Mode in der DDR nur selber gemacht war gut ?

28.02.2010 06:31
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#1
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Not macht erfinderisch. Wer chic gekleidet sein wollte, brauchte eine Nähmaschine, Strick- und Häkelnadeln und natürlich die Fähigkeit, sie zu bedienen. Denn das, was in HO und Konsum zu kaufen war, erfüllte selten die Ansprüche.


War die Mode von der Qualität und dem Design wirklich so schlecht in der DDR?


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28.02.2010 10:53
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#2
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Es gab zumindest nicht diesen Markenkult wie heute.
Das finde ich - aus heutiger Sicht - gar nicht so schlecht. Natürlich waren viele Klamotten eintönig. Aber dass ich meine Kinder mit Marken ausstatten muss, damit sie dazugehören, das gab es dort nicht.

Ein gutes Beispiel sind die Schuluniformen in England - da wird dieser Markenkult auch verhindert.

Eine Nähnaschine hatte wahrscheinlich fast jede Familie - das war aber nicht nachteilig zu sehen. Man musste sich eben zu helfen wissen - und die Karnevalskostüme waren damals wenigstens noch selbstgemacht.


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28.02.2010 11:04
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#3
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damals waren stricksachen in mode, meine mutter war da sehr kreativ.
sie besaß eine strickmaschine(eine rarität aus dem russenshop in leipzig) und bekamen immer einzigartige sachen von ihr...
gekaufte hosen ließ ich in meiner verwandtschaft umändern,
schlaghosen waren in


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28.02.2010 11:17
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#4
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Ich hatte es schon einmal in einem anderen Thema geschrieben: Was es im Exquisitladen, so in Leipzig, und ich muss jetzt einmal von Leipzig ausgehen,zu kaufen gab, diese Kleidung war in Qualität und modischem Chic dem ebenbürtig, was der Westnormalo auf dem Körper trug.
Für alle Selbstnäher gab es die "Fixen", ein großer privater Laden mit hunderten Stoffen, bis hin zu Jeansstoffen im Leipziger Osten, heutige Wurzner Straße.
Meine Frau zum Beispiel war eine leidenschaftliche Näherin, lag wohl in der Familie, weil schon Oma, Uroma...., und sie schleifte mich immer dorthin, und während ich mich langweilte, prüfte sie die Stoffe, fühlte, knittert zwischen den Fingern und am Ende ging ich bepackt wie ein Maulesel aus dem herlichen Laden, in dem es aussah wie auf dem orientalischen Basar.

R-M-R


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28.02.2010 11:34
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#5
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Angelo, nur bedingt ist das richtig...es gab Jugendmodeläden, in denen es wenn du Glück hattest, das richtige Zeug gab.
In Leipzig gab es am Ring Ost einen riesigen Laden...

Naja und in den "E" Shops, vorrausgestzt deine Geldbörse war gefüllt, gab es wie schon R.M.R. schrieb qualitativ gleichwertige Ware.
Ich habe regelmäßig meinen Lehrlingslohn gespart und bin dort öfter einkaufen gewesen, Mutter hat natürlich was dazu gegeben.

MfG


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28.02.2010 11:40
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#6
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Hm,wie war das noch mal mit den Jeans,die viele haben wollten,alternativ wurden dann selber
welche hergestellt,Kopie der Westjeans,ein eignes Modell...


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28.02.2010 11:51
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#7
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@ Zermatt,

keine Ahnung...in den 1980ern haben sich viele von meinen Freunden entweder welche von der Verwandtschaft schicken lassen, oder sie sind halt in den speziellen Laden gegangen.
Im Warenhaus gab es die "Wisent" oder die "Boxer", die waren allerdings unmodern geschnitten, kein Vergleich zur "501".

Die vietnamesischen Gastarbeiter nähten übrigens, zwecks großer Nachfrage Lederhosen, die waren total angesagt.


MfG


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28.02.2010 12:10
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#8
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Zermatt, man muss ehrlicherweise sage,zugeben, der Jeansstoff, so bei der " Fixen", war dem einer Westjeans nicht ebenbürdig.
Aber man war zufrieden und so wie werraglück schreibt, dann musste eben die Westverwandschaft ran.

R-M-R


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28.02.2010 12:26
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#9
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Richtig Rainer,wozu war die Westverwandschaft auch da ...


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28.02.2010 12:33
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#10
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Ich glaube mal, es mußte keiner in "Sack und Asche" rumlaufen!
Sicher waren die Klamotten nicht modemäßig auf der Höhe des Westens, aber zweckmäßig und bezahlbar.
Trotz keiner Westjeans konnte man den Partner fürs Leben finden!!!!!
Und die Markenmacke in den Schulen, gabs wie beschrieben auch nicht!
VG Affi


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28.02.2010 12:59
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#11
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Meine Mutter hatte ne Strickmaschine und sie produzierte so manchen Rollkragenpullover.....ging ratzfatz....Wolle gab es in der DDR und wenn's spezielle sein sollte....naja, die lieben verwanten Klassenfeinde aufa annern Seite des Zauns brachten schonma wat mit....

....übrigens war ich imstande auch ohne den Nähzirkel in der Schule besucht zu haben meine Westjeans zur Not selber zu flicken....hehe, mach ich heute noch so.....ich hab ne Nähmaschine und mein Hausgenosse auch....der macht sich eh alles selber, die alte Gothicdiva.....und der is in Bielefeld aufgewachsen...sozusagen fast im Osten, hahahaha....

groetjes uit Wijchen

Mara


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28.02.2010 15:01
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#12
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Zitat von manudave
Es gab zumindest nicht diesen Markenkult wie heute.
Das finde ich - aus heutiger Sicht - gar nicht so schlecht. Natürlich waren viele Klamotten eintönig. Aber dass ich meine Kinder mit Marken ausstatten muss, damit sie dazugehören, das gab es dort nicht.

Ein gutes Beispiel sind die Schuluniformen in England - da wird dieser Markenkult auch verhindert.

Eine Nähnaschine hatte wahrscheinlich fast jede Familie - das war aber nicht nachteilig zu sehen. Man musste sich eben zu helfen wissen - und die Karnevalskostüme waren damals wenigstens noch selbstgemacht.


Naja, MArkenkult gabs schon, jedoch weitaus nicht schlimm, wie heute. Allerdings gaben einige für eine "Echte Lewis" richtig Geld aus.....Es gab Leute, die sich die Markenlogos aufnähen liessen.

Aber im wesentlichen waren das Minderheiten, die der meinung waren, alles aus dem Westen ist Gold. Heute ist ja das Markenlogo richtig groß auf jedem "Markenteil". Wie laufende Litfasssäulen.


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28.02.2010 15:17 (zuletzt bearbeitet: 28.02.2010 15:17)
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#13
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Zitat von EDGE-Henning

Zitat von manudave
Es gab zumindest nicht diesen Markenkult wie heute.
Das finde ich - aus heutiger Sicht - gar nicht so schlecht. Natürlich waren viele Klamotten eintönig. Aber dass ich meine Kinder mit Marken ausstatten muss, damit sie dazugehören, das gab es dort nicht.

Ein gutes Beispiel sind die Schuluniformen in England - da wird dieser Markenkult auch verhindert.

Eine Nähnaschine hatte wahrscheinlich fast jede Familie - das war aber nicht nachteilig zu sehen. Man musste sich eben zu helfen wissen - und die Karnevalskostüme waren damals wenigstens noch selbstgemacht.


Naja, MArkenkult gabs schon, jedoch weitaus nicht schlimm, wie heute. Allerdings gaben einige für eine "Echte Lewis" richtig Geld aus.....Es gab Leute, die sich die Markenlogos aufnähen liessen.

Aber im wesentlichen waren das Minderheiten, die der meinung waren, alles aus dem Westen ist Gold. Heute ist ja das Markenlogo richtig groß auf jedem "Markenteil". Wie laufende Litfasssäulen.




Die soll es auch heut noch geben...


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