Mythos Kuba - ein gelungener Versuch des Sozialismus?

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12.03.2010 00:32 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2010 00:34)
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"Weltweit gibt es bei vielen mit dem Sozialismus verbundenen Menschen einen „Mythos Kuba“. Das kubanische Staatswesen wird als ein(ziger) gelungener Versuch des Sozialismus gesehen, der Vorbildcharakter nicht nur für die „Dritte Welt“ habe und den es zu verteidigen gelte. Große Sympathien hat das kubanische Modell auch in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kuba#Mythos_Kuba


Ist Kuba ein gelungener Versuch des Sozialismus?

Berliner


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12.03.2010 00:56
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Zitat von Berliner



Ist Kuba ein gelungener Versuch des Sozialismus?




Hallo, Berliner,

die Fragestellung ist für mich ein bisschen schablonenartig - die beisst sich schon selber, weil ein gelungener Versuch kein Versuch mehr ist.

Nur mal so meine Gedanken zu nachtschlafender Zeit: Wenn man als Maßstab die Zustände auf Kuba zur Zeit von Batista nimmt, hat es nach der Revolution einen enormen Fortschritt gegeben. Nun ist eine Gesellschaft immer in Entwicklung begriffen, und so muss sich logischerweise auch Kuba entwickeln - nach meinem Dafürhalten in die Richtung, dass es nur eine Welt gibt, auf der und von der wir leben. Das setzt natürlich voraus, dass man dem jeweiligen Land auch die Entwicklungschancen gibt, auch wenn einem möglicherweise die ganze "Richtung" nicht passt.

Im Moment würde ich die Lage so beschreiben: "Viele haben wenig - aber keiner hat nichts." Und das können meiner Meinung nach nicht viele lateinamerikanische Staaten von sich sagen.

Gruss

icke


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12.03.2010 02:27 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2010 02:30)
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Zitat von icke46
die Fragestellung ist für mich ein bisschen schablonenartig - die beisst sich schon selber, weil ein gelungener Versuch kein Versuch mehr ist.


gut icke, dann gebe ich Dir die Chance eine bessere zu schreiben (allerdings ist die Fragestellung nicht von mir...).

Berliner


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12.03.2010 06:48
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#4
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Ich glaube, da haben wir alle wenig Ahnung davon, wie sich die Menschen dort fühlen und ob sie mit Fidel zufrieden sind.
Wir wissen wohl auch so wenig darüber, weil Informationen aus diesem Land - ganz besonders systemkritische - nicht unbedingt in die Welt gelangen.

Im TV sieht man nur Sonne und alte Autos. Ja, da geht einem schon mal das Herz auf. Aber was sagt das über den Zustand einer 7-köpfigen Familie in der Pampa aus?


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12.03.2010 07:12
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#5
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Guten Morgen zusammen, ein Berufskollege, ein Bauleiter mit dem ich Jahre nach der Wende lange Zeit auf Großbaustellen zusammengearbeitet hatte, er erzählte mir von Kuba und seiner Zeit dort, wo er die Errichtung von Zementfabiken begleitet hatte.
Das alles wäre Stoff für wieder eine schöne Geschichte...weil, da auch sehr schöne Mädchen mit darin vorkommen. Vielleicht später einmal und wir haben ja noch alle Zeit der Welt hier im Forum.
Später las ich einmal eine Reportage eines westdeutschen Journalisten,der dieses Land oft bereist hatte und wie man ihn auf die " Armut" in Kuba festnageln wollte, da meinte er so wie mein Bauleiter: "Also es gibt da schon einen gewaltigen Unterschied zwischen Mangel in Kuba und der zum Himmel schreienden Armut in der restlichen Welt!"

R-M-R


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12.03.2010 08:02
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#6
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@berliner, ich glaube wir sind uns alle sicher, das cuba einen sozialistischen weg einschlug aber dort bis heute z.t. nicht angekommen ist. zum teil auch bedingt durch äussere einflüsse.
ich kenne dieses land noch nicht persönlich, habe aber die absicht, es noch auf meine alten tage von vorne bis hinten zu bereisen.
erzählungen von freunden waren zum teil sehr zwiespaltig. im land herrscht grosse armut, jedoch ist der grösste teil der cubaner stolz. dieser stolz kann aber auch von der mentalität herrühren, ich weiss es nicht.
früher war dieses land der grösste puff amerikas. auch heute gibt es damen in diesem land die für dollar´s diesem gewerbe nachgehen.
für touristen wird eine heile (urlaubsghetto)welt aufgebaut wobei der normale cubaner vort ort ganz andere probleme hat.
eines haben die cubaner auf alle fälle, was andere lateinamerikanische länder in der form nicht haben: kostenlose gesundheitliche fürsorge. ob die jedoch ausreichend ist und die cubaner dafür alle anderen mühen akzeptieren vermag ich leider noch nicht einzuschätzen.

den cubanern geht es ähnlich wie den berlinern: arm aber sexy

*der o.g. ausspruch hat nichts mit deinem pseudonym zu tun, sondern entstammt, nur auf die berliner gemünzt, von unserem bürgermeister


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12.03.2010 11:36
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#7
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Gilbert: Einspruch!

Bezüglich Kuba ein kostenloses Gesundheitswesen hervorzuheben ist ein schwerwiegender logischer Fehler!
Nirgendwo gibt es ein kostenloses Gesundheitswesen, im Gegenteil, das Gesundheitswesen kostet immer sehr viel Geld.
Du meinst ein für den Bürger kostenfreies GW. Aber das wäre ein anderes Thema!


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12.03.2010 12:41
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sorry @huf, ich hatte geschrieben:

Zitat
eines haben die cubaner auf alle fälle, was andere lateinamerikanische länder in der form nicht haben: kostenlose gesundheitliche fürsorge. ob die jedoch ausreichend ist und die cubaner dafür alle anderen mühen akzeptieren vermag ich leider noch nicht einzuschätzen.


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14.03.2010 19:08
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#9
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Wenn das Thema hier schon angesprochen wird, möchte ich auch meinen Senf dazugeben.
Ich war zweimal auf Kuba, einmal zu DDR-Zeiten und dann vor 3 Jahren, zwar nur als Urlaub, aber ein kleines Bild
kann man sich schon machen.

Fakt ist, die Kubaner sind verglichen mit uns arm. Aber: Sie sind ZUFRIEDENER als wir. Und vorallem: Sie haben
einen starken Nationalstolz, den man uns Deutschen auf beiden Seiten der Grenze beizeiten ausgetrieben hat.
Wenn man "stolz ist, Deutscher zu sein", wird man fast schon zum Neo ..... gemacht.

Die meisten Kubaner, die ich kennengelernt habe, waren gut gekleidet, gut ernährt, viele Frauen tragen Schmuck
und keiner hat auf sein Land geschimpft, trotz aller Mängel. Klar gibt es korrupte Beamte, die einem am Flughafen
aus nichtigen Gründen ein paar Euro oder Dollar aus der Tasche ziehen, aber alles in allem war das harmlos,
übertreiben kann man es gegenüber den geldbringenden Touristen auch nicht.

Sicher, ich gebe zu zweimal 3 Wochen sind nur eine Momentaufnahme, aber ich würde Kuba als Urlaubsland immer
weiterempfehlen, dort leben sicher nicht. dazu hat man sich zu sehr an den Standart hier gewöhnt.


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14.03.2010 20:02
avatar  Greso
#10
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Mein Sohn liebt Kuba,wegen Rum und Zigarren.

Bildanhänge

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14.03.2010 20:47
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#11
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Hi,

ich arbeite mit einer lieben kubanischen Kollegin zusammen. Sie kam vor wenigen Jahren nach Deutschland und hatte von der Diktatur Castro genug!
Ich habe sie ständig über alles dort ausgefragt und erzählt hat sie von Engpässen bei Grundnahrungsmitteln und von Beziehungen in die "obere Ebene", die man haben muss, wenn man Ersatzteile für die technischen Geräte benötigt.
Handys gab es wohl schon, aber die konnten sich nur Cubaner mit der dicken Geldbörse kaufen...

MfG


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14.03.2010 21:02
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#12
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Vielleicht mach ich ja mal nen Abstecher nach Cuba wenn ich auf Curaçao fertig bin....weil wenn ich in die Region reise, dann hat das Nederlandse Grundgebiet erstmal Vorrang....da brauch ich ja noch nich ma nen Visa....

Allerdings hab ich ne Bekannte in Düsseldorf, die schonmal auf Fidels Eiland war und nur Gutes zu berichten wußte über Cuba....neugierig bin ich allemale.....schon alleine wegen der ganzen Oldtimer die da wohl das Strassenbild bestimmen.....

Ich hoff ja mal, das es auch in Zukunft kein Experiment bleibt....sondern, dat et echt ma nen vernünftigen sozialistischen Staat gibt....und halt nich wat wir erleben durften.....

groetjes

Mara


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14.03.2010 23:10
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#13
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Bella. Dieses lateinische Wort bedeutet: Krieg. Bei dir habe ich überhaupt nicht den Eindruck!!!

Zu den Kubanern kann ich nur ganz persönliche Eindrücke vermitteln. Ich war nie dort.

Es war vor dem Mauerfall. Ich lernte eine Delegation aus Kuba kennen. Es waren junge Leute. In Gesprächen spielte dialektischer und historischer Materialismus, kaum eine Rolle. Bei Diskussionen über die Rolle der Kirche in Kuba hatten sie klare Vorstellungen. "Wenn wir nur ein Hemd haben, haben wir es von der Revolution".
Batista muss tief sitzen!!!
Irgendwann kam das Gespräch auf die sexuelle Aufklärung. Schlagartig bildete ein Diskussionsforum.
Man lobte die Arbeit der DDR und berichtete mit, dass die Artikel der "Jungen Welt" in der "Granma" immer auf der zweiten Seite, veröffentlicht wurden. Für sie waren wir plötzlich die "Grössten". Sie zeigten mir exotische Früchte, die ich bis heute, noch nicht im Angebot der Supermärkte gesehen habe.

Meine nächste Begegnung war 1996. Ein Exilkubaner fragte nach Arbeit. Er hatte in der DDR gearbeitet und mit einer Deutschen ein gemeinsames Kind. Weil er sich um das Kind kümmern wollte, ist er aus Kuba mit einem Boot geflüchtet. OK, man kann es versuchen. Obwohl er schon 6 Monate in Deutschland war, gab es keine Beziehung zur Kindesmutter. Nachdem er mit einer Ortsbekannten "Dame" leirt war, kamen Forderungen, jenseits von gut und böse. Über Kuba hat er nur geschimpft.

Die letzte Begegnung war vor zwei Monaten. Ein guter Freund, er ist Globetrotter und gegenwärtig in Venezuela, hat mich aufgeklärt. Kuba unterstützt Venezuela gegenwärtig massiv mit Ärtzen und das kommt gut an. Der Freund ist kein Kommunist, aber über das Großmachtgehabe der Nordamerikaner bestens informiert.
Die Kubaner sind glücklich und haben Nationalstolz. Ich kenne in Niedersachsen Bürger, die an den Heiratsvermittler glauben. Sie glauben auch, dass schwarze Frauen, mit der Zeit, im Norden "heller" werden. Soviel zu der Aufklärung in der ehemaligen DDR.

Grüße der Ahnenforscher


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15.03.2010 06:38
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#14
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Zitat von Ahnenforscher
Bella. Dieses lateinische Wort bedeutet: Krieg. Bei dir habe ich überhaupt nicht den Eindruck!!!



Welches latainische Wort meinst du Ahnenforscher....

Und nee, Krieg mag ich nich, ich bin ja nich umsonst ausm kalten Krieg rausdesertiert...

groetjes

Mara


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15.03.2010 08:47
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#15
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Zitat von Ahnenforscher
Bella. Dieses lateinische Wort bedeutet: Krieg. Bei dir habe ich überhaupt nicht den Eindruck!!!





Wirklich? Ist es nicht so:

Bella heisst artig oder schön, Aber bellum ist der Krieg....?
Kleiner Unterschied....
AZ


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