DDR Mythos? „In der DDR waren Frauen gleichberechtigt“

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23.02.2010 10:06
avatar  Angelo
#1
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Da die Gleichstellung der Frau offizielles Ziel der SED-Politik war, wurde die DDR als „Hort der Gleichberechtigung“ dargestellt. Den Frauen sollten alle Möglichkeiten offen stehen. Doch die Praxis sah anders aus: Es gelang nur wenigen Frauen, Spitzenpositionen in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Kultur zu erringen.


Ist das so richtig? Waren Frauen in der DDR nur 2.Klasse?


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23.02.2010 10:08
avatar  josy95
#2
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Zitat von Angelo
Da die Gleichstellung der Frau offizielles Ziel der SED-Politik war, wurde die DDR als „Hort der Gleichberechtigung“ dargestellt. Den Frauen sollten alle Möglichkeiten offen stehen. Doch die Praxis sah anders aus: Es gelang nur wenigen Frauen, Spitzenpositionen in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Kultur zu erringen.


Ist das so richtig? Waren Frauen in der DDR nur 2.Klasse?




Angelo, will ja nicht meckern, aber einen ähnlichen Thread hatten wir doch schon einmal hier, oder?

josy95


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23.02.2010 10:40
avatar  Angelo
#3
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Ja aber in einer andere Form


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23.02.2010 10:47
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#4
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DDR Mythos? „In der DDR waren Frauen gleichberechtigt“

Vielleicht noch nicht 100% gleichberechtigt, jedoch viel gleichberechtigter als im Westen und heute.


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23.02.2010 11:06
#5
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Also meine Frau war und ist immer 1.Klasse. Was uns die Spitzenpositionen der Männerriege in der DDR
gebracht hat, in 40 Jahren!!!
Da giebts wohl immer Streit und das ist GUT so.

Gruß LO-D


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23.02.2010 11:14
#6
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Spaß am Rande:Margot war schon Ministerin-da haben die im Bundestag noch Herrentag gefeiert.


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23.02.2010 11:17
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#7
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Zitat von Rostocker
Spaß am Rande:Margot war schon Ministerin-da haben die im Bundestag noch Herrentag gefeiert.



Spaß am Rande: Da drüben heißt das Christi Himmelfahrt


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23.02.2010 11:23
avatar  josy95
#8
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Zitat von Rostocker
Spaß am Rande:Margot war schon Ministerin-da haben die im Bundestag noch Herrentag gefeiert.



Egal. Ob nun Herrentag oder Christi Himmelfahrt.

Vor Margot gab`s schon eine Frau als Ministerin: Hilde Benjamin, Justitzministerin. Als rote Hilde gefürchtet und gehaßt. Vielfach und wohl nicht zu Unrecht durch ihre brühmt- berüchtigt gewordenen Schauprozesse nach knallharter stalinistischer Art und Weise in den 50- ern als "weibliche Nachfolgerin" eines Herrn R. F. vom *olksgerichts*** bezeichnet.

Was ist aus dieser Dame eigentlich geworden?

josy95


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23.02.2010 11:30
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#9
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Zitat von josy95

Hilde Benjamin, Justitzministerin.

.
.
.

Was ist aus dieser Dame eigentlich geworden?

josy95



Die hat das Ende nicht mehr miterleben müssen... gestorben im April 1989


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23.02.2010 11:59
#10
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Was mir so bis jetzt immer zu Ohren gekommen ist, bzw. erzählt wurde war es einfacher als Frau Familie und Beruf zu bestreiten. Das ist ja das was heute gefordert wird.


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23.02.2010 14:06
#11
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Zitat von Feliks D.
DDR Mythos? „In der DDR waren Frauen gleichberechtigt“

Vielleicht noch nicht 100% gleichberechtigt, jedoch viel gleichberechtigter als im Westen und heute.



Und was war mit der Bezahlung im Job? Ehe eine Frau eine I IV Gehaltsgruppe bekam, bei gleicher Tätigkeit wie ihr männlicher Kollege, musste sie mindestens Abteilungsleiter sein, nennst du das auch Gleichberechtigung?


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23.02.2010 14:25
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#12
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( gelöscht )

Zitat von Harsberg

Zitat von Feliks D.
DDR Mythos? „In der DDR waren Frauen gleichberechtigt“

Vielleicht noch nicht 100% gleichberechtigt, jedoch viel gleichberechtigter als im Westen und heute.



Und was war mit der Bezahlung im Job? Ehe eine Frau eine I IV Gehaltsgruppe bekam, bei gleicher Tätigkeit wie ihr männlicher Kollege, musste sie mindestens Abteilungsleiter sein, nennst du das auch Gleichberechtigung?




Schau mal, hab da was makiert.

Klar gab es immer noch Unterschiede, aber für eine Frau und erst recht für eine alleinerziehnde war es wesentlich einfacher Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Diese Möglichkeit eigenes Geld zu verdienen und das trotz Kind ist aber schon mal die zwingenste Voraussetzung für alle weiteren Formen der Gleichberechtigung. Genau diese Voraussetzungen waren zu DDR Zeiten weit mehr gegeben als heute!!!


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23.02.2010 16:04
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#13
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Nun stellt sich die Frage, was Gleichberechtigung bedeutet.

In 40 Jahren Politbüro hat es wieviele Frauen dort gegeben? - Genau - Keine einzige. Das Zentrum der Macht war für Damen geschlossen. Hilde Benjamin, für viele Terrorurteile in den 50ern verantwortlich, und Margot, deren "Spezialität" die "Volksbildung" war, sind wohl die einzigen Ausnahmen in führenden Rollen gewesen.

Gleichberechtigung - natürlich ein besonders wichtiges Ziel im Sozialismus. Die Verfassungsteile dazu lassen sich gut anhören - nicht zu vergessen die Gesetze zur Frauenförderung. Einen großen Anteil an Studierenden stellen Frauen dar - eine wirklich beeindruckende Zahl.
1989 betrug der Beschäftigungsgrad der arbeitsfähigen Frauen stolze 91,2%.
Warum?
In der extrem niedrigen Arbeitsproduktivität und der demographischen Struktur, welche sehr ungünstig war, sind die Gründe zu suchen.
Der steigende Bedarf an Arbeitskräften konnten nur durch eine Aufstockung der Frauenquote erreicht werden. Auch der starke Bedarf an Männern bei den bewaffneten Organen, Polizei etc. spielten hier eine erhebliche Rolle.
Die Vergütung der Frauen lag statistisch deutlich unter den Männerzahlen - bei vergleichbarer Qualifikaion.
In den niedrigen Lohngruppen vier und fünf waren 56,7% der Frauen beschäftigt, aber nur 21,7% der Männer. In den gut bezahlten Gruppen sieben und acht hingegen fanden sich 13,8% der Frauen, jedoch 43% der Männer.
Doch wie sah der Alltag aus.
Bei uns: Morgens fünf steht Mama auf, weckt uns Kinder. Macht uns für Schule und Kindergarten fertig - bringt die Kleine noch in die Kita. Dann mit dem Bus zur Schuhfabrik. Nach Feierabend Kinder aus Hort und Kita abholen. Auf dem Heimweg noch Einkäufe erledigen. Nach dem Abendbrot Sandmännchen und uns in die Heia. Dann den Haushalt auf Vordermann bringen.
Das nenn ich mal Gleichberechtigung.

Stellt sich die Frage: Was macht eigentlich der Mann daheim?

1972 gab es auf DDR-Seite hierzu eine Untersuchung:

In 54% aller Ehen Haushaltsführung allein bei der Frau.
In weiteren 34% überwiegend bei der Frau.
Der Rest teilte sich die Arbeit auf - wobei ich mir sicher bin, dass hier alle zum Rest gehören.

Ähnliche Zahlen wurden bei der Kindererziehung festgestellt.

Frauen lebten in ständigem Spagat zwischen Familie und Beruf.


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23.02.2010 16:17
avatar  Pitti53
#14
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dann hab ich lt.statistik was falsch gemacht...muß ich mal mit meiner angetrauten auswerten,damit sie sieht wie gut es ihr gehtund mehr verdient sie auch als ichheute noch


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23.02.2010 16:26
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#15
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( gelöscht )

Zitat von josy95
Vor Margot gab`s schon eine Frau als Ministerin: Hilde Benjamin, Justitzministerin. Als rote Hilde gefürchtet und gehaßt. Vielfach und wohl nicht zu Unrecht durch ihre brühmt- berüchtigt gewordenen Schauprozesse nach knallharter stalinistischer Art und Weise in den 50- ern als "weibliche Nachfolgerin" eines Herrn R. F. vom *olksgerichts*** bezeichnet.



Berliner


Link: Dwdhb372



Quelle: Das war die DDR, Kapitel 1: ich war Buerger der DDR


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