar  94
#34
avatar
94

Zitat von moreau
Die Zwei haben erst sehr viel später ihren Doktor bekommen. Sie haben geheiratet.



Ménage à trois?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
03.08.2010 19:23 (zuletzt bearbeitet: 03.08.2010 19:26)
avatar  ( gelöscht )
#35
avatar
( gelöscht )

Zitat von 94

Zitat von moreau
Die Zwei haben erst sehr viel später ihren Doktor bekommen. Sie haben geheiratet.



Ménage à trois?




Sowas kennen wir doch sonst nur von RMR dem P*rn*ritter wie er schon einmal genannt wurde.

Er hätte besser schreiben sollen sie haben je einen Doktor bekommen, dann wäre @94 nicht mit sowas um die Ecke gekommen.

Durch den Verzicht auf deine sonst so geliebten Wikiverlinkung bist ja grad noch einmal ganz knapp an einer Verwarnung nach 4.6 der Forenregeln herumgekommen.


 Antworten

 Beitrag melden
03.08.2010 19:26
avatar  ( gelöscht )
#36
avatar
( gelöscht )

Zitat von Feliks D.

Zitat von 94

Zitat von moreau
Die Zwei haben erst sehr viel später ihren Doktor bekommen. Sie haben geheiratet.



Ménage à trois?




Sowas kennen wir doch sonst nur von RMR dem P*rn*ritter wie er schon einmal genannt wurde.

Er hätte besser schreiben sollen sie haben je einen Doktor bekommen, dann wäre @94 nicht mit sowas um die Ecke gekommen.





Ich hatte es schon so verstanden, daß kein "Flotter Dreier" gemeint war
Schönen Gruß aus Kassel.


 Antworten

 Beitrag melden
03.08.2010 19:45
avatar  94
#37
avatar
94

Flotter Dreier, hä? Ich meinte eigentlich keinen E30/E36 mit albanischen Stammbaum im KfZ-Brief. Ich dachte eher an sowas, wenn ich mal auf ein anderes Forum verlinken darf:
http://forum.gofeminin.de/forum/infidel/...sbeziehung.html

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
23.09.2010 20:59 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2010 21:01)
avatar  matloh
#38
avatar

Zitat von
Studiezulassungen wurden nach anderen Kriterien vorgenommen.


Man brauchte tatsächlich eine Zulassung um studieren zu dürfen?
Ich nehme an, diese Zulassung erfolgte nach rein objektiven Kriterien wie z.B. dem vorhergehenden Erfolg in der Schule?
Wenn man die Zulassung geschafft hatte: Durfte man sich ein Studienfach das den eigenen Neigungen und Interessen entsprach aussuchen?
[/zynismus]

cheers matloh

Edit: Sorry, hab jetzt erst den Kommentar von "schlaudi" gesehen der die Zulassungskriterien bereits genannt hat.

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 00:04 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 00:05)
avatar  seaman
#39
avatar

Zitat von moreau
Das Nichtzulassen zum Studium gab es auch in den 80igern. In meiner Klasse waren 2 Schwestern (Zwillinge) die durften auch nicht, weil ihre Eltern Ärzte waren. Trotz Noten von 1 Komma irgendwas, sie haben notgedrungen Krankenschwestern gelernt, weil sie im medizinischen Bereich machen wollten. . Die Zwei haben erst sehr viel später ihren Doktor bekommen. Sie haben geheiratet.



Meine Geschwister waren nach meiner(unser) Republikflucht erstmal zum Studium gesperrt...

seaman


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 07:03
avatar  ( gelöscht )
#40
avatar
( gelöscht )

Zitat von matloh

Man brauchte tatsächlich eine Zulassung um studieren zu dürfen?



Was findest Du daran schlimm?

Ich weiß ja nicht wie das bei euch in Österreich geregelt ist, aber hier brauchst Du auch heute eine Zulassung um in Deutschland studieren zu können.

Zitat
Wer an einer Hochschule in Deutschland studieren möchte, muss sich um die Zulassung zu einem Studium bemühen. Da sich die staatlichen Hochschulen - im Gegensatz zu den Privaten - ihre Studenten nicht selbst auswählen dürfen, steht Ihnen im Prinzip nach dem Abitur bzw. dem Fachabitur der Zugang zu jeder Hochschule bzw. Fachhochschule offen. Aber eben nur im Prinzip, denn die Zahl der Studienbewerber übersteigt in einigen Fächern regelmäßig jedes Semester die freien Kapazitäten der Hochschulen. Um den Strom der Studierwilligen zu begrenzen und zu steuern, existieren so genannte "Zulassungsbeschränkungen".



Zitat
Zentrale Verteilung über die ZVS

Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) ist eine staatliche Behörde mit Sitz in Dortmund. Ihre Aufgabe ist es, einen Teil der Studienplätze in Deutschland zu vergeben. Die ZVS ist für zwei von fünf Vergabeverfahren zuständig:

1. Das Allgemeine Auswahlverfahren: Dieses Verfahren gilt für diejenigen Fächer, für die es bundesweit mehr Bewerber als freie Studienplätze gibt.
2. Das Verteilungsverfahren: Dieses Verfahren gilt für die Fächer, für die es bundesweit genügend Studienplätze gibt, die Bewerberströme lokal oder regional jedoch unterschiedlich hoch sind. Dieses Verfahren ist jedoch äußerst selten.

Diese beiden Vergabesysteme umfassen etwa 25 Studienfächer und über ein Drittel aller Studienplätze.


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 07:52 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 07:55)
avatar  sentry
#41
avatar

Ist es wahr, dass in der DDR Kinder von studierten Eltern NICHT mehr zur Uni zugelassen wurden?

Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Das sieht man daran, dass einige (mit persönlichen Erfahrungen) behaupten, dass sei absolut richtig, andere wiederum (auch mit persönlichen Erfahrungen) behaupten, dass wäre nicht richtig.

Die Frage lässt sich natürlich auch auf verschiedene Arten interpretieren.

War es grundsätzlich so, dass in der DDR Kinder von studierten Eltern NICHT mehr zur Uni zugelassen wurden?
Hier muss man ganz klar sagen, dass es nicht richtig ist, dass Kinder von studierten Eltern nicht mehr zur Uni zugelassen wurden. Dazu gibt es einfach zu viele Beispiele, die das Gegenteil beweisen - jedenfalls mehr, als dass man von Ausnahmen reden kann.
Ich kann nicht sagen, ob es Perioden gab, wo es tatsächlich grundsätzlich ein Ausschlusskriterium war, ob die Eltern studiert haben. Wenn wir von den 50ern sprechen, mag das sogar sein, denn da hätten die Eltern so um 1910 herum studiert, und ich kann mir gut vorstellen, dass einige Entscheider der frühen DDR verhindern wollten, diese Linien fortzusetzen.

Gab es Fälle, dass in der DDR Kinder von studierten Eltern NICHT mehr zur Uni zugelassen wurden?
Grundsätzlich war es nicht nur in den 50ern sondern auch später so, dass Arbeiterkinder bevorzugt werden sollten. Allerdings war der Begriff des "Arbeiterkindes" weitgespannt. Nur weil man studierte, verlor man nicht automatisch diesen "Arbeiterstatus". Folglich blieben regelmäßig auch Kinder von Studierten Arbeiterkinder... Ich kann mich gut an Diskussionen erinnern, wann man Arbeiterkind im Sinne dieser Bevorzugung war und wann nicht. Allein das zeigt schon, dass zugunsten diverser Berufsgruppen dieser Begriff mit der Zeit aufgeweicht wurde.
Kinder von Studierten wurden ganz sicher häufig abgelehnt. Man müsste allerdings auch hinterfragen, ob das wohl der einzige Grund war. Auch das kann sicher nicht immer ausgeschlossen werden.

Ich persönlich bin nicht gerade ein Verfechter des gelegentlich so hochgelobten Bildungssystems der DDR. Meiner Meinung nach waren die Chancen für den Einzelnen viel zu sehr von der Willkür des Systems und einiger weniger Entscheider abhängig und weniger von der Leistung und Motivation des Kindes. Beispiele wurden hier schon genug genannt (z.B. Rainman).
Interessanter als die Ausgangsfrage dieses threads ist meiner Meinung nach die Zulassung zum Abitur, denn hier wurden eigentlich die Weichen für die Zukunft gestellt. Meine Erfahrung war die, dass man mit der Möglichkeit zum Abitur auch praktisch alle Chancen auf ein anständiges Studium hatte. Natürlich spielte bei einigen Studiengängen die "Linientreue" des Abiturienten eine Rolle. So war das System eben. Aber prinzipiell war man mit dem Abitur über den Berg. Einen Abiturplatz zu ergattern war da schon viel schwieriger und das ist auch der Grund, warum ich das heutige Bildungssystem trotz aller seiner Mängel bevorzuge: Der Schüler hat die Möglichkeit, mit einer ausreichend guten Leistung, den Bildungsweg zu gehen den er möchte.
Wir müssen nicht über den Einfluss des Umfeldes und des Geldes auf diesen Bildungsweg reden. Darüber wissen wir alle Bescheid und auch die beinahe unkontrollierte Flut an ungeeigneten Möchtegern-Abiturienten ist sicher nicht gut für das Bildungssystem. Aber Fakt ist, dass das System dem Schüler keine Steine in den Weg legt wegen seiner Herkunft oder seiner Gesinnung und darauf kommt es an. Einem "bildungsfernen" Elternhaus und einer prekären Lage kann man (theoretisch) entfliehen. Aber wenn deine Regierung entscheidet: "Hier ist Schluss für dich!", hast du keine Chance mehr.

Und nochmal die persönlichen Erfahrungen zur Ausgangsfrage: Meine Eltern haben beide studiert und alle Kinder (mich eingeschlossen) haben ebenfalls eine Hochschule bzw. Uni besucht. Meine Mutter ist übrigens Pastorenkind. In der Verwandtschaft habe ich ähnliche Beispiele.
Unter meinen Komilitonen, soweit ich sie näher kannte, war das Verhältnis Akademikerkind/Oder eben nicht etwa ausgeglichen, denke ich (späte 80er Jahre).


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 08:30
avatar  ( gelöscht )
#42
avatar
( gelöscht )

Zitat von seaman


Meine Geschwister waren nach meiner(unser) Republikflucht erstmal zum Studium gesperrt...

seaman




Kannst du etwas zu den Gründen der Republikflucht, den Ablauf bzw. den Folgen schreiben?
Dieter


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 08:51
avatar  ( gelöscht )
#43
avatar
( gelöscht )

Zitat von sentry
Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. ...

Ich persönlich bin nicht gerade ein Verfechter des gelegentlich so hochgelobten Bildungssystems der DDR. Meiner Meinung nach waren die Chancen für den Einzelnen viel zu sehr von der Willkür des Systems und einiger weniger Entscheider abhängig und weniger von der Leistung und Motivation des Kindes.




Was mich hier in Norwegen als erstes doch in Erstaunen setzte, war die Situation im Bildungswesen. Allein das Verhältnis Lehrer : Schüler und ältere Generation. Kurzum: Der Umgang miteinander. Na und dann entdeckte ich dann noch den Begriff Polytechnik.Obs? Durchfragen war angesagt. Und siehe da. Ein Großteil der norwegischen Lehrer (jetzt bereits im entsprechenden Alter!) hat in der DDR Pädagogik studiert. Wesentliche Elemente des Bildungssystems wurden übernommen und landespezifisch modifiziert. So gibt es heute (immer noch) Stoffverteilungspläne, Bildungs- und Erziehungsziele usw. usf. Kommt einem dann doch schon -auch mit zeitlichem Abstand - bekannt vor. Im Gespräch wurde ich dann einmal gefragt, weshalb denn immer noch das dreigliedrige Schulwesen in Deutschland praktiziert wird? Hier schätzt man ein, daß dieses "Auslaufmodell" doch bereits seit Ende der 70er OUT war. Läßt Pisa vielleicht grüßen?


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 10:35 (zuletzt bearbeitet: 24.09.2010 10:36)
avatar  sentry
#44
avatar

Zitat von Norweger
Ein Großteil der norwegischen Lehrer (jetzt bereits im entsprechenden Alter!) hat in der DDR Pädagogik studiert. Wesentliche Elemente des Bildungssystems wurden übernommen und landespezifisch modifiziert.



Ok, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Ich kritisiere nicht das Bildungssystem der DDR hinsichtlich seiner Methodik und seines Erfolgs. Dazu bin ich auch gar nicht in der Lage, denn ich verstehe nicht allzu viel davon. Fakt ist aber, dass der Ossi bei weitem nicht dümmer aus der Schule gekommen ist als der Wessi. Vielleicht wären wir bei PISA-Tests sogar besser weggekommen als der heutige Grund- oder Hauptschüler - keine Ahnung.
Ich denke Art und Umfang der Bildung gingen schon in Ordnung - bis auf die ideologisch bedingten Über- und Unterbewertungen z.B. von geschichtlichen Themen.

Ich habe das System lediglich hinsichtlich seiner Chancengleichheit und Gewichtung der Leistungsfähigkeit des Einzelnen kritisiert, denn hier wurde meiner Meinung nach unzulässig die Entwicklung Vieler blockiert. Im Grunde kritisiere ich nicht das Bildungssystem, sondern die Auswirkungen des Systems "Sozialismus" oder meinetwegen "DDR" auf die Bildung.


 Antworten

 Beitrag melden
24.09.2010 10:43
avatar  ( gelöscht )
#45
avatar
( gelöscht )

Leider gab es aber auch genug Fälle,wo Leute zum Studium zugelassen wurden,die nicht das geistige Rüstzeug besassen.In meiner Klasse wurde einer durch das Abi gelotst,weil er sich zu 25 Jahren verpflichtet hat.Aus eigener Kraft hätte er das nie geschafft.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!