Die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986

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08.03.2010 20:04
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#31
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Jens, das in Deinen letzten Sätzen stimmt genau, es ist das Wesentliche!


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08.03.2010 20:23
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#32
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mann machte sich richtig gedanken. denn den wind hält keine grenze auf. eine frage. war das akw in greifswald genauso gebaut wie das in tschernobyl? und sollte es nicht noch ein 2 geben? in stendal? lg glasi.


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08.03.2010 20:35
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#33
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glasi, das ist doch vollkommen egal, ob es nun russische Reaktoren waren oder nicht? Es war menschliches Versagen, so habe ich es einmal gelesen, und das kann in jedem Atomkraftwerk auf unserem Kontinent ebenfalls vorkommen. Zu jeder Zeit vorkommen.

R-M-R


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08.03.2010 20:39
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#34
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So kann man es sehen Rainer,knallts irgendwo sind wir alle dran.....egal ob da oder da.

Na dann gute Nacht.


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08.03.2010 21:20
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#35
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Der Reaktor und die dazugehoerigen Systeme wurden nach den amerikanischen Plaenen gebaut. Wenn ich mich nicht irre, war Three-Mile-Island ein Reaktor vom selben Typ. Ich sage es nur deswegen: Am Anfang wurde in Westberlin herumschwadroniert, wie gut die Sicherheitsmassnahmen der US-Reaktoren waren. Sobald es sich herausgestellt hatte, dieser Reaktortyp wurde in den Staaten entweickelt, dann war Ruhe. Ich forsche mal nach...

Jens


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08.03.2010 21:41 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2010 21:42)
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#36
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Zitat von KID
Der Reaktor und die dazugehoerigen Systeme wurden nach den amerikanischen Plaenen gebaut. Wenn ich mich nicht irre, war Three-Mile-Island ein Reaktor vom selben Typ. Ich sage es nur deswegen: Am Anfang wurde in Westberlin herumschwadroniert, wie gut die Sicherheitsmassnahmen der US-Reaktoren waren. Sobald es sich herausgestellt hatte, dieser Reaktortyp wurde in den Staaten entweickelt, dann war Ruhe. Ich forsche mal nach...

Jens


Jens,

das stimmt so nicht ganz. Tschernobyl war ein Graphit-moderierter Reaktor, Three Mile Island ein Druckwasser (Wasser-Moderierter) Reaktor. Zum Zeitpunkt des Ungluecks gabs auf westlicher Seite keine wassergekuehlten Graphit-Moderierten Reaktoren mehr. Es ist eher bezeichnend das - nachdem das menschliche Versagen der Operators in Three-Mile-Island zumindest aehnlich, wenn nicht noch groesser war als in Tschernobyl - der Schaden in TMI um ein vielfaches geringer ausfiel.

Ein Problem beim Reaktor des Tschernobyl-Types war das mit dem einfahren der Regelstaebe (um die Reaktion zu moderieren) fuer einen Zeitraum der exakt negative Effekt auftritt - die Kettenreaktion wird gesteigert. Aufgrund dessen das der Reaktor aufgrund von Versuchen schon sehr Nahe am kritischen Bereich gefahren wurde, kam es dazu das der Reaktor nun prompt-superkritisch wurde (d.h. eine Moderation hat keinen Effekt mehr, der Reaktor wurde zur A-Bombe)

-Th


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08.03.2010 21:43
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#37
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Nein, ich hatte nicht recht... Tschernobyl war ein RBMK-Reaktor.... Sorry!

Jens


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09.03.2010 07:35
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#38
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Hallo zusammen, ich habe noch einmal in ein altes Jahresnotizheft von 1986 geschaut und lag gestern mit meiner Vermutung nicht falsch, es war ein Wochenende, Sonnabend, der 26. April 1986
Notiert habe ich anschließend nichts, was auf das Reaktorunglück hingewiesen hätte und ich bin ansonsten ein Vielschreiber. Daran sieht man eigentlich gut, das der geborene DDR-Bürger so wie meine Wenigkeit es als nicht so wichtig eingestuft hatte.
Das mag jetzt makaber klingen, ist oder besser war aber die DDR-Realität.

R-M-R


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09.03.2010 10:48
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#39
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Zitat von Berliner
War dieses Ereignis ein grosses Thema in der DDR/Bundesrepublik?
Was wurde darueber erzaehlt?



In der Bundesrepublik war das ein Riesenthema.

Zitat
Wurde dadurch die Friedensbewegung bzw. auch die Friedenspolitik der DDR/Bundesrepublik erheblich beeinflusst?



Die Friedensbewegung nicht, aber die Anti-Atomkraft-Bewegung in sehr starkem Maße.


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09.03.2010 10:59
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#40
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Zitat von glasi
war das akw in greifswald genauso gebaut wie das in tschernobyl?



Es war nicht vom selben Typ, aber einen schweren Störfall (zum Glück mit glimpflichem Ausgang) gab es auch dort, und zwar bereits 1975:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwe...d#St.C3.B6rfall

Zitat
und sollte es nicht noch ein 2 geben? in stendal?



Ja. Das KKW Stendal war zur Wendezeit gerade im Bau --- und die Bauphase ging dann nahtlos in die Abrißphase über (während z.B. Temelín in Tschechien mit veränderter Technologie weitergebaut und in Betrieb genommen wurde).


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09.03.2010 16:27
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#41
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Ich habe da eine interessante Seite gefunden, die von der nach 48 Std. geräumten Stadt Pripjat handelt. Sehr bedrückende Aufnahmen.

http://pripyat.com/de/photo_gallery/pripyat/


Gruß,

Sven


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09.03.2010 16:37
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#42
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Der Skandal war doch nicht der Unfall - obwohl das Allein schon schlimm genug war. Die UdSSR hat billigend in Kauf genommen, das Menschen radiokativ verseucht wurden. Und das nicht nur im eigenen Land. Als im Westen die Radioaktivität gemessen wurde, wußte doch noch garkeiner, wo die Quelle ist. Die Katastrophe ereignete sich am 26.04. um 01.21 Uhr. Am Sonntag, einen Tag später, haben sich die Verantwortlichen dazu durchgerungen, die Blöcke 1 und 2 des Reaktors abzuschalten. Es sind seit dem Unfall mind. 22 Stunden vergangen.

28. April 1986, gegen 9:00 Uhr:
Im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark 100 km nördlich von Stockholm geben Techniker Strahlungsalarm. Über 14mal höhere Radioaktivitätswerte als normal werden gemessen. Kraftwerksleiter Karl Erik Sehlstedt verfügt Alarmstufe 2, die Bevölkerung wird benachrichtigt, das Kraftwerk wird evakuiert.

Dann treffen aus anderen Gegenden ähnlich hohe Meßwerte ein. Schnell wird den schwedischen Experten klar, daß die Quelle der Radioaktivität nicht in Skandinavien zu suchen ist. Der Wind kommt aus südöstlicher Richtung - aus der Sowjetunion.

Als Quelle wird ein Atomkraftwerk im Raum Kiew vermutet - es trägt den Namen Tschernobyl.

Die schwedische Energieministerin Dahl beschuldigt die Sowjetunion, einen Reaktorunfall zu verheimlichen. Erst dementieren deren Behörden alles.


28. April 1986, gegen 21:00 Uhr:
Das Moskauer Fernsehen sendet eine Erklärung des Ministerrates der UDSSR, die gleichzeitig über die sowjetische Nachrichtenagentut TASS verbreitet wird:

"Im Atomkraftwerk Tschernobyl hat sich ein Unfall ereignet. Ein Reaktor wurde beschädigt. Maßnahmen zur Beseitigung der Unfallfolgen werden ergriffen. Den Geschädigten wird Hilfe geleistet. Eine Regierungskommission ist gebildet worden."

Der genaue Ablauf der Informationen und der genaue Ablauf der Katastrophe ist hier nachzulesen:
http://www.greenpeace-berlin.de/tschernobyl/tagx.html

Das bedeutet: Erst ungefähr 68 Stunden oder nach fast 3 Tagen gibt Russland zu, was die Welt mittlerweile gesichert weiß. Und das ist der eigentliche Skandal.


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09.03.2010 18:27
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Ich habe nur erfahren, daß sofort aus allen Krankenhäusern die Zivilverteidigungsausrüstung, sprich die Strahlungsmeßgeräte sofort von den übergeordneten Stellen, sprich Ministerium eingezogen wurden ....und das schon 2 Tage, nachdem in den (damals) westlichen Medien Berichte über das Unglück auftauchten. Man wollte wohl verhindern, daß jemand auf eigene Faust Messungen machte, die die Verharmlosungs-, Vertuschungs- und Beschönigungspolitik der SED ad absurdum geführt hätte.


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09.03.2010 18:42
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MatNag, na ja, muss ich da einwerfen, meine Frau war Chemielaborantin und hatte in einem Institut für Isothopenforschung in Leipzig gearbeitet. Sie trug das Dosimeter...oder wie das kleine Ding hieß damals ständig mit sich herum, am Hals, und es hat nichts gesagt...nicht mal Anton oder Pip.
Ich weiß, das ist kein Thema, wo man Spass einflechten sollte, aber so war es.

R-M-R


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09.03.2010 18:54
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@RMR,
die Dosimeter haben auch nicht Anton oder Pip gesagt, jedenfalls nicht 1986 und nicht in Berlin ( Ost ), Oskar Ziethen Krankenhaus, wo meine Frau als Röntgenassistentin arbeitete.
Sie hätten, wie auch immer ausgelesen werden müssen. Und ob das Einer tat, ist fraglich!! Und wenn, dannn wäre es eh zu spät gewesen. Also, was soll`s. Egal ob Ost oder West! Wir können uns hier drehen und wenden!
VG Affi


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