Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

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08.04.2015 20:30
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#151
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@vs1400, nach Deinen Reaktionen auf meine früheren Beiträge in anderen Themen erwartest Du doch jetzt nicht wirklich eine Antwort von mir???

Der Hesselfuchs


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08.04.2015 20:44
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#152
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Arbeitstiere und Faultiere hat es ja in allen Berufsgruppen und Wirtschaftszweigen gegeben. Wenn Nahrungsmittel auch sehr wichtig für das Leben sind, sollte man die anderen Voraussetzungen für ein sorgenfreies Leben nicht außer acht lassen.

Beispielsweise machen wir uns doch wenig Gedanken über die Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Energieversorgung, medizinische Betreuung, Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastrukturen solange alles problemlos funktioniert. Wenn irgendwas nicht so funktioniert, werden wir schnell nervös.

Keiner ist so schlecht, dass er nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann.

Der Hesselfuchs


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08.04.2015 20:54
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#153
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Für das abschreckende Beispiel fallen mir sofort einige User Namen ein.

Da ich mich aber nicht auf bestimmte Niveaus herablassen will, bleiben die Namen in der Schublade.

Der Hesselfuchs


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08.04.2015 21:51
#154
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Zitat von furry im Beitrag #147
Zitat von Pit 59 im Beitrag #146
30 Jahre DDR hinter mir,und nie Hunger gehabt,also hatte ich schon manchmal,na Ihr wisst schon was ich meine.ich hatte immer meinen Eltern dafür gedankt,weil die fleissig gearbeitet haben,jetzt weiss ich das war Falsch,ich hätte den Genossenschaftsbauern der DDR danken müssen
Achso,wen müssen wir denn eigentlich heute danken


@Pit59 , man sollte ganz einfach die Arbeit anderer, ob Klofrau, Sanitäter, Supermarktkassiererin, Bauer oder was weiß ich, achten und respektieren.
Da wären wir schon einen großen Schritt weiter.


Lila: Genau. Mich regt es immer auf, wenn ich im Supermarkt im Kosmetikregal ein Bund Bananen und zwischen Grünkohl und Blumenkohl das langgesuchte Haar-Shampon finde. Das ist eine Mißachtung der Arbeit Anderer. Meinem West-Kollegen habe ich da mal klar die Meinung gesagt, als wir einkaufen waren und er irgendwann meinte, daß er etwas von Gekauften doch nicht braucht (ich glaube, es waren sogar Bananen) und die kurz vor der Kasse irgendwo hinstopfen wollte. Nach meinen deutlichen Worten ist er still abgetrabt und hat die wieder dorthin gebracht, wo er sie herhatte. Aber bitte nicht gleich drauf reinspringen. Das war mal OT.


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08.04.2015 23:47
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#155
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Zitat von Merlini im Beitrag #151
@vs1400, nach Deinen Reaktionen auf meine früheren Beiträge in anderen Themen erwartest Du doch jetzt nicht wirklich eine Antwort von mir???

Der Hesselfuchs


nun ja @Merlini,
dann hätte ich doch nicht gefragt.

du kannst natürlich nur mir nicht antworten wollen, was mich dann jedoch eher an kindergarten erinnert und ich im eigentlichen nicht erwartete.
im sinne des / eines forums, fand / finde ich diese frage sehr informativ für interessierte, außenstehende user und
du warst ja halt schon länger mitglied einer damaligen genossenschaft.

gruß vs


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09.04.2015 00:19
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#156
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Zitat von Harsberg im Beitrag #145

Zitat
so gab es auch pflichten für mitglieder und da hat man nicht selten richtig zugeschlagen zb. rüben verziehen.



Dafür hatten sie doch die Schulkinder oder die freiwilligen Erntehelfer aus der Stadt



nun ja, @Harsberg,
für erntehelfer brauchte es, zu meiner zeit, ein mindestalter + einwilligung der eltern, was jedoch immer auch sehr lohnenswert war. körperlich war man jedoch auch gut gefordert.
beim rüben - verziehen hat man die jedoch nie gesehen.

erntehelfer aus der stadt liefen nur anfangs der "ernte" hinterher und sie warfen dann ne flache schüssel unter den auswurf eines zb. e 512.
dann waren sie beschäftigt mit körner auszählen, um die verluste dokumentieren zu können.
für spaß sorgten sie so nebenher wohl auch bei einigen und nach "einigen wochen" waren se wieder wech.
praxisbezogener waren da eher die, die dieses studium mit vorbildung (beruf mit abi) absolvierten. die hatten interesse und zeigten diese auch.

gruß vs


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13.04.2015 21:46
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#157
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Die von Oben verordneten Ernteeinsätze von Schulkindern aus der Stadt war nicht gerade effektiv. Essen und Trinken wurde gestellt, die Leistung war jenseits von gut und von den Kartoffelkörben war ein ganz Teil nicht mehr zu gebrauchen oder lag irgendwo im Gelände.

Ferienarbeit für Schüler war in den 60 iger und 70 iger Jahren noch möglich, später waren durch die zunehmende Mechanisierung kaum noch Einsatzmöglichkeiten für Schüler vorhanden.

Der Hesselfuchs


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13.04.2015 21:57
#158
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Zitat von Merlini im Beitrag #157

Ferienarbeit für Schüler war in den 60 iger und 70 iger Jahren noch möglich, später waren durch die zunehmende Mechanisierung kaum noch Einsatzmöglichkeiten für Schüler vorhanden.
Der Hesselfuchs

In den 80er Jahren gab es eigentlich auch noch genug Arbeit für Ferienarbeiter in der Landwirtschaft, ich hab in der Sommerferien (83 bis 85) immer die kompletten 8 Wochen in der LPG gearbeitet. Es wurde ja nicht schlecht honoriert War zwar eigentlich nicht möglich weil man offiziell als Schüler dann nur 21 Tage arbeiten durfte, aber wenn Not am Mann war ging alles.


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13.04.2015 22:03
#159
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Zitat von Merlini im Beitrag #157
Die von Oben verordneten Ernteeinsätze von Schulkindern aus der Stadt war nicht gerade effektiv. Essen und Trinken wurde gestellt, die Leistung war jenseits von gut und von den Kartoffelkörben war ein ganz Teil nicht mehr zu gebrauchen oder lag irgendwo im Gelände.

Ferienarbeit für Schüler war in den 60 iger und 70 iger Jahren noch möglich, später waren durch die zunehmende Mechanisierung kaum noch Einsatzmöglichkeiten für Schüler vorhanden.

Der Hesselfuchs



Wir waren als Lehrlinge nach dem 2.Lehrjahr zur Kartoffelernte in einer LPG im Norden der DDR. Der Ort hieß Kleinow. Geschlafen wurde einem alten Gebäude auf Strohsäcken. Toilette war Außen-Plumsklo. Gewaschen an der Pumpe. Zufällig war auch eine Leghrlingsklasse 1.Lehrjahr von Näherinnen aus Berlin dort. Da gab es wenigstens ein frohes Jugendleben. Das war 1965. Später trafen sich einige von uns (ich auch) in berlin mit den Mädchen, die wir so kennengelernt hatten. Einer hat später eine geheiratet.


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13.04.2015 22:04
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#160
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Hallo,
wie wäre es das Thema volkswirtschaftlich zu betrachten:

LPG mit hohem Technikeinsatz recht rationell und das diese "Eigentum" der LPG wohl überwiegend hervorragend gepflegt und gewartet, Ersatz nicht immer verfügbar und teuer...

Technik ermöglicht geringe Beschäftigungszahlen, also viele Arbeitskräfte in der Schwer- und Leichtindustrie, aber auch im Bildungsbereich.

Wie war das mit Polen ( als Gegenbeispiel ) , welcher Anteil der Einwohner war in der Landwirtschaft, welche Produktionszahlen der polnischen Konsumgüterindustrie?


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13.04.2015 23:57
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#161
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Zitat von Merlini im Beitrag #157
Die von Oben verordneten Ernteeinsätze von Schulkindern aus der Stadt war nicht gerade effektiv. Essen und Trinken wurde gestellt, die Leistung war jenseits von gut und von den Kartoffelkörben war ein ganz Teil nicht mehr zu gebrauchen oder lag irgendwo im Gelände.

Ferienarbeit für Schüler war in den 60 iger und 70 iger Jahren noch möglich, später waren durch die zunehmende Mechanisierung kaum noch Einsatzmöglichkeiten für Schüler vorhanden.

Der Hesselfuchs


hm @Merlini,
es war dann wohl eher in deiner region (lummerland) so. ich hab ab der achten klasse in der landwirtschaft meine ferienarbeit verbracht und bis zur wende gab es immer auch ne stroh-brigade, zumeist frauen und diese stockte man sehr gern mit ferienarbeitern auf. nach 3 wochen dufte ich dann ca. 7- bis 800 mark, im briefumschlag empfangen. derartige ferienlöhne fand man, in meinem eck, echt nirgends.
ab der neunten klasse bewarb ich mich wieder fürs stroh, doch um es ab zufahren. dies war mit einer betriebsfahrerlaubnis möglich, welche ja nur auf dem acker galt und für nen strohdiemen musste man diesen ja nicht verlassen. nach drei wochen hatte ich den lohn eines dreischichters im kuvert, denn es wurde nach fuhren bezahlt und nach einiger zeit war nach dem ersten auch noch der zweite anhänger dran.
fahren durften wir jedoch nur mit abgerockten mts 50, welche technisch zumindest io waren.

gruß vs


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14.04.2015 00:06
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Zitat von Merlini im Beitrag #157
Die von Oben verordneten Ernteeinsätze von Schulkindern aus der Stadt war nicht gerade effektiv. Essen und Trinken wurde gestellt, die Leistung war jenseits von gut und von den Kartoffelkörben war ein ganz Teil nicht mehr zu gebrauchen oder lag irgendwo im Gelände.

Ferienarbeit für Schüler war in den 60 iger und 70 iger Jahren noch möglich, später waren durch die zunehmende Mechanisierung kaum noch Einsatzmöglichkeiten für Schüler vorhanden.

Der Hesselfuchs


nun ja, @Merlini,
es lag wohl eher an den verordneten einsätzen und weniger an den kindern aus der stadt.

richtig gutes geld bekamen wir immer, wenn man auf dem anhänger war und die gefüllten körbe entleerte. doch nen sieben- odär achtklässler war dort nicht zu sehen. meist standen dort die älteren semester
und irgendwie war das ja nun auch ne art ek-bewegung. ...

gruß vs


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14.04.2015 19:46
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Ob die Erntehelfer aus der Stadt oder vom Dorfe waren ist ja egal. Wenn jemand um Geld zu verdienen in den Ferien gearbeitet hat, war das OK. Die Einsätze die von oben angeordnet waren haben meist nicht viel gebracht. Das war mehr was für die Zeitung.

Ich selber habe mir auf der LPG schon Geld verdient wo noch keiner nach dem Alter oder der Genehmigung durch die Eltern gefragt hat. Wir haben Heu und Stroh abgeladen, Getreide ins Gebläse geschaufelt usw. Auch mit den Traktoren sind wir auf dem Feld und den Feldwegen schon ohne Fahrerlaubnis gefahren.

Da ich den Lehrvertrag mit der LPG abgeschlossen hatte, konnte ich in den Winterferien der 10. Klasse die Fahrerlaubnis für Traktor erwerben. In den darauf folgenden Sommerferien und schon vorher an den Wochenenden habe ich den immer Traktor gefahren. Angefangen mit dem Pionier und dem Famulus.

In den 80 iger Jahren habe ich als Brigadeleiter auch Ernteeinsätze betreut. Mit dem Traktor fahren für Schüler war es da nicht mehr so einfach.

Der Hesselfuchs


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15.04.2015 06:01
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#164
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Es gab dann natürlich auch die Einsätze im Rahmen der Berufsausbildung und des Studiums. Dort bekamen auch jene die mit LW und Obstbau bisher nur die Berührungspunkte in der Kaufhalle hatten, mal einen Eindruck von den handarbeitsintensiven Erntearbeiten. Dort wurde oftmals auf Leistung gearbeitet und meist überdurchschnittlich gut vergütet.

Ich selber habe zwei Getreideernten mit einem Komplex der Zentralen Erntetechnik absolvieren müssen. Im ersten Jahr als Erntekapitän und im zweiten als Schichtleiter. 20 Mähdrescher, 16 LKW Züge und ein Tross von Werkstattwagen, Tankwagen usw. Nannte sich im Volksmund "Zirkus Blau Weiss". Sehr gute Vergütung für eine schlechte Effektivität. Aber getreu dem Motto, je größer desto besser.

Der Hesselfuchs


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15.04.2015 07:27
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#165
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ZET - ja, da war ich damals auch 2x mit dabei .
Das letzte Korn haben wir Anfang September im Raum Schleiz geerntet.
Für uns war es eine schöne Zeit - wa solls ?!


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