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08.03.2010 18:27von Alfred
Frage
Befehl 101

Hallo,

HUF hatte ja bereits angemerkt, dass sich hier viele Themen mit dem MfS beschäftigen.

Es gab vom Minister für Nationale Verteidigung im Jahr u.a. den Befehl 101 der die Orientierung der Arbeit der Grenztruppen bildete.

Wer kann was zu diesen Befehl schreiben ???

08.03.2010 20:18von Stabsfähnrich
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Hallo Alfred,

habe folgenden Link gefunden zum Befehl 101:

http://www.grenztruppen-der-ddr.de/index...ow=law&law_id=6

08.03.2010 20:51von Alfred
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Ich dachte hier kommt mal was ausführliches von unseren Insidern.

08.03.2010 22:12von ( gelöscht )
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Zitat von Alfred
Hallo,
HUF hatte ja bereits angemerkt, dass sich hier viele Themen mit dem MfS beschäftigen.
Es gab vom Minister für Nationale Verteidigung im Jahr u.a. den Befehl 101 der die Orientierung der Arbeit der Grenztruppen bildete.
Wer kann was zu diesen Befehl schreiben ???



Antwort auf "Wer ist dran?" oder eine andere Frage, die mit "wer" anfängt:

Immer der, der fragt!

Gelle!!!

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08.03.2010 22:28von Alfred
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TH,

Du unterschätzt die Mitglieder dieses Forums.

Sicher gibt es einige die was schreiben können, ist doch nun wirklich mal ein Fachthema zu den Grenztruppen.

08.03.2010 22:35von ( gelöscht )
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Zitat von Alfred
TH,
Du unterschätzt die Mitglieder dieses Forums.
Sicher gibt es einige die was schreiben können, ist doch nun wirklich mal ein Fachthema zu den Grenztruppen.



Hab ich was von unterschätzen geschrieben?

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08.03.2010 23:05von ( gelöscht )
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Das habe ich aus meinen Buch "Geschichten des MfS" kopiert !
Kann mir einer die fett gedruckten Befehle mal ausführlicher beschreiben bzw.kommentieren.

Zitat:

Oberst Franzisky von der 1. Grenzbrigade der Nationalen Volksarmee war mit einer pikanten Aufgabe befaßt, die als Geheime Verschlußsache mit der Nummer "H 32 158" versehen wurde. Dazu kam der Vermerk: "Außer der Urschrift zu vernichten." Der Stabschef der in Berlin stationierten Grenzbrigade leitete 1969, also acht Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer, die erste detaillierte Untersuchung über die "Anwendung der Schußwaffe im Grenzdienst bei der Verhinderung von Grenzdurchbrüchen" und kam zu dem Fazit: "Die Anzahl der verschossenen Munition ist zu hoch." Oberst Franzisky rechnete penibel bis hinters Komma: pro Person "im Durchschnitt 38,6 Schuß". Für die Acht-Seiten-Analyse, die jetzt im ehemaligen DDR-Militärarchiv entdeckt wurde, wertete der Stabsoffizier zehn Fluchtversuche von insgesamt elf Personen aus, die zwischen Dezember 1968 und Juni 1969 in den freien Teil Berlins gelangen wollten. In zwei Fällen war die Flucht gelungen, sieben Flüchtlinge, im Geheimpapier stets "Grenzverletzer" genannt, wurden festgenommen, einer wurde verletzt, ein weiterer erschossen. Dieser starb am 9. April 1969 an der Adalbertstraße in einem wahren Kugelhagel: Insgesamt 148 Schuß hatten die Grenzsoldaten aus ihren Kalaschnikows auf ihn abgefeuert. Zwei Tage später fielen am Potsdamer Platz 45 Schuß, der Flüchtling wurde verletzt. Den beiden, denen die Flucht gelungen war, hatten die Soldaten 48 und 61 Kugeln hinterhergejagt. Der Oberst beklagte den hohen Munitionsverbrauch und rügte: "Die erzielten Treffer stehen in keinem Verhältnis dazu." Die "Treffergenauigkeit bei der Anwendung der Schußwaffe" sei ungenügend. Dies erschien ihm um so ärgerlicher, als die Truppe bei anderen Gelegenheiten den zielgenauen Umgang mit der Waffe demonstriert hatte. Wörtlich schrieb Oberst Franzisky: "Daß auch mit wenigen Schuß getroffen werden kann, beweisen die Fälle, bei denen die Schußwaffe gegen Diensthunde angewandt wurde." So wurde einer am 23. Januar 1969 "aus größerer Entfernung" mit zwölf Schuß getötet, ein anderer vier Monate später von einer Kradstreife aus 170 Metern Entfernung mit nur einem Schuß erledigt. Die Gründe für die Tiertötungen gibt der Offizier nicht an, versah den Todesschuß mit nur einer Kugel aber mit einem lobenden Ausrufezeichen. Zudem hätten die NVA-Soldaten beim Übungsschießen gute bis befriedigende Ergebniss erzielt. Eine exakte Tabelle mit Übungstreffern legte er bei. Die Ballerei, im militärischen Sprachgebrauch "Sperrfeuer" genannt und im Grenzgeheimpapier als "unüberlegte und unzweckmäßige Anwendnung der Schußwaffe" bezeichnet, war der NVA-Führung offenbar unangenehm. "Sie schadet dem Ansehen unserer Republik", formulierte der Oberst. Doch diese Überlegung, kritisierte er, spiegele sich nicht im Denken der Grenzposten wider. Sie seien zwar zur Anwendung der Waffe bereit, gleichzeitig aber auch bestrebt, "den Grenzverletzer nicht zu treffen". Geschehe dies aber dennoch, dann rechtfertige sich der Soldat mit dem Hinweis: "Ich wollte den Täter nicht treffen, er ist ja selbst in mein Sperrfeuer gelaufen." Die kritische Analyse über die Schießqualitäten der Grenzer bestätigte, was schon im Befehl 101/63 des NVA-Ministers (Geheime Verschlußsache 14 276) vom 8. November 1963 bemängelt wurde: "Das Niveau der Schießausbildung mit Schützenwaffen entspricht noch nicht den Forderungen der Grenzsicherung." Wohl habe sich "die erfolgreiche und treffsichere Anwendung der Schußwaffe verbessert", doch werde nach wie vor "das schnelle Erfassen eines Zieles, die selbständige Feuerkorrektur und die Abgabe treffsicherer Feuerstöße auf sich bewegende Ziele bei Tag und Nacht" nur unzureichend beherrscht. Das Befehlspapier, das der Bonner Sachbuchautor Volker Koop bei seinen Recherchen über den Schießbefehl im Militärarchiv entdeckt hat, liest sich wie eine Anleitung zum schnellen Todesschuß. So wird gefordert, die Angehörigen der Grenztruppe "zur entschlossenen und treffsicheren Anwendung der Schußwaffe in allen Lagen der Grenzsicherung" auszubilden. Und weiter: "Sie sind zu befähigen, jedes unbewegliche oder sich bewegende Ziel zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem 1. Feuerstoß zu vernichten." Deutlicher kann das, was man Schießbefehl nennt, kaum formuliert werden. Tötung war auch das Ziel, das im Ministerbefehl 101/75 (Geheime Verschlußsache A 300 000 vom 4. Oktober 1975) unter Punkt 4, Absatz 3, vermerkt war: Es sei zu gewährleisten, "daß Grenzverletzer durch das entschlossene Handeln der eingesetzten Kräfte festgenommen oder vernichtet" werden. Vier Jahre später wird in Befehl 101/79 gefordert, die Schützen seien "zur Erfüllung von Feueraufgaben mit geringstem Munitionsaufwand zu befähigen". Es sollte fast genau ein Jahrzehnt vergehen, ehe durch den letzten Ministerbefehl 101/89 (Geheime Verschlußsache A 821001) vom 21. 12. 1989 zumindest indirekt die Unrechtmäßigkeit der bisherigen Schießpraxis eingeräumt wurde. Dort heißt es zum Schutz der Staatsgrenze: "Die Anwendung der Schußwaffe, mit Ausnahme zur Abwehr von Angriffen auf das Leben der Angehörigen der Grenztruppen oder anderer Bürger der DDR, ist zuverlässig auszuschließen." Der frühere DDR-Verteidigungsminister Keßler wurde wegen der Todesschüsse an der Grenze zu siebeneinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Verfahren gegen einstige Politbüro-Mitglieder laufen, Anklagen gegen Grenzoffiziere werden vorbereitet. Stabsoberst Franzisky ist inzwischen gestorben.

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09.03.2010 16:38von S51
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Oder anders gesagt. "Den Befehl 101" gab es so wohl nicht? Befehl 101 war immer ein Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung. Worum es dabei ging, sagt die Zahl hinter dem Schrägstrich aus?
Mit dem Treffen sollen, können und wollen war es bei GT doch wie überall, wo sich der betreffende Ausführende Gedanken um Anlaß und Folgen macht, so eine Sache für sich.
Einerseits war die Kalschnikow, egal welches Modell, eigentlich genau genug, um auf etwa 200 bis 500 Meter ein Ziel treffen zu können. Bei bewegten Zielen genügte auf bis zu 200 Metern Entfernung das Vorhalten auf Vorderkante Ziel, um zuverlässig zu treffen. Theoretisch.
Praktisch sind Kimme und Korn relativ fein, bei schlechter Beleuchtung schwer schnell auszurichten. Das Nachtvisier ist nur aufgesteckt und sehr labil. Bei Dunkelheit gibt es, ohne Leuchtspur und die hatte der Grenzer im Dienst nicht, eher eine Vermutung, wohin das Ding gehen wird. Eine gewisse Waffen bedingte Streuung haben Waffe und Geschoß auch. Es gab also genug "Entschuldigungen".
Dazu der menschliche Faktor, der hier unterschwellig in den Befehlen (außer in 101/89) kritisiert wird. Ich würde schon sagen, dass außer in Notwehrfällen oder wenn es einen anderen sinnvollen Grund (Schuß auf einen durchgedrehten, gefährlichen Hund z.B.) ging, die absolute Mehrzahl von uns Grenzern nach einer Möglichkeit gesucht hat, zumindest vor sich selbst nicht direkt "verantwortlich" zu sein, wenn der GV wirklich getroffen wurde. Natürlich gab das keiner zu. Also wurde unter dem Vorwand der Aufregung gestreut wie mit der Gießkanne. Bischen links, bischen rechts daneben. Bischen drüber, bischen drunter. Immer Feuerstöße, weil ja jeder "wusste", das da bestenfalls bei den ersten Schüssen noch halbwegs zielen möglich war. Trafen dann doch ein oder mehrere Geschosse, konnte man sich vor sich selbst herausreden, das wäre mehr oder weniger Zufall gewesen während man gleichzeitig vor der "Führung" als dienstbeflissener Soldat dastand. Keiner konnte etwas beweisen. Weder in die eine, noch die andere Richtung.
Natürlich hat dies die Führung gewußt. Es klingt zwischen den Zeilen deutlich durch. Doch auch sie konnte das vor sich selbst nicht zugeben. Also musste der Soldat eben entsprechend befähigt werden ohne auch nur ansatzweise zu erklären, wie man das wohl erreichen wollte.
Die Grenzsoldaten haben entsprechend reagiert. Selbst beste Schützen haben sich, sobald die Übung erfüllt war, immer einen oder zwei krasse Fehlschüsse geleistet. Der stand dann in den Unterlagen und war gegebenenfalls der Beweis dafür, dass, was immer geschehen war, nicht absichtlich passiert ist.
Genaugenommen könnte man so etwas Sabotage nennen. Von mehr oder weniger uns allen. Doch würde es der Sache nicht gerecht. Denn das würde wieder so aussehen, als ob wir Grenzer nun alle Riesengegner gewesen wären. Das stimmt aber nicht. Es ging lediglich dem Einzelnen darum, im Falle des Falles (GV tot oder verletzt) vor sich selbst besser da zu stehen oder aber auch im anderen Fall (GV trotzdem entkommen) nicht am Haken genommen werden zu können. Weil man Absicht einfach nicht beweisen konnte oder kann. Weder so, noch so.
Und natürlich hat die Führung das gemerkt. Sie wollte es ändern, indem die Verantwortung durch bessere Ausbildung von oben nach unten an den Soldaten delegiert werden sollte. Ohne ihm damit aber schriftlich geben zu wollen, was er tun sollte. Und ich sehe es so, dass diese Befehle bewußt derart vage gehalten wurden, um selbst keine Verantwortung zu übernehmen. Aber auch, weil es immer Leute in der Armeeführung gab, die den Soldaten bewußt jene Möglichkeiten gelassen haben, um sich selbst der Verantwortung zu entziehen.
So sehr das offizielle Gedröhne auch anders gelautet hat.

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S51
09.03.2010 16:43von Alfred
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Kinski,

zu Beginn einige Anmerkung.

Merkur hatte es in den letzten Tagen im Bezug auf die Buchvorstellung mit den Generalen Großmann und Schwanitz bereits geschrieben.

Auch dort ging es um Begriffe wie „vernichten“, „liquidieren“ etc.

Vernichten hatte nichts mit erschießen, töten zu schaffen. Jeder der sich mit der Geschichte beschäftigt ist bekannt, dass z.B. im Krieg Armeen vernichtet wurden. Dies bedeutete jedoch nicht, dass die Angehörigen alle getötet worden.

Das Wort vernichten bzw. ä. findest Du sogar mit seiner Beschreibung im Militärlexikon der DDR. Sprich, Du liegst in Deiner Begriffserklärung falsch.

Dies zu dem Begriff.


Zum Befehl 101


Der Minister für Nationale Verteidigung der DDR erließ in jedem Jahr Befehle. So u.a. den Befehl 100 für die Land/ Luft und Marine und so auch den Befehl 101 der sich mit den Hauptaufgaben der Grenztruppen beschäftigte.

Grundlage für diesen Befehl war die Direktive des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages.

Der entsprechende Befehl trat zum 1. Dezember des Jahres in Kraft, was aber nichts mit dem Tag der Grenztruppen zu schaffen hatte. Der 1. Dezember war immer der Beginn des Ausbildungsjahres im Warschauer Vertrag.

Der 101 war die Orientierung für die GT im Ausbildungsjahr für

- den Chef der GT
- den Chef der Volksmarine

der als Chef der Grenzbrigade Küste einbezogen war.

Der Verteiler war wie folgt

- Chef der GT und seine Stellvertreter
- Chef der Volksmarine und seine Stellvertreter
- Die 3 Chefs der Grenzkommandos
- Chef Grenzbrigade Küste
- Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung

Den GT wurde in Abstimmung mit Moskau u.a. zwei Hauptaufgaben gestellt

- Immer bereit zu sein, bewaffnete Überfälle auf die Staatsgrenze entschlossen abzuwehren und im Falle einer Aggression, gemeinsam mit der Gruppe und der NVA, Gefechtshandlungen zur Verteidigung der Staatsgrenze durchzuführen
- Den zuverlässigen Schutz der Staatsgrenze unter allen Bedingungen zu gewähren und Grenzdurchbrüche, aus welcher Richtung auch immer nicht zuzulassen.


Ca. 30 – 40 % des Befehles bezog sich auf die Aufgabenerfüllung im Frieden und ca. 60 – 70 % auf Aufgaben im Verteidigungszustand.

Der Befehl 101 war die Grundlage für den Befehl 80. Dieser wurde vom Chef der Grenztruppen an die 3 Kommandeure der GT erlassen wurde.

Die Kommandeure erließen dann den Befehl 40.

Dies zum Ablauf.

Kinski,

Du vermittelst, - ob gewollt oder nicht – den Eindruck, der Befehl 101 hätte sich nur um die Anwendung der Waffe gekümmert. Wenn man dies objektiv darstellen will, sollte erwähnt werden, dass dieser Befehl sehr umfangreich war und sich mit einem breiten Spektrum zur Staatsgrenze beschäftigte. So hatte zum Beispiel der Befehl aus 1988 einen Umfang von 28 Blatt, mit 12 Hauptthemen und rund 100 Unterteilungen.

Es wurde vieles behandelt, Punkte wie Wohnungswesen, politische Arbeit, Finanzen, und vieles mehr.

Das Befehle nach in Kraft treten bis auf die Urschrift vernichtet worden sind, war übrigens ganz normal.

Gruß

09.03.2010 17:06von ( gelöscht )
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Zitat von Alfred
Kinski,

zu Beginn einige Anmerkung.

Merkur hatte es in den letzten Tagen im Bezug auf die Buchvorstellung mit den Generalen Großmann und Schwanitz bereits geschrieben.

Auch dort ging es um Begriffe wie „vernichten“, „liquidieren“ etc.

Vernichten hatte nichts mit erschießen, töten zu schaffen. Jeder der sich mit der Geschichte beschäftigt ist bekannt, dass z.B. im Krieg Armeen vernichtet wurden. Dies bedeutete jedoch nicht, dass die Angehörigen alle getötet worden.

Das Wort vernichten bzw. ä. findest Du sogar mit seiner Beschreibung im Militärlexikon der DDR. Sprich, Du liegst in Deiner Begriffserklärung falsch.

Dies zu dem Begriff.


Zum Befehl 101


Der Minister für Nationale Verteidigung der DDR erließ in jedem Jahr Befehle. So u.a. den Befehl 100 für die Land/ Luft und Marine und so auch den Befehl 101 der sich mit den Hauptaufgaben der Grenztruppen beschäftigte.

Grundlage für diesen Befehl war die Direktive des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages.

Der entsprechende Befehl trat zum 1. Dezember des Jahres in Kraft, was aber nichts mit dem Tag der Grenztruppen zu schaffen hatte. Der 1. Dezember war immer der Beginn des Ausbildungsjahres im Warschauer Vertrag.

Der 101 war die Orientierung für die GT im Ausbildungsjahr für

- den Chef der GT
- den Chef der Volksmarine

der als Chef der Grenzbrigade Küste einbezogen war.

Der Verteiler war wie folgt

- Chef der GT und seine Stellvertreter
- Chef der Volksmarine und seine Stellvertreter
- Die 3 Chefs der Grenzkommandos
- Chef Grenzbrigade Küste
- Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung

Den GT wurde in Abstimmung mit Moskau u.a. zwei Hauptaufgaben gestellt

- Immer bereit zu sein, bewaffnete Überfälle auf die Staatsgrenze entschlossen abzuwehren und im Falle einer Aggression, gemeinsam mit der Gruppe und der NVA, Gefechtshandlungen zur Verteidigung der Staatsgrenze durchzuführen
- Den zuverlässigen Schutz der Staatsgrenze unter allen Bedingungen zu gewähren und Grenzdurchbrüche, aus welcher Richtung auch immer nicht zuzulassen.


Ca. 30 – 40 % des Befehles bezog sich auf die Aufgabenerfüllung im Frieden und ca. 60 – 70 % auf Aufgaben im Verteidigungszustand.

Der Befehl 101 war die Grundlage für den Befehl 80. Dieser wurde vom Chef der Grenztruppen an die 3 Kommandeure der GT erlassen wurde.

Die Kommandeure erließen dann den Befehl 40.

Dies zum Ablauf.

Kinski,

Du vermittelst, - ob gewollt oder nicht – den Eindruck, der Befehl 101 hätte sich nur um die Anwendung der Waffe gekümmert. Wenn man dies objektiv darstellen will, sollte erwähnt werden, dass dieser Befehl sehr umfangreich war und sich mit einem breiten Spektrum zur Staatsgrenze beschäftigte. So hatte zum Beispiel der Befehl aus 1988 einen Umfang von 28 Blatt, mit 12 Hauptthemen und rund 100 Unterteilungen.

Es wurde vieles behandelt, Punkte wie Wohnungswesen, politische Arbeit, Finanzen, und vieles mehr.

Das Befehle nach in Kraft treten bis auf die Urschrift vernichtet worden sind, war übrigens ganz normal.

Gruß



Du liegst in Deiner Begriffserklärung falsch.-Du vermittelst, - ob gewollt oder nicht – den Eindruck, der Befehl 101 hätte sich nur um die Anwendung der Waffe gekümmert.

Alfred wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hast mußt Du bemerkt haben,dass ich das ich das aus dem Buch:
"Geschichte des MfS" habe und auch so zitiert habe.
Weil ich mit diesen verschiedenen Befehlen das nicht richtig deuten konnte habe ich halt nachgefragt !
Es hat nicht jeder ein Militärlexikon!!!
Also liege ich nicht falsch sondern der Verfasser diese Buches.

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09.03.2010 17:14von ( gelöscht )
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Kann ich nun daraus schlussfolgern, dass sich die beiden genannten Bücher über das MfS teilweise widersprechen?
Einer zitiert aus einem Buch und der Andere widerlegt diese Zitate? Sorry, ich muss .
AZ

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09.03.2010 17:19von S51
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Zitat von Augenzeuge
Kann ich nun daraus schlussfolgern, dass sich die beiden genannten Bücher über das MfS teilweise widersprechen?
Einer zitiert aus einem Buch und der Andere widerlegt diese Zitate? Sorry, ich muss .
AZ



Wohl nicht. Das eine Zitat erwähnte halt nur einen Teil des Ganzen. Soll heißen, Befehle 101/xxx hatten auch mit der Anwendung der Schußwaffe zu tun jedoch nicht ausschließlich.

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S51
09.03.2010 17:27von ( gelöscht )
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Zitat von S51

Zitat von Augenzeuge
Kann ich nun daraus schlussfolgern, dass sich die beiden genannten Bücher über das MfS teilweise widersprechen?
Einer zitiert aus einem Buch und der Andere widerlegt diese Zitate? Sorry, ich muss .
AZ


Wohl nicht. Das eine Zitat erwähnte halt nur einen Teil des Ganzen. Soll heißen, Befehle 101/xxx hatten auch mit der Anwendung der Schußwaffe zu tun jedoch nicht ausschließlich.




Danke, S51, was würden wir nur ohne dich hier machen?

AZ

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( gelöscht )
09.03.2010 19:43von Alfred
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AZ,

ich habe mich auf den Beitrag von Kinski bezogen.

Er schreibt zu Beginn seines Beitrages : "Das habe ich aus meinen Buch "Geschichten des MfS" kopiert" !

Ob dies nun sein Buch ist oder er es nur kopiert hat , ist mir egal.

09.03.2010 22:37von ( gelöscht )
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Zitat von Alfred
Kinski,
zu Beginn einige Anmerkung.
Merkur hatte es in den letzten Tagen im Bezug auf die Buchvorstellung mit den Generalen Großmann und Schwanitz bereits geschrieben.
Auch dort ging es um Begriffe wie „vernichten“, „liquidieren“ etc.
Vernichten hatte nichts mit erschießen, töten zu schaffen. Jeder der sich mit der Geschichte beschäftigt ist bekannt, dass z.B. im Krieg Armeen vernichtet wurden. Dies bedeutete jedoch nicht, dass die Angehörigen alle getötet worden.
Das Wort vernichten bzw. ä. findest Du sogar mit seiner Beschreibung im Militärlexikon der DDR. Sprich, Du liegst in Deiner Begriffserklärung falsch.
Dies zu dem Begriff.



Militärlexikon:
Militärverlag der DDR

Vernichtung:
Bekämpfungsgrad, der ausdrückt, daß Truppen so weit kampfunfähig sind, daß sie ohne Auffüllung keine Gefechtshandlungen mehr führen können.
Beim vernichten von See- bzw. Luftzielen spricht man vom Versenken bzw. vomAbschuß des Zieles.


Lexikon:
Vernichtung

Bedeutungen:

[1] Vorgang oder Ergebnis eines Prozesses, der etwas ganz und gar zerstört, so dass der ursprüngliche Zustand (Gegenstand) kaum noch oder gar nicht mehr erkennbar ist.


vernichten

Bedeutungen:

[1] zerstören, (bewusst und unmittelbar gewaltsam) nichtigmachen
[2] die Legitimation entziehen; das Ansehen beschädigen

Synonyme:

[1] aufreiben, auslöschen, ausmerzen, ausrotten, austilgen, beseitigen, liquidieren, niedermachen, ruinieren, tilgen, töten, verderben, verwüsten, zermalmen, zerstören, zunichtemachen
[2] auslachen, lächerlich machen, verlachen

Vernichtung - vernichten kann/hat viele Deutungs- / Definitionsmöglichkeiten.

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