Versuchte Fahnenflucht

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01.03.2010 15:45
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#61
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Zitat von Alfred
Karl,

es wurden aber auch Angehörige der Bundeswehr, die in die DDR geflüchtet waren, an die BRD ausgeliefert...



@ Alfred,
dazu kann ich nichts sagen. Wenn es so wäre, würde es mich aber wundern. Auf alle Fälle bin ich mir aber sicher, das die Bundesrepublik garantiert keinen desertierten NVA Soldaten ausgeliefert hat. Das wäre doch dann auch gegen das Grundgesetz gewesen. Er war ja deutscher und bekam auch sofort nach der Flucht einen PA und Papiere wie jeder andere Bundesdeutsche.


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01.03.2010 16:40
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Wäre das wirklich gegen das Grundgesetz gewesen? Die DDR wurde ja nicht als ein souveräner Staat anerkannt, sondern nur als ein Teil Deutschlands. Damit wäre eine Auslieferung also gar keine Auslieferung im Sinne des Art. 16 GG, Absatz 2, Satz 1 gewesen. Oder war die DDR da etwa doch "Ausland"?


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01.03.2010 17:44
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#63
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Zitat von Alfred
Karl,

es wurden aber auch Angehörige der Bundeswehr, die in die DDR geflüchtet waren, an die BRD ausgeliefert...



@Alfred,
plauder doch mal aus dem Nähkästchen, nur mal z.B. Winzer und v.Gliga in den fünfziger Jahren,
Gruß aus Berlin


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01.03.2010 17:49
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#64
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Zitat von Sonne
Im Jahre 1966 ereignete sich auf der GK in Rothesütte im Harz ein versuchter Grenzdurchbruch.
Unser "Schreiber" versuchte sich zu entfernen und nutzte die wenigen Gelegenheiten da er ja selten im Grenzdienst war.Unseren Schreiber haben wir nie wieder gesehen.Allerdings hatte sein Onkel in Leipzig einen Fahrradladen.Dort habe ich erfahren das ralf..... 6 jahre wegen versuchter republickflucht ins Zuchthaus musste.
Im Grenzmuseum in Hohegeiß habe ich dazu einen Bericht gefunden.(siehe Anlage)
Wo kann man sich noch über diesen Vorfall informieren ???
Wer was dazu weiß, bitte eine Info.



Nochmals die Frage wer weiß dazu etwas???
Viele Antworten gehen in eine wenn auch nicht uniteressante Seite aber nur einer hat mir bis jetzt geholfen.Ich zahle in Cent-spaß beiseite-nun helft mir mal-damit ich unseren Schreiber finde!!!!

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend

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01.03.2010 17:57
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#65
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Hier ist unser Schreiber u391_Schreiber.html


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01.03.2010 18:04
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Zitat von Feliks D.
Hier ist unser Schreiber u391_Schreiber.html




Schlimmer als von Dir kann es eigentlich nicht mehr kommen


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01.03.2010 18:10
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#67
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Habe ich gesagt, dass unser Schreiber sein Schreiber ist?

Aber dein Lob ehrt mich schon..


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01.03.2010 18:16
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#68
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Nur Sauerländer hat mir geholfen !!!!!!!!!!

Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend

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01.03.2010 21:09
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#69
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Zitat von Alfred
Karl,
es wurden aber auch Angehörige der Bundeswehr, die in die DDR geflüchtet waren, an die BRD ausgeliefert...



Da hab ich was verpaßt.

Auslieferung seitens der DDR?
In welchem Vertrag war dass Geregelt?!!!!!!!!

Die DDR hat Personen abgeschoben bzw. Rücküberstellt.


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01.03.2010 22:30 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2010 22:02)
#70
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Zitat von Sonne
Im Jahre 1966 ereignete sich auf der GK in Rothesütte im Harz ein versuchter Grenzdurchbruch.
Unser "Schreiber" versuchte sich zu entfernen und nutzte die wenigen Gelegenheiten da er ja selten im Grenzdienst war.Unseren Schreiber haben wir nie wieder gesehen.Allerdings hatte sein Onkel in Leipzig einen Fahrradladen.Dort habe ich erfahren das ralf..... 6 jahre wegen versuchter republickflucht ins Zuchthaus musste.
Im Grenzmuseum in Hohegeiß habe ich dazu einen Bericht gefunden.(siehe Anlage)
Wo kann man sich noch über diesen Vorfall informieren ???
Wer was dazu weiß, bitte eine Info.


Rudolf Zietz berichtet in seinem Buch von einem ähnlichen Fall.

Er besitzt eine umfangreiche Sammlung historischer "Grenzrelikte", welche er dem Grenzmuseum Sorge zur Verfügung stellen wollte bzw. bereits hat. Nimm doch mal via Grenzmuseum zu ihm Kontakt auf. Sicher kann er auch etwas zu dem von Dir geschilderten Fall aussagen und evtl. nachrecherchieren.

Gruß
Stefan

______________
Alles wird gut!

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01.03.2010 23:11
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Zitat von Thunderhorse

Zitat von Alfred
Karl,
es wurden aber auch Angehörige der Bundeswehr, die in die DDR geflüchtet waren, an die BRD ausgeliefert...



Da hab ich was verpaßt.

Auslieferung seitens der DDR?
In welchem Vertrag war dass Geregelt?!!!!!!!!

Die DDR hat Personen abgeschoben bzw. Rücküberstellt.




Th,

man kann nicht alles wissen.

Es war 1972 und es handelte sich um einen Oberfeldwebel der Bundeswehr, der in der BRD ein Verbrechen begangen hatte und anschließend inkl. Bewaffnung die Staatsgrenze der BRD zur DDR überschritt, um in dieser Zuflucht zu suchen.

Dies war wohl ein Vorschuss auf den Grundlagenvertrag bzw. gab es ein Gesetz aus 1953 über die innerdeutsche Rechts- und Amtshilfe in Strafsachen.


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01.03.2010 23:42 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2010 00:18)
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Zitat von Alfred

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Alfred
Karl,
es wurden aber auch Angehörige der Bundeswehr, die in die DDR geflüchtet waren, an die BRD ausgeliefert...


Da hab ich was verpaßt.
Auslieferung seitens der DDR?
In welchem Vertrag war dass Geregelt?!!!!!!!!
Die DDR hat Personen abgeschoben bzw. Rücküberstellt.



Th,
man kann nicht alles wissen.
Es war 1972 und es handelte sich um einen Oberfeldwebel der Bundeswehr, der in der BRD ein Verbrechen begangen hatte und anschließend inkl. Bewaffnung die Staatsgrenze der BRD zur DDR überschritt, um in dieser Zuflucht zu suchen.
Dies war wohl ein Vorschuss auf den Grundlagenvertrag bzw. gab es ein Gesetz aus 1953 über die innerdeutsche Rechts- und Amtshilfe in Strafsachen.




Die "Insider".

Auch in 1972 wurden Personen:
Abgeschoben, Rücküberstellt.
Und das in der Zeit von 1949 - 1989.
Juristisch, im Zusammenhang mit dem Gesetz über die innerdeutsche...., auch mit Zulieferung bezeichnet.

Eine Auslieferung, wie etwa nach Österreich oder Frankreich, ist im Fall der DDR nicht möglich. Im Gesetz über innerdeutsche Rechts- ' und Amtshilfe in Strafsachen (1953) wird deshalb von „Zulieferung" gesprochen.


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02.03.2010 00:13
avatar  Alfred
#73
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TH,

wir können jetzt die ganzen juristischen Verrenkungen anfangen, den Laien ist dies egal. Den interessiert, dass der Herr wieder in der BRD landete und dort hoffentlich einen entsprechende Strafe erhalten hat.


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02.03.2010 00:23
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Zitat von Alfred
TH,
wir können jetzt die ganzen juristischen Verrenkungen anfangen, den Laien ist dies egal. Den interessiert, dass der Herr wieder in der BRD landete und dort hoffentlich einen entsprechende Strafe erhalten hat.



Informieren hat noch nie geschadet.


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02.03.2010 00:48
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#75
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Der Journalist, der den Artikel (2. Post) geschrieben hat, heißt Söhnke Streckel und kommt aus Wernigerode.
Noch habe ich ihn nicht gefunden, aber hier schon mal ein sehr interessanter Artikel von ihm:

--------------------------------------------
Im Jahr 1984
Alliierte Spione in Halle-Lettin
Der Journalist Söhnke Streckel hat die Geschichte einer Geheimdienstoperation mit Todesfolge recherchiert
VON Steffen Reichert, 16.07.08, 23:13h, aktualisiert 16.07.08, 23:21h


Das Wrack der Mercedes-Limousine der Franzosen nach dem Zusammenprall mit dem Lastwagen «Juwel 853» (rechts). Links im Bild «Juwel 852», der zur Abschirmung nachträglich dorthin gefahren wurde. Am zerstörten Mercedes lehnt der schwerverletzte französische Stabsfeldwebel Blancheton. (Repro: BStU)
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Halle/MZ. Ein französischer Angehöriger der Militärischen Verbindungs- mission kommt 1984 bei einem fingierten Autounfall in der DDR ums Leben. Ein Blick auf eines der dunkelsten Geheimnisse im Kalten Krieg.

Es ist der 22. März 1984, als die Mitarbeiter der halleschen Verkehrspolizei zu einem Unfall in die Nordstraße gerufen werden. Ein Lkw "Ural" hat gerade einen Mercedes S-Klasse unter sich begraben. Einer der Insassen, die allesamt Uniformen einer westlichen Armee tragen, ist sofort tot. Ein anderer steht schwerverletzt am Auto, weigert sich aber, ins Krankenhaus mitzukommen.

Die Polizisten erkennen sofort: Ein normaler Unfall kann das nicht gewesen sein. Kein Wunder. Bereits vor ihnen sind Mitarbeiter der Staatssicherheit am Unfallort eingetroffen. Wenig später erscheinen sowjetische Geheimdienstoffiziere und übernehmen.
Kaserne als Ziel


Die Kollision ist der Höhepunkt einer Geheimdienstoperation, an der "Juwel 853" - ein NVA-Fahrzeug - beteiligt ist. Denn der französische Mercedes, der am gleichen Morgen aus Potsdam die Kaserne Halle-Lettin angefahren hat, ist den Diensten als sogenannte MVM-Mission vertraut: die Spionagefahrt einer Jahrzehnte zuvor von den Alliierten vereinbarten Militärischen Verbindungsmission.

Es sind kleine militärische und oft von Geheimdienstlern durchsetzte Einheiten, die über Jahrzehnte durch Ost- und Westsektoren fahren dürfen. Als faktisch legale Vorhut der Amerikaner, Briten, Franzosen und Russen düsen seit 1947 als mobile Kontrollkommandos mit hochwertiger Technik vollgestopfte Spezialfahrzeuge durch die Lande. Alle Siegermächte versuchen in jener Zeit, Militärspionage zu betreiben. Und nicht nur das. Es wird eingebrochen, es werden Materialproben von Panzern genommen, Truppenbewegungen gemeldet, Sperrgebiete untersucht - die MVM als Einheiten der Alliierten signalisieren den Anspruch der Siegermächte auf die Kontrolle des geteilten Deutschland. Entsprechend heftig sind in Ost und West die Versuche der Geheimdienste, die gegnerischen Aktivitäten auf eigenem Boden zu verhindern.

Die Spionage hat ein gewaltiges Ausmaß. Von den 1982 insgesamt 410 in den Bezirk Magdeburg eingefahrenen MVM-Aufklärungsbesatzungen kann die Staatssicherheit ganze 26 unter Kontrolle bringen und lediglich 120 Stunden beobachten. "Lizensierte Spionage" hat der Wernigeröder Journalist Söhnke Streckel deshalb seine Publikation genannt, die jetzt bei Sachsen-Anhalts Landesbeauftragten für Stasiunterlagen erscheint und erstmals eines der dunkelsten Geheimnisse im Kalten Krieg zwischen Ost und West behandelt.

Streckel hat dabei nicht nur Unterlagen der Staatssicherheit ausgewertet, sondern greift auch auf Akten sowjetischer und amerikanischer Dienste zurück. Und er hat spektakuläre Fotos gefunden, die das Ausmaß der heftigen Auseinandersetzung deutlich machen. Dass diese auch Todesopfer fordert, wird in Kauf genommen.
Die Falle schnappt zu


Streckels These nach intensiver Forschung zu dem halleschen Fall: Da die westlichen MVM nur über die Glienicker Brücke einreisen dürfen, ist der Überblick über Aktivitäten in der DDR grundsätzlich gewährleistet. Da vermutet wird, dass die Franzosen zur Spionage nach Halle fahren, gehen die drei Blockade-Lkw "Juwel 851, 852, 853" und die Beobachter des MfS "Wolke 656, 657, 660" dreieinhalb Tage lang in Stellung. Egal, aus welcher Richtung sie kommen: Die Franzosen sitzen in der Falle. Als ein Wachposten der Kaserne die Spione entdeckt, schnappt die Falle zu. Der Franzose Philippe Mariotti versucht in Schlängelfahrt auszuweichen, erhöht das Tempo, der Fahrer von "Juwel 853" lenkt um: Es kommt zu dem tödlichen Zusammenprall.

Es dauert rund sechs Stunden, bis französische Abgesandte am Tatort eintreffen, die Offiziere, den Schrott und ihre Technik abholen - "sie haben vor Ort keine Fragen gestellt", weiß der Forscher Streckel. Alle kennen die Spielregeln. Erst im Nachgang wird die Politik aktiv. Während die Stasileute Geldprämien erhalten, gibt es offizielle Proteste. Die DDR und die Sowjets wiegeln mit der Begründung ab, es habe sich um eine Sperrgebietsverletzung gehandelt. Und sie verweisen auf den protokollierten Unfallhergang. Aber der ist inzwischen frisiert worden.

Ob in Tangerhütte oder in Wernigerode - auch in anderen militärisch relevanten oder grenznahen Bereichen wird in jenen Jahren durch die MVM spioniert. Für Streckel Grund genug, weiter zu recherchieren. "In diesem Bereich gibt es noch viele offene Fragen."

Infos und Bezug unter

http://www.landesbeauftragte.de


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