Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

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01.03.2010 20:27 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2010 20:30)
#46
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Zermatt, man muss natürlich neidlos anerkennen: Trotz kaltem Krieg hatten wir, zumindest bis zur Wende, also 1989 gerechnet 44 Jahre Frieden.
Und wessen Verdienst war das wohl...das ist eine gute Frage, was?

R-M-R



und was ist nach 89 ?? Etwa Krieg???

Manchmal ist das wie im Kindergarten hier ....

@KArl : reg dich nicht auf. Lohnt sich nicht

Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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01.03.2010 20:37
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#47
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Zitat von Augenzeuge

Zitat von GilbertWolzow
...denn auch die mutter wusste, dass sich ihr sohn dabei freiwillig in gefahr begab und ihre legale ausreise nicht mehr so lange auf sich warten lassen würde...



Hi, Gilbert,
dann war dies wohl ein Einzelfall? Niemand wusste bei den legal Ausgereisten schon lange vorher, dass man mit Sicherheit rauskommt.
Die meisten haben es an dem Tag erfahren, an dem sie bis 24 Uhr weg sein mussten.

Wenn ich so einen Quatsch höre... wer flüchtet denn, wenn die legale Ausreise absehbar ist?
Und dann noch der Mutter schuld geben, sie wusste es.....



jetzt ist aber schluss mit lustig @augenzeuge, labern können wir genug... wenn dir wirklich etwas an der wahrheit liegt, stelle einen forschungsauftrag bei der bstu.de. ich kann es nicht, da ich nicht die auskünfte als "täter" (aus sicht der bstu) bekomme und mich z.t. selbst belasten würde.

ich hoffe du hast wenigstens soviel ehre, das du dieser, meiner, aussage vertraust...


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01.03.2010 20:42
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#48
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Zitat von Augenzeuge
Bleibe bei den Fakten, Alfred.

Die Frau hätte alles getan, um ihren Sohn von der Flucht abzuhalten, wenn sie von ihrer bevorstehenden Ausreise gewusst hätte.
AZ


auch diese aussage @augenzeuge ist falsch. frau gueffroy hatte einen kreis von frauen (ich habe ihn damals scherzhaft als spirituellen kreis bezeichnet)um sich sich gescharrt, die alles antragstellerinnen auf ständige ausreise waren. anhand der jeweiligen verabschiedungen wusste man, wann jeweils mit einer ausreise zu rechnen ist...
stelle einen foschungsauftrag bei der bstu.de und dir gehen die augen über...


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01.03.2010 20:42
avatar  Alfred
#49
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Zitat von Augenzeuge
Bleibe bei den Fakten, Alfred.

Die Frau hätte alles getan, um ihren Sohn von der Flucht abzuhalten, wenn sie von ihrer bevorstehenden Ausreise gewusst hätte.
AZ



AZ,

nichts anderes habe ich gemacht. Ich habe einen Fakt genannt.

Ich hätte meinen Kindern in jeden Fall von der Flucht abgeraten.

Ob die Frau / Sohn / Familie einen Ausreiseantrag gestellt hatte und wie da der Stand der Dinge war, ich habe da keine Erinnerung.


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01.03.2010 20:43
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#50
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Zitat von Musiker12

Fahnenflucht ist und bleibt nun mal Strafbar. Die in diesem Fall ausgesprochene Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten liegt m.E. nach im Mittelmaß (Wehrstrafgesetz § 16 gibt ein Strafmaß bis zu 5 Jahren vor. Selbst der Versuch ist strafbar).



Unterschieden wurde zwischen "Fahnenflucht" und "unerlaubte Entfernung". Der Unterschied bestand im subjektiven Tatbestand der Absicht sich dauerhaft dem Wehrdienst zu entziehen. Der § 254 StGB sah für den einfachen Fall der Fahnenflucht eine Strafe von ein bis sechs Jahren und im schweren Fall von zwei bis zehn Jahren vor. Eine unerlaubte Entfernung lag gemäß § 255 StGB bei einem Fernbleiben von der Truppe über 24 Stunden vor und wurde mit Strafen zwischen Strafarrest bis 3 Jahre Freiheitsentzug geahndet.

Aufgrund der besonderen politischen Umstände, waren viele Fahnenfluchten aus den Reihen der NVA auch (versuchte) Republikfluchten. So wurden allein 1965 durch die Grenztruppen der DDR ca. 500.000 Flugblätter sowie 954 Kontaktaufnahmen durch den Bundesgrenzschutz der BRD registriert. Bei den Kontaktaufnahmen wurden die DDR-Grenzer 194mal explizit zur Fahnenflucht aufgefordert. Beinah alle Fahnenflüchtigen erhielten in der BRD den Status "politischer Flüchtling". Sie wurden nach gelungenen Absetzen in den Westen von den dort aktiven Geheimdiensten in den "Notaufnahmelagern" ausgefragt und weiter unterstützt, u.a. von der bundesstaatlichen "Deutschen Gesellschaft für Sozialbeziehungen e.V." (DGfSB) aus Duisdorf bei Bonn. Zwischen 1963 und 1990 wurden von der DGfSB insgesamt 2.231 Personen betreut, darunter 63 Offiziere, 532 Unteroffiziere, 1.469 Mannschaften, 77 Angehörige der Polizei und des Zolls sowie 90 Zivilpersonen ... eine einmalig positive Situation für Deserteure.

Quelle:http://home.snafu.de/veith/deserteu.htm

seaman


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01.03.2010 20:46
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#51
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Nein Thomas, nix mit Kindergarten. Zermatt seine Frage bezog sich auf die Zeit des kalten Krieges.
Also nochmal zum mitschreiben: "Wir waren die Guten und ihr ward die Bösen", das war schon mal die offizielle Variante...wurde bei uns in der Schule so gelehrt. und jetzt halt dich fest, bei euch hieß die große UdSSR "das Reich des Bösen?"
So oder so ähnlich habe ich es hier im Forum mindestens schon zweimal gelesen, wenn es um die Schulbildung im alten Westdeutschland ging, so Aussagen von Westgeborenen.
So, jetzt steht der Schüler von heute da und bekommt den Mund nicht mehr zu. Was nun, wie nun und wer war nun gut und wer war nun Böse?
Deswegen meine Frage, und jetzt nochmal leicht geändert: Wessen Verdienst waren diese 44 Jahre Frieden, der Nato oder des Warschauer Pakt?
Also wenn du jetzt erstere als.....dann zweifle ich an deinen Geschichtskenntnissen. Nimm es mit Humor, aber beantworte doch mal diese schöne Frage.

R-M-R


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01.03.2010 20:47
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#52
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Klar, Gilbert, liegt mir etwas an der Wahrheit.

Ich muss mich dazu mit niemanden streiten, aber da du ja vom Fach bist bzw. warst, dann erkläre mir doch bitte mal, warum dieser Fall in Bezug auf die Informationen zur Ausreise so anders war, als bei den vielen vorhergehenden Ausgereisten. Bei denen war es doch mehrheitlich genau so, wie ich schrieb, oder nicht?

Was mir nicht in den Kopf will, ist, dass jemand abhaut, obwohl er weiss, ich kann bald legal gehen, und noch mit Sack und Pack....sorry- kann ich nicht nachvollziehen.
AZ


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01.03.2010 20:52
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Zitat von GilbertWolzow

auch diese aussage @augenzeuge ist falsch. frau gueffroy hatte einen kreis von frauen (ich habe ihn damals scherzhaft als spirituellen kreis bezeichnet)um sich sich gescharrt, die alles antragstellerinnen auf ständige ausreise waren. anhand der jeweiligen verabschiedungen wusste man, wann jeweils mit einer ausreise zu rechnen ist...
stelle einen foschungsauftrag bei der bstu.de und dir gehen die augen über...



Ok, dann muss es aber ab 1989 ganz anders gehandhabt worden sein, als Anfang-Mitte der 80er Jahre....
Das hört sich ja fast so an, dass jeder rauskam, der hier dabei war.....
Schade dass man diese Verfahrensweise nicht dem Volk vermittelt hat, dann hätten sich doch viele die Strapazen über Prag und Ungarn sparen können.....
AZ


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01.03.2010 20:58
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Zitat von Augenzeuge

Was mir nicht in den Kopf will, ist, dass jemand abhaut, obwohl er weiss, ich kann bald legal gehen, und noch mit Sack und Pack....sorry- kann ich nicht nachvollziehen.


@augenzeuge, man muss hier ganz rational den fall der mutter vom sohn trennen. so wie ich auch diesen fall rational vom rest der familie trennte. oder wusstest du, das der opa anerkanntes opfer des faschismus war und im kz gesessen hatte und der ex-gatte und damit vater von chris, der berühmte fotograf der zeitschrift "armeerundschau" war ?

der mutte war anhand ihres freundeskreises klar, das die ausreise kommen wird, nur zeitlich war sie nicht einzuordnen. erfahrungswerte der "sitzengelassenen witwen" zeigte, dass sie nach ca. 2 jahren anstand. es konnten aber auch leicht mal 5 jahre werden.
der sohn, chris, pflegte ebenfalls einen umgang der grösstenteils aus kindern von antragstellern auf ständige ausreise stammte. das jugendliche ungestümer sind und sich schneller hochschaukeln dürfte jedem bekannt sein. und so nahm das unglück an diesem abend eben seinen lauf...


man muss rational, auch wenn es emotional sehr schwer fällt, mutter und sohn in dieser sache trennen.


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01.03.2010 20:59
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#55
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Hat schon einmal einer ins Auge gefasst, das ein Jugendlicher, so der junge Gueffroy eventuell anders tickte wie seine Mutter, die ja wohl etwas älter war?
Das er sich in seiner jugendlichen Impulsivität sagte...jetzt aber los, und egal was meine Mutter sagt.
War nur mal so ein Gedankengang.

R-M-R


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01.03.2010 21:00
avatar  Alfred
#56
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AZ,

nicht alles im Leben muss man verstehen, genau wie nicht alles logisch sein muss.

Dies sollte man vielleicht auch mal akzeptieren.


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01.03.2010 21:01 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2010 21:02)
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#57
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Zitat von Augenzeuge
..................
Was mir nicht in den Kopf will, ist, dass jemand abhaut, obwohl er weiss, ich kann bald legal gehen, und noch mit Sack und Pack....sorry- kann ich nicht nachvollziehen.
AZ



@AZ,
Ich werde versuchen dir diese Frage zubeantworten, du wartest Jahrelang auf deine Ausreise und weißt die Zeit ist reif und du kannst jederzeit auch drann sein. Und lernst durch zufall einen Grenzer kennen, nimmst ein paar Bier mit ihm und lockerst seine Zunge und er erzählt dir was du wissen willst.
Da stellt sich mir die Frage: Was würdest du machen, 1.:Abwarten bis du mit Sack und Pack raus darfst?
Oder 2.: Die Chancse beim Kopf schnappen und den Fluchtversuch wagen?
Als Beispiel gedacht
gruß Jens


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01.03.2010 21:05
#58
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Nein Thomas, nix mit Kindergarten. Zermatt seine Frage bezog sich auf die Zeit des kalten Krieges.
Also nochmal zum mitschreiben: "Wir waren die Guten und ihr ward die Bösen", das war schon mal die offizielle Variante...wurde bei uns in der Schule so gelehrt. und jetzt halt dich fest, bei euch hieß die große UdSSR "das Reich des Bösen?"
So oder so ähnlich habe ich es hier im Forum mindestens schon zweimal gelesen, wenn es um die Schulbildung im alten Westdeutschland ging, so Aussagen von Westgeborenen.
So, jetzt steht der Schüler von heute da und bekommt den Mund nicht mehr zu. Was nun, wie nun und wer war nun gut und wer war nun Böse?
Deswegen meine Frage, und jetzt nochmal leicht geän
Ich sag jetzt aber nicht, wen sie aufgehalten habendert: Wessen Verdienst waren diese 44 Jahre Frieden, der Nato oder des Warschauer Pakt?
Also wenn du jetzt erstere als.....dann zweifle ich an deinen Geschichtskenntnissen. Nimm es mit Humor, aber beantworte doch mal diese schöne Frage.

R-M-R



Kann ich dir. Die Atombomben beider Pakte !

Ich sag jetzt aber nicht, wen sie aufgehalten haben....

Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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01.03.2010 21:23
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Zitat von SCORN
über so manches thema hier im forum kann man sich nur wundern, nicht minder über den verlauf der diskussionen.
kann sich hier auch einer vorstellen dass leute freiwillig zur fahne gingen, ohne gruppenzwang, studienplatzsicherung oder gar erpressung. es gab auch leute die sich für einen militärischen beruf entschlossen, egal ob sie 3,4, 10 oder 25jahre dienten. und es sollen nicht die wenigsten gewesen sein.
da ich wohl einer bin der hier so wie so gegen den mainstream schwimmt kann ich mich auch gleich als vollkommen und gänzlichen freiwillig längerdienender der NVA outen, der nicht einen tag seiner dienstzeit bereut. wie bei so vielen themen wird hier ein falsches bild gezeichnet.
@wosch, ich zweifel deine erfahrungen nicht an. andere haben aber andere erfahrungen gemacht. auch daß solltest du aktzeptieren.

"Ich bin auch kein Verbrecher-Die Freiwilligen der NVA"

Gruss
SCORN

ach ja Zermatt, es gibt keine guten und bösen waffen. es kommt immer darauf an wer sie hat und zu was man sie benuzt.



Sag ich doch Scorn,ich schrieb doch:

Böse und gute Waffen.Die Märchenstunde ist für heute beendet.

Alles klar ?


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01.03.2010 21:26
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#60
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Thomas, um nochmal auf die Zeit des kalten Krieges zu kommen und ich weiß, wir verlassen hier das Ursprungsthema.
Was ich zum Beispiel nie begreifen werde: Wie kann man Verbündeter eines Landes sein, so Westdeutschland zu Amerika, das im Vietnamkrieg ein Land in die Steinzeit zurückbomben wollte, und sich hinstellen und von Frieden reden? Sich hinstellen,und noch meinen, wir haben alles richtig gemacht.
Das ist doch paradox? Das geht doch garnicht?
Da setzt bei mir der normale Menschenverstand aus, so mein Freund schlägt einen blutig und ich stehe da und meine: "Das hast du richtig gemacht".
Nimm es mir nicht übel, aber das übersteigt....
Ich glaube fast, die Sache wäre ein Extrathema wert, wir nennen es " Vietnam in dieser Stunde".
Könnte eventuell ein Admin den Text unter der vorstehenden Überschrift...danke.

R-M-R


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