Für wen interssierte sich der BND ?

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03.03.2010 19:27
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#1
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Hallo,

wir hatten ja nun öfters das Thema MfS.

Jetzt drehen wir dies mal um.

Für wen interssierte sich denn der BND ?


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03.03.2010 20:00
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#2
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Für mich z.B. ,als ich in die Bundeswehr einberufen wurde und in eine bestimmte Sicherheitsstufe kam.
Das war aber normal.


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03.03.2010 20:13
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#3
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Für mich zum Beispiel.
Nach der Wende haben wir erfahren, dass Verwandte von uns aus dem Raum Düsseldorf, mit denen meine Eltern in regelmäßigem Kontakt standen, regelmäßig befragt wurden. Was sie denn so wüßten. Dienstart, Dienststelle, Arbeitsfelder und dergleichen mehr.
Da es aber offiziell keine Kontakte zwischen mir und meinen Verwandten dort gab, wird das möglicherweise nicht allzu ergiebig gewesen sein. Auch habe ich weder zu Hause noch sonstwo irgendwelche Details aus dieser Zeit erzählt, da ich durch verschiedene Andeutungen auf so etwas vorbereitet war.


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03.03.2010 20:24
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#4
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Beruflich bedingt könnten die sich auch für mich und meine Freunde interessieren...


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03.03.2010 20:26 (zuletzt bearbeitet: 03.03.2010 20:36)
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#5
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Das war wohl eher der MAD @Holtenauer! Für diesen Verein hatte ich damals auch einmal den spöttischen Begriff "Jungpioniere" als Bezeichnung gehört, diese bezog sie auf die Ähnlichkeit des Wappens mit dem der JP.

Meines Wissens gab es auch den erfolglosen Versuch, bei der Familie Hoffmann eine Quelle anzuwerben.


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03.03.2010 20:36
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#6
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Nein, nicht der MAD. Sie haben sich zu Anfang vorgestellt und die Sache begann auch erst während des Herbstes 1984. Zu dem Zeitpunkt war auf Westseite niemand von meinen Leuten beim Bund, so dass der Militärische Abschirmdienst hier wohl auch nichts zu tun hatte. Da sie sich bei einem Namen verhaspelt hatten, nehme ich an, dass der Tipp über die Engländer kam.


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03.03.2010 20:37 (zuletzt bearbeitet: 03.03.2010 20:37)
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#7
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Ich meinte @Holtenauer... schließlich sprach er von seiner Zeit bei der BW und da ist der MAD zuständig.


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03.03.2010 20:39
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#8
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Hallo Thomas,
für deine Sicherheitsüberprüfungen war der BND bestimmt nicht zuständig. Dessen Spielfeld ist das Ausland. Für Spielfeld kann man auch Aufgabenstellung, Zielbereich, politische Aufgabe oder parlamentaricher Auftrag sagen.
Ich möchte nur nicht, das sich Jemand an den einzelnen Begriffen stört. Daher die Auswahl.

Der Ahnenforscher


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03.03.2010 20:40
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#9
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Ich bin auch sehr zurückhaltend, wenn die Dienste der Gegenseite mit zeitungslesenden Fachidis verglichen werden. Dass wir öffentlich über ihre Pleiten so schön durch Presse und andere Medien unterhalten werden, halte ich mangels Akteneinsicht nicht für die alleinige Wahrheit.


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03.03.2010 20:41
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#10
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Zitat von Feliks D.
Ich meinte @Holtenauer... schließlich sprach er von seiner Zeit bei der BW und da ist der MAD zuständig.



Tschuldigung, habe ich falsch verstanden.


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03.03.2010 20:58
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#11
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Zitat von Alfred

Für wen interssierte sich denn der BND ?



laut eigenaussage lesen sie alle nur zeitungen, aus denen sie erkenntnisse ziehen lt. ehemaliger mitarbeiter bereiben sie das selbe schmierige geschäft wie alle anderen geheimdienste der welt auch...

ein sehr interessantes buch in diesem zusamenhang dürfte juretzko "bedingt dienstbereit" und "im visier" sein.

auszug aus wiki:
Juretzko schildert dort unter anderem folgende Vorgänge:

Zur „Lagebildgewinnung“ habe der BND noch zu seiner Dienstzeit wahllos Briefe von DDR-Bürgern an Westbürger gelesen, wobei der Bruch des Briefgeheimnisses durchwegs ungerechtfertigt gewesen sei.

Der BND habe den deutschen Teil des Gladio-Netzwerks betrieben.

Diese von ihm mit betreute stay behind-Organisation sei der Stasi gänzlich bekannt, und aufgrund zahlreicher grober Fehler (Verbindungsführer gaben Funkgeräte nicht an die „Quellen“ – die verdeckten Kräfte vor Ort – weiter, leere Ausrüstungsverstecke, etc.) sowieso nie einsatzbereit gewesen.

Der BND habe den Verrat seiner Gladio-„Quellen“ ignoriert und diese so unnötig gefährdet.

Der BND habe „verbrannte“ — also gegnerischen Diensten bekannte — Immobilien weiter operativ genutzt.
Bei einer Kooperation mit amerikanischen Diensten habe der BND eine unangemessene Verteilung der gewonnenen Informationen toleriert, sowie Bestechungs- und Abhöraktionen durch die Partnerdienste klaglos hingenommen.

Die Professionalität sei beim BND ganz allgemein mangelhaft gewesen, es hätten teils chaotische Zustände geherrscht – insgesamt sei der Dienst kein ernsthafter Gegenspieler, insbesondere für die Stasi, gewesen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Juretzko


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03.03.2010 22:02
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#12
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Zitat von Feliks D.
Ich meinte @Holtenauer... schließlich sprach er von seiner Zeit bei der BW und da ist der MAD zuständig.




Stimmt Feliks und alle andere, hab mich vertan. Ist ja auch schon 27 jahre her.
Hat mich damals auch nicht so interessiert. Ich durfte damals auch nicht in die DDR oder andere Ostblockstaaetn reisen oder wenn nur mit Anmeldung. Hinterher wurde man dann interviewt.


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03.03.2010 22:10
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#13
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Zitat von GilbertWolzow

Die Professionalität sei beim BND ganz allgemein mangelhaft gewesen, es hätten teils chaotische Zustände geherrscht – insgesamt sei der Dienst kein ernsthafter Gegenspieler, insbesondere für die Stasi, gewesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Juretzko



Komisch. Aber von Juretzko kann man wohl die Wahrheit darüber nicht ganz erwarten.
Hier sagt die Stasi etwas ganz anderes:

"...es gibt ein Lob, sogar in schriftlicher Form. Und es kam ausgerechnet vom ärgsten Gegner. Der BND, so resümierte nämlich um 1980 die für Spionageabwehr zuständige Hauptabteilung II des Ministeriums für Staatssicherheit, habe nicht nur bestens Bescheid gewusst über das "auf dem Territorium der DDR dislozierte militärische Potential" der Sowjets - was bei einer durchaus möglichen kriegerischen Auseinandersetzung von erheblichem Vorteil gewesen wäre. Mehr noch: Auf die Schließung der Grenze sei der BND von allen westlichen Geheimdiensten "am besten vorbereitet" gewesen, sagt Maddrell. Seine Quellen sind über jeden Zweifel erhaben: eben einschlägige Stasi-Berichte."

Der ganze Beitrag: http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,507607,00.html

AZ


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03.03.2010 22:36 (zuletzt bearbeitet: 03.03.2010 23:06)
avatar  Alfred
#14
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AZ,

wie genau waren denn die Erkenntnisse, sicher kannst Du mit Zahlen dienen ?


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03.03.2010 22:54
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#15
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Hallo zusammen,

ich habe 1987 bei der Bundeswehr an einer Stabsrahmenübung teilgenommen. Hierbei hat einer der teilnehmenden Offiziere ernsthaft seine Sorgen geschildert, was passiert, wenn die UDSSR zusammenbricht.Ich war zum damaligen Zeitpunkt über diese Äußerungen vollkommen überrascht.Als es einige Jahre später tatsächlich soweit war, mußte ich häufig an diese Stabsrahmenübung zurückdenken.Woher hatten die Offiziere seinerzeit ihre Informationen? Ich denke, da kommt nur die Auslandsaufklärung des BND in Frage. Der BND unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Aufklärungsdiensten.Ferner habe ich während meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr erfahren, dass man über den Einmarsch der Russen in die CSSR bereits Wochen vorher informiert war.

Einfach nur die öffentlich zugänglichen Quellen über das MfS studieren und man kennt alle anderen Dienste auch.

Gruß an alle

Alpha4550


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