DDR Mythos? "Man durfte sich seinen Beruf nicht aussuchen“

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23.02.2010 20:36
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#16
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Zitat von Feliks D.
Zitieren wir doch mal unsere Verfassung, die sagt doch alles.

[quote]Artikel 24
(1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.



Wer hat das denn bestimmt, ob der Beruf, den ich wählen möchte, diesen Erfordernissen entspricht?


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23.02.2010 20:42
#17
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Ok ich hatte es schon mal geschrieben.
Zu meiner Zeit kam kurz vor beendung der Schulausbildung,die Betriebe an den Schulen und boten Ausbildungsplätze an.So entschied ich mich für den Beruf Schiffbauschlosser zu erlernen.Nach meiner Armeezeit,bot man mir an noch mal auf Schweißer umzulernen.Was ich auch tat.


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23.02.2010 20:48
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#18
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Zitat von manudave

Zitat von Feliks D.
Zitieren wir doch mal unsere Verfassung, die sagt doch alles.

[quote]Artikel 24
(1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.



Wer hat das denn bestimmt, ob der Beruf, den ich wählen möchte, diesen Erfordernissen entspricht?





Auch wenn du jetzt sicher hören möchtest dein Parteibuch und das MfS, muss ich dich leider enttäuschen.

Gesellschaftlich erforderloch war der festgestellte Bedarf an Fachkräften in der Volkswirtschaft legte auch die Anzahl der Stellen in den jeweiligen Bereichen fest. War die Anzahl bereits vergeben und dann wolltest du auch noch die gleiche Stelle, dann hattest du Pech bzw. mußtest wie hier schon beschreiben vorübergehend etwas anderes lernen. Also wurden nicht alle Jungs KfZ-Schlosser, sondern nur soviel wie gebraucht wurden.


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23.02.2010 20:51
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#19
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Zitat von manudave

Zitat von Alfred
AZ,

auch Personen die einen - ich nenne es jetzt mal so - einen klaren Klassenstandpunkt hatten, bekamen nicht immer einen entsprechenden Studienplatz.



Arbeiterklasse war Vorraussetzung?




Nein !


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23.02.2010 20:54
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#20
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Zitat von Alfred
AZ,
auch Personen die einen - ich nenne es jetzt mal so - einen klaren Klassenstandpunkt hatten, bekamen nicht immer einen entsprechenden Studienplatz.

Das waren wohl die Leute die in der achten Klasse schon rauchen durften

-Th


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23.02.2010 21:00
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#21
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Captn,,

rauchen war erst ab 16 .....


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23.02.2010 21:00
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#22
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Zitat von Alfred
Angelo,

ungefähr war es so.

Es gab im großen einen Plan der vorsah, wie viele Studenten welche Richtung studierten. Dies hatte den Vorteil, dass durch diese Planung auch gleich sichergestellt wurde, dass die Personen nach dem Studium eine Ubernahme fanden.




Ja,ja immer in Fürsorge für das Volk


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23.02.2010 21:01
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#23
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Zitat von Alfred
Captn,,

rauchen war erst ab 16 .....

Richtig!
-Th


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23.02.2010 21:14
avatar  Alfred
#24
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Zermatt,

das war auch eine Kostenfrage.

Warum soll eine Person studieren und anschließend habe ich keine entsprechende Verwendung ?

Wenn diese Person anschließend eine entsprechende tätigkeit hat, ist IHR aber auch dem Staat gedient.


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23.02.2010 21:21
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#25
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Zitat von Angelo
Egal was jemand von Beruf werden möchte, ob Pilot, Kraftfahrzeugmechaniker oder Arzt: Nur mit guten Noten bekommt man heute in Deutschland den Studienplatz oder die Lehrstelle, die man sich wünscht. In der DDR war das anders. Dort waren gute Noten zwar auch gefragt. Aber viele Studenten konnten sich ihr Studienfach nicht aussuchen, sondern wurden zugeteilt: Wurden zum Beispiel gerade viele Physik- oder Mathematiklehrer gebraucht, gab es dafür besonders viele Studienplätze. Die Wahl des Studienplatzes hing weniger von den Interessen und Talenten der Schüler ab, sondern vom Bedarf der Firmen.


Ist das wirklich war? Ich durfte in der DDR nicht den Beruf lernen den ich wollte ?





Vitamin B ist das wichtigste !!!!
Das war früher in der DDR so und ist heute nicht anders.
Nur haben sich die Gebiete etwas verschoben.

Oss`n


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23.02.2010 21:24 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2010 21:27)
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#26
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Zitat von Alfred
Zermatt,
das war auch eine Kostenfrage.
Warum soll eine Person studieren und anschließend habe ich keine entsprechende Verwendung ?
Wenn diese Person anschließend eine entsprechende tätigkeit hat, ist IHR aber auch dem Staat gedient.

Siehste Alfred,

diese ganze "Lenkung" und Manipuliererei im Namen des Systems, welches sich nur um die Wuensche des Individuum's scherte solange diese mit dem "Plan" zusammenpassten, ist fuer mich eigentlich der groesste Fehler des praktizierten Sozialismus/Sozialfeudalismus. Wer gab vor das es spaeter keine "Verwendung" gab? Waren diese Leute sowas wie Gott?

Als Gegenbeispiel: Ich hab' trotzdem studiert, obwohl im Westen fuer mich keine "Planstelle" vorhanden war. Hatte auch 1993 entspechend Schwierigkeiten in Deutschland einen Job zu finden. Daraus ergab sich dann die Gelegenheit, in den USA zu arbeiten - und das noch in einem eher futuristischen Bereich. Bin heute ehrlich froh, das ich damals in Deutschland keinen Job gefunden hatte, ansonsten haette ich die Gelegenheit nie gehabt. Von dem mal ganz abgesehen das jemand fuer mich "geplant" haette.

-Th


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23.02.2010 21:43
avatar  Alfred
#27
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Captn,

ich kenen einige, die haben in der BRD studiert und finden - fanden - keinen entsprecheden Arbeitsplatz.

In der DDR war dies durch die Planwirtschaft sichergestellt. Was der einzelnen Person lieber ist, mag jeder selbst entscheiden.


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23.02.2010 21:50
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#28
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Also Manudave, bei der Einstellung deiner jungen Frau Mutter konntest du doch nicht ernsthaft annehmem, das man sie weiterhin als Lehrerin beschäftigt?
Ich stelle mir gerade die selbe Situation im alten Westdeutschland vor...tiefrote Lehrerin, Anhängerin der KPD, eventuall noch linksradikal, so RAF und dann meint sie so naiv: Warum darf ich nicht unterrichten, Vater Staat?

R-M-R


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23.02.2010 21:53
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Also Manudave, bei der Einstellung deiner jungen Frau Mutter konntest du doch nicht ernsthaft annehmem, das man sie weiterhin als Lehrerin beschäftigt?
Ich stelle mir gerade die selbe Situation im alten Westdeutschland vor...tiefrote Lehrerin, Anhängerin der KPD, eventuall noch linksradikal, so RAF und dann meint sie so naiv: Warum darf ich nicht unterrichten, Vater Staat?

R-M-R



Das ist relativ einfach - deine Linke im Westen wäre Lehrerin geworden. Wer will sie daran hindern?


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23.02.2010 21:56
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Zitat von Oss`n

Zitat von Angelo
Egal was jemand von Beruf werden möchte, ob Pilot, Kraftfahrzeugmechaniker oder Arzt: Nur mit guten Noten bekommt man heute in Deutschland den Studienplatz oder die Lehrstelle, die man sich wünscht. In der DDR war das anders. Dort waren gute Noten zwar auch gefragt. Aber viele Studenten konnten sich ihr Studienfach nicht aussuchen, sondern wurden zugeteilt: Wurden zum Beispiel gerade viele Physik- oder Mathematiklehrer gebraucht, gab es dafür besonders viele Studienplätze. Die Wahl des Studienplatzes hing weniger von den Interessen und Talenten der Schüler ab, sondern vom Bedarf der Firmen.


Ist das wirklich war? Ich durfte in der DDR nicht den Beruf lernen den ich wollte ?





Vitamin B ist das wichtigste !!!!
Das war früher in der DDR so und ist heute nicht anders.
Nur haben sich die Gebiete etwas verschoben.

Oss`n




Das mit den guten Noten halte ich auch für Gulasch. Was nützen mir die, wenn ich mein Studium nicht finanzieren kann?
Deshalb bin ich was ich bin...


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