Versuchte Fahnenflucht

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28.02.2010 11:34
avatar  Sonne
#1
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Im Jahre 1966 ereignete sich auf der GK in Rothesütte im Harz ein versuchter Grenzdurchbruch.
Unser "Schreiber" versuchte sich zu entfernen und nutzte die wenigen Gelegenheiten da er ja selten im Grenzdienst war.Unseren Schreiber haben wir nie wieder gesehen.Allerdings hatte sein Onkel in Leipzig einen Fahrradladen.Dort habe ich erfahren das ralf..... 6 jahre wegen versuchter republickflucht ins Zuchthaus musste.
Im Grenzmuseum in Hohegeiß habe ich dazu einen Bericht gefunden.(siehe Anlage)
Wo kann man sich noch über diesen Vorfall informieren ???
Wer was dazu weiß, bitte eine Info.


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28.02.2010 11:42
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#2
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Vielleicht kommt man über die Zeitschrift oder den Autor an weitere Infos ?

https://files.homepagemodules.de/b150225/f76t2420p45676n1.pdf


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28.02.2010 11:50
avatar  Sonne
#3
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Zitat von Sauerländer
Vielleicht kommt man über die Zeitschrift oder den Autor an weitere Infos ?

https://files.homepagemodules.de/b150225/f76t2420p45676n1.pdf



Danke das ist ja ein für mich sehr interessanter Artikel.


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28.02.2010 11:56
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#4
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Also verletzte der Kompaniechef die Grenze und betrat bundesdeutsches Gebiet. Schade das keine Streife in der Nähe war. Dann wären dem Soldaten die Jahre im Knast erspart geblieben.
Übrigens ein weiterer Beleg für vorsätzliche Verletzung der Grenze in den 60er Jahren. Hatten wir ja vor kurzem hier im Forum.


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28.02.2010 12:27
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#5
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Im Buch von Rudolf Zietz: "Erlebnisse an der Grenze im Harz"
steht eine Flucht am Jägerfleck beschrieben, allerdings keine Jahreszahl.
Danach ist der mittlere Soldat einer Dreierstreife, die direkt an der B4 ( Strassengraben war Grenze )entlang lief auf die Strasse gesprungen, als ein Fahrzeug der Zolls vorbeifuhr. Diese merkten aber nichts davon, da angeblich ihre Scheiben vom Fahrzeug beschlagen waren und fuhren weiter. Die beiden anderen Grenzsoldaten sollen ihm dann gefolgt sein, also auf Bundesdeutsches Gebiet und ihn mit mehreren "Salven" gestellt haben.Die Schüsse fielen wohl wieder einer BGS - Streife in Hohegeiß auf, die sich in Richtung Tatort bewegte. Da war allerdings von den Grenzern nichts mehr zu sehen. Es soll ein lebloser Körper vom LKW abgeladen worden sein, so Zegen in Benneckenstein. Nach der Wende wurde bekannt, der Soldat war noch am Leben. Er stellte später den Antrag auf unterlassene Hilfeleistung der Zöllner, was nach deren Vernehmung aber nicht zutraf.
Ob`s nun dieselbe Flucht war, kann ich nicht sagen. Aber auf jeden Fall selber Ort.
Man hat wohl bei der Nachsuche jede Menge Einschüsse in Bäumen auf westlicher Seite, und das Käppi, ein Schulterstück und Knöpfe gefunden.
VG Affi


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28.02.2010 12:38
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#6
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Sonne, nur mal so aus Neugierde. War der Fahrradladen von dem Onkel im Leipziger Osten? Kannst mir auch eine private Mail schicken, solltest du hier nicht öffendlich...

R-M-R


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28.02.2010 13:16
avatar  Sonne
#7
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Sonne, nur mal so aus Neugierde. War der Fahrradladen von dem Onkel im Leipziger Osten? Kannst mir auch eine private Mail schicken, solltest du hier nicht öffendlich...

R-M-R



kein Problem der Fahrradladen war im Süden Connewitz konkret am Wiedebachplatz dort wo heute ein Einkaufsmarkt ist.
Welch Zufall überhaupt mit dem onkel ins Gespräch zu kommen-nur weil ich mein Fahrrad damals auch dort reparieren ließ und er mich fragte an welcher Grenze ich denn meinen Dienst hatte.arauf hin sagte ich-rothesütte-er dort war Ralf auch-und so kamen wir ins Gespräch.


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28.02.2010 18:23
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Zitat

Zitat von karl143
Also verletzte der Kompaniechef die Grenze und betrat bundesdeutsches Gebiet. Schade das keine Streife in der Nähe war. Dann wären dem Soldaten die Jahre im Knast erspart geblieben.
Übrigens ein weiterer Beleg für vorsätzliche Verletzung der Grenze in den 60er Jahren. Hatten wir ja vor kurzem hier im Forum.


du sagst es karl. was meinst? kamm es oft vor das die grenztruppen auf westdeutschengebiet unbemerkt ihr unwesen treiben konnte? soory wenn ich das so hart ausdrücke aber ich denke die grenztuppen haben es auch nicht gerne gesehen.


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28.02.2010 18:59
#9
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Zitat von glasi

Zitat

Zitat von karl143
Also verletzte der Kompaniechef die Grenze und betrat bundesdeutsches Gebiet. Schade das keine Streife in der Nähe war. Dann wären dem Soldaten die Jahre im Knast erspart geblieben.
Übrigens ein weiterer Beleg für vorsätzliche Verletzung der Grenze in den 60er Jahren. Hatten wir ja vor kurzem hier im Forum.


du sagst es karl. was meinst? kamm es oft vor das die grenztruppen auf westdeutschengebiet unbemerkt ihr unwesen treiben konnte? soory wenn ich das so hart ausdrücke aber ich denke die grenztuppen haben es auch nicht gerne gesehen.



Aber immerhin wurde Kompaniechef dafür belobigt und befördert.

Gruß
Stefan


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28.02.2010 19:37
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#10
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Zitat von glasi

Zitat

Zitat von karl143
Also verletzte der Kompaniechef die Grenze und betrat bundesdeutsches Gebiet. Schade das keine Streife in der Nähe war. Dann wären dem Soldaten die Jahre im Knast erspart geblieben.
Übrigens ein weiterer Beleg für vorsätzliche Verletzung der Grenze in den 60er Jahren. Hatten wir ja vor kurzem hier im Forum.


du sagst es karl. was meinst? kamm es oft vor das die grenztruppen auf westdeutschengebiet unbemerkt ihr unwesen treiben konnte? soory wenn ich das so hart ausdrücke aber ich denke die grenztuppen haben es auch nicht gerne gesehen.




Na was hätte er machen sollen, bei der Flucht zusehen? Der Mann hat konsequent gehandelt und seinen Auftrag erfüllt, da kann ich nichts schlimmes bei finden. Die Grenze wurde wohl wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt.


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28.02.2010 19:42
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ABV

Zitat von Feliks D.

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von karl143
Also verletzte der Kompaniechef die Grenze und betrat bundesdeutsches Gebiet. Schade das keine Streife in der Nähe war. Dann wären dem Soldaten die Jahre im Knast erspart geblieben.
Übrigens ein weiterer Beleg für vorsätzliche Verletzung der Grenze in den 60er Jahren. Hatten wir ja vor kurzem hier im Forum.


du sagst es karl. was meinst? kamm es oft vor das die grenztruppen auf westdeutschengebiet unbemerkt ihr unwesen treiben konnte? soory wenn ich das so hart ausdrücke aber ich denke die grenztuppen haben es auch nicht gerne gesehen.




Na was hätte er machen sollen, bei der Flucht zusehen? Der man hat konsequent gehandelt und seinen Auftrag erfüllt, da kann ich nichts schlimmes bei finden. Die Grenze wurde wohl wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt.



Das der Offizier hinterher in Tränen ausbrach, zeigt wohl auch in welchem inneren Konflikt er sich in diesem Augenblick befand. Wohl dem der nie in eine solche Situation gekommen ist, wo Befehl und Gewissen mit einander kollidiert sind.

Gruß an alle
Uwe


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28.02.2010 19:46
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#12
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[quote="Feliks D Der Mann hat konsequent gehandelt und seinen Auftrag erfüllt, da kann ich nichts schlimmes bei finden. Die Grenze wurde wohl wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt.
[/quote]


Na klar, alles rechtens.
Wäre es umgekehrt gewesen, daß ein BGS Mann auf DDR-Gebiet rumgesprungen ist, wäre er auch zu recht erschossen worden.
Komisch daß von einer Seite gesehen aus immer alles rechtens ist.

Die Grenze wurde wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt ? Wann gab es denn diese Massenflucht ?
Ernsthaft: Wo ist dies belegt ?


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28.02.2010 20:03
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#13
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ABV

Zitat von Sauerländer
[quote="Feliks D Der Mann hat konsequent gehandelt und seinen Auftrag erfüllt, da kann ich nichts schlimmes bei finden. Die Grenze wurde wohl wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt.




Na klar, alles rechtens.
Wäre es umgekehrt gewesen, daß ein BGS Mann auf DDR-Gebiet rumgesprungen ist, wäre er auch zu recht erschossen worden.
Komisch daß von einer Seite gesehen aus immer alles rechtens ist.

Die Grenze wurde wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt ? Wann gab es denn diese Massenflucht ?
Ernsthaft: Wo ist dies belegt ?



[/quote]
Rechtens im Sinne der Gesetzlichkeit war das unbefugte Betreten von fremden Hoheitsgebiet ganz sicher nicht. Ich denke mal Felix bezieht sich unter anderem auf die Grenzbesucher, welche teilweise aus Ignoranz oder Unkenntnis, das vorgelagerte Teritorium der DDR betraten. Es dürfte aber schon einen Unterschied darstellen, ob ein uniformierter Offizier auf dem Gebiet eines anderen Staates die Schußwaffe entwendet, oder ein paar Neugierige Privatpersonen das vorgelagerte Gebiet betraten. Entscheidend sind immer die Umstände und was dann konkret abgelaufen ist. Und die Aktion mit dem Fahnenflüchtigen hätte auch verdammt ins Auge gehen können!

Gruß an alle
Uwe


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28.02.2010 20:09
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Zitat von Feliks D.


Na was hätte er machen sollen, bei der Flucht zusehen? Der Mann hat konsequent gehandelt und seinen Auftrag erfüllt, da kann ich nichts schlimmes bei finden. Die Grenze wurde wohl wesentlich häufiger von West nach Ost verletzt.


@ Felix,
ich sehe dir diese Äüßerung nach. Da hast in Ostberlin gesessen und wahrscheinlich nicht viel von der Realität der Grenze mitbekommen. Sicher kam es vor, das mal ein Zivilist auf DDR Gebiet kam. Wir reden hier aber von einer vorsätzlichen Grenzverletzung. Und nur um einen Republikflüchtling aufzuhalten, hat er die Souveränität eines Staates verletzt. Ihm wäre wahrscheinlich auch nichts passiert, wenn eine Streife an Ort und Stelle gewesen wäre. Was hätte man tun sollen, etwas auf ihn schießen. Aber dafür was er getan hat, wünsche ich ihn nur das schlimmste. Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis. Der Kerl war nur geil vor Ehrgeiz.


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28.02.2010 20:26
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ABV

@ Karl
wenn der Offizier krank vor Ehrgeiz war, dann wäre er nicht in Tränen ausgebrochen. Anscheinend war er über dein Handeln schockiert gewesen, was trotz allem für den Mann spricht. Außerdem befand er sich in einer Ausnahmesituation, hatte Verantwortung für die ihm unterstellten Soldaten und deren Handlungen zu tragen. Das soll sein Verhalten nicht entschuldigen, aber erklären!! Um ihn wirklich be oder verurteilen zu können, wäre es interessant seine heutige Sicht über den Vorfall zu kennen.

Gruß Uwe


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