Verletzte Soldaten der Westalliierten in der DDR

04.04.2010 20:03
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Liebe Forumfreunde,

als Student der Medizinischen Akademie Magdeburg (Alma mater magdeburgensis) erlebte ich im Jahr 1984 folgendes:

Auf der A 2, nahe Magdeburg, hatte es einen schweren Verkehrsunfall gegeben, bei dem mehere Soldaten der Alliierten Streitkräfte aus Frankreich und Großbritannien schwer verletzt worden sind.
Gemäß entsprechender Abkommen sind die Verletzten in der Klinik für Chirurgie der MAM erstversorgt und auf deren Wachstation betreut worden.
Einem Aufruf gemäß an Studenten der klinischen Semester habe ich mich freiwillig zur Nachtwache auf der betroffenen Sation gemeldet.
Wir betreuten die Verletzten 1 : 1, d.h. eine Pflegeperson pro verletzter Person.
Es waren nach meiner Erinnerung junge Franzosen und Briten, die in Westdeutschland eine Schießübung absolviert hatten und danach nach Westberlin in ihre Standorte zurückkehren sollten.
Wir verstanden uns entsprechend ihrer Situation gut, sie waren sehr dankbar für die ihrerseits unerwartet herzliche Fürsorge in der DDR.
Gegen Mitternacht kam ein sehr hoher Französischer General, besuchte die Verletzten und dankte jedem der Studenten mit Handschlag für ihren Einsatz vor Ort.
Am nächsten Tag wurden alle Betroffenen in ein Lazarett nach Westdeutschland verlegt.
In allen Vorlesungen im Fach "Allgemeine und Spezielle Chirurgie" der darauffolgenden Woche dankte Herr Prof. Dr.sc.med. H...., Der Direktor der Cirurgischen Klinik, den eingesetzten Studenten für ihren Einsatz und Beitrag zur Völkerverständigung, öffentlich!!!

Kennt jemand ähnliche Ereignisse?


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