Die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986

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08.03.2010 17:40
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#16
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Ich weiss nur noch das die Information darüber scheibchenweise(Salamitaktik) rüberkam,nichts ganzes
und nichts halbes.Die ganze Tragweite wurde einem erst später bewusst.Von Gelassenheit bis Panik,alles
war dabei.Die Massnahmen nach dem Unglück müssen ja ziemlich Stümperhaft gewesen sein-so hörte man es.


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08.03.2010 17:47
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#17
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hallo. gab es an denn grenzübergängen irgentwelche maßnahmen. ich habe gehört das hinter dem güst herleshausen warta das thw kraftfahrzeuge abgespritzt hat. ist das war? wie gesagt das habe ich irgentwo mal gehört. lg glasi


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08.03.2010 17:48 (zuletzt bearbeitet: 10.03.2010 21:54)
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#18
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Was man nicht so alles findet.....

Hier das Sendescript von Karl Eduard v. Schnitzler zu dem Atomunglück.
Hier erkennt jeder die offizielle Informationspolitik. Ohne Kommentar.
Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv

AZ


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08.03.2010 17:49
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#19
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Zitat von glasi
hallo. gab es an denn grenzübergängen irgentwelche maßnahmen. ich habe gehört das hinter dem güst herleshausen warta das thw kraftfahrzeuge abgespritzt hat. ist das war? wie gesagt das habe ich irgentwo mal gehört. lg glasi



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08.03.2010 17:56
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#20
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Zitat

Zitat von Feliks D.

Zitat von glasi
hallo. gab es an denn grenzübergängen irgentwelche maßnahmen. ich habe gehört das hinter dem güst herleshausen warta das thw kraftfahrzeuge abgespritzt hat. ist das war? wie gesagt das habe ich irgentwo mal gehört. lg glasi



Schau mal meinen Beitrag eine Seite früher



ahhhhha. alles klar.vielen dank felix.. wenn ich dich nicht hätte.. lg glasi


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08.03.2010 18:01
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#21
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Zitat von KID
. Die Sender im Westen hatten auch Messungen vorgenommen (wo z.B. Regenwasser in die kanalisation einfloss). Diese zeigten sich als gefaehrlich fuer Menschen.
Jens



Das einzige, was wir allerdings etwa ein Jahr später so zwischen zwei Kantinenbesuchen im Ministerium für Forstwirtschaft gehört haben, war, dass die Messwerte etwa 50-mal geringer ausgefallen sein sollen als die natürliche Strahlung aus den Bereichen um Marienberg/Vogtland.


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08.03.2010 18:07
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#22
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Es wird wieder schön geredet. In der DDR haben wir keine alltagsrelevanten Infos per Zeitung oder TV/Radio zu dieser Katastrophe erhalten. Es wurden von den Kommunistenführern ausgeklügelte Formulierungen gleichlautend in Presse, TV und Radio veröffentlicht.
Wir haben beim Studium in M. nur bemerkt, dass es für diese Jahreszeit unüblicherweise frisches Gemüse (Kopfsalat, Gurken u.ä.) in den Kaufhallen im Überfluss gab, aber keiner kaufte es.
Informationsquelle waren die Westmedien, dabei waren einerseits begründete Ängste und Befürchtungen, andererseits aber auch der klebrige Sensationsjournalismus spürbar. Im nachfolgenden Herbst haben wir keine Pilze gesammelt oder gegessen.

Ich habe TV-Beiträge des sowj. Fernsehens vor einigen Jahren gesehen, wir Soldaten u.ä. vor Ort den Reaktor sicherten, es war für mich sehr grausam!

Und was sollten wir denn mit der Prawda? Wir haben gelernt für´s Examen! Wer Zeit hatte, die Prawda zu lesen, was hat der eigentlich sonst gemacht, damals in der DDR...


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08.03.2010 18:16
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#23
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Ich muss da Feliks unterstützen, die Information war da, wenn auch nicht am selben Tag aber am Montag und ich erinnere mich, wir waren in unserem Wochenendhaus, hatten das Wochenende dort verbracht und es herschte Ostwind,Regenwetter und meine Töchter spielten draußen im Garten in ihrer Hütte.
Es müsste ein Wochenende gewesen sein, soviel habe ich noch in Erinnerung, weil ich Anfang der Woche mir sagte...hättest du es gewusst, hättest du sie eventuell nicht draußen...spielen lassen.

R-M-R


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08.03.2010 18:23
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#24
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Da fällt mir noch so dazu ein: Was wollten wir denn mit unseren Ostmedien, wo jeder Dumme Abends die Tagesschau gesehen hatte. Sich hier darüber heißzumachen, ist doch Quatsch. Die im Tal der Ahnungslosen, so Dresden und weitere Umgebung, da geh ich ja noch mit, aber der Rest?
Wir hatten Anfang der 60er schon Westfernsehen in Leipzig, da meine Eltern zeitig eine Flimmerkiste besaßen und 1986, also nehmt es mir nicht üben, waren 85% der DDR-Haushalte mit ARD gut versorgt.

R-M-R


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08.03.2010 18:28 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2010 19:03)
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#25
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Hier mal eine sehr ausführliche und realistische Dokumentation zu dem Thema mit vielen Fakten die mich, beim ersten ansehen im TV, sehr beeindruckt hatte.




















Dann solltest du aber auch Wissen @HUF, dass in deiner Berufsgruppe keine Berichte über einen signifikanten Anstieg von Krebserkrankungen auf dem Territorium der DDR vorliegen. Dies hat sich bis zum heutigen Tage nicht geändert, also würde ich die Maßnahmen die im Hintergrund liefen durchaus als ausreichend bezeichnen.

Das mit den Soldaten ist schlimm jedoch haben gerade die Taucher, die wissentlich und freiwillig in den Tod gingen, hier einen weitaus schlimmeren Verlauf mit hunderttausenden Toten verhindert. Auf solche Unglücke war zu diesem Zeitpunkt niemand vorbereitet und ich denke auch im westlichen System wären viele Einsatzkräfte nicht zu retten gewesen.

Was sollte man mit der Prawda??? Lesen, schließlich gab es auch Leute die zu dieser Zeit ihr Studium schon erfolgreich abgeschlossen hatten. Es sei dir versichert, dass ich die Lektüre ausschließlich daheim genossen habe. Dienstlich war ich, tagsüber und oft auch in der Nacht, mit anderen Problemen arbeitsmäßig mehr als ausreichend gefordert.


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08.03.2010 19:11
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#26
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Feliks D., bitte errege Dich nicht. Deine stetigen Anspielungen auf meinen Beruf lenken vom Thema ab.
Ich weiß genau, dass vom Institut für Pathologische Anatomie, vom Institut für Humangenetik und vom Institut für Gerichtliche Medizin der MAM Promotionsthemen an auserkorene Studenten zu diesem sensiblen Thema herausgegeben worden sind. Nach vorheriger Absegnung durch das MfS. (Ähnlich wie wiss. Arbeiten zu Suiciden in der DDR)
Ob und welche Ergebnisse es gab, ist mir nicht bekannt geworden.
Insgesamt, damit hast Du recht, gab es nicht die befürchteten humangenetischen Folgen in unseren Breiten in Größenordnungen. Dabei ist andersherum bei Geschwulsterkrankungen seit jener Zeit die sog. Kausalkette zu den Ereignissen von Tschernobyl keineswegs zu bestätigen oder sicher auszuschließen.

Ich meine, die Katastrophe von Tschernobyl war damals und ist heute nicht geeignet, systemorientierte Argumentationen zu bedienen. Es war die Zeit des Kalten Krieges, da war jedes Mittel recht, den Gegner zu schwächen.

Hoffentlich haben wir daraus gelernt, wir, damals aus der DDR und der BRD, aus Frankreich, GB, USA...


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08.03.2010 19:32 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2010 19:33)
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#27
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Oh ich errege mich nicht. Ich habe dich bisher als angenehmen Gesprächspartner schätzen gelernt, auch wenn unsere Ansichten meilenweit auseinander liegen. Die Anspielungen auf deinen Beruf darfst du positiv sehen, ich schätze die Leistungen deiner Berufsgruppe sehr. Sie es doch mal positiv, da haben wir sogar etwas gemeinsam. Beide haben wir für unsere spätere Arbeit mit den Menschen studiert und sind dann später hingebungsvoll und aufopfernd unserer Tätigkeit nachgegangen.

Du siehst so groß sind die Unterschiede gar nicht.


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08.03.2010 19:39
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#28
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Na Du nun wieder!

Das Deinerseits kann ich so nicht beurteilen. Verstehe bitte, dass hier auch Erfahrungen eine Rolle spielen.

Wir, meine Berufsgruppe und ich haben auch sehr herbe Niederlagen hinnehmen müssen, wenn die Natur gesiegt hat. Dann stehst Du da, und dann werden die Ohren sehr lang, ich meine, sie hängen herunter, nicht länger oder größer zum Hören o.ä.

Aber das gehört nicht zu Tschernobyl und seinen Folgen.


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08.03.2010 19:48
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#29
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am 06.mai 1986 wurde die friedensfahrt
in kiew(!) gestartet, ganze 11 mannschaften
waren am start, im jahr 1985 waren bei der
38. internationalen friedensfahrt noch 22
länder(mannschaften) am start.
für die ddr waren: ampler, barth, ludwig,
kummer, radke und raab am start.
es wurden bis zum 09.mai 3 etappen und ein prolog
in und um kiew ausgefahren.
im übrigen haben wir hier im forum einen sehr
kompetenten insider zum thema ddr-radsport unter uns.


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08.03.2010 19:52 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2010 19:53)
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#30
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Hallo zusammen,

ich komme aus dem Tal der Ahnungslosen, und wir waren nur 1. und 2. Programm vom DFF gewohnt.
also kein Westfernsehen.
Die Nachrichten über den Gau kamen zögerlich, aber sie kamen.Meist verharmlost, den die gute DDR trifft es ja nicht.
Aber jeder DDR-Bürger wußte doch was los war und zwischen den Zeilen das Wesentliche erkennen, daran war doch jeder geübt.
Bei der Katastrophe von Tschernobyl war ich gerade im ersten Lehrjahr der Berufsausbildung, aber durch die vormilitärische Ausbildung wußte ich schon, was und wie gefährlich das war und ist.
Also wir sollten uns doch nach so vielen Jahren nichts vormachen, lieber die Gefahr erkennen das Tschernobyl
immer noch nicht erledigt ist und immer noch eine Gefahr droht.
Gruß Jens


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