Verheiratet kam man schneller zu einer Wohnung

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27.02.2010 20:14
#16
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Hi Angelo,
der Ehekredit hatte in dem Sinn nichts mit der Wohnung zu tun. Er war sozusagen für die Grundausstattung der Paare gedacht, damit sie erstmal etwas hatten, zB an Möbeln, und hat somit mir eigentlich ganz schön geholfen.
Ich habe damals fast meine Wohnstube damit einrichten können. Gekauft vom Ehekredit habe ich eine Schrankwand, kam glaub ich so um 2400 DDR Mark und einen Schwarz/Weiß Fernseher (Luxomat) für 2000 DDR Mark. Von dem was wir übrig hatten, haben wir nich einen kleinen Tisch und paar Einrichtungssachen gekauft. Damit war der Ehekredit aufgebraucht. Gab bei uns damals 5000 DDR Mark.
Tja die Wohnung war ein anderes Problem.
So schnell gab es keine das stimmt. Ich hatte noch bei meinen Schwiegereltern im Kinderzimmer gewohnt,
mit Frau und Kind.
Es gab bei uns zwei Wohnungsgesellschaften. Eine war die Kommunale und die andere die AWG. Um an eine Wohnung schneller heranzukommen sind wir in die AWG eingetreten. Hier sah es so aus, dass man aber durch den Eintritt selbst noch kein Anrecht auf eine Wohnung hatte. Drei Personen stand eine zwei Zimmer Wohnung zu, also Wohnstube, Schlafzimmer und Küche(bessere Kochniesche).
Wenn das Kind dann größer war, ich sag mal jetzt 7 Jahre, stand dir auch eine Wohnung mit Kinderzimmer zu. (Ich rede jetzt von einer Neubauwohnung also Plattenbau)
Im Endeffekt, hast du dir dein Anrecht auf eine Wohnung bei der AWG durch Einzahlung
von Geld (3000 DDR Mark) und Aufbaustunden gesichert. Ich weiß nicht mehr wie viele Aufbaustunden es waren, die man haben mußte um ein Anrecht zu haben. Könnte sein das es 500 waren......oder mehr....
Diese Aufbaustunden hat man nach der Arbeit oder eben am Wochenende gemacht. Es waren alle möglichen Arbeiten, wie Ausschachtarbeiten oder konnten auch Malerarbeiten oder sonst was sein.
Je nach dem wie diese Aufbaustunden fortgeschritten waren und auch die Einzahlung der 3000 DDR Mark erfolgte, hattest du ein Anrecht auf eine Wohnung.
Wer jetzt gute Beziehungen hatte, bekam "ziemlich schnell" seine Wohnung. Wer nicht, naja bei dem konnte noch etliche Zeit vergehen, wenn nicht viele Jahre.
Wir hatten damals Glück, sag ich mal, weil sie bei uns in der Gegend ein neues Wohngebiet gebaut haben. Dadurch bedingt, sind viele aus den Wohnungen umgezogen in den neuen Stadtteil und somit sind wir dann in Wohnungen eingezogen, deren Wohnblöcke eben schon 10 Jahre standen.
Aber egal war auch eine Wohnung und wir hatten uns riesig darüber gefreut, das wir nicht so lange warten mußten.
HG Pino


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27.02.2010 20:52
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#17
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Zitat von Oss`n
Der Ehekredit war für eine junge Familie eine gute Sache.

Wohnungsnot in der DDR - stimmt !

Bei mir wartet man bei einer großen Wohnungsgesellschaft auch heute noch ohne Vitamin B ca. 5 Jahre - das stimmt auch !

Gegend abhängig.

Oss`n


nichts für ungut,aber wo wohnst du denn


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27.02.2010 21:15
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#18
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Weiter im Text siehe meine heutigen voestehenden Texte.

§3

Kredite für den Ankauf eines ständig bewohnbaren Fertighauses oder den Bau bzw. die Erweiterung eines Eigenheimes als Hauptwohnsitz.

(1) Junge Eheleute, die ein Eigenheim bauen, erweitern oder ein Fertighaus als Hauptwohnsitz errichten, erhalten zusätzlich zu den in der Verordnung vom 24.November 1971 über die Förderung des Baues von Eigenheimen ( GBI. II Nr. 80 S. 709) festgelegten Vergünstigungen einen zinslosen Anteil am Bauleistungskredit in Höhe von 5000 M. Der Tilgungsbeginn ist vertraglich zu vereinbaren. Mit der Tilgung des Kredites ist spätestens 3 Jahre nach Kreditaufnahme zu beginnen. Im übrigen richtet sich die Tilgung dieses Anteils nach den Bedingungen der vorgenannten Verordnung.

(2) Der Kredit in Höhe von 5000 M. gemäß Abs.1 bleibt zinslos, wenn das Eigentum an dem Eigenheim sowie die dafür gewährten Kredite auf andere Eheleute übergehen, die zu dem in §1 genannten Personenkreis gehören.

Eine kleine Geschichte dazu. Im Laufe mehrerer Jahre habe ich im Umland von Leipzig bei dutzenden jungen Leuten, damals alle in meinem Alter nebenbei an Heizungsanlagen gearbeitet. Es gehörte schon Mut und eine Menge Beziehunge dazu, um das Alles durchzustehen, aber reineweg gefühlt 80% der Leute, die ich auch heute noch entfernt kenne, mal treffe, sehe, und ich komme immer noch viel herum, halten auch heute noch zusammen, wohnen noch in ihrem Eigenheim, ihrem hart erarbeiteten Eigentum.

R-M-R


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27.02.2010 21:28
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#19
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ja so war der osten.habe 87 geheiratet bekamen 7000 mark hatte ein kind.das geld reichte für schrankwand fliesentisch soofa und sessel.eine eigene bleibe.so wie es vielen ging,ging es auch mir.antrag auf eigenen wohnraum hatte ich schon gestellt,da konnte ich schon das abcaber unser antrag wurde wie die meisten abgelehnt.die frage die ständig kam,war doch immer die selbe frage.haben denn ihre eltern keinen wohnraum??????? öhhhh,mhhhh,jaaaaa so waren alle fragen beantwortet.erst bei schwiegermutter gewohnt dann bei mutter. haben dann das haus vonn muttern zu ddr-zeiten überschrieben bekommen.alles ok.96 das zweite kind alles ok. bis meine ex das haus und die kinde bekam


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27.02.2010 21:28 (zuletzt bearbeitet: 27.02.2010 21:30)
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#20
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mir ging es wie vielen,geheiratet und weiter mit dem 1.kind auf wohnungsuche.es ging dann zwar aus platzgründen schneller weil pro person nach gesetz ein wohnraum zur verfügung stehen sollte.aber heiraten und wohnung sofort,so war es nicht.das wohnungsbauprogramm erleichterte natürlich viel das auch das größte wohngsbauprogramm in plattenbauweise in europa geschaffen wurde nützt sicher heute noch dem mietspiegel da bekanntlich angebot und nachfrage den markt bestimmt.
der ehekredit war zum einrichten der ersten wohnung gedacht,anders war es kaum möglich an einen kredit zu kommen und das schützte auch vor überschuldung wie es heute vielen jugendlichen geht die mit pleite aus der lehrzeit gehen.
zum scheidungsjahr,dies gab es in der form schon jahrzehnte nicht mehr,ich bin selbst ein scheidungskind und bei meinem vater aufgewachsen.hier war die ddr wohl dem bgb um jahrzente voraus,bzw.legte die bismarckchen bgb und kirchlichen gesetze ab und ersetzte sie durch moderne zeitgerechte gesetze.
ich sehe es heute noch so,was bildet sich kirche oder staat ein zu bestimmen ob man die ehe noch halten kann und zwingt ein scheidungsjahr auf,damit werden ehepartner ja als unmündig erklärt.


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27.02.2010 21:28
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#21
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das steht doch in meinem Profil !


Oss`n


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27.02.2010 21:29
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#22
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war die Antwort für Granate

Oss`n


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27.02.2010 21:31
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#23
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Zitat von Mike59

Naja in der DDR hatte wohl jeder eine Wohnung.
Ich kann nicht bestätigen das man als verheirateter schneller an eine Wohnung gekommen ist. Nach unserer Hochzeit 1981 haben wir bei den Schwiegereltern gewohnt...................................
Mike59



Muß dazu sagen in Berlin hat man schneller eine Wohnung bekommen wenn man in einen Schichtbetrieb gearbeitet hat und die Arbeit dementsprechend eine Bescheinigung ausgestellt hat.
Habe es sehr oft erlebt, das Bekannte und Verwante mit so einen Blatt hin sind und nach kurzer Zeit ihre zuweisungen zur Wohnung bekommen haben.

gruß Jens


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27.02.2010 21:35
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#24
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so fing die schlammschlacht an.ich nach 16-jahren ehe wieder eine wohnung suchenwar ja schon besser als im osten.hatte damals ein gans schönes tief hinter mir.nach langem suchen,habe ich vor zwei jahren mein knuffel gefunden und ich bereue nichts.wohne in berlin hellersdorf und alles ist sooooooo ok.


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27.02.2010 21:46
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#25
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granate na dann mal willkommen im club,ich wohne seit 1987 in hellersdorf.damals noch mit gummistiefel zum bus gegangen.


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27.02.2010 21:55
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#26
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Zitat von EK 82/2
granate na dann mal willkommen im club,ich wohne seit 1987 in hellersdorf.damals noch mit gummistiefel zum bus gegangen.



Also lebst du da wo ich noch anfang der 80ziger Blumenkohl einsammln durfte in der Ferienarbeit

gruß Jens


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27.02.2010 21:58
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#27
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ja jens dort wohne ich,habe aber 1977 angefangen beim wohnungsbau vorher in marzahn,danach dieses hellersdorf aufzubauen.daher konnte ich mich schnell reinfinden weil ich baustellen gewohnt war.heute will ich nicht mehr weg hier.
andy


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27.02.2010 22:04
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#28
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Zitat von EK 82/2
ja jens dort wohne ich,habe aber 1977 angefangen beim wohnungsbau vorher in marzahn,danach dieses hellersdorf aufzubauen.daher konnte ich mich schnell reinfinden weil ich baustellen gewohnt war.heute will ich nicht mehr weg hier.
andy



So geht es mir auch: einmal Marzahner, immer Marzahner

gruß Jens


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27.02.2010 22:07
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#29
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zu marzahn könnte ich dir einiges erzählen,war ja meine hauptzeit als wohnungsbauer.aber das gehört hier nicht her.


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28.02.2010 11:02
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#30
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Weiter im Text siehe meine gestrigen Beiträge hier im Thema.

§4

(1) Junge Eheleute können unabhängik von einem Kredit für die Wohnraumbeschaffung gemäß §2 bzw.§3 einen Kredit in Höhe von 5000 M bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Sparkasse für die Beschaffung von Möbeln, hauswirtschaftlichen und haushaltstechnischen Gegenständen, Rundfunk-bzw. Fernsehgeräten, von Haushaltwäsche usw. aufnehmen.

(2) Dieser Kredit wird zinslos gewährt. Er ist innerhalb von 8 Jahren beginnend nach der Kreditaufnahme, in monatlichen Raten zu tilgen.

(3) Über die Kreditsumme stellt die Sparkasse einen Kreditbrief aus. Die Kreditkaufbriefabschnitte sind mit dem Stempel " Sonderkredit" zu versehen. Die K.....abschnitte berechtigen zum Einkauf in den Handelseinrichtungen der Deutschen Demokratischen Republik.

(4)An den gekauften Gegenständen erwirbt die Sparkasse das Eigentumsrecht. Dieses Eigentumsrecht geht mit der vollständigen Rückzahlung des Kredites auf die Kreditnehmer über. Die Sparkasse hat außerdem in Höhe des beantragten Kredites eine Kreditversicherung abzuschließen. Die einmalige Versicherungsgebühr in Höhe von 0,2% des Kreditbetrages ist vom Kreditnehmer zu tragen.

R-M-R


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