Versionen zu den Ursachen des Scheiterns der DDR

  • Seite 2 von 6
20.03.2010 21:39
avatar  ( gelöscht )
#16
avatar
( gelöscht )

Zitat

Zitat von Feliks D.
@altgrenzer

Gescheitert ist die DDR am Egoismus des Einzelnen und dem der großen Masse, sowie dem fehlenden Leistungssystem in großen Bereichen der Volkswirtschaft und daraus resultierenden mangelndem Adaptionsvermögen der Entscheindungsträger in Partei und Volkswirtschaft.

Auch deine Euphorie über das Scheitern unseres Staates kann ich nicht nachvollziehen.

Denn:
-Heute gibt es mehr Überwachung als damals je denkbar war.
-Eine Form der Unterdrückung ist lediglich einer anderen weitaus schlimmeren, nämlich der der Zwänge und Normen des Kapitals, gewichen.
-Für viele beschränkt sich diese neue "Freiheit" auf die "Freiheit" zwischen 25 Waschmitteln und 50 TV-Sendern wählen zu können und endet auch ganz schnell mit dem letzten Euro den sie haben. Bei Harz IV endet diese neue "Freiheit" besonders schnell und bei ein Teil der Bevölkerung wurde geziehlt ausgegrenzt und mit Berufsverboten belegt, andere (ehem. IM) haben indirekte Berufsverbote.

Alles in allem ein Rückschritt auf den gesellschaftlichen Stand von 1918-1933, da mit der Übernahme der DDR auch das soziale in dieser ehemals sozialen Marktwirtschaft der BRD gestrichen wurde.

Wahrlich kein Grund zur Freude


ach lieber felix. was sind das denn für vergleiche


 Antworten

 Beitrag melden
20.03.2010 21:55 (zuletzt bearbeitet: 20.03.2010 21:57)
avatar  ( gelöscht )
#17
avatar
( gelöscht )

Zitat von CASI
@Feliks D: Es gibt keinen einzigen Grund diesem jetzigen Land, welches Dir wohl nicht recht schmeckt "Tschüß" zu sagen.
Das war in der DDR nicht möglich. Dir ist es nun freigestellt! - Das nenne ich Fortschritt!



Es liegt nicht am Land, nur am System.

Das mit dem freigestellt ist auch nur die halbe Wahrheit, da es heute keine deutsche Alternative mehr gibt so wie damals. Auch andere Länder bieten sich nicht an, da mein Koreanisch so schlecht ist und Kuba ist mir auf die Dauer zu warm.

Also bleibe ich dann doch in diesem schönen Land, erfreue mich an den geographischen Annehmlichkeiten Bayerns und Österreichs und genieße die kulturellen Möglichkeiten die mir hier, im "Größten Dorf der Welt", geboten werden. Somit erreilen mich auch weiterhin, bis zu seinem Ende, die "Vorzüge" dieses Systems welches mir zwangsverordnet wurde. Damit du jetzt nicht denkst ich sehe heute gar nichts positives will ich auch einen Punkt nennen der mir Fehlen würde, und dies ist das "nicht warten müssen" beim Arzt aufgrund fehlender Versicherungspflicht in der gesetzlichen KV und der damit einhergehenden gesteigerten Beliebtheit bei den "Göttern in Weiß".


 Antworten

 Beitrag melden
20.03.2010 22:07
avatar  ( gelöscht )
#18
avatar
( gelöscht )

Zitat

Zitat von Feliks D.

Zitat von CASI
@Feliks D: Es gibt keinen einzigen Grund diesem jetzigen Land, welches Dir wohl nicht recht schmeckt "Tschüß" zu sagen.
Das war in der DDR nicht möglich. Dir ist es nun freigestellt! - Das nenne ich Fortschritt!



Es liegt nicht am Land, nur am System.

Das mit dem freigestellt ist auch nur die halbe Wahrheit, da es heute keine deutsche Alternative mehr gibt so wie damals. Auch andere Länder bieten sich nicht an, da mein Koreanisch so schlecht ist und Kuba ist mir auf die Dauer zu warm.

Also bleibe ich dann doch in diesem schönen Land, erfreue mich an den geographischen Annehmlichkeiten Bayerns und Österreichs und genieße die kulturellen Möglichkeiten die mir hier, im "Größten Dorf der Welt", geboten werden. Somit erreilen mich auch weiterhin, bis zu seinem Ende, die "Vorzüge" dieses Systems welches mir zwangsverordnet wurde. Damit du jetzt nicht denkst ich sehe heute gar nichts positives will ich auch einen Punkt nennen der mir Fehlen würde, und dies ist das "nicht warten müssen" beim Arzt aufgrund fehlender Versicherungspflicht in der gesetzlichen KV und der damit einhergehenden gesteigerten Beliebtheit bei den "Göttern in Weiß".



felix. das hätte mich auch sehr gewundert. nordkorea ist doch das unmenschlichste system des 21 jahunderts. ich decke mal du bist in deuschland gut aufgehoben. das system der sozialen marktwirtschaft war damals in denn 80 jahren das beste was ich erlebt habe. das es heute nicht mehr so ist hat viele gründe. und das weist du. lg glasi


 Antworten

 Beitrag melden
20.03.2010 22:17
avatar  ( gelöscht )
#19
avatar
( gelöscht )

Einspruch, Feliks,

Du kennst mich ja ein wenig, und Du weißt hoffentlich auch, dass im Osten unseres geliebten Vaterlandes viele Ärzte nicht als "Götter in Weiß" auftreten, sondern ihren Patienten Hilfestellung im heutigen Leben geben, insbesondere Hausärzte.
Dass es für jeden von uns Probleme gibt, sich in diesem Staat, nicht in diesem schönen Land, zurechtzufinden, ist Realität.
Auch ich vermisse das Voranstreben der Gesellschaft, das Suchen nach gerechter Gemeinsamkeit unter den Bedingungen der Bürgerlichen Demokratie unter Berücksichtigung der Weiterentwicklung zur Sozialen Marktwirtschaft vergangener Jahre in der alten BRD.
Trotz alledem glaube ich an Leute, die in zähem Ringen im Parlament sich durchsetzen werden ohne Beachtung neumoderner Farbenspiele.
Dazu aber später in anderem Bereich.

Heinrich Heine in "Deutschland, ein Wintermärchen": "Denk´ ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht..."


 Antworten

 Beitrag melden
20.03.2010 22:26
avatar  ( gelöscht )
#20
avatar
( gelöscht )

Huf, tut mir leid aber bei dir weiß man nicht ob man einen troll oder einen arzt liest.

chucky


 Antworten

 Beitrag melden
20.03.2010 22:32
avatar  ( gelöscht )
#21
avatar
( gelöscht )

Zitat von Feliks D.
Damit du jetzt nicht denkst ich sehe heute gar nichts positives will ich auch einen Punkt nennen der mir Fehlen würde, und dies ist das "nicht warten müssen" beim Arzt aufgrund fehlender Versicherungspflicht in der gesetzlichen KV und der damit einhergehenden gesteigerten Beliebtheit bei den "Göttern in Weiß".



Komisch, Feliks, du monierst einerseits den Egoismus in der DDR, der angeblich zum Sturz des Systems mit herbeigeführt haben soll, was ich allerdings nicht so sehe, heute liebst du diese mögliche Bevorzugung der Privatversicherten. Dabei wäre doch die Überwindung dieser Ungleichheit eigentlich ein Schritt in "deine Richtung", mehr gelebter Gleichheit im Volk, oder etwa nicht? Denn immerhin kann man sich auch freiwillig gesetzlich versichern. Und es gibt sogar auch einige Ärzte, die lassen die "Privaten" genau so lange warten, wie die gesetzl. Versicherten. Zumindest in meiner Stadt. Und diesen Standpunkt rechne ich denen sehr hoch an.
AZ


 Antworten

 Beitrag melden
20.03.2010 23:01 (zuletzt bearbeitet: 20.03.2010 23:15)
avatar  ( gelöscht )
#22
avatar
( gelöscht )

AZ die Rechung ist komplizierter.

Einerseits ist es durchaus angenehm beim Arzt im Wartezimmer gerade genug Zeit zu verbringen um den Mantel an die Garderobe zu hängen, anderseits hätte ich auch kein Problem damit wie jeder andere zu warten. Lese nämlich eigentlich die P.M. History dort immer sehr gerne.

Die mir mögliche freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen KV ist jedoch aus meiner Sicht kein Schritt in meine Richtung, sondern dies wäre eine Unterstützung des heutigen Systems.
Ich bin der letzte der sich freiwillig daran beteiligt, die "Sozialkassen" mit denen sich das kapitalistische System hier zu Lande seine Akzeptanz erkauft zu unterstützen. Nein da nutze ich lieber die Möglichkeiten die mir geboten werden mich der angeblichen Solidargemeinschaft zu entziehen und freue mich dann still und heimlich über die dadurch verursachte, immer größer werdende, Inakzeptanz und Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung mit diesem System und der Politik die es hervorbringt.

P.S. Eine der Perversionen die dieses System hervorbringt wird mir jedes mal beim Besuch meines Zahnarztes vor Augen geführt, dieser hat ein kleines extra dementsprechend ausgestattetes Wartezimmer für Privatpatienten.


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 09:40
avatar  ( gelöscht )
#23
avatar
( gelöscht )

Wartezimmer extra für Privatpatienten ? Noch nie von gehört.
Kommen demnächst in der Praxis noch extra WCs dazu ?


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 10:59
avatar  ( gelöscht )
#24
avatar
( gelöscht )

Ja, Feliks scheint sich wohl in der High Society von München herumzutreiben....wundere mich nur dass er sich da so wohl fühlt...


Vielleicht geht das eh nicht mehr lange so weiter...

Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, fordert eine Gleichstellung von Kassen- und Privatpatienten in Deutschland. „Ich bin dafür, dass man die gesetzlichen Krankenkassen privatisiert, damit sie geführt werden wie Unternehmen in einem engen, gesetzlichen Rahmen, aber nicht gewinnorientiert“, sagte Klusen der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung. „Der unerträgliche Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatient muss weg.“

Meine Unterstützung hat er.
AZ


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 12:27
avatar  ( gelöscht )
#25
avatar
( gelöscht )

Ich bin mir sicher,eines Tages ist es soweit,man geht in eine normale Artzpraxis und
schaut auf die Preisliste wie beim Friseur.

EKG 40Euro
Kleines Blutbild 30Euro
Ultraschall 50Euro
Impfem 20Euro
Gesundheitscheck 80Euro

Heute im Angebot:

Bludruck messen 5Euro

Unsere Kasse befindet sich links am Ausgang.

Vielen Dank für ihren Besuch.


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 15:45 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2010 15:46)
avatar  ( gelöscht )
#26
avatar
( gelöscht )

Nein @AZ der Zahnarzt ist nicht einmal in München, sondern einem Vorort und High Society habe ich dort noch nie gesehen.

Herr Klusen wird eine Gleichbehandlung auch ziemlich vergeblich fordern, solang ein Arzt bei Privatpatienten bis zum 3,5 fachen des Regelsatzes der GOÄ abrechnen kann. Jeder Arzt wird einen Patienten bevorzugen bei dem er soviel verdient wie sonst bei 3 anderen, das nennt sich im Kaputalismus Gewinnmaximierung.

@Zermatt

Solche Preislisten seh ich hier jedes mal, nennt sich neudeutsch IGeL... http://de.wikipedia.org/wiki/Individuell...ndheitsleistung


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 16:55
#27
avatar

Viel früher noch, wohl 1981 soll Erich Honecker seinen teuren Genossen Breshnew um die Fortsetzung der Öllieferungen zu den bekannten Konditionen gebeten haben, worauf hin dieser mit Tränen in den Augen eine Absage erteilen mußte.
Diese Episode habe ich bei einer Recherche zu eben diesem Thema aufgeschnappt, ich finde die Quelle aber leider nicht mehr im www- Gestrüpp.
Das System stand und fiel tatsächlich mit dem großen Bruder, den haben wir auch heute noch aber der ist genau so bankrott wie die UdSSR am Anfang der 1980er Jahre es bereits war.
Damals wie heute sprach und spricht man aber nicht gern darüber.
Aber vielleicht wären wir heute gar nicht mehr am Leben, wenn die Sowjets 1980 nicht gegengehalten hätten, so gesehen habe ich heute eigentlich die selben Feinde wie vor 30 Jahren schon, nur sind zu den ABC- Waffen nun auch F-(Finanzmarktprodukte) Waffen dazu gekommen.
Die sind nicht weniger gefährlich und teuer als es das Wettrüsten zu Zeiten des Kalten Krieges war.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

Der Hahn mag krähen, aber die Hennen legen die Eier.

(Margaret Thatcher)

 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 17:36
avatar  ( gelöscht )
#28
avatar
( gelöscht )

Das Problem mit den Ölliefrungen war für die DDR ein schwerer Schlag und war mir so bekannt, ebenso Honeckers Reaktion dazu, der den Untergang der DDR kommen sah. Es ist also nicht wie immer behauptet, daß Honecker alles geschönt zur Kenntnis nahm, er hatte schon Ahnung von der Brisanz der Lage.
Letztendlich ist der Untergang der DDR mit der Grenzöffnung keine Verkettung unglücklicher Umstände ( Grenzöffnung ), sondern ein aus den Hintergrund von den Großmächten gesteuerter Übergabeplan.
Die Sowjetunion war wirtschaftlich am Ende und letztendlich hat uns Gorbatschov an den "Westen" verkauft um so an dringend benötigte Finanzmittel zu kommen. Insgesamt sind wohl weit mehr Mittel geflossen als offiziell immer angegeben und im Verteilungskampf um diese Milliarden ist die Sowjetunion dann letztendlich selbst kollabiert.
Schlußendlich hat sich das sozialistische Lager mit seiner Öffnungspolitik selbst das Grab ausgehoben, ökonomisch und vom Know How her war man den Verhältnissen auf den Finanz -, Kapital- und Handelsmärkten nicht gewachsen und in Teilen unserer Eliten weckte es Begehrlichkeiten. Das beschleunigte dann die wirtschaftliche Talfahrt. Über die Rolle des Günther Mittag bin ich mir immer noch nicht im klaren, seine Wirtschaftspolitik glich ja eher Sabotage und dahingehend gab es ja immer Grüchte auf wessen Lohnzettel Mittag stand.


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 17:56
avatar  ( gelöscht )
#29
avatar
( gelöscht )

Zitat von Altermaulwurf

Letztendlich ist der Untergang der DDR mit der Grenzöffnung keine Verkettung unglücklicher Umstände ( Grenzöffnung ), sondern ein aus den Hintergrund von den Großmächten gesteuerter Übergabeplan.



Na, Altermaulwurf. Ist ja ne tolle Theorie...., vielleicht war ja die Bürgerbewegung auch von CIA und KGB nur gesteuert? Und Ungarn war auch vorher gekauft? Das die Grossmächte GB und Frankreich, nicht zuletzt die SU über den Untergang nicht begeistert reagierten, war sicher nur Schauspielerei.
Wenn du meinst.....

Übrigens, es war eine Verkettung glücklicher Umstände.....in den Augen der Wähler der DDR im Frühjahr '90.
AZ


 Antworten

 Beitrag melden
21.03.2010 18:57
avatar  ( gelöscht )
#30
avatar
( gelöscht )

hallo AZ,
soweit hergeholt ist die theorie von @altermaulwurf meines erachtens nach nicht. auch wenn ein "übergabeplan" wohl etwas überzogen scheint. spätestens seit gorbatschow die ökonomische grenze in seinem riesen reich und damit den abgrund sah waren die würfel gefallen. die "allergrösste DDR aller zeiten" wurde von ihrem mentor verkauft. hätte 89 ein hartliner im kremel gesessen der auf ökonomische zwänge gepfiffen hätte wäre aus der friedlichen revolution nichts geworden.

zu deinem argument daß geheimdienste wie CIA und KGB die hände im spiel der bürgerbewegung gehabt haben könnten kann man nur spekulieren da entsprechende archive nicht zugänglich sind. zumindest haben einige der protagonisten der bürgerbewegten sehr intensiven gesprächskontakt zu vertretern einer firma aus langley/va gehabt. aber mit sicherheit ging es da nur um unpolitische themen und sie wussten auch nicht mit wem sie sich unterhielten.......:-)

SCORN


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!