Neues Mitglied

23.11.2008 22:21
#1
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Hallo ich bin der Michael aus Wernshausen.Ich habe vom 02.03.1989 bis Juli 90 bei den
Grenztruppen der DDR meinen Dienst verrichtet.Zuerst war ich in Perleberg an der Uffz.Schule
und danach als Waffen-Uffz in der Grenzkompanie in Stedtlingen bei Meiningen tätig.Die Zeit
der Wende in der DDR habe ich bei der Grenztruppe miterlebt und möchte diese Zeit nicht missen.
Das war so eine spannende und aufregende Zeit.Was hatten wir damals nicht auch für Träume und
Visionen für eine eine reformierte DDR.Aber wir haben keine Chance bekommen.Die Menschen sind
der D-Mark hinterher gelaufen wie die Schafe dem Schlachter.Das mich keiner falsch versteht
ich will die DDR in ihrer damaligen Form nicht wieder haben.Aber ich lasse mir auch nicht meine
Vergangenheit in diesem Staat vorwerfen.Das ist mir leider schon sehr oft passiert.Ich bin auch
auf der Suche nach ehemaligen Angehörigen der GK Stedtlingen in der Zeit 89/90.Meldet euch.


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24.11.2008 04:35
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#2
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Herzlich Willkommen im Forum DDR Grenze

Wir freuen uns auf deine Beiträge

Viele Grüße Angelo


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24.11.2008 16:49
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#3
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Hallo Michael,

schreib doch mal ein bischen was über die Zeit der Grenzöffnung. Wie habt ihr denn das emotional so erlebt? Gab es VGS in der Zeit? (Verstärkte Grenzsicherung)

Die Grenzorte in der Rhön hab ich mir 1990 angeschaut, vorher war die Rhön tabu.

Rolf
75-78


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24.11.2008 18:22
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#4
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Michael kann dich gut verstehen mit einer reformierten DDR ,einem eigenständigen Staat der nicht wie ein
Tropf an der BRD hängt.Die Geschicht hat aber einen anderen Lauf genommen und das in einem Tempo,das die meisten wohl überrollt hat,da wurde leider nicht jeder gefragt.


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25.11.2008 00:23
#5
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Also die Zeit der Wende speziell die Wochen um den 40.Jahrestag der DDR waren einfach nur
spannend und auch sehr emotinal.Also in der Woche um den 7.10.89 hatten wir verstärkte Grenzsicherung und auch verstärkte Eigensicherung des Kompaniegeländes.Man hatt damals wirklich
mit dem schlimmsten gerechnet.Man rechnete damit das Kompanien gestürmt würden und schlimmeres.
Wir hatten ja auch nicht unerhebliche Mengen an Munition und Waffen in der Einrichtung.In unserem Fall in Stedtlingen waren das zwei Garagen bis unters Dach voll mit Munition für die
Kalaschnikow und die RPG-7.Also das in falschen Händen lieber nicht darüber nach zudenken.
Zum Glück ist es zum äusersten nicht gekommen.Aber die ganzen Situation hätte auch leicht kippen können.Ich selber bin in Meiningen weil ich in Uniform unterwegs war bespuckt worden und
als Mörder beschimpft worden.Danach durften wir nur noch in Zivilklamotten in den Ausgang.
Also ich weis das ich mir nichts vorzuwerfen habe.Ich habe wirklich(das kann man heute naiv nennen)an die Richtigkeit dieser Grenze geglaubt.Ich habe auch unter unseren Offizieren die
schlimmsten Wendehälse erlebt.Die haben am 7.Oktober noch flammende Reden auf die DDR gehalten
und keine Woche später waren sie ja schon immer Widerstandskämpfer.Aber wir einfachen Soldaten
waren eine Supertruppe und haben diese aufregende Zeit mit Anstand gemeistert.


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25.11.2008 10:39
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#6
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( gelöscht )

Hi Michael,

vielen Dank für den Bericht, ich kann mir das alles sehr gut vorstellen.

Viele Grüße,
Rolf


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