11.03.2010 14:44von ( gelöscht )
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GT in Schierke

kann mir jemand von euch weiterhelfen, welche gt- einheit in schierke dienst tat ?

folgendes, meine eltern präsentierten mir vor kurzem folgende geschichte:
1969 machten meine eltern mit mir in schierke urlaub. bei einem spaziergang liefen sie mit einer befreundeten familie vorneweg, während ich als stift hinterher bummelte. dort soll es einen brunnen o.ä. gegeben haben. auf diesem bin ich, unbemerkt von meinen eltern, rumgeturnt. ich muss dann mit dem fuss hängen geblieben sein und lag, mit eingeklemmten fuss, kopfüber im wasser.

nur zwei grenzern, die in der nähe gestanden haben, habe ich es zu verdanken, dass ich noch lebe. denn sie bemerkten den vorfall und zerrten mich sofort aus dem wasser.

meine eltern sollen sich damals riesige vorwürfe, wegen der nichtbeaufsichtigung, gemacht haben...

11.03.2010 15:02von ( gelöscht )
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Sollte EK89/1 eventuell wisssen, müßte das GR 20 gewesen sein.

Seine Signatur: 01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke

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11.03.2010 15:42von ( gelöscht )
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Zitat von GilbertWolzow
kann mir jemand von euch weiterhelfen, welche gt- einheit in schierke dienst tat ?

folgendes, meine eltern präsentierten mir vor kurzem folgende geschichte:
1969 machten meine eltern mit mir in schierke urlaub. bei einem spaziergang liefen sie mit einer befreundeten familie vorneweg, während ich als stift hinterher bummelte. dort soll es einen brunnen o.ä. gegeben haben. auf diesem bin ich, unbemerkt von meinen eltern, rumgeturnt. ich muss dann mit dem fuss hängen geblieben sein und lag, mit eingeklemmten fuss, kopfüber im wasser.

nur zwei grenzern, die in der nähe gestanden haben, habe ich es zu verdanken, dass ich noch lebe. denn sie bemerkten den vorfall und zerrten mich sofort aus dem wasser.

meine eltern sollen sich damals riesige vorwürfe, wegen der nichtbeaufsichtigung, gemacht haben...



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Gilbert, man könnte auch sagen "Selber schuld", denn Deine Eltern wußten doch daß man sich im Grenzgebiet nicht aufhalten durfte, weil es gefährlich werden konnte!!! Bei den Flüchtlingen galt das jedenfalls und bei den Toten an der Mauer erst recht. Na ja, ist ja noch mal gut gegangen. Wie lange warst Du dann mit dem Kopf im oder unter Wasser. Hat das noch nachträglich irgendwelche Schäden hervorgerufen und hast Du selbst noch eine Erinnerung daran? Da kann man mal sehen was man so Alles mitmachen muß, bevor man erwachsen wird. Stell Dir mal vor Du wärst in den Brunnen reingefallen, gar nicht auszudenken!! Ich hoffe für Dich daß Du Deine ehemaligen Retter auf diesem Wege finden wirst und wünsche Euch ein schönes Wiedersehen! Achtung Spaßfaktor: Sie werden ja wegen Deiner Rettung nicht nach Schwedt gekommen sein?!!
Schönen Gruß aus Kassel.

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31.03.2010 23:24von S51
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Zitat von GilbertWolzow
kann mir jemand von euch weiterhelfen, welche gt- einheit in schierke dienst tat ?

folgendes, meine eltern präsentierten mir vor kurzem folgende geschichte:
1969 machten meine eltern mit mir in schierke urlaub. bei einem spaziergang liefen sie mit einer befreundeten familie vorneweg, während ich als stift hinterher bummelte. dort soll es einen brunnen o.ä. gegeben haben. auf diesem bin ich, unbemerkt von meinen eltern, rumgeturnt. ich muss dann mit dem fuss hängen geblieben sein und lag, mit eingeklemmten fuss, kopfüber im wasser.

nur zwei grenzern, die in der nähe gestanden haben, habe ich es zu verdanken, dass ich noch lebe. denn sie bemerkten den vorfall und zerrten mich sofort aus dem wasser.

meine eltern sollen sich damals riesige vorwürfe, wegen der nichtbeaufsichtigung, gemacht haben...



Ich vermute, das war im Eckerloch. Von Schierke kommend führte der Wanderweg hoch bis zur Bahnlinie, dann Richtung Brocken bis zum Bahnparrallelweg und auf diesem zurück zur Brockenstraße. Zwischen Bahnlinie und Bahnparrallelweg waren die Reste von Brunnen und noch weiter oben der ehemaligen Klärgrube der ehemaligen Skihütte vom Eckernloch. Mehr oder (mit der Zeit eher) weniger mit kaputten Betonplatten abgedeckt. Eigentlich war man damit schon außerhalb des Wanderweges aber so absolut genau hat man dies sicher nicht genommen. Reste davon sind immer noch vorhanden.
Im Eckerloch war ständig ein Posten, der entweder oben am Brunnen oder unten an der Bahnlinie brummte. Und auch die Leute kontrollierte.
Wer die Gegend kannte, hätte von dort über das Goethemoor einfach durchgehen und über den Zaun klettern können. Aber so sehr Viele haben das nicht gewußt und schließlich gab es dort auch noch die Posten.
Dienst taten dort die Soldaten der Grenzkompanie Schierke von der Brockenstraße oberhalb der Wohnheime. Später "Lutz Meier". Grenzregiment 20, II. Bataillion, 7. Kompanie. Wobei es durchaus möglich ist, dass sich die Bezeichnung im Laufe der Jahre immer mal wieder geändert haben. Diese hier sind vom Stand 1983/85.

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S51
11.02.2015 08:44von Grenzläufer
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Gibt es eigentlich Landkarten/Messtischblätter, die den Soldaten dieser Grenzkomponie zur Verfügung gestanden haben?

11.02.2015 09:32von S51
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Jein.
Es gab topographische Karten, natürlich, die jedoch im normalen Grenzdienst keine Verwendung fanden. Einfach, weil dies im Grenzabschnitt durch vorgegebene Posten- und Ablösewege oder Abriegelungen nicht notwendig war. Auch als GAK hatte man keine Karte mit, weil man "seinen Abschnitt zu kennen hatte". So war es nicht unbedingt selten, das die Mehrzahl der Soldaten bis hin zum OaZ vom Abschnitt nicht viel mehr wußte als ihnen eben mit der Zeit erklärt wurde und nur recht wenige jemals in ihrer Dienstzeit den Fuß abseits der üblichen Wege und Pfade gesetzt haben.
Einzige Ausnahme war die GMK (Kontrolle Grenzmarkierung). Dabei hatte zumindest ich eine Karte mit den korrekt eingetragenen GP (Grenzpunkte) dabei, die ich mir freilich jedes Mal extra holen und nach Dienst auch wieder abgeben musste. Aber selbst damit war ich wohl eher eine Ausnahme.
Auf der FüSt gab es topografische Karten mit Alarm- und Abriegelungspunkten zur besseren Übersicht des KGSi (Kommandeur Grenzsicherung) aber mal abgesehen von jener auf dem Tisch wurden auch die eher selten benutzt. Wenn auf Fotos Karten zur Einweisung verwendet werden kann man sehr sicher von gestellten Fotos ausgehen.

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S51
11.02.2015 12:34von Grenzläufer
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Zitat von S51 im Beitrag #6
Jein.
Es gab topographische Karten, natürlich, die jedoch im normalen Grenzdienst keine Verwendung fanden. Einfach, weil dies im Grenzabschnitt durch vorgegebene Posten- und Ablösewege oder Abriegelungen nicht notwendig war. Auch als GAK hatte man keine Karte mit, weil man "seinen Abschnitt zu kennen hatte". So war es nicht unbedingt selten, das die Mehrzahl der Soldaten bis hin zum OaZ vom Abschnitt nicht viel mehr wußte als ihnen eben mit der Zeit erklärt wurde und nur recht wenige jemals in ihrer Dienstzeit den Fuß abseits der üblichen Wege und Pfade gesetzt haben.
Einzige Ausnahme war die GMK (Kontrolle Grenzmarkierung). Dabei hatte zumindest ich eine Karte mit den korrekt eingetragenen GP (Grenzpunkte) dabei, die ich mir freilich jedes Mal extra holen und nach Dienst auch wieder abgeben musste. Aber selbst damit war ich wohl eher eine Ausnahme.
Auf der FüSt gab es topografische Karten mit Alarm- und Abriegelungspunkten zur besseren Übersicht des KGSi (Kommandeur Grenzsicherung) aber mal abgesehen von jener auf dem Tisch wurden auch die eher selten benutzt. Wenn auf Fotos Karten zur Einweisung verwendet werden kann man sehr sicher von gestellten Fotos ausgehen.


Danke für die Antwort, S51.
Wurden topographische Karten aus der DDR -Grenzgebiet westlich von Schierke-Brocken-Ilsenburg mal im Internet veröffentlicht?
Ich habe wenig bisher gefunden...

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