Buchenwald nach 1945

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04.11.2012 20:28
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#331
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Sorgen können hier einige haben!


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16.11.2012 00:51 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2012 00:52)
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#332
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War der Besuch eines Konzentrationslagers eigentlich für jeden DDR-Schüler eine Pflichtveranstaltung?
Habe davon mal gehört, dass dies zum Unterrichtsthema im Fach Staatskunde gehört haben soll...
Ich BRD-ler jedenfalls, habe 1988 im Rahmen meiner DDR-Schulfahrt die Konzentrationslager Mahn-und Gedenkstätte Buchenwald besucht, und war mit meinen damaligen 19 Jahren sehr erschüttert über die Nazi-Greueltaten im Film in der Ausstellung dort und über die Resträumlichkeiten der "medizinischen Bereiche" dort, den Räumen, in denen die Nazis vor ca. 75 Jahren medizinische Experimente an lebenden Häftlingen durchgeführt haben. Die Häftlings-Baracken waren 1988 nicht mehr zu sehen, da waren an den Standorten mit Kantsteinen eingefriedete Rechtecke, die mit schwarzem Schotter aufgefüllt waren. Somit waren Anzahl und Standorte dieser Baracken schematisch auf'm Boden markiert. Den Schwur der Überlebenden "Nie mehr Faschismus" in Zettelform habe ich heute noch, ebenso den Farbprospekt und die Eintrittskarte, alles im Fotoalbum eingeklebt.
Sollte übrigens auch heute noch zu jedem Schüler in der Schule im Geschichtsunterricht gehören, ein Besuch einer Konzentrationslager-Mahn-und Gedenkstätte, man darf nicht vergessen.....


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16.11.2012 07:37 (zuletzt bearbeitet: 16.11.2012 07:39)
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#333
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Pflicht würde ich es nicht unbedingt nennen,eher schon Standart.Jedoch war es nicht im Staatsbürgerkundeunterricht.
Wir waren zum Beispiel in der 8.Klasse in Vorbereitung auf Jungendweihe in Sachsenhausen (Oranienburg/nördlich von Berlin).Ich empfand es als schockierend und insofern lehrreich,zu was Menschen in der Lage sind,wenn sie einem Glauben (bzw. einer politischen Überzeugung) folgen.Wobei ich mich nicht mehr erinnern kann,ob man uns damals auch etwas über die Nachkriegsnutzung erzählte(und jetzt bitte keine Diskussionen wegen der Nachkriegsnutzung,es ist in vielen Büchern nachlesbar).


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16.11.2012 08:05
avatar  Pit 59
#334
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jetzt bitte keine Diskussionen wegen der Nachkriegsnutzung,es ist in vielen Büchern nachlesbar).@Vogtlander

Das ist aber nun einmal das Thema,oder etwa nicht ? Es ist alles in Büchern nachlesbar . Das Forum ist aber dafür da,um darüber zu Diskutieren,oder etwa auch nicht ?


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16.11.2012 11:47
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#335
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Zum Diskutieren ist das Forum da,da hast Du recht Pit.Nur schau mal etwas weiter hoch auf dieser Seite und auf vorhergehende dazu.Da wurde die Nachkriegsnutzung in meinen Augen schon recht ausführlich diskutiert.Mit dem Endergebnissen von Sturheit,Untersstellungen und Beleidigungen.Und auf diese 3 Dinge hab ich in diesem Forum keine Lust mehr.Ich denke mal,Du verstehst,was ich meine,auch wenn ich mich durchaus missverständlich ausdrücken tu desöfteren.


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02.04.2015 22:59 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2015 23:02)
avatar  Mike59
#336
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Speziell ein Beitrag für @Gert .

[url]http://www.lzt-thueringen.de/files/merikverwaltung.pdf[/url] Seite 3!
KZ Buchenwald wurde am 12.04.45 an die amerikanischen Streitkräfte übergeben, nachdem es am 11.04.45 durch das Lagerkomitee übernommen wurde.
Die am 11.04.45 vorhandenen ca. 120 Man Wachmannschaft wurden durch das "kommunistisch" geführte Lagerkomitee mit Waffengewalt eliminiert.
Am 12.04.1945 wurde das Lager mit allen Insassen an die amerikanischen Streitkräfte übergeben. Wohl wissend das eine Entlassung aller Insassen nicht Problemlos ist.


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03.04.2015 11:25
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#337
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Zitat von Mike59 im Beitrag #336
Speziell ein Beitrag für @Gert .

[url]http://www.lzt-thueringen.de/files/merikverwaltung.pdf[/url] Seite 3!
KZ Buchenwald wurde am 12.04.45 an die amerikanischen Streitkräfte übergeben, nachdem es am 11.04.45 durch das Lagerkomitee übernommen wurde.
Die am 11.04.45 vorhandenen ca. 120 Man Wachmannschaft wurden durch das "kommunistisch" geführte Lagerkomitee mit Waffengewalt eliminiert.
Am 12.04.1945 wurde das Lager mit allen Insassen an die amerikanischen Streitkräfte übergeben. Wohl wissend das eine Entlassung aller Insassen nicht Problemlos ist.


ist mir alles bekannt. Habe vor einigen Tagen die Neuverfilmung des Buches "Nackt unter Wölfen" gesehen. Wirkt schon etwas anders als de rFilm von vor 50 Jahren, den ich auch gesehen habe. Da war der Einfluss der Kommunisten und ihre permanente Neigung zur Heroisierung noch stark spürbar.
Sowohl in dem Film als auch in anderen Dokus vermerkt war die gesamte SS-Wachmannschaft kurz zuvor geflohen. Insofern hatte der "Aufstand"
eher symbolische Bedeutung. Ich möchte ihn damit nicht herabwürdigen aber ich sehe es so als Faktum.
Ich habe mal gegoogelt, was aus der SS Wachmannschaft geworden ist. Es sind zuviele in ihren Betten Jahrzehnte später gestorben.
Es sind aber auch eine ganze Menge gehängt worden, davon auffallend viele in Warschau. Einige auch von US Henkern in Dachau.


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03.04.2015 13:26 (zuletzt bearbeitet: 03.04.2015 13:27)
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#338
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Buchenwald war für jeden DDR Bürger ein Begriff. Mit der Schulklasse und dem Kinderheim war ich zusammen 3x da. Natürlich war der Film „Nackt unter Wölfen“ damals Pflicht. Mich hatte dieser Film stark beeindruckt. In der DDR war es logisch nicht verwunderlich das in erster Linie Kommunisten in Buchenwald waren. Das gerade sie es in der Mehrzahl waren die zu den Aufsehern gute Kontakte pflegten und an der Zusammenstellung der Transportlisten beteiligt waren, war genauso ein Tabu Thema ,wie das Lagerbordell, und die Nutzung des KZ Buchenwald nach 1945. Für die Nazis war die Zusammenarbeit mit den Kommunisten das kleinere Übel als mit Juden, Berufsverbrechern, Homosexuellen, Bibelforschern, oder so genannten Zigeunern. Klar ist es zu verstehen dass die Kommunisten hauptsächlich ihre Genossen schützten. Trotzdem kann man nicht die Tatsache leugnen dass sie auch mit ihren Schergen zusammengearbeitet haben und dadurch Mitschuld auf sich geladen haben. Die Befreiung durch die Kommunistischen Häftlinge wurde aufgebauscht dargestellt. Tatsache, erst nach der Flucht der SS übernahmen Häftlinge das Kommando, Ordnung und Verwaltung. Mag sein das der Lagerwiderstand durch ihren Widerstand und eingreifen zum Schluss vielen das Leben retteten, in der DDR wurde ihre Rolle jedoch zu positiv dargestellt. Widerstandskämpfe waren zu DDR Zeiten fast ausschließlich Kommunisten. Namen wie Gördeler wurden nicht erwähnt.


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03.04.2015 13:31 (zuletzt bearbeitet: 03.04.2015 13:33)
#339
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1945 bis 1950 - Gedenkstätte Buchenwald

www.buchenwald.de/73/


gruß maxhelmut


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03.04.2015 13:32
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#340
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Darüber ist so viel geschrieben oder erzählt worden und trotzdem können wir als Außenstehende die dramatische Situationen nicht nachempfinden. Alles was wir uns Vorstellen ist Spekulation auf Grund von hören sagen.

Das ist genau wie mit der Grenze. Wer nicht mindestens einige Zeit am Kanten gedient hat, kann sich davon kein richtiges Bild machen, egal wie viele Zeitzeugenberichte er liest oder hört.

Bestimmte Dinge muss man selbst erleben um sie realistisch einschätzen zu können.

Der Hesselfuchs


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03.04.2015 14:03
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#341
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[quote=Merlini|p461763]
Bestimmte Dinge muss man selbst erleben um sie realistisch einschätzen zu können.

Das ist richtig als Außenstehender ist es leichter zu verurteilen. Und doch Fakten sind Fakten ob nun Zusammenarbeit von Kommunisten mit der Lagerleitung in Buchenwald ,oder SM70 und Minen an der Grenze. Ich bin froh nicht da und nicht da gewesen zu sein. Wahrscheinlich hätte ich mich für mein Überleben entschieden und zur Not mit dem Teufel ein Abkommen gemacht. Mut hin Mut her in mancher Situation ist das Hemd näher wie die Hose.


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03.04.2015 14:15
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#342
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Hallo turtle, ich wollte das Eine auch nicht mit dem Anderen Vergleichen. Die Geschichten stehen losgelöst von einander und sind nicht vergleichbar.

Der Hesselfuchs


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03.04.2015 17:05
avatar  Mike59
#343
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Zitat von turtle im Beitrag #338
Buchenwald war für jeden DDR Bürger ein Begriff. .....
...Die Befreiung durch die Kommunistischen Häftlinge wurde aufgebauscht dargestellt. ...


Alter Hut - klappern gehört halt zum Handwerk!


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