"Wir waren doch keine schießwütigen Killer"

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30.01.2010 00:09 (zuletzt bearbeitet: 30.01.2010 09:38)
#31
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Zitat von Theo85/2

Zitat von Theo85/2

Zitat von glasi
hallo. ich glaube euch allen das ihr keine schießwütigen grenzer wart. nur hatte mann vor der wende denn eindruck. boahh! was für a..............! soory! so war es in denn 80. in wahrta wurde mann gefiltzt und angemufft und an der grünen grenze wenn mann freundlich gewunken oder gegrüßt gab es keine antwort. ich wußte ja nicht das das bestraft worden wäre. und ich dachte immer das nur die hardliner an der grenze waren. das das viele jungs waren die vom anderen ende der ddr kammen und lieber bei frau und kinder wären wußte ich nicht. und das wußten viele nicht in der brd. und so wird ein feindbild aufgebaut. die medien geben dann denn rest dazu. nach der grenzöffnung zerviel das alles. und auch der mann vom mfs der am güst stand konnte lächeln. ich denke mal niemanden ist es leicht gefallen so kalt an der grenze zusein. aber befehl ist befehl. gott sei dank hat das ein ende und ich sehe alles mit anderen augen.lg glasi





Danke für diese Worte
Theo



:::::::::::::tHEO::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Glasi ich gebe Dir vollkommend Recht in deinen Ausführungen hier.


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30.01.2010 00:13
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#32
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HI Rostocker
haste schon die anderen Texte vergessen?
Na dann versteh ich die welt auch nicht mehr


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30.01.2010 10:40 (zuletzt bearbeitet: 30.01.2010 11:52)
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#33
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Zitat von S51
Im Frühsommer 1983 oder 1984 (so ganz sicher bin ich mir beim Datum nicht) hat es ein sowjetischer Deserteur mit Waffe bis in die Sperrzone zwischen Elend und Sorge geschafft. Hat einen Pkw samt Fahrer als Geisel genommen (ohne zu schießen), sich dorthin fahren lassen und ist dann allein weiter. Bei uns liefen in der Zeit Gerüchte ein wie "Bus mit Kindern als Geisel genommen" und ähnliche Sachen.
Na, jedenfalls ist er dann weiter, während bei uns alles rund lief und inkl. III. GB die Absperrungen aufgebaut wurden. In einem Waldstück zwischen Elend und Sorge sind sie zum ersten Mal aneinander gekommen. Er hat einige Schüsse abgegeben aber niemanden getroffen. Von uns hat niemand geschossen, weil keiner was gesehen hat.
Nun wurde alles abgeriegelt aber nicht mehr vorgerückt bis die Freunde mit ihren Leuten gekommen sind. Die haben dann Suchstreifen gebildet mit GAK an den Rändern zur Einweisung. Bereits die erste Schützenlinie hatte Kontakt. Danach hatte er noch 47 Schuß bei sich, die er aber nicht mehr brauchte.
Ich war bei der Abriegelung dabei und hatte bei dieser Gelegenheit tatsächlich die Kaschi im Anschlag und einsatzbereit. Gebraucht habe ich sie nicht. Mein Suchstreifen wäre erst der Zweite gewesen.
Außer dem Deserteur ist, soweit mir bekannt, niemandem was passiert. Allerdings haben wir nicht erfahren, wie es bei den Freunden aussah, denn er hat insgesamt zwei- oder dreimal mit Feuerstößen gegengehalten.
Das war der einzige Fall, wo ich meine Kaschi außerhalb des Schießstandes feuerbereit und im Anschlag hatte.



Hallo zusammen,

@S51 -> Die Aktion mit den Suchlinien zwischen Sorge und Elend war im Mai oder Juni 84, ich war in den Suchlinien dabei. Allerdings sollten wir diese Ereigniss erstmal bei einem Bier diskutieren und dann Chaymos mit einbeziehen. Ich bin mir fast zu achtzig Prozent sicher, daß Du hier zwei Ereignisse vermischst. Bei der Suche in Linien hatte ich meine normale Mütze = Schiffchen (oder wie auch immer das Ding heißt) dabei und keine Seitengewehr. Der Russe kam später und da war auch die Ausrüstung anders -> Seitengewehr und Helm. Die Suche im Frühjahr 84 habe ich eher als "Event" in Erinnerung. Die Geweihstange die ich damals gefunden habe, habe ich mit meinem Staffelführer getauscht. Damit hatte der zwei zusammengehörige Stangen. Meine getauschte Stange habe ich heut noch.

Richtig ist allerdings, bei beiden Suchen waren viele Leute (event. das ganze Regiment, mindestens aber das 2. und 3. GB)unterwegs und in beiden Fällen die Waffen oft im Anschlag.

Zum eigentlichen Thema. Auch wenn sich kaum einer um den Dienst gerissen hat.
Es gab vor jedem Grenzdienst (und wenn es nur Hundefüttern war) eine Befehlsausgabe mit "Vergatterung" und der Befehl war eindeutig -> Verhinderung eines Grenzdurchbruches mit allen Mitteln. Auch mit Einsatz der Schusswaffe - der Einsatz war allerdings reglementiert -> nicht "auf dem Anschein nach" - und das ist wichtig und wird immer vergessen - Frauen, Kinder und Jugendliche.
Das ist ein Befehl und daran gab es nichts zu rütteln.

Die Umsetzung durch den einzelnen ist eine andere Sache.

Darum "schießwütig" -> eindeutig Nein.

Und Killer ist eine Aufputschung durch die Medien.
Ausgehend von der sachlich richtigen Aussage -> Alle Soldaten sind (potentielle) Mörder - Kurt Tucholsky und Karl von Ossietzky.

Dies gilt übrigens für alle Angehörigen von Armeen etc. -> Ost, West, Nord, Süd.
Und wenn die normalen Soldaten schön Mörder sind, dann sind die Angehörigen von GT mindestens Killer.
Alles alter Kaffee und das in einem Land mit allgemeiner Wehrpflicht.

Und für alle die es immer noch nicht glauben -> Verhinderung lautete die Aufgabe, nicht: Knallt sie alle ab.

Gruß
Rotti


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30.01.2010 12:40
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#34
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Hallo, Rotti,

deine letzten Sätze kann ich zu 100% unterschreiben !


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30.01.2010 14:20
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#35
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Schießwütige Killer waren wir definitiv nicht.Das möchte ich keinem ehem.Grenzer unterstellen.
Es gab aber Grenzer,nennen wir es mal so,die sehr eifrig bei der Sache waren,linientreu und überzeugt vom Staat DDR und die Waffe schneller in Anwendung gebracht hätten/brachten als eben andere Ex-Grenzer.
Es gab also sehr motivierte und "unmotivierte" Grenzer.
Ich persönlich hatte nie eine Waffe im Anschlag,selbst dann nicht,als auf dem Kolonnenweg ein Bauer mit dem Fahrrad daher kam und ich mit meinem Posten dachte,wir sehen nicht richtig.
Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

Grß ek40


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31.01.2010 20:58
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#36
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Hallo Grenzer,wer war schon schießwütig,war doch arbeit,Waffe reinigen(Berichte mussten wir noch nicht schreiben,eine Meldung an den Führungspunkt hatte gereicht.P.S. da kam mal so ein Hubschrauber mit 2.Mann rüber
also gute 300m und Bilder Bilder.Ich an das Grenzmeldenetz ,,Luft durchgegeben der Was issen Zoll Hubschrauber
in unser Gebiet da und dort,Frage soll ich den abschießen,er nein nur erschrecken.Ich Waffe hoch ,durchgeladen,Hubschrauber
gewackelt und drüben war er,,das war doch nur gerecht.
Kein Schuss gefallen,nur Gelächter.
Gruß Greso


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31.01.2010 21:02
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#37
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Zitat von Greso
Hallo Grenzer,wer war schon schießwütig,war doch arbeit,Waffe reinigen(Berichte mussten wir noch nicht schreiben,eine Meldung an den Führungspunkt hatte gereicht.P.S. da kam mal so ein Hubschrauber mit 2.Mann rüber
also gute 300m und Bilder Bilder.Ich an das Grenzmeldenetz ,,Luft durchgegeben der Was issen Zoll Hubschrauber
in unser Gebiet da und dort,Frage soll ich den abschießen,er nein nur erschrecken.Ich Waffe hoch ,durchgeladen,Hubschrauber
gewackelt und drüben war er,,das war doch nur gerecht.
Kein Schuss gefallen,nur Gelächter.
Gruß Greso





ach..... hubschrauber hatte der Zoll auch?


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31.01.2010 21:26
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#38
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Zitat von exgakl

Zitat von Greso
Hallo Grenzer,wer war schon schießwütig,war doch arbeit,Waffe reinigen(Berichte mussten wir noch nicht schreiben,eine Meldung an den Führungspunkt hatte gereicht.P.S. da kam mal so ein Hubschrauber mit 2.Mann rüber
also gute 300m und Bilder Bilder.Ich an das Grenzmeldenetz ,,Luft durchgegeben der Was issen Zoll Hubschrauber
in unser Gebiet da und dort,Frage soll ich den abschießen,er nein nur erschrecken.Ich Waffe hoch ,durchgeladen,Hubschrauber
gewackelt und drüben war er,,das war doch nur gerecht.
Kein Schuss gefallen,nur Gelächter.
Gruß Greso


ach..... hubschrauber hatte der Zoll auch?




Könnten auch Bild Reporter gewesen sein? Gab es die damals schon???
Greso


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31.01.2010 21:36
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#39
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Ich habe oft geschossen abe nie das Getroffen was ich sollte.

Ein echter Grenzer.
Gruß Greso


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31.01.2010 23:22 (zuletzt bearbeitet: 31.01.2010 23:26)
#40
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Ich weiß nicht, ob man bei solchen ernsten Themen mal einfach eine aus dem Leben gegriffene Geschichte zur Auflockerung reinwerfen darf. Also mache ich es einfach und sehe mal, ob es geht.

Frühjahr 1982 - Im Bezirk Leipzig findet eine Mobilmachungsübung statt. Ein Reserveregiment wird durch Einberufung aufgestellt. Dazu werden die Kommandeure und Stäbe bis zur Division formiert. Als Kompaniechefs werden auch zum Teil Reserveoffiziere eingezogen. Als Zugführer fungieren weitestgehend Offiziersschüler des 3. Lehrjahrs. Darunter war ich, der ich mit einer Busladung von uns aus Plauen herangekarrt worden war. Vom Befehl über die Ausgabe der Einberufungen bis zum Beginn des Marsches vergehen 46 Stunden (Normzeit war 48 Stunden). Wir waren mit den uralten SPW 152 ausgerüstet. Die Kompanie verfügte über 7 Stück (3 Züge a 2 - jeweils für 1 1/2 Gruppen - und der Kompanietrupp mit dem Kompnaiechef). Die Dinger hatten 10 oder 15 Jahre in der Konservierung gestanden und nun mussten sie von Null auf na sagen wir 50 km/h (ich bin mal mit einem von den Dinger mehr als 70 gefahren - alter Schwede, danach brauchst Du keine Gruselfilme mehr für die nächsten 10 Jahre - aber das nur nebenbei). Das Regiment erreichte den befohlenen Bereitstellungsraum in der befohlenen Zeit, weil ein Teil der "Eisenschweine", wie die SPW 152 liebevoll genannt wurden, den anderen Tei abschleppte.

Im Rahmen der Schießausbildung während dieser Übung mit dem Schießen aller möglichen Schulübungen wurde auch mit dem Maschinengewehr des Eisenschweins (7,62 mm sMG) geschossen. Als Leiter des Abschnitts und gleichzeitig Ausbilder wurde ausgerechnet einer von uns Offiziersschülern der GT eingesetzt. Wir hatten eigentlich von diesen Dingern keine Ahnung. Aber der von uns eingesetzte Mann machte seine Sache ganz gut. Die Schießergebnisse der Reservisten waren auch sehr gut. Doch dann, am Ende des Schießens, war noch ein Gurt Munition übrig. Und das Schießen war noch freigegeben. Und er hatte ja selbst noch nie mit so einem sMG geschossen. Und als Leiter des Abschnitts konnte er sich ja selbst den Befehl geben ... Er stieg auf den SPW, legte den Gurt ein, löste die Zurrung des Maschinengewehrs. Normalerweise heißt es bei dieser Waffe: Zielen, zurren, schießen. Ohne Zurrung hat man keine richtige Gewalt über die Waffe. Man streut einfach ins Blaue. Aber das macht den meisten Spaß. Er ließ also das MG bewusst ungezurrt und ballerte den Gurt raus. Die kleinen Erdfontänen der Einschüsse spritzten über den ganzen Platz hoch. Kurz davor war gerade der Divisionskommandeur auf dem "Kommandohügel" angekommen. Und der sah das. Er packte den Kompaniechef, einem aktiven Offizier, am Arm, zeigte auf den Schießstand SPW und rief aufgeregt: "Leutnant, Leutnant! Was ist denn DAS?" Der Leutnant sah kurz hin. Und dann kam der Legende nach die Antwort: "Genosse Oberst, das ist ein Grenzer!" Es heißt in der Legende weiter, dass der Oberst nur kurz nickte, sich entspannte und keine weiteren Maßnahmen ergriff.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach glaubwürdig, da ich sowohl den Offiziersschüler kannte, als auch während der Übung den Leutnant und den Oberst kennengelernt hatte. Es ging bei solchen Übungen immer etwas entspannter zu. Ich zum Beispiel war bei diesem Schießen verantwortlich für den Abschnitt Panzerbüchse. Als ich mich in einer kurzen Pause nach den Stapeln mit Munitionskisten umdrehte stockte mir der Atem. Wir schossen zwar nur die sogenannten "Gipskopfgranaten", also Granaten ohne scharfe Hohlladung, aber die Treibsätze waren echt. Und genau am Kistenstapel mit den Starttreibladungen lehnte ein Typ in Felddienstuniform und rauchte. Ich sprang auf, lief auf ihn zu und begann auf etwa 100 Meter, meine Meinung zu diesem Verhalten darzulegen. Während ich auf ihn zulief und aus voller Kehle brüllte, wurde ich stutzig. Je näher ich kam, desto bekannter kam mir der Typ vor. Ein paar Meter vor ihm blieb ich stehen, machte eine kurze Grußerweisung und endete meine Tirade: "Genosse Oberst, das geht so nicht." Es war der Regimentskommandeur, der sich am falschen Platz eine Entspannung gönnen wollte. Er trat auch sofort die Zigarette ordentlich aus und murmelte zerknirscht: "Ist schon gut, schon gut. Hast ja recht."

Für diese Geschichte verbürge ich mich. Sie ergänzt die über den schießwütigen Grenzer um ein Stück der selbsterlebten Atmosphäre dieser Übung.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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31.01.2010 23:22
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Zitat von Greso


Ich habe oft geschossen abe nie das Getroffen was ich sollte.

Ein echter Grenzer.
Gruß Greso



Ich gehe einfach mal davon aus, das Du wohl momentan unter irgendwelchen den Geist berauschenden Mitteln stehst.... sollte das aber nicht der Fall sein.... um so schlimmer


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01.02.2010 00:09
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S51

Also einige Sachen möchte ich schon voneinander trennen:
1. Ich habe früher gerne geschossen und tu das auch heute noch. Auf dem Schießstand und worauf ich ziele, das treffe ich auch. Heute wie damals. Doch tu ich so etwas dort, wo ich damit keinen Schaden anrichten kann.
2. An der Grenze waren meine Waffen so etwas wie ein Arbeitsgerät und meine Lebensversicherung. Weil damit auch Schaden angerichtet werden konnte, gab es für ihren Einsatz strikte Regeln. Grenzgesetz, Dienstvorschriften primär, ganz private Regeln sekundär. Wenn es der dumme Zufall gewollt hätte - na gut aber letzten Endes wäre es meine Entscheidung gewesen. Die muss vor einem selbst bestehen können. Jedoch aus Gaudi, mieser Laune oder ähnlich hohlen Gründen auf den Abzug drücken? Nein. Ist die Kugel aus dem Lauf, hält auch der Teufel sie nicht auf. Das ist ein altes Sprichwort. Waffen zu führen bedeutet auch bewußt Verantwortung zu tragen. Und da war und ist es mir egal (deshalb bin ich auch eher ein guter Spezialist als ein guter Soldat in der Linie), ob mir irgend wer sagt "Feuer". Diese Entscheidung treffe nur ich für mich.
3. Auch heute gibt es zum Beispiel bei Polzens, freilich aus etwas anderen Gründen, die Grundregel, auf dem Stand nicht zu gut zu treffen. Dann ist es leichter, sich bei einem Fehlschuss heraus zu reden (bzw. heutzutage bei einem ungewollten Treffer). Nach dem Motto "Seht ich bin kein so guter Schütze, das habe ich nicht gewollt...!". Am Kanten in der Ausbildung haben es viele Grenzer sehr ähnlich gehandhabt. Gerade man so erfüllt und immer mal einen groben Fehlschuß und schon wäre es bei einer späteren Untersuchung viel leichter gewesen, den mehr oder weniger gebauten Mist mit eigenem Unvermögen zu entschuldigen. Nicht nur Greso hat (offensichtlich) so gehandelt, sondern sehr viele. Das ist auch eine Art, mit diesem Problem klar zu kommen und nicht unbedingt die Schlechteste.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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01.02.2010 00:15
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Zitat von Greso


Ich habe oft geschossen abe nie das Getroffen was ich sollte.

Ein echter Grenzer.
Gruß Greso


Chucky? Bist Du das?
-Th


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01.02.2010 00:21
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S51

Zitat von CaptnDelta

Zitat von Greso


Ich habe oft geschossen abe nie das Getroffen was ich sollte.

Ein echter Grenzer.
Gruß Greso


Chucky? Bist Du das?
-Th




Auf die Idee bin ich nicht gekommen. Wären das dann nicht zu viele Worte?

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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01.02.2010 20:01
avatar  Greso
#45
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Zitat von exgakl

Zitat von Greso

Ich habe oft geschossen abe nie das Getroffen was ich sollte.

Ein echter Grenzer.
Gruß Greso


Ich gehe einfach mal davon aus, das Du wohl momentan unter irgendwelchen den Geist berauschenden Mitteln stehst.... sollte das aber nicht der Fall sein.... um so schlimmer




Keine Drogen und kein Alkohol!!!!
Aber erst mal überlegen und danach handeln!!!!

und nicht gleich beleidigen..
Greso


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