Das Verbrechen an der Umwelt- ein schockierender Film

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12.03.2010 18:24
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#1
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Schmerzen der Lausitz

Wir hatten schon mal das Thema Bitterfeld. Einige verglichen dies sogar mit dem Ruhrgebiet, was allerdings nicht haltbar ist.

Ich hatte bis heute diesen Film nicht gesehen, aber ich sag es offen, ich bin schockiert.
Schaut euch diesen Film bitte an, auch wenn es dauert, fragt nach dem Sinn dieser katastrophalen Rohstoffausbeutung!

Hier wird deutlich, welchen Preis die DDR für ihre Erfolge bezahlte. Denn diese Braunkohle, war der wichtigste Rohstoff, den sie hatte. Selbst die Stadt Leipzig soll Berichten zufolge vor den Baggern nicht sicher gewesen sein....
Auch wenn der Film mit sorbischer Sprache beginnt...keine Angst, dabei bleibt es nicht.

Geschildert wird die Vertreibung der Menschen im sorbischen Lebensraum durch die Braunkohle. Den immer schneller vorrückenden Tagebauen waren Dörfer, Felder und Teile des Waldes zum Opfer gefallen.

Luftaufnahmen vom gesamten Lausitzer Braunkohlerevier machen das Ausmaß der Verwüstungen als Folge der verfehlten Energiepolitik der DDR deutlich. In den Film einbezogen sind der sorbische Schriftsteller Jurij Koch, der Baggerfahrer und Liedermacher Gerhard Gundermann und ein Bruder Erwin Strittmatters.

Der Film wurde Mitte der 80er Jahre gedreht, er wurde noch vor Veröffentlichung verboten.

AZ


Link: Die Schmerzen der Lausitz, Teil1



Link: Die Schmerzen der Lausitz Teil2



Link: Die Schmerzen der Lausitz Teil3


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12.03.2010 18:40
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#2
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Hör auf mit solchen Themen, Jörg, da triffst du bei mir einen Nerv und keine Angst, ich sehe es mit Humor. Nimm die heutige Zeit, denn auch heute müssen Dörfer der Braunkohel weichen, es ist einfach eine Notwendigkeit und über die pechschwarzen Hausfassaden im schönen Ruhrgebiet Anfang der 90er Jahre schrieb ich ja schon einmal.Also nichts mit ...alles geändert ab der 70er Jahre, nein, der Dreck durch die Kokereien blieb der Alte.Es lebte der Pseudokrupp, oder wie der hieß, er feierte weiter seine Feste.
Keine Industrie, ob Ost oder West kam ohne den Dreck weg.
Wenn ich eines liebe, dann Fairnis und nicht den Einen an den Pranger und den Anderen verschweigen, bewusst verschweigen, weil man genau weiß, er war nicht um soviel besser.

R-M-R


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12.03.2010 18:52 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2010 18:53)
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#3
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Zitat von Augenzeuge

Luftaufnahmen vom gesamten Lausitzer Braunkohlerevier machen das Ausmaß der Verwüstungen als Folge der verfehlten Energiepolitik der DDR deutlich.


*hervorhebung von mir


@augenzeuge, der umweltfrevel war in der ddr schon gigantisch. du schreibst "verfehlte energiepolitik". ich hätte von dir gerne gewusst welche energie- alternativen damals die ddr gehabt hat.


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12.03.2010 19:17
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#4
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ist vielleicht nur eine Idee,aaaber ob damals oder heute,immer wenn geklotzt und nicht gekleckert
werden soll,hingt die Sache mit der Umwelt oefters hinterher.
Da haben sich wohl beide Seiten ueber Jahrzehnte nicht mit"Ruhm bekleckert.


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12.03.2010 19:22 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2010 19:38)
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#5
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@RMR
Nein, Rainer, ich höre nicht auf mit diesen Themen. Es kommt mir so vor, als ob ich den Finger in deine Wunde lege. Nein, das ist nicht deine Wunde Rainer. Es hilft uns nicht weiter, wenn wir die Augen und die Ohren verschliessen. Es ist einfach nicht war, dass der Dreck der alte blieb. Schau heute in die lausitz, hat sich etwas verbessert, oder ist es so geblieben, in der Saale schwammen 1989 noch Schaumteppiche, heute leben wieder Fische in der Saale.
Ja, auch im Ruhrgebiet gibt es in der Ruhr Fische, Reiher uvm, dies gab es vor 40 Jahren nicht!
Das dazu.

Aber damit du mich nicht falsch verstehst und gleich der Satz mit der Nase kommt.....
mir geht es gar nicht nur um die DDR, mir geht es um das Ganze, um die Sache an sich. Dieser Film ist nur das krasseste Beispiel, was man in Deutschland heute noch findet. Einen alternativen Raubbau an der Natur im Westen würde ich mich gleicher Härte verurteilen. Wenn du wüsstest, wie heute hier die Wasserbehörden arbeiten, was sie kontrollieren- ich weiß es, dann würdest du sicher aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

@Gilbert
Alternativen? Gab es genug, man hat sich aber nur ungenügend darum gekümmert.
Neben der Braunkohle gab es auch noch Erdgas und kleinere Atomkraftwerke zur Energieversorgung. Von den vielen Wasserkraft- und Pumpspeicherwerken der DDR ganz zu schweigen. Andere Länder in Europa haben auch keine Braunkohle und müssen überleben. Wo ist der Sinn, wenn ich den Ast, auf dem ich sitze absäge, nur weil es kalt ist und ich Holz brauche?

Nachtrag:

Eine wirkliche Alternative zur Braunkohle als Energieträger würde im Abbau von Uran bestehen. Denn die DDR galt lange Zeit als das uranreichste Land Europas und hatte in den 50er Jahren die höchste Uranproduktion in Europa wie eine Analyse aus dem Jahr 1991 bestätigt.

Das System, was das beste für die Menschen sein kann, muss auch auf dieses Problem eine Antwort finden, in der Zukunft mehr noch als heute.
AZ


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12.03.2010 20:01 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2010 20:03)
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Zitat von Augenzeuge

@Gilbert
Alternativen? Gab es genug, man hat sich aber nur ungenügend darum gekümmert.
Neben der Braunkohle gab es auch noch Erdgas und kleinere Atomkraftwerke zur Energieversorgung. Von den vielen Wasserkraft- und Pumpspeicherwerken der DDR ganz zu schweigen. Andere Länder in Europa haben auch keine Braunkohle und müssen überleben. Wo ist der Sinn, wenn ich den Ast, auf dem ich sitze absäge, nur weil es kalt ist und ich Holz brauche?


sorry @augenzeuge, das zeitalter der atomenergie begann auch erst sehr spät. viele länder haben als hauptenergieträger steinkohle genutzt. die hatte die ddr nun mal nicht. die diesbezüglichen hauptabbaugebiete lagen in schlesien/ polen.
versuch bitte wirklich mal, dich in die damalige zeit zurück zuversetzen... ehrlich, es gab keine alternativen

ich fand es nur pervers wie man mit den leuten umging, die auf dieses umweltproblem hinwiesen...anderseits hatten die umweltaktivisten auch nichts besseres zu tun als "kennzeichen d" zu informieren...


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12.03.2010 20:16
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#7
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Zitat von GilbertWolzow

sorry @augenzeuge, das zeitalter der atomenergie begann auch erst sehr spät.



Nee, sorry, Gilbert, 9 Atomkraftwerke liefen schon vor 1980 in der BRD.
Und den Uranverkauf sehe ich schon als echte Alternative um dafür Strom einkaufen zu können.
Aber ich geb zu, dass man mit vergleichsweise einfacher Technik, die Braunkohle abbauen konnte, und was anderes hatte man nicht....aber der Preis war sehr hoch. Vor allem stelle dir mal die Frage, wie lange du dabei noch zugesehen hättest......
Gruss, AZ


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12.03.2010 20:22
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#8
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Zitat von Augenzeuge
Vor allem stelle dir mal die Frage, wie lange du dabei noch zugesehen hättest.....


und wer sagt dir, dass ich dazu geschwiegen habe als alter kraftwerksbauer ?


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12.03.2010 20:25
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Augenzeuge
Vor allem stelle dir mal die Frage, wie lange du dabei noch zugesehen hättest.....


und wer sagt dir, dass ich dazu geschwiegen habe als alter kraftwerksbauer ?




Niemand, Gilbert, habe ich doch auch nicht behauptet. Bei dem Anblick blieb uns beiden sicher der Mund offen stehen....


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12.03.2010 20:35
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#10
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guten abend . ich weiß ja nicht was die ddr mit denn einwohner von dörfern gemacht hat . aber ich denke das ist kein vergleich zum westen. klar. auch heute noch fallen dörfer zum opfer. ich habe mal in der nähe eines abbau gebiet gewohnt. das war der kreis bergheim bei köln. in niederaußem steht ein rieseges kohlekraftwek. und die kohle kommt ganz aus der nähe. es gab einen ort der hieß etzweiler. denn gibt es nun nicht mehr. der ganze ort wurde in die nähe von kerpen versetzt und heißt nun neu etzweiler. und ich kann euch sagen da stehen hütten da träume ich von. also ich denke es gibt schon einen unterschied zwischen kohleabbau ddr und brd. lg glasi


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12.03.2010 21:57
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Hi,

definitiv sollte man nichts ...beschönigen, was damals in der DDR der Umwelt und den Menschen angetan wurde, es war eine Sauerei!

Ich persönlich fand schon heftig, was für Pflanzenschutzmittel auf die Felder der DDR gestreut worden sind...

MfG


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12.03.2010 22:12
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#12
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werraglück, wir leben Alle, fast Alle noch, trotz Pflanzenschutzmitteln in der alten DDR. Nimm das Heute und weißt du überhaupt, was du da auf der Butterbemme hast, eingeschweißte Wurst, die schon die Jungen impotent/ unfruchtbar macht, wie ich es mal gelesen habe.
Wie viele junge deutsche Paare gibt es in Deutschland, die Kinder wollen, und nicht bekommen, und wer bekommt sie im Dutzend?
Kann das an den Dönern liegen, aber Humor beiseite und ich bin beileibe kein Nazi, aber du wirst doch wohl den Saatgutmultis von heute nicht "grenzenlos" vertrauen?

R-M-R


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12.03.2010 22:13
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#13
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Hallo Werraglueck,

eigentlich eine schoene Gegend da im Werrathal
Man kann sich ja irren,aber was laeuft denn da heute in der Kaliecke ab.

Die Einwohner der Ortschaften um Gerstungen,Lauchroeden haben Probleme mit dem Wasser.
Guckst du mal im Internet bei den Seiten der oertlichen Kommunen.
Kann mich ja auch irren.Glaub ich aber nicht.


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12.03.2010 22:26
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#14
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Die Energiepolitik halte ich auch heute für verfehlt, Elektroenergie, ein Energieträger eher für stationäre Verbraucher, wird auf die Straße verlegt, Öl und Gas, Energieträger eher für mobile Verbraucher, wird stationär verheizt (und vorher natürlich auch mit LKWs transportiert) und neurdings werden auch unsere letzten Wälder abgeholzt für Pellets.

Und überhaupt frage ich mich manchmal, wo der technische Fortschritt bleibt, immerhin wurden schon vor 25 Jahren Autos gebaut, die mit 7 Ltr. Normalbenzin auf 100 km und 100 PS mehr als eine Tonne Leergewicht in 10s von 0 auf hundert gebracht haben!!???

Viele Grüße,
Rolf


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12.03.2010 22:34
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#15
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Zitat von altgrenzer
....und neurdings werden auch unsere letzten Wälder abgeholzt für Pellets.



Nein das werden sie nicht, Rolf. Pellets bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, produzieren im Wachstum sogar benötigten Sauerstoff. Damit werden (bisher) keine Wälder vernichtet.
AZ


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