Versionen zu den Ursachen des Scheiterns der DDR

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20.03.2010 15:05
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#1
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"Der Kommunismus ist so gut, den kann man nicht kaputtkriegen, es sei denn die Kommunisten tun es selbst."
Egon Krenz

Weitere Versionen zu den Ursachen des Scheiterns der DDR:

Link: Versionen zum DDR-Ende



AZ


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20.03.2010 16:23
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#2
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Der Untergang der DDR war ganz einfach nur gesetzmäßig und Basta ;-)

Aber interessant was Erich sagte; die Bindung zur UdSSR wurde immer lockerer. Das belegt ja meine These vom Marionettenregime, das es so nie gegeben haben soll.

Wir hatten alle Glück, dass in den entscheidenden Momenten keiner der Bonzen den Arsch in der Hose hatte um den offenen Schießbefehl zu geben.

--Rolf


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20.03.2010 16:29
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#3
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Naja Rolf....die alten Säcke war'n ja nich dumm, se waren schliesslich in Toppositionen....und se werden ab Mitte der 80er schon so manche schlaflose Nacht gehabt haben....wenn se 1989 überhaupt noch geschlafen haben....immerhin hatten se ja den ganzen Sch**ß verzapft und waren ergo verantwortlich für das Scheitern....

groetjes

Mara


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20.03.2010 17:02
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#4
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Die DDR ist, wie alle Gesellschaftsordnungen vorher und auch die jetzige daran gescheitert, weil einige Menschen glaubten dass ihnen mehr von dem was da war zustände.


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20.03.2010 17:28
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#5
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1989 hat das Proletariat endlich mal das gemacht, was in der DDR jahrzehntelang gepredigt wurde: Offener Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Und was daraus wird, ist nach Marx nunmal ebend gesetzmäßig. Danke Karl, danke Gorbi, danke Helmut, danke Hans-Dietrich...

Allgemein gebräuchlich ist der Begriff Wende für den 9. November 1989. Das ist jedoch eine sehr schlecht gewählte Bezeichnung. Erinnern wir uns: Im Spätherbst 1989 sind das Politbüro und der Ministerrat zurückgetreten. Durch eine tiefe wirtschaftliche Krise und die Massenflucht nach dem Westen war eine Situation entstanden mit der die Staatsmacht der DDR nicht mehr zurechtkam. Glasnost und Perestroika in der damaligen UdSSR führten unter Gorbatschow dazu, dass das Marionettenregime im Osten Deutschlands nicht mehr unterstützt wurde. Die DDR wurde sozusagen aufgegeben.


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20.03.2010 17:30
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#6
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Dein Beifall altgrenzer, nur für Dich, ehrlich!


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20.03.2010 17:37
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#7
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Die DDR konnte nur bestehen, solange ihr die Mauer und die "verbündete" Sowjetunion den dafür nötigen Schutz gab. Nachdem Gorbatschow seine Erneuerungspolitik (Sinatra-Doktrin) mehr und mehr durchsetzte, zerbrach dieses viel beschworene Bündnis mit dem "Bruderstaat" und die DDR Alt-Stalinisten sowie deren Nachkömmlinge, die z. T. ihre Gesinnung unter Stalin während der Zeit des 2. Weltkrieges in der UdSSR erlernt hatten, waren im eigentlichen Sinne zunehmend schutzlos, um die Politik des kalten Krieges auf ihre Art fortzusetzen. Ich denke, daß sie ihre Lage schon erkannten, waren aber dennoch handlungsunfähig, da sie als Befehlsempfänger Moskaus nicht in der Lage waren, eigene Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Die oben genannte These von der Marionetten-Regierung ist daher nicht so abwegig.

VG Anton


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20.03.2010 17:53
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#8
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Zitat von altgrenzer
1989 hat das Proletariat endlich mal das gemacht, was in der DDR jahrzehntelang gepredigt wurde: Offener Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Und was daraus wird, ist nach Marx nunmal ebend gesetzmäßig. Danke Karl, danke Gorbi, danke Helmut, danke Hans-Dietrich...

Allgemein gebräuchlich ist der Begriff Wende für den 9. November 1989. Das ist jedoch eine sehr schlecht gewählte Bezeichnung. Erinnern wir uns: Im Spätherbst 1989 sind das Politbüro und der Ministerrat zurückgetreten. Durch eine tiefe wirtschaftliche Krise und die Massenflucht nach dem Westen war eine Situation entstanden mit der die Staatsmacht der DDR nicht mehr zurechtkam. Glasnost und Perestroika in der damaligen UdSSR führten unter Gorbatschow dazu, dass das Marionettenregime im Osten Deutschlands nicht mehr unterstützt wurde. Die DDR wurde sozusagen aufgegeben.


:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Hallo Altgrenzer! Du hättest schreiben sollen. Offener Kampf gegen Unterdrückung und für die Freiheit. Denn die Ausbeutung ist geblieben.Sorry war nur mal so ein Gedankenlauf.


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20.03.2010 18:00
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#9
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Na, Rostocker- und ich wette, dass sich auch einige unterdrückt fühlen...
AZ


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20.03.2010 18:09
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#10
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Zitat

Zitat von Rostocker

Zitat von altgrenzer
1989 hat das Proletariat endlich mal das gemacht, was in der DDR jahrzehntelang gepredigt wurde: Offener Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Und was daraus wird, ist nach Marx nunmal ebend gesetzmäßig. Danke Karl, danke Gorbi, danke Helmut, danke Hans-Dietrich...

Allgemein gebräuchlich ist der Begriff Wende für den 9. November 1989. Das ist jedoch eine sehr schlecht gewählte Bezeichnung. Erinnern wir uns: Im Spätherbst 1989 sind das Politbüro und der Ministerrat zurückgetreten. Durch eine tiefe wirtschaftliche Krise und die Massenflucht nach dem Westen war eine Situation entstanden mit der die Staatsmacht der DDR nicht mehr zurechtkam. Glasnost und Perestroika in der damaligen UdSSR führten unter Gorbatschow dazu, dass das Marionettenregime im Osten Deutschlands nicht mehr unterstützt wurde. Die DDR wurde sozusagen aufgegeben.


:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Hallo Altgrenzer! Du hättest schreiben sollen. Offener Kampf gegen Unterdrückung und für die Freiheit. Denn die Ausbeutung ist geblieben.Sorry war nur mal so ein Gedankenlauf.



das stimmt rostocker. und die ausbeutung wird immer schlimmer. lg glasi


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20.03.2010 18:18
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#11
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Meines Erachtens konnte die DDR nur mit der Unterstützung der UDSSR existieren. Auch das die Staaten rund um die DDR (außer Westdeutschland natürlich) unter dem Einfluss der Russen standen, war ein wichtiger Punkt.
Keine wichtige Entscheidung konnte ohne sie ausgeführt werden. Die KPDSU besaß alle Macht.

Und diese Macht wollte mit Gorbatschow plötzlich Reformen. Viele Ostblockstaaten nahmen gerne an - nur die DDR nicht - warum auch - es wäre der Untergang des Systems gewesen.
Doch die Staaten rund um die DDR öffneten ihre Grenzen - versagten der SED die Zustimmung zu den bisher durchgeführten Maßnahmen, um Fluchten von DDR-Bürgern zu verhindern.

Und so geschah das, was 1961 ohne Mauerbau passiert wäre - das Volk stimmte mit den Füssen ab und die DDR wurde Geschichte.

Nun lässt sich streiten ob das eine mehr oder das andere weniger dazu beigetragen hatte.
Für mich sind die wichigsten Menschen, die für den Fall des Ostblocks verantwortlich sind:

Helmut Schmidt - mit der Durchsetzung des Nato-Doppelbeschlusses brach er der UDSSR das Genick

Gorbatschow - der die Fehler des Systems erkannte und einen anderen Sozialismus wollte (ihn allerdings nicht bekam)


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20.03.2010 18:30
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#12
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Zitat

Zitat von manudave
Meines Erachtens konnte die DDR nur mit der Unterstützung der UDSSR existieren. Auch das die Staaten rund um die DDR (außer Westdeutschland natürlich) unter dem Einfluss der Russen standen, war ein wichtiger Punkt.
Keine wichtige Entscheidung konnte ohne sie ausgeführt werden. Die KPDSU besaß alle Macht.

Und diese Macht wollte mit Gorbatschow plötzlich Reformen. Viele Ostblockstaaten nahmen gerne an - nur die DDR nicht - warum auch - es wäre der Untergang des Systems gewesen.
Doch die Staaten rund um die DDR öffneten ihre Grenzen - versagten der SED die Zustimmung zu den bisher durchgeführten Maßnahmen, um Fluchten von DDR-Bürgern zu verhindern.

Und so geschah das, was 1961 ohne Mauerbau passiert wäre - das Volk stimmte mit den Füssen ab und die DDR wurde Geschichte.

Nun lässt sich streiten ob das eine mehr oder das andere weniger dazu beigetragen hatte.
Für mich sind die wichigsten Menschen, die für den Fall des Ostblocks verantwortlich sind:

Helmut Schmidt - mit der Durchsetzung des Nato-Doppelbeschlusses brach er der UDSSR das Genick

Gorbatschow - der die Fehler des Systems erkannte und einen anderen Sozialismus wollte (ihn allerdings nicht bekam)


das richtig. ohne denn ostblock und mit ende des kalten krieges hatte die ddr seine daseins berechtigung verloren. die udssr konnte ja noch nicht mal seine eigenen republiken halten. ich glaube estland war die republik die austratt. warum sollte es dann noch eine ddr geben.


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20.03.2010 20:03
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#13
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Sicher haben alle „Ursachenanalysten“ parteiell irgendwo recht.

Diese Einschätzung hier bringt es aber für mich am besten auf den Punkt:

Zitat aus dem oben stehenden Vid:

Die DDR ist an der Lüge über sich selbst zugrunde gegangen. Die Lüge war eine wirtschaftliche Lüge. Sie war eine politische Lüge. Sie war eine menschliche Lüge. Und dabei steckte in dem was sie wollte so viel Wichtiges und Richtiges……..
Ende des Zitates

Friedrich Schorlemmer


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20.03.2010 21:21 (zuletzt bearbeitet: 20.03.2010 21:23)
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@altgrenzer

Gescheitert ist die DDR am Egoismus des Einzelnen und dem der großen Masse, sowie dem fehlenden Leistungssystem in großen Bereichen der Volkswirtschaft und daraus resultierenden mangelndem Adaptionsvermögen der Entscheindungsträger in Partei und Volkswirtschaft.

Auch deine Euphorie über das Scheitern unseres Staates kann ich nicht nachvollziehen.

Denn:
-Heute gibt es mehr Überwachung als damals je denkbar war.
-Eine Form der Unterdrückung ist lediglich einer anderen weitaus schlimmeren, nämlich der der Zwänge und Normen des Kapitals, gewichen.
-Für viele beschränkt sich diese neue "Freiheit" auf die "Freiheit" zwischen 25 Waschmitteln und 50 TV-Sendern wählen zu können und endet auch ganz schnell mit dem letzten Euro den sie haben. Bei Harz IV endet diese neue "Freiheit" besonders schnell und bei ein Teil der Bevölkerung wurde geziehlt ausgegrenzt und mit Berufsverboten belegt, andere (ehem. IM) haben indirekte Berufsverbote.

Alles in allem ein Rückschritt auf den gesellschaftlichen Stand von 1918-1933, da mit der Übernahme der DDR auch das soziale in dieser ehemals sozialen Marktwirtschaft der BRD gestrichen wurde.

Wahrlich kein Grund zur Freude


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20.03.2010 21:29
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@Feliks D: Es gibt keinen einzigen Grund diesem jetzigen Land, welches Dir wohl nicht recht schmeckt "Tschüß" zu sagen.
Das war in der DDR nicht möglich. Dir ist es nun freigestellt! - Das nenne ich Fortschritt!


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