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Letzte Grenzreste sind jetzt unter Denkmalschutz/ Dokumentation von Bürgererlebnissen angeregt

in Presse Artikel Grenze 26.11.2008 11:04
von Angelo | 12.508 Beiträge | 509 Punkte
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Das Bildungsministerium soll sicherstellen, dass die Schüler des Landes ausreichend über die Geschichte der DDR informiert sind. Das forderten Manfred Kruczek und Linda Teuteberg, Vorstandsmitglieder des „Forums zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg“, gestern bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 9. Novembers, des Jahrestags des Mauerfalls. An den letzten erhaltenen Überresten der innerdeutschen Grenze am Griebnitzsee sagte Teuteberg: „Das Unwissen der jungen Generation kann nicht nur darin seine Ursache haben, dass die Eltern zu Hause nicht mit ihren Kindern über die Ereignisse vor 1989 reden. DDR-Geschichte darf im Unterricht nicht ausgeklammert und nicht vom Interesse der Schüler abhängig gemacht werden.“ Teuteberg verwies dabei auf eine Studie der Freien Universität Berlin, die Schülern von heute unzureichende Kenntnisse über die DDR bescheinigte. Kruczek forderte, dass die DDR-Geschichte nicht nur im kommenden Jubiläumsjahr, sondern dauerhaft eine Rolle spielen müsse. In diesem Zusammenhang begrüßte er die Entscheidung, die Mauerstücke am Griebnitzsee nach langem Kampf des Forums endlich unter Denkmalschutz zu stellen. Am 4. November habe ihm das Landesamt für Denkmalpflege diese Entscheidung mitgeteilt. „Auch wenn heute ein Tag freudiger Erinnerung ist, dürfen wir nicht vergessen, dass Menschen in der DDR kleingehalten, entmündigt und eingesperrt worden sind“, sagte Kruczek.

Mit Führungen und Zeitzeugengespräche erinnerte man auch in der „Gedenkstätte der Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert“ in der Lindenstraße an den Fall der Mauer und das Ende der SED-Herrschaft. Erhard Neubert berichtete aus der Zeit seiner Haft im damaligen Gefängnis der Staatssicherheit. Museumspädagogin Catrin Eich verwies darauf, dass im letzten Schuljahr in der der Gedenkstätte angeschlossenen Projektwerkstatt mehr als 120 Gruppen zu Gast waren. An 108 Projekttagen kamen mehr als 2400 Schüler. „Das Interesse der Lehrer hat über die Jahre zugenommen, auch wenn das teilweise in persönlicher Bekanntschaft begründet liegt“, sagte Eich.

Der SPD-Ortsverein Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld gedachte am ehemaligen Grenzabschnitt Steinstücken des Mauerfalls. Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein konstatierte ebenfalls „einen erheblichen Wissensbedarf bei Brandenburger Schülern“. Fraktionsvorsitzender Mike Schubert regte eine Sammlung persönlicher Erinnerungen der Potsdamer Bürger an die Mauer und ihren Fall an. (Von Sebastian Scholze)



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