Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

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25.02.2010 09:20
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#1
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Wurden durch die Grenztruppen/GAK auch Richtmikrofone eingesetzt?
Mit welcher Technik wurde gearbeitet und was geschah mit den Aufnahmen?

Habe bei feindwärts eingesetzten GAK`s beobachtet, wie ein 2 m langer Stab an dem ein kleines Mikro
befestigt war mitgeführt wurde. Handelte es sich hier um ein Richtmikro oder um ein "normales" Mikro welches mit einem verlängerten Kabel an einen Kassettenrekorder angechlossen war?

Wer weiß was darüber?
Gruß Willie


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25.02.2010 09:56
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#2
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Während meiner Zeit 1983-1985 bei der GK Schierke gab es keine Möglichkeit, irgendwie Töne aufzunehmen und mitzuschneiden. Weder Mikro noch Kassettengerät oder andere Aufnahmemöglichkeit.
Einzige Ausnahme war die Videokamera beim Bataillion. Hierzu gehörte ein Kondensatormikrofon an der Kamera, für das es auch einen externen Anschluß gab. Dort hätte man also ein Mikro anschließen können. Allerdings, wir katten keines. Die Kamera wurde auch nur sehr selten eingesetzt.
Denkbar wäre, dass dann später Technik hinzugekommen ist aber auch, dass die SIK besser ausgestattet waren als die GAK der Kompanien.


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25.02.2010 10:13 (zuletzt bearbeitet: 25.02.2010 10:17)
#3
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Zitat von willie
... Habe bei feindwärts eingesetzten GAK`s beobachtet, wie ein 2 m langer Stab an dem ein kleines Mikro befestigt war mitgeführt wurde. Handelte es sich hier um ein Richtmikro oder um ein "normales" Mikro welches mit einem verlängerten Kabel an einen Kassettenrekorder angechlossen war?


Hallo willie,

aus dem normalen Dienst der Grenzaufklärer ist mir die Nutzung solcher Richtmikrofone nicht bekannt. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass diese zur Ausstattung der GAKl gehört hätten (gilt für mich bis 1984). Folgende Deutungen fallen mir zu Deiner Geschichte ein (ohne großen Wert auf Wahrscheinlichkeiten zu legen):
- da sollte etwas improvisiert werden (Rekordermikro - klingt ganz danach),
- da wurde im Rahmen der "Neuererbewegung" etwas selbst gebaut und getestet,
- die haben eine "Scheinhandlung" durchgeführt (wir zeigen dem Feind mal Technik zum wundern - oder anders gesagt: Die wollten Euch verars***),
- die GAKl waren keine GAKl aus dem Bestand der Kompanie (Aufklärung?, Verwaltung 2000? ...) und verfügten somit über andere Technik
- ein Ornithologe hatte um die Aufnahme von Vogelstimmen seltener Arten vom den Sperranlagen vorgelagerten Hoheitsgebiet der DDR gebeten
- oder das war eigentlich etwas ganz anderes.

Die einzigen Richtmikrofone in unserem Bestand befanden sich in den Sprechsäulen im Bereich des Grenzsignalzauns ("Uhus"). Diese konnten theoretisch auch zu einer "Raumüberwachung" eingesetzt werden, indem man die Spechsäule einfach offen ließ. Dann war der Typ auf der Führungsstelle so etwas wie ein Horchposten mit einer Reichweite von bis ca. 300 m Richtung Hinterland. So etwas lernte ich noch an der Offiziershochschule. In Praxis habe ich solchen Quatsch nicht erlebt. Die Führungsstelle hat nicht zu horchen, sie hat zu führen.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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25.02.2010 11:37
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#4
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auf dem b-turm in helmstedt hatten sie vermutlich auch so ein richtmikrofon.sah jedenfalls so aus.
mein gegenüber,pitti53,müsste das eigentlich wissen.


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25.02.2010 11:39
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#5
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ich mein natürlich den b-turm vor marienborn


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25.02.2010 11:50
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#6
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In Hötensleben wurde über längere Zeit zur Mitte der 70er ein Mikrofon eingesetzt. Der damalige BT-11 (später wurde er ja gekürzt) stand nur ungefähr 20-30 m von der Besucherplattform an der Schöninger Aue entfernt. Sowie eine geführte Besuchergruppe dort oben war, konnte manchmal ein Mikrofon erkannt werden. Ich weiß zwar heute nicht mehr, wie das aussah und wo das zu sehen war, es war aber eines da.
Vom fotografieren der Personen auf der Besucherplattform will ich garnicht reden. Das waren ja Portraitfotos auf dieser geringen Distanz.


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25.02.2010 12:41
#7
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Zitat von karl143
... Vom fotografieren der Personen auf der Besucherplattform will ich garnicht reden. Das waren ja Portraitfotos auf dieser geringen Distanz.


Hallo Karl,
mit der Fototechnik unserer GAKl konnten auch auf 100 Meter noch gute Portraifotos geschossen werden. Nur mal so als Hinweis.

Ansonsten wie gesagt: Der strukturmäßige Einsatz von Mikrofonen ist mir nicht bekannt, aber vielleicht wissen da die strukturmäßigen Aufklärungsoffiziere der GT oder die Kollegen der Verwaltung 2000 mehr.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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25.02.2010 16:35
avatar  Merkur
#8
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Natürlich gab es operativ-technische Aktivitäten der Grenzaufklärung des MfS.
Zur Anwendung kamen im wesentlichen:
- Verfahren zur Überwachung der Funkaktivitäten der westlichen GÜO,
- Mittel zur visuellen Aufklärung des gegnerischen Grenzvorfeldes unter allen Witterungsbedingungen,
- Techniken zum Abhören von Gesprächen der Angehöigen der GÜO-West in operativ-relevanten Objekten (Zollhütten, Postierungspunkten u. dgl.) und an Standorten in unmittelbarer Grenznähe.


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25.02.2010 16:39 (zuletzt bearbeitet: 25.02.2010 16:40)
avatar  Pitti53
#9
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Zitat von peterb
auf dem b-turm in helmstedt hatten sie vermutlich auch so ein richtmikrofon.sah jedenfalls so aus.
mein gegenüber,pitti53,müsste das eigentlich wissen.


da gab es defenitiv auch kein richtmikro.das große runde ding war ein teleobjektivwas hätte man da auch aufnehmen sollen?fahrzeuggeräusche?


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25.02.2010 16:47
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#10
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Zitat von Pitti53
[quote="peterb"]auf dem b-turm in helmstedt hatten sie vermutlich auch so ein richtmikrofon.sah jedenfalls so aus.
mein gegenüber,pitti53,müsste das eigentlich wissen.


da gab es defenitiv auch kein richtmikro.das große runde ding war ein teleobjektivwas hätte man da auch aufnehmen sollen?fahrzeuggeräusche?[/quot


das teleobjektiv war ja nicht zu übersehendie turmbesatzung hat ja alles aufgenommen,was so rumlief.über ein richtmikrofon hääte ich mich nicht gewundert.


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25.02.2010 16:52
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#11
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Nebenbei bememerkt. Ich glaube nicht, dass irgendeine Aufnahmetechnik für Gespräche den regulären Grenzdienst viel länger als eine Schicht überlebt hätte. Das Risiko, dass auf irgendeine Weise Unterhaltungen vorne aufgezeichnet würden, wäre kein GAK eingegangen. Was konnte da nicht alles passieren...
Nichts für ungut, aber die Pfanne, in die man mich hauen könnte, schleppe ich doch nicht so einfach selber mit rum.
Getan hat man schon mal so als ob. Das hatte schließlich den Vorteil, dass die größten Provokateure vorne sich doch mal überlegten, was sie da so zum Besten gaben. In der Praxis jedoch reduzierte sich das auf´s Mitschreiben, Stöckchen wedeln und irgendwo blinde Kabel legen. Natürlich ganz geheim, gut getarnt und trotzdem sichtbar.


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25.02.2010 16:58
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#12
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habt ihr gewusst,das die amerik. mp im checkpoint eine kamera hatte,mit der man bis zu den
abfertigungsgebäuden schauen konnte.war leider alles sehr unscharf.
die hatten unterm dach einen extra raum dafür.
eintritt streng verbotenich war öfters mit der amerik.mp in helmstedt auf tour.
die haben mir dann mal diesen raum gezeigt


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25.02.2010 18:35
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#13
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Zitat von Merkur
Natürlich gab es operativ-technische Aktivitäten der Grenzaufklärung des MfS.
Zur Anwendung kamen im wesentlichen:
- Verfahren zur Überwachung der Funkaktivitäten der westlichen GÜO,
- Mittel zur visuellen Aufklärung des gegnerischen Grenzvorfeldes unter allen Witterungsbedingungen,
- Techniken zum Abhören von Gesprächen der Angehöigen der GÜO-West in operativ-relevanten Objekten (Zollhütten, Postierungspunkten u. dgl.) und an Standorten in unmittelbarer Grenznähe.



Die bei Überprüfungen von (z.B.: Zollhütten) auch gefunden wurden.


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25.02.2010 18:37
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#14
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Zitat von Rainman2

Zitat von karl143
... Vom fotografieren der Personen auf der Besucherplattform will ich garnicht reden. Das waren ja Portraitfotos auf dieser geringen Distanz.


Hallo Karl,
mit der Fototechnik unserer GAKl konnten auch auf 100 Meter noch gute Portraifotos geschossen werden. Nur mal so als Hinweis.


ciao Rainman




Beruht auf Gegenseitigkeit.


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25.02.2010 18:39 (zuletzt bearbeitet: 25.02.2010 18:40)
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#15
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Zitat von S51
Nebenbei bememerkt. Ich glaube nicht, dass irgendeine Aufnahmetechnik für Gespräche den regulären Grenzdienst viel länger als eine Schicht überlebt hätte. Das Risiko, dass auf irgendeine Weise Unterhaltungen vorne aufgezeichnet würden, wäre kein GAK eingegangen. Was konnte da nicht alles passieren...
Nichts für ungut, aber die Pfanne, in die man mich hauen könnte, schleppe ich doch nicht so einfach selber mit rum.
Getan hat man schon mal so als ob. Das hatte schließlich den Vorteil, dass die größten Provokateure vorne sich doch mal überlegten, was sie da so zum Besten gaben. In der Praxis jedoch reduzierte sich das auf´s Mitschreiben, Stöckchen wedeln und irgendwo blinde Kabel legen. Natürlich ganz geheim, gut getarnt und trotzdem sichtbar.



Ja, waren alles Provokateure!!!
Da wurde schon mal der Tagesgruß aus dem Westen als Provokantes auftreten gemeldet.
Die Statistik im Ausbidlungsjahr mußte ja Stimmen!!


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