Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

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28.02.2010 11:28
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#16
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Übrigens sind bäuerliche Betriebe, nach 1945 in Schleswig/ Hollstein die über 100 ha hatten, von der Britischen Besatzungsmacht enteignet bzw. auf 100 ha reduziert worden.

"Staaten haben keine Freunde, Staaten haben Interessen"
Henry Kissinger


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28.02.2010 11:35
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#17
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Hallo Manudave
Ich habe Landwirtschaft gelernt.Die Berufsbezeichnung war Agrotechnik. Bin 1978 zur Forst übergewechselt,
weil wir in der Landwirtschaft sehr wenig verdienten. Ein Beispiel: In der Erntezeit hatte ich in
einem Monat 350 Stunden (kein freies WE und von morgen bis spät in die Nacht) ,dafür hab ich
950,- Mark (Ost) bekommen. Im Winter ,wo wir wenig Stunden hatten , nur 27o,- Mark verdient.
In der Forst hatte ich dann so um die 900,- Mark bei gleichbleibenden Stunden. Darum wollte auch
so wenige in die Landwirtschaft gehen.Es war oft ein Arbeitermangel.Was damals gelaufen ist,
war ein großer Fehler.Den Bauern erst alles geben und dann wieder einkassieren. Überhaupt den Mittelstand zu enteignen war der Beginn des Untergangs.
Gruß Udo E.


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28.02.2010 11:36
#18
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Hi,

wie ich in einem anderen Thread geschrieben habe, komme ich aus einem landwirtschaftlichen Umfeld, und bin quasi darin aufgewachsen.

Mein Vater war hier auf einem Hof für die Schweinemast verantwortlich. In der Wendezeit kamen dann auch regelmäßig Läufer (das ist quasi die Zwischenstation zwischen Ferkel und ausgewachsenem Schwein) aus der Leipziger Gegend zur Mast. Die Schweine waren sehr robust und nicht so stressanfällig wie unsere hochgezüchteten Tiere. Ein Beispiel: Mann musste bei uns die Schweine in den Endmaststall umtreiben, da konnte es schonmal passieren, das ein Schwein auf der Strecke blieb und an Herzversagen starb. Das kam bei den Tieren aus Leipzig fast überhaupt nicht vor. Auch der Körperbau war sehr stabil.

1993 haben wir uns eine Mastanlage in Badeleben anschauen dürfen und ich muss sagen, das System war einfacher und zentraler. Ein langer Hauptgang und links und rechts die einzelnen Mastställe.

Und die Dimensionen waren anders als hier. Der Hof wo wir wohnten hatte 3800 Mastschweine und die waren über 5 Ställe verteilt. In Badeleben gab/gibt es 10000 Mastschweine. Und die großen Maschinen faszinierten mich damals. Habe nicht schlecht gestaunt als ich das erste Mal einen K-700 in Aktion erlebt habe.

Gruß,

Sven

Weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt!!

Affen die hoch hinaus wollen, entblößen Ihren ..... (Hintern)!!


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28.02.2010 11:48
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#19
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Das System der Massentierhaltung heute ist ja nicht unbedingt schlecht - wenn man einige Tierschutz-Themen mal außen vor lässt.
Diese Woche kam erst ein Bericht, dass Tiere aus der Massenhaltung eine bessere ökologische Bilanz aufweisen, als Tiere von kleinen bäuerlichen Betrieben.
Ein Interview mit einem ehem. LPG-Bauer, der heute seinen eigenen Großbetrieb leitet war hochinteressant.
Vielleicht hat es ja einer unter der Woche gesehen und findet noch den Link dazu.


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28.02.2010 11:54
#20
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Zitat von manudave
Das System der Massentierhaltung heute ist ja nicht unbedingt schlecht - wenn man einige Tierschutz-Themen mal außen vor lässt.
Diese Woche kam erst ein Bericht, dass Tiere aus der Massenhaltung eine bessere ökologische Bilanz aufweisen, als Tiere von kleinen bäuerlichen Betrieben.
Ein Interview mit einem ehem. LPG-Bauer, der heute seinen eigenen Großbetrieb leitet war hochinteressant.
Vielleicht hat es ja einer unter der Woche gesehen und findet noch den Link dazu.



Ich muss auch sagen es ist gut das sich einige Bestimmungen im Sinne der Tiere geändert haben. Heute muss man ja einem Tier so und soviel m² Platz lassen. Beschäftigungsmöglichkeiten muss das Tier auch haben, Beißring etc. Leider ist die Massentierhaltung in unserer Gesellschaft immer noch ein muss. Denn der Bürger will ja auch recht preiswertes Fleisch. Zu einem Guten-Preis-Leistungsverhältnis.
Mittlerweile gibt es ja auch schon richtig große Bio-Mastbetriebe. Da sind die Dimensionen ja noch viel größer. Schon allein von der Fläche mit Auslauf, Liegeflächen und und und....


Gruß,

Sven

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28.02.2010 12:25
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#21
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Zitat Manudave:

Zitat
Aber nur weiter mein Freund - immer schön auf die Beiträge der anderen warten - und dann loslegen. Irgendwann sind sie schon mundtot - wie früher.



Ich wollte ja zu Deinen Beiträgen nichts mehr schreiben. Nur hier würde mich doch mal interessieren wie Du Dein Verhalten interpretierst, wobei ich mir Deine Antwort, wenn denn eine kommt schon vorstellen kannst.


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28.02.2010 12:34
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#22
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Ich bin kein Landwirschaftsexperte!! Ich habe aber in Erinnerung mit der Bodenreform wurde einiges geändert es gab Enteignungen und so genannte Neubauern bekamen Land! Diese Neubauern hatten nicht immer das fachliche Wissen und Know-how. Da gab es schon Probleme. Es gab die Maschinen-Ausleih-Stationen (MAS) Später die Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) für diese Neubauern. Hautsächlich stammten diese Maschinen und Traktoren aus Enteignungen. Ich habe in Erinnerung dass diese Maschinen und Traktoren häufig kaputt waren weil keine Ersatzteile da waren, Fachkräfte fehlten oder einfach Sabotage vorlag. Dementsprechend waren die Ernteerfolge. Später mussten ja alle in die LPG.
Auf dem Land sollte ein neuer Wind wehen. Ein Kulturhaus wurde errichtet es gab nun mehr Abwechslung auf dem Land! So schön so gut. Doch dachten viele der neugemachten LPG Bauern 8 Stunden Arbeit am Tag sind genug, mein Kollege im VEB Rotes Banner arbeitet auch nicht mehr. Regen oder nicht Regen 8Stunden sind vorbei. Heute gehen wir noch in das Kulturhaus einen trinken. Das Kollektive Umdenken war nicht so schnell vorhanden. Zur Not mussten eben die Soldaten der Volksarmee als Erntehelfer einspringen. Wie wirtschaftlich das alles war ? Keine Ahnung bin kein Ökonom oder Fachmann. Kohl gab es immer genug. Zuckerrüben und Zucker reichlich. Warum die DDR auch noch dem Fidel Zucker abnehmen musste habe ich nicht verstanden! Aber Solidarität war in der DDR ein großes Wort. Zumindest hatten die Bauern auch einige private Privilegien wie Privat 1-2 Schweine, Ziegen, Hühner etc. Woher kam da immer das Futter für diese Tiere? Na ihr denkt doch nicht etwa ? Wie schrieb einmal mein Freund Rainer-Maria es war ein nehmen und geben in der DDR. Hauptsache alles ging seinen sozialistischen Gang! Nur all zu lang war der Gang auch nicht. Es gibt keine Neubauern in diesem Sinn der Bodenreform mehr, die LPG’s sind auch Geschichte alles ist wieder wie es war. Nur die Lieder wie „ der Mais der Mais wie jeder weiß ,das ist die Wurst am Stengel oder Besuchen wir Onkel und Tante mal sehn was das Dorf neues hat haben die wir früher im Kulturhaus gesungen, wollen einfach nicht aus meinem Gedächtnis! Gruß Peter(turtle)


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28.02.2010 12:51
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#23
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die LPG’s sind auch Geschichte alles ist wieder wie es war.

Na Peter, das glaube ich aber nicht.
In unserer Gegend haben sich nach der Wende viele Genossenschaften gebildet. Sie haben wieder ihr Land eingebracht und bearbeiten ihre Felder wieder zusammen. Manche haben auch nur ihre Felder an die Gen. verpachtet.
Sie haben in große Maschinen investiert, in moderne Stallungen.....und mittlerweile vermarkten sie ihre Produkte auch in Hofläden oder in Verbünden von Hofläden. Klappt soweit ich das beurteilen kann offenbar recht gut. Jedenfalls, wenn ich dort einkaufen gehe, sind immer etliche andere auch dort zum einkaufen und die Ware ist ausgesprochen gute Qualität, natürlich nicht für ein paar Pfennige zu haben, wie im Supermarkt. Aber.....
VG Affi


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28.02.2010 13:26
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#24
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Zitat von manudave


Aber nur weiter mein Freund - immer schön auf die Beiträge der anderen warten - und dann loslegen.




hi manudave,
ich hoffe nicht dass mir dadurch dass ich nun in deinen freundeskreis aufgenommen bin irgendwelche verpflichtungen auferlegt sind,

aber zum thema: die kommentare zu deinem beitrag mag ich nicht einstellen, sie würden mit sicherheit gegen die forumsregelen verstoßen. was ich dir übermitteln kann ist der erntsgemeinte vorschlag sich mit betroffenen zu unterhalten. hiermit sei dir ein einladung zum dorffest im sommer ausgesprochen(übernachtung gesichert). details kannst du per pm von mir erhalten.

als zusammen fassung der meinungen kann ich folgendes sagen: die kollektivierung erfolgte in drei schritten. widerstand kam vor allem von seiten der grossbauern. aber letztendlich war es der richtige weg, so die quintessenz der männer. einige gehörten übrigens zu den grossbauern.

die kollektivierung erfolgte in unsere gegend erst in den sechziger jahren, wenn bei dir schon 1952 leute enteignet wurden hat es mit sicherheit einen anderern grund.

also, mein neuer freund manudave, würde mich freuen dich im sommer in einem dorf im grabfeld begrüssen zu können.

gruss SCORN


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28.02.2010 13:40
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#25
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Zitat von Affi976
die LPG’s sind auch Geschichte alles ist wieder wie es war.

Na Peter, das glaube ich aber nicht.
In unserer Gegend haben sich nach der Wende viele Genossenschaften gebildet. Sie haben wieder ihr Land eingebracht und bearbeiten ihre Felder wieder zusammen. Manche haben auch nur ihre Felder an die Gen. verpachtet.
Sie haben in große Maschinen investiert, in moderne Stallungen.....und mittlerweile vermarkten sie ihre Produkte auch in Hofläden oder in Verbünden von Hofläden. Klappt soweit ich das beurteilen kann offenbar recht gut. Jedenfalls, wenn ich dort einkaufen gehe, sind immer etliche andere auch dort zum einkaufen und die Ware ist ausgesprochen gute Qualität, natürlich nicht für ein paar Pfennige zu haben, wie im Supermarkt. Aber.....
VG Affi



Hallo Affi ,
Ich meinte damit auch Privatbesitz . Ich lerne gern dazu. Ist es immer noch LPG"rote Rübe"
Wenn man aber durch Erfahrung gelernt hat und es Vorteile bringt sich in Genossenschaften einzubringen ist das doch in Ordnung. Genossenschaften mit gegenseitigem Vorteil gibt es nicht nur in der Landwirtschaft. Nur ist die Mitgliedschaft heute freiwillig!
Gruß Peter(turtle)


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28.02.2010 14:23
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#26
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Zitat von SCORN

die kollektivierung erfolgte in unsere gegend erst in den sechziger jahren, wenn bei dir schon 1952 leute enteignet wurden hat es mit sicherheit einen anderern grund.



@Scorn
Möchte dich nur korrigieren:
Zwischen den Jahren 1952 und 1960 wurden mehr als 800.000 Bauern enteignet und deren Privatbetriebe in mehr als 19.000 Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) überführt.
AZ


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28.02.2010 14:28
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#27
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Zitat von turtle
Ich bin kein Landwirschaftsexperte!! Ich habe aber in Erinnerung mit der Bodenreform wurde einiges geändert es gab Enteignungen und so genannte Neubauern bekamen Land! Diese Neubauern hatten nicht immer das fachliche Wissen und Know-how. Da gab es schon Probleme. Es gab die Maschinen-Ausleih-Stationen (MAS) Später die Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) für diese Neubauern. Hautsächlich stammten diese Maschinen und Traktoren aus Enteignungen. Ich habe in Erinnerung dass diese Maschinen und Traktoren häufig kaputt waren weil keine Ersatzteile da waren, Fachkräfte fehlten oder einfach Sabotage vorlag. Dementsprechend waren die Ernteerfolge. Später mussten ja alle in die LPG.
Auf dem Land sollte ein neuer Wind wehen. Ein Kulturhaus wurde errichtet es gab nun mehr Abwechslung auf dem Land! So schön so gut. Doch dachten viele der neugemachten LPG Bauern 8 Stunden Arbeit am Tag sind genug, mein Kollege im VEB Rotes Banner arbeitet auch nicht mehr. Regen oder nicht Regen 8Stunden sind vorbei. Heute gehen wir noch in das Kulturhaus einen trinken. Das Kollektive Umdenken war nicht so schnell vorhanden. Zur Not mussten eben die Soldaten der Volksarmee als Erntehelfer einspringen. Wie wirtschaftlich das alles war ? Keine Ahnung bin kein Ökonom oder Fachmann. Kohl gab es immer genug. Zuckerrüben und Zucker reichlich. Warum die DDR auch noch dem Fidel Zucker abnehmen musste habe ich nicht verstanden! Aber Solidarität war in der DDR ein großes Wort. Zumindest hatten die Bauern auch einige private Privilegien wie Privat 1-2 Schweine, Ziegen, Hühner etc. Woher kam da immer das Futter für diese Tiere? Na ihr denkt doch nicht etwa ? Wie schrieb einmal mein Freund Rainer-Maria es war ein nehmen und geben in der DDR. Hauptsache alles ging seinen sozialistischen Gang! Nur all zu lang war der Gang auch nicht. Es gibt keine Neubauern in diesem Sinn der Bodenreform mehr, die LPG’s sind auch Geschichte alles ist wieder wie es war. Nur die Lieder wie „ der Mais der Mais wie jeder weiß ,das ist die Wurst am Stengel oder Besuchen wir Onkel und Tante mal sehn was das Dorf neues hat haben die wir früher im Kulturhaus gesungen, wollen einfach nicht aus meinem Gedächtnis! Gruß Peter(turtle)


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Da ist viel wahres dran Peter,

aber eben nicht alles. Die Kollektivierung der Landwirtschaft war notwendig - sonst wären im Nachkriegsdeutschland(Ost) die Menschen schlicht verhungert. Nicht jeder konnte auf dem Schwarzmarkt kaufen was nötig war, oder hatte eine Parzelle für seinen Kleingarten.
Und eine Genossenschaft ist keine Enteignung! Der ZWANG dahin ist etwas anders.
Wo ist denn die Ursache zu sehen das viele Ostdeutsche Bauern kein Einzelbauer werden wollen? Könnte es sein das hier das Sprichwort von "schlauen Bäuerlein" trifft?

Mike59


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28.02.2010 17:10 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2010 17:10)
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#28
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hallo augenzeuge,
deine aussage zweifel ich nicht im geringsten an. da liegt das grabfeld , aus dem ich stamme, wohl in einer gegend in welcher der sozialismus mit eher kleinen schritten vorankam.
ohne mich hier outen zu wollen kann ich sagen daß meine familie auch zu den großbauern zählte.
die fakten sehen so aus: mein grossvater war ende der sechziger der bauer der als letzter zur lpg kam(musste).
auf grund des eingebrachten vieh und landbesitzes war er aber schwupp die wupp sofort der 2. vorsitzende( neben dem zweitgrössten bauern im dorf).
anfang der siebziger waren die privaten stallungen zu hause wieder voll. es wurden kühe, bullen und schweine (privat) gehalten. unterm strich kann ich sagen dass diese zeit wohl die sorgenfreiste in seinem leben war. neben seinen gehalt von der lpg brachte die geduldete privat vieh haltung ein recht erkläckliches einkommen sowie urlaub und soziale absicherung. sachen die bis dahin kein bauer kannte.
auch nach seinen angaben war es der einzig sinnvolle weg der gegangen wurde auch wenn er selbst zu den grössten gegnern zu begin gezählt werden muss.

daher stoßen mir solche gebetsartigen beiträge wie von manudave etwas sauer auf und ich kann mir einen kommentar dazu einfach nicht verkneifen.
auch ist es richtig dass ich eigendlich nur noch auf beiträge reagiere. um ehrlich zu sein ist es mittlerweile der einzige grund warum ich überhaupt noch in diesem forum bin: wissentlich oder unwissentlich falsche darstellungen in bezug zur DDR klar zu stellen. man darf so etwas einfach nicht im WWW unwidersprochen stehen lassen.

@augenzeuge:du kannst mir glauben dass ich der DDR geschichte recht kritisch gegenüber stehe. meine meinung zum politbüro habe ich mehrfach klar zum ausdruck gebracht. durch diese forum bin ich aber zu einem fehementen DDR verteidiger geworden, eben weil ich manudave, sonny und konsorten nicht die deutungshoheit über meine geschichte überlassen kann und will!

ich bin mir ziemlich sicher das nicht wenige hier genau so denken!

gruss
SCORN


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28.02.2010 17:56
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#29
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Hi scorn,
zunächst danke ich dir für deine ehrliche Meinung. Danke das du an meiner Aussage nicht zweifelst- brauchst du auch nicht- ich habe sie nicht erfunden. Und ärgern möchte ich damit auch niemanden.

Es ist unzweifelhaft so, dass wir alle die wirklich unterschiedlichsten Dinge erlebt haben. Natürlich war dies auch regional und zeitlich bedingt, welche Meinungen wir entwickeln konnten.
Du und dein Grossvater sind dafür, wie wir alle auch, ein super Beispiel.

Vom Landleben habe ich persönlich nur wenige - vor allem keine langzeitlichen Erfahrungen.
Auch ich kann mich nur an Chroniken bzw. Quellen halten- bzw. in der Familie die Älteren fragen.
Deine Schilderungen stelle ich nicht in Frage, ähnliches habe ich so auch gehört. Das heisst nicht, das es woanders differenzierter- ja auch härter- für die Bauern ablief.

Scorn, ich bedaure allerdings, dass dich die Beiträge einiger hier, von deiner ursprünglichen kritischen Meinung zur DDR etc. abgebracht haben. Obwohl die umgekehrte Wandlung auch nicht unbedingt das Ziel sein sollte. Es zählt doch nicht die Meinung von Einzelnen, es zählt die individuelle Bewertung des Wahrheitsgehaltes der vermittelten Information- die vielleicht bisher unbekannt war. Und in der Summe ergibt sich ein Bild. Zumindest ist dies bei mir so.

Schade ist es auch, wenn du nur noch Beiträge "abwatscht", die nach deiner Meinung ein völlig falsches Bild vermitteln, aber keine eigenen neuen Infos bringst. So berechtigt deine Kritik auch sein mag- aber dies gibt dann insgesamt ein Bild von dir, welches dich vielleicht in eine Ecke stellt, wo du nicht hingehörst bzw. hingehören willst.
Manchmal hilft es auch, gewisse Beiträge nicht bierernst zu sehen, sondern humorvoll zu kommentieren.
Wir reden hier oft über 20 - 30 Jahre alte Ereignisse, vieles hat sich seitdem verändert, vielleicht sollten wir einiges nicht so annehmen, als ob es mit heute unbedingt vergleichbar wäre.
Eine Deutungshoheit sollte hier niemand haben- dafür bin ich übrigens auch!
Gruss, AZ


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28.02.2010 18:31
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#30
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Scorn, ich bedaure allerdings, dass dich die Beiträge einiger hier, von deiner ursprünglichen kritischen Meinung zur DDR etc. abgebracht haben. Obwohl die umgekehrte Wandlung auch nicht unbedingt das Ziel sein sollte. Es zählt doch nicht die Meinung von Einzelnen, es zählt die individuelle Bewertung des Wahrheitsgehaltes der vermittelten Information- die vielleicht bisher unbekannt war. Und in der Summe ergibt sich ein Bild. Zumindest ist dies bei mir so.


@ AZ ist das wirklich von dir?

Mike59


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