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#1

Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 16:50
von Augenzeuge (gelöscht)
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Habe mal wieder eine spannende Flucht-Story für euch. Und hier ist nichts erfunden!

Die Flucht mit dem Fahrgastschiff “Friedrich Wolf”

Eine der spektakulärsten Fluchten war die mit dem Ausflugsdampfer „Friedrich Wolf“ am 8. Juni 1962. Die „Friedrich Wolf“ war das modernste Schiff der „weißen Flotte“. Nach einer Rundfahrt für die Beschäftigten des Hufelandkrankenhauses in Buch legte es am 7. Juni 1962 an der Dampferanlegestelle in Treptow an. Für die nächsten Tage waren Überholungsarbeiten vorgesehen, deshalb stießen zu den sechs Mannschaftsmitgliedern noch zwei Monteure aus Magdeburg und ein Lehrling.
Schließlich kamen noch weitere Personen zu einem Umtrunk an Bord, in dessen Verlauf sich der Kapitän und der 1. Maschinist schlafen legten.

Nachdem ein Teil der Gäste das Schiff wieder verlassen hatte, kamen die Angehörigen der Fluchtwilligen an Bord. Um 5 Uhr in der Früh drangen 4 Männer in die Kabine des Kapitäns ein, fesselten ihn, starteten das Schiff und nahmen Kurs auf den Osthafen. Normalerweise war die Zufahrt zum Osthafen gesperrt, da er im Grenzgebiet lag. Hier sollten neue Transformatoren mittels Kran aufgenommen werden. Deshalb hatte man für diese Fahrt eine Sondergenehmigung.

Unter der S-Bahnbrücke wurde es zunächst von einem Grenzboot gestoppt. Deren Besatzung kontrollierte die Genehmigung und erlaubte die Durchfahrt. Es fährt allerdings backbordseitig, entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des Schiffes. So setzte die „Friedrich Wolf“ ihre Fahrt langsam fort, um dann plötzlich zu beschleunigen und zur Einmündung des Landwehrkanals links abzubiegen, der zu Kreuzberg gehört. (siehe Plan)

Das Polizeiboot wendet und jagt der „Friedrich Wolf“ hinterher. Der Schütze feuert aus dem MPI. Doch aus seiner niedrigen Schussposition kann er den Fahrstand kaum treffen.
Von der Oberbaumbrücke wird jetzt auch geschossen. Die Bootsführer werfen sich hin.
Weitere Wachboote kommen angebraust. Im Liegen kann das schwere Steuerrad nicht gedreht werden. Mittels der 2 Propeller des Schiffes, die im Liegen nun unterschiedlich schnell laufen, steuert das Schiff auf die Schleuseneinfahrt zu.
Kurz davor wird es absichtlich an der Böschung, die zu Westberlin gehört, festgesetzt. Das Heck des Schiffes hängt an der Grenzlinie. Die Grenzer wollen das Schiff trotzdem entern. Plötzlich wird von Westberliner Polizisten geschossen, allerdings nur ins Wasser vor den Bug des Wachbootes, welches nun abdreht.

Von den Booten der DDR-Grenzsicherung wurden 70 Schuss aus einem Maschinengewehr und 24 Schuss aus einer Makarowpistole auf die „Friedrich Wolf“ abgefeuert. Der Steuerstand an Bord der „Friedrich Wolf“ war von den Fluchtbeteiligten mit Stahlplatten gesichert worden. Bis auf den Kapitän und den 1. Maschinisten, die das Schiff später wieder nach Ost-Berlin zurückbrachten, verließen alle Passagiere die „Friedrich Wolf“. Die Flucht dauerte 15 Minuten, 13 Personen, darunter ein Baby, gelangten so in den Westen. Der Kapitän wurde zur Frachtschifffahrt strafversetzt.

Der ehemalige Schiffskoch lehrt heute Geschichte an der Universität Umea in Schweden, der erste Steuermann ist Bauunternehmer in Spanien, der zweite lebt in Frankreich. Nur einer der Flüchtlinge, Bodo Kunkel, wurde wegen Republikflucht verurteilt. Er hatte es gewagt, nur drei Jahre nach der Flucht – im Rahmen eines Passierscheinabkommens – nach Ost-Berlin zu fahren.
Er wurde wegen Republikflucht zu zwei Jahren verurteilt, ging dann zurück in den Westen.

Das Baby vom 8. Juni ’62, Uwe-Jens Lindner, arbeitet in der Pressestelle des WDR, der den Film "Hart backbord – letzte Ausfahrt West-Berlin" produzierte. Die „Friedrich Wolf“ wurde nach Polen verkauft, schwimmt dort unter dem Namen „Thüringen“. Ex-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski: „Wenn die DDR langsam zu verdämmern beginnt, sind solche Filme Brücken zum Verständnis und sehr wichtig, um die ganze traurige Geschichte zu begreifen.“
(Skizze aus: Müller, Bodo, Faszination Freiheit)

AZ

Angefügte Bilder:
fw.jpg

Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 17:02
von Thunderhorse | 4.610 Beiträge | 2391 Punkte
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#3

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 17:04
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse
Schauste mal hier vorbei:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....owtopic=8741&hl=



Klappt nur bei angemeldeten Usern, TH......

Sorry, noch bin ich dies nicht....werde dies wohl noch nachholen müssen.....
AZ


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#4

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 17:12
von altgrenzer (gelöscht)
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Knallhart! Ich hoffe, dass das (bald) mal als Film gedreht wird, mögen sich die passenden Schauspieler dazu einfinden ;)

Grüße von Drüben!


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#5

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 17:21
von Augenzeuge (gelöscht)
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Film lief schon 2006 in der ARD!
AZ


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#6

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 18:22
von Sonne | 527 Beiträge | 201 Punkte
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Sehr interessant vor allem was dieser und jener heute so macht.Der Bodo Kunkel war ja sehr naiv, wie konnte er bloß in den Osten zurückkehren ???? Die zwei jahre Knast waren überflüssig sinnlos verschenkte Zeit.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#7

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2010 18:27
von kurfuerst | 99 Beiträge | 6 Punkte
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Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


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#8

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.05.2010 12:58
von nucleardirk (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Film lief schon 2006 in der ARD!
AZ



hallo!

unter welchem titel denn? oder hat den zufällig jemand aufgenommen und würd mir den mal zum anscheuen schicken?
ich finde das thema sehr interessant und versuche grade soviel es geht darüber zu lesen und zu schauen.

hat jemand schonmal "durchbruch lok 234" irgendwo entdeckt? die flucht soll ja auch verfilmt worden sein.

lg
dirk


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#9

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.01.2015 02:51
von wahnfried | 4 Beiträge
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Zitat von Gast im Beitrag #8
...hat jemand schonmal "durchbruch lok 234" irgendwo entdeckt? die flucht soll ja auch verfilmt worden sein.


...den Film scheint es im Internet nirgends zu geben.

Dagegen fand ich folgende sehr interessante Dokumentation aus "Eisenbahn-Romantik" darüber:
https://www.youtube.com/watch?v=3BvyOXxNNsg

Bekannter ist wohl dies:
http://www.myvideo.de/watch/5211623/Die_...aus_der_DDR_6_7

Nach dem Spielfilm suchte ich bisher erfolglos...

Grüsse, Wahnfried



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#10

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.01.2015 10:11
von berlin3321 | 3.104 Beiträge | 2161 Punkte
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Moin Forum,

hier wird die Flucht erwähnt und es gibt eine kurze Szene:



Allerdings wird zum Schluß wieder einmal die Unwahrheit mit "vermint" gebracht was für Berlin ja definitiv falsch ist.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...
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#11

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.05.2016 19:52
von Zeitzeuge | 22 Beiträge
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Interessant zu lesen, den Film habe ich gesehen. Ich habe auf der Oberschleuse in den 70ern gearbeitet und mit Westberliner Kollegen darüber gesprochen, die damals auf der Schleuse Dienst hatten. Nach ihren Angaben wurden sie aufgefordert die Friedrich Wolf nach Westberlin zu schleusen, da ja die Schleuse direkt an das DDR Staatsgebiet grenzte. Die Kollegin weigerte sich und hat angeblich die Schaltschlüssel in die Kammer geworfen. Der Schaltkasten sei dann durch die Westberliner Wasserschutzpolizei aufgebrochen worden und die Schleuse mit Zwang bedient worden. Wie gesagt, ich kann hier nur die Erzählung wiedergeben, die aber sehr glaubwürdig ist. Die Kollegin war Kommunistin. Nicht zu vergessen, dass diese Schleuse in Westberlin der Verwaltung der DDR unterlag.


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.06.2016 05:54
von berlin3321 | 3.104 Beiträge | 2161 Punkte
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Morjen...

Verständnisfrage dazu: Wer forderte die Kollegin auf das Schiff nach Westberlin zu schleusen? Warum wurde das durch die Polizei zwangsgeschleust?

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

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#13

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2016 19:29
von Zeitzeuge | 22 Beiträge
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Ja, soweit ich mich an die Aussage erinnere, war es auf Veranlassung der Polizei. Ich vermute, dass es darum ging das Schiff auf die andere Seite, weg von der Grenze und den Sicht- und Schussmöglichkeiten der Grenzer zu bringen.


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#14

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.06.2016 11:27
von andyman | 2.284 Beiträge | 1924 Punkte
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Der überrumpelte Kapitän und der Maschinist kehrten freiwillig mit dem Schiff nach Ostberlin zurück,von Schleusenfahrt wird dabei nichts erwähnt.Die Flüchtigen waren nach auflaufen des Schiffes am Kanalufer bereits an Land gesprungen.Warum sollte eine Schleusenfahrt notwendig geworden sein?http://www.chronik-der-mauer.de/fluchten...iedrich-wolf-am
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
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#15

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.06.2016 12:09
von Heckenhaus | 6.917 Beiträge | 8164 Punkte
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eine Schleusenfahrt war nicht nötig, weil das Ufer auf Seiten der Landwehrkanalmündung zu Westberlin gehörte.
Das Schiff hielt nur auf die Schleuse zu, die wenige hundert Meter innerhalb Westberlins liegt und so von der
Spree aus durch die Grenzer nicht mehr greifbar war.
https://www.google.de/maps/@52.4973214,1...m/data=!3m1!1e3


.
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#16

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.06.2016 14:28
von andyman | 2.284 Beiträge | 1924 Punkte
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Zitat von Zeitzeuge im Beitrag #11
Interessant zu lesen, den Film habe ich gesehen. Ich habe auf der Oberschleuse in den 70ern gearbeitet und mit Westberliner Kollegen darüber gesprochen, die damals auf der Schleuse Dienst hatten. Nach ihren Angaben wurden sie aufgefordert die Friedrich Wolf nach Westberlin zu schleusen, da ja die Schleuse direkt an das DDR Staatsgebiet grenzte. Die Kollegin weigerte sich und hat angeblich die Schaltschlüssel in die Kammer geworfen. Der Schaltkasten sei dann durch die Westberliner Wasserschutzpolizei aufgebrochen worden und die Schleuse mit Zwang bedient worden. Wie gesagt, ich kann hier nur die Erzählung wiedergeben, die aber sehr glaubwürdig ist. Die Kollegin war Kommunistin. Nicht zu vergessen, dass diese Schleuse in Westberlin der Verwaltung der DDR unterlag.


Das Schiff ist mit dem Käptn umgehend zurückgekehrt,es hat also keine Schleusung der Friedrich Wolf stattgefunden zumal der Käptn und der Maschinist wieder nach Ostberlin wollten.Ist auf Maps auch gut zu erkennen das die Schleuse erst weiter hinten im Landwehrkanal liegt.(es sind ca.110m,von der Einmündung Kanal bis zum Schleusentor)
Lgandyman


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zuletzt bearbeitet 04.06.2016 14:32 | nach oben springen

#17

RE: Durchbruch Lok 234

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.06.2016 17:23
von Harzwanderer | 3.273 Beiträge | 1076 Punkte
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Sind eigentlich Schüsse und Querschläger in West-Berlin eingeschlagen? Da ist gleich eine Brücke hinter der Schleuse, über die eine öffentliche Straße führt.

Thunderhorse aus dem NVA-Forum:

Zitat
Insgesamt 135 Schuß wurden abgegeben, davon schlugen 12 auf dem Gebiet von West-Berlin ein.
Unter Beschuß landete das Schiff am West-Berliner Ufer an.

Nachdem die West-Berliner-Polizei Feuerschutz gab, gelangten die 13 Personen durch Springen an das Ufer.



...

Zitat
Als Folgemaßnahme der Flucht mit der "Friedrich Wolf", wurde die Weisung erlassen, die Fahrgastschiffe bei Nacht zu bewachen, die Steuerräder nach Feierabend abzubauen und bei der Betriebsaufsicht zu lagern.



zuletzt bearbeitet 04.06.2016 17:31 | nach oben springen

#18

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.06.2016 20:17
von andyman | 2.284 Beiträge | 1924 Punkte
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #17
Sind eigentlich Schüsse und Querschläger in West-Berlin eingeschlagen? Da ist gleich eine Brücke hinter der Schleuse, über die eine öffentliche Straße führt.

Thunderhorse aus dem NVA-Forum:

Zitat
Insgesamt 135 Schuß wurden abgegeben, [b]davon schlugen 12 auf dem Gebiet von West-Berlin ein[/b].
Unter Beschuß landete das Schiff am West-Berliner Ufer an.

Nachdem die West-Berliner-Polizei Feuerschutz gab, gelangten die 13 Personen durch Springen an das Ufer.


...

Zitat
Als Folgemaßnahme der Flucht mit der "Friedrich Wolf", wurde die Weisung erlassen, die Fahrgastschiffe bei Nacht zu bewachen, die Steuerräder nach Feierabend abzubauen und bei der Betriebsaufsicht zu lagern.




Deine Frage wird im Zitat von TH doch beantwortet.
lgandyman


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zuletzt bearbeitet 04.06.2016 20:26 | nach oben springen

#19

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.06.2016 00:36
von Harzwanderer | 3.273 Beiträge | 1076 Punkte
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Weshalb ich das Zitat aus einem anderen Forum ja auch angefügt habe.



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#20

RE: Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.06.2016 23:08
von Zeitzeuge | 22 Beiträge
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Das Schiff ist mit dem Käptn umgehend zurückgekehrt,es hat also keine Schleusung der Friedrich Wolf stattgefunden zumal der Käptn und der Maschinist wieder nach Ostberlin wollten.Ist auf Maps auch gut zu erkennen das die Schleuse erst weiter hinten im Landwehrkanal liegt.(es sind ca.110m,von der Einmündung Kanal bis zum Schleusentor)
Lgandyman


Ja, es scheint keine Schleusung stattgefunden zu haben, was aber nicht heißt, daß ggfs. die Westberliner Polizei diese in der Situation vorbereiten wollte und damit die Kontrolle über die Schleuse benötigte. Es ist nicht "viel Platz" zwischen Staatsgrenze und oberem Schleusentor, der Grenzverlauf zog sich von der Spree etwas in den Landwehrkanal hinein und, ich glaube, zwischen Schleusentor und Grenze lag nur wenig (siehe Anlage). Das Schiff war deshalb keineswegs unstreitig in Sicherheit, zumal die handelnde Personen nicht wie wir nachträglich uns die Karten in Ruhe ansehen können.


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