Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

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01.05.2013 18:37
#91
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


Aber auch die Entscheidungen, die man treffen mußte mit den Überführungen der Mähdrescher über lange Strecken zum nächsten Erntefeld war ein riesiges Problem,. die hätte ich nicht treffen wollen.
War es nun besser, den Fuhrpark um millionenschwere Technik aufzustocken um das störanfällige Fahrwerk/ Getriebe (?) der Fahrzeuge zu schonen, oder war es billiger, diese Defekte zu Gunsten eines insgesamt preiswerteren Maschinenparks hinzunehmen ?
Das nur an die Adresse derer, die heute über andere Großprojekte und Fehlkalkulationen in diesen Größenordnungen sich entrüsten.
Heutige Helden haben übrigens Gras und keine Stoppeln unter den Füßen, was die allgemeine "Wertschätzung" der arbeitenden Bevölkerung recht deutlich offenbart.
Und ob die Fußball- Bayern heute größere Helden sind als die damaligen Ackerbauern, wie sie unter den sozialistischen Bedingungen wirtschaften mußten fragt sich noch.
Ich gebe zu, daß diese Propaganda schwer überladen war wie ein W 50- Anhänger mit Getreide, aber wer schon mal sieben Tage pro Woche täglich 12 Stunden auf einem Feld gearbeitet hat wird verstehen, wie schwer diese Anerkennung verdient werden mußte.


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01.05.2013 19:04
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#92
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.



Nabend Pit 59..

fakt ist jedenfalls...die "Bauern" haben sich den" Respekt" verdient....durfte selbst erleben,wie die Jungs Anfang 80iger in der Naehe Rheinsberg....
haben einen 1.Sekretaerius(Rose) von diesen Parteifreaks haben "wegtreten lassen".
Wie schnell es manchmal geht....nee,die Bauern waren nicht die einzigsten die zu
dieser Zeit fleissig waren...jeder hat seine "Hochzeit"...bei den Bauern waren es nun mal die Erntetage....

Sodann Gruss BO


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05.04.2015 13:41
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#93
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94

Zitat von Hackel39 im Beitrag #89
... https://www.youtube.com/watch?v=OQ8RF51add4 ...
Leider ist die Dokumentation 'Ernteschlachten in der DDR' nicht mehr mit dem o.G. Link abzurufen, trotzdem scheint dieser Thread etwas geeigneter als Volkseigenes Niemandsland ?


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05.04.2015 14:05
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#94
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Mich wundert es nur, warum in der alten BRD die Leute nicht verhungert sind. Gab es die Marshallplan Hilfe auch noch bis zur Wende???

Das es Genossenschaften gab die trotz der ständigen Gängelei gut gewirtschaftet haben, lag doch nicht an dem System Genossenschaft, sondern an dem persönlichen Einsatz vieler Genossenschaftsbauern die sich für ihren Acker noch verantwortlich gefühlt haben. Über die meisten Parolen wurde doch nur gelächelt.

Der Hesselfuchs


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05.04.2015 15:35
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#95
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Im Fernsehen brachten sie einen Bericht, das sich auch bayrische Bauern zu Genossenschaften zusammenschließen.
Im Zeitalter von TTIP und durch die Aufnahme der Ukraine in die EU dürfte sich die Kleinfelderwirtschaft dann eh erledigt haben.

Solche LPG Nachfolger wie http://www.wer-zu-wem.de/firma/barnstaedt.html können vielleicht bestehen.


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05.04.2015 16:31
#96
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http://www.amazon.de/dp/3933519683/?tag=phpprogramme
Für alle, die einen echten Zeitzeugen aus dem Mansfelder Land zum Thema kennen lernen wollen, hier kommt alles zur Sprache und man war nachträglich noch einmal dabei.
Hab dazu im Forumsthema " Bücher, die man gelesen haben muß" schon etwas geschrieben.
Die Landwirtschaft ist neben der Feuerwehr hierzulande oft noch die letze verbliebene Institution, um im Sinne von Kultur und Gemeinwesen noch einigermaßen flächendeckend etwas auf die Beine zu stellen.
Zwar wird auch vieles anderswo von anderen ebenfalls organisiert, aber in ländlichen Gegenden sind sie oft ein Rückgrat bei der logistischen Bewältigung solcher Vorhaben.


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05.04.2015 16:46
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#97
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hm 94,
meintest du den ...



gruß vs


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05.04.2015 17:04
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#98
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Zitat von Merlini im Beitrag #94
Mich wundert es nur, warum in der alten BRD die Leute nicht verhungert sind. Gab es die Marshallplan Hilfe auch noch bis zur Wende???

Der Hesselfuchs


Richtig, die Legende besagt, das Adenauer gefragt wurde, was er denn braucht.
Er sagte Korn.
Und er bekam Corn.
So enstand hinter der Grenze die gelbe Gefahr, das Maismehl färbte die Wessis gelb...


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05.04.2015 19:21
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#99
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


@Pit 59
ja, jedes Regime braucht seine Helden, in der Nazizeit waren es die U Boot Fahrer, in der DDR die Combine Fahrer


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05.04.2015 19:38
#100
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Zitat von Gert im Beitrag #99
Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


@Pit 59
ja, jedes Regime braucht seine Helden, in der Nazizeit waren es die U Boot Fahrer, in der DDR die Combine Fahrer


Stimmt Gert---und so brauch heute die Demokratie neue Kriegsbefürworter und Steuerhinterzieher--jede Gesellschaft hat seine Helden.


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05.04.2015 19:38
avatar  Mike59
#101
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Zitat von Gert im Beitrag #99
Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


@Pit 59
ja, jedes Regime braucht seine Helden, in der Nazizeit waren es die U Boot Fahrer, in der DDR die Combine Fahrer


Ein schöner Vergleich - spricht für sich.


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06.04.2015 07:57
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#102
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Hallo Gert, bleib doch mal sachlich. Man muss doch nicht in jedem Thema solche Sachen ausgraben. Im Grunde stimmt deine Aussage schon, aber durch das ewige aufwärmen wirst du niemanden belehren oder gar bekehren. Viele sind doch blind für das was sie nicht sehen wollen.
Durch solche Beiträge wird jedes Thema sehr schnell zum Schlachtfeld für eine handvoll User und der Rest wendet sich anderen Themen zu.

Der Hesselfuchs


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06.04.2015 08:05 (zuletzt bearbeitet: 06.04.2015 13:01)
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#103
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Die Leistungen der Genossenschaftsbauern haben oft die Titelseiten der Zeitung gefüllt, aber auch in der DDR konnte man nicht einkaufen und mit einem Zeitungsartikel bezahlen.

Die Vergütung und die Arbeitsbedingungen waren in den meisten Genossenschaften erheblich schlechter als in vielen Industriebetrieben. Da wurde die Verbundenheit zur Scholle richtig ausgenutzt. Die immer wieder angeführte individuelle Produktion war mit viel zusätzlicher Arbeit in der eh schon knapp bemessenen Freizeit verbunden. Die damit erwirtschafteten Einkommen wurden in der Regel für den Unterhalt oder den Abriss alter Wirtschaftsgebäude auf dem eigenen Grundstück eingesetzt.

Der Hesselfuchs


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06.04.2015 08:21
avatar  Pit 59
#104
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Ich habe ja nun auch mit einigen gearbeitet die vom Dorf kamen,in der Stadt war der "Offizielle" teil Ihrer Arbeit,richtig Geld wurde doch dann aber erst zu Hause verdient.

"Bringe mir doch mal einen Karnickel oder ein Paar Eier mit" Antwort ." Nee Du das wird nichts,ich bekomme wenn ich das Viehzeug Lebend abgebe soviel Geld,da wäre das zu teuer für Dich" Ja ist ja gut.

1990, der Bauer " Du wenn du mal einen Karnickel oder Eier brauchst sage ruhig bescheid" Antwort : "Nee Du, friss mal Deine Karnickel und Eier selber"

Klar haben die auch hart gearbeitet für Ihren "Wohlstand", aber es war schon vieles möglich,und durch Beziehungen oder Freundschaften noch viel mehr. Aber das war ja überall so.


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06.04.2015 08:31
avatar  Mike59
#105
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Wer von den an der "Diskussion" beteiligten war oder ist eigentlich ein eingetragenes Mitglied in eine landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft bzw. einer Nachfolgeeinrichtung einer solchen?


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