Der Grenzverlauf zur DDR

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19.02.2008 11:51von Angelo
Frage
Der Grenzverlauf zur DDR

Ich möchte hier mal ein wenig über den ehemaligen DDR Grenzverlauf schreiben,denn dort gibt es immer wieder Unklarheiten.
Der größte fehler war immer der,das viele Grenztouristen gemeint haben das die DDR Grenze erst am Metallgitterzaun anfängt! Das war der größte fehler den man machen konnte. Die DDR Grenze hat meistens schon 10 Meter weiter vorne angfangen dieses wurde durch die Grenzsäule markiert. Für West Bürger war am Schild "Halt hier Grenze" eigenrlich schluss. Aber es gab einige Bürger im Westen die sich nicht unbedingt an die Warnschilder gehalten haben und deshalb gab es immer wieder Grenz zwischenfälle mit den DDR Grenzsoldaten.
http://www.websauger.eu/ddr-grenzverlauf.html
Der Link zeigt Ihnen ein Muster vom Grenzverlauf. Das weisse schild im Vordergrund stand im ganzen Grenzbereich und zeigte dem Bürger an bis wo er laufen kann. Danach begann das Gebiet der DDR. Der BGS hinderte niemanden am Grenzübertritt. Gerade in Gebieten wo man die Grenze nich wirklich einsehen konnte warnte der BGS immer wieder mit Infobättern.

Hier ein Beispiel des Info Blattes des BGS
http://www.websauger.eu/bundesgrenzschut...ddr-grenze.html

21.11.2008 19:32von Schlutup
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Hier ein schönes Foto von der Grenze:
Im Vordergrund 2 BGS Beamte, vor einer Absperrung und Schild Halt Hier Grenze. Dann kommen 2 GaKL der GT, eine DDR-GS. Im Hintergrund Grenzzaun und ein Bt 9.

21.11.2008 19:44von ( gelöscht )
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Beeindruckende Fotos! Fotografieren die Grenzer sich auf dem letzten Foto wirklich aus der kurzen Distanz????

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21.11.2008 19:46von Schlutup
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hallo Francis! Kann man schlecht sagen, der linke GaKl könnte auch ein DF in der Hand haben. Beim BGS sieht man es nicht.Beide Seiten haben sich ständig gegenseitig aufgeklärt. Es waren sogar teilweise die Namen von beiden Seiten bekannt.
21.11.2008 20:02von ( gelöscht )
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hallo,ja meistens haben sich die gakl's und der bgs durchs fotoobjektiv erstmal begutachtet,eigentlich kannten sich ja alle,aber wenn ein neues gesicht auftauchte wurden schon portraits gemacht,wenn ich mich richtig erinnere,sprach man immer von salzgitter, wo sämtliche bilder von angehörigen der gt zur personenerkennung gesammelt wurden,vielleicht weiß jemand anderes da mehr drüber.

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02.04.2009 22:25von ( gelöscht )
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Zur Nummerierung der Grenzsäulen kommt auch schon meine Frage. Ich habe in meiner Sammlung einige Nummerntafel, wie sie an der Rückseite der Säule angebracht waren. Hast du evt. eine Aufstellung über die Nummerierung aller Grenzsäulen oder ist dir nur die Nr 1 und 2735 bekannt? Dann könnte ich meine zuordnen. Soviel ich vom Überlasser weiß, sollen sie aus der bayrischen Ecke kommen (haben auch die entsprechend hohen Nummern).

Gruß und Dank
Stefan

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03.04.2009 07:18von S51
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Na ja, das war oft Show. Wenn man (auf beiden Seiten gleich) gemerkt hat, dass da noch Dritte fotografieren oder filmen, dann hat man Fernglas oder Fotoapparat hochgehalten, bis der Unbekannte die Lust verlor. Unter den Grenzern auf beiden Seiten aber auch, was die Verbindungsoffiziere der Briten betraf, hat man sich schon recht gut gekannt. Wir wussten, wer der Andere war und umgekehrt auch. Trotz Verbots der Kontaktaufnahme - na ja... Es gehörte zum Job des GAK, solche Daten zu haben. Immerhin hätten wir uns im Falle des Falles gegenseitig heldenhaft ausknipsen müssen. Da muss man wissen, wo man suchen soll...

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S51
04.04.2009 15:05von ( gelöscht )
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In Antwort auf:
Zur Nummerierung der Grenzsäulen kommt auch schon meine Frage. Ich habe in meiner Sammlung einige Nummerntafel, wie sie an der Rückseite der Säule angebracht waren. Hast du evt. eine Aufstellung über die Nummerierung aller Grenzsäulen oder ist dir nur die Nr 1 und 2735 bekannt? Dann könnte ich meine zuordnen. Soviel ich vom Überlasser weiß, sollen sie aus der bayrischen Ecke kommen (haben auch die entsprechend hohen Nummern).

Gruß und Dank
Stefan


Hallo Stefan,
schreib mir mal die Nummern der Säulen.
Von einigen habe ich die Standorte.

gruß
Suentaler

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04.04.2009 16:08von ( gelöscht )
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Hallo Suentaler,

irgendwie hab ich mich da doch ein wenig getäuscht. Die Zahlen lassen eher aus dem mittleren Bereich schließen.
Es handelt sich um:

1920-25,'34-43,'46-56,'58,'60,'62-66,'68,'70-73,'75-78,'80-85,'87-90,
92-96,'98-99,2000-09,'11,'14,'15,'17-19,'24,'30-34.

Es sind rot-weiße (weiß-rote?) Kunststofftafeln. Das soll wohl ein älteres Modell sein, die Mitte der 80er ausgetauscht wurden.

Danke für die Unterstützung

Gruß Stefan

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04.04.2009 17:50von ( gelöscht )
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Hallo Stefan,

leider kann ich dir da auch nicht viel weiterhelfen.
Mir sind die Standorte von etwa 200 Säulen bekannt, aber die von dir aufgezählten sind leider nicht dabei.
In meiner "Sammlung" sind die 1863 und die 2223.(siehe Anhang)
Dazwischen müssen also deine Säulen gestanden haben.
Das ist der Grenzabschnitt um den "Heldburger Sack". Dieser Abschnitt gehörte zum Grenzregiment 9.
Auf westlicher Seite sind das die Kreise Rhön-Grabfeld, Haßberge und Coburg in Bayern.

Gruß
Suentaler
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04.04.2009 18:22von ( gelöscht )
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Na dann bin ich ja schon mal ein gutes Stück weiter und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Vielen Dank

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22.08.2009 01:49von ( gelöscht )
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Hallo Suentaler,
ich bin neu hier im Forum und hab da gleich mal ne Frage: Mich würde mal interressieren, wie Du den Grenzverlauf in die Googleearth-Karte reinbekommen hast.
Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Atlas, der den Verlauf relativ detailreich zeigt. Habe noch meinen Schulatlas aus DDR-Zeiten wo der Grenzverlauf zwar drin ist, aber von Detailreichtum kann da keine Rede sein (logischerweise).
Ein Plugin für Google Earth, was den Verlauf zeigen würde, wie bei dir, wäre fantastisch.
Kannst du mir weiterhelfen?

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22.08.2009 09:20von ( gelöscht )
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Hallo Murkser,
eine Plug-In was nach deinem Wunsch wäre findest du hier: http://www.lostplaces.de/content/view/146/73/

Auf der Seite etwas nach unten scrollen, dort findest du die Tabelle "Datenbankbeschreibung". Ganz rechts, sind wie oben vermerkt die Plug-Ins für Google Earth. Über Staatsgrenze bekommst du zum Beispiel auch die Sperrzonen mit eingezeichnet. Es kann auch nicht schaden, dir die gesamte Seite mal durchzulesen. Dort findest du sehr gute Möglichkeiten, mit GE zu arbeiten.
Auch von mir, herzlich willkommen hier.
Karl- Heinz

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22.08.2009 18:31von TOMMI
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Zitat von Angelo
Ah ja.....das ist sehr informativ von dir...weil das mit der Grenzsäule da rätsel ich schon lange rum wo die eigentliche Grenze jetzt wirklich war

Das Wort "Grenzsäule" dafür ist etwas irreführend. Treffender wäre "Hoheitssäule".
Diese Säule sollte in Grenznähe kennzeichnen, welches Staatsgebiet dort war, wo
stand. Mir fiel auf, dass sie besonders häufig stand (nicht nur!), wo die Grenze
Knicke und Bögen machte, also drohte, unübersichtlich zu werden. Sie sagte aus:
"Wo ich stehe, ist DDR". Eine selbe Funktion hätte zB ein Fahnenmast ausgeübt.

TOMMI

22.08.2009 18:36von ( gelöscht )
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Überall dort, wo die Grenze zur DDR eine Knick machte stand ein sog. "Grenzstein" aus Granit, welcher von den Katasterbehörden beider deutscher Staaten in den 70ziger Jahren eingemessen wurde.
Das Kreuz in der Mitte des Steines markierten den genauen Verlauf der Grenze zur DDR.

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22.08.2009 19:39von Mike59
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Zitat von Thorsten
Überall dort, wo die Grenze zur DDR eine Knick machte stand ein sog. "Grenzstein" aus Granit, welcher von den Katasterbehörden beider deutscher Staaten in den 70ziger Jahren eingemessen wurde.
Das Kreuz in der Mitte des Steines markierten den genauen Verlauf der Grenze zur DDR.


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Hallo Thorsten,

ja, ja die Grenzsteine und die Grenzsäulen, dass hatten wir schon öfter hier im Forum. Genau wie du geschrieben hast, stand an jedem Grenzknick ein Grenzstein. Da wo die Historischen Grenzsteine den Anforderungen der Grenzmarkierung nicht mehr entsprochen haben oder wo neu vermessen wurde, dort wurden die Granitsteine gesetzt. Die Grenzsäulen stehen (in der Regel) alle 500 Meter im Grenzverlauf. Nach Möglichkeit sollten sie mindestens 5 Meter von der Grenzlinie zurückgesetzt sein.
Das ist damit begründet, dass so genau zu erkennen ist, wann ein "Betreten Hoheitsgebiet" stattfand. Die andere Begründung ist darin zu sehen, dass so die sehr häufigen Beschädigungen durch Souvenirjäger eingedämmt werden sollte. Ein frommer Wunsch.
Die Grenzsäulen sollten den Verlauf der Grenze für jeden so darstellen das er ihn auch ohne, die mitunter von der Vegetation nicht mehr zu erkennenden Grenzsteine erkennen konnte.
Das Ergebnis dieser ganzen Aktion waren massenhafte Verletzungen des Hoheitsgebietes, die dann irgend wann, einmal im Jahr, in der AK vorgerechnet wurden. Kein Mensch hat nach dem tatsächlichen Grenzverlauf gefragt alle haben nur die Säule gesehen und sind wie die Motten zu Licht dahin gewandert.

Könnte man das eventuell unter FAQ ablegen, naja nur ein Vorschlag.

Gruß Mike59

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