DDR Mythos -Schlange vor Geschäften

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21.02.2010 20:25
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#91
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Dann bist du entschuldigt,Manudave und ich stelle mir vor...zwei Kilometer,als Zehnjähriger und nicht auszudenken, ich hätte doch ebenfalls die DDR mit anderen Augen gesehen.
Diese verdammte Bäckerinnung, nicht genügend Bäcker....nimm es mit Humor, mein junger Freund, alles Geschichte.
Schreib mir nicht, nicht damit das jetzt immer hin und her geht, und stell dir vor...heute ein Kind zwei Kilomter zum Bäcker zu schicken, ein absoludes Unding.

R-M-R


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21.02.2010 20:38
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#92
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Zitat von Augenzeuge
Na, Feliks, jetzt überrascht du mich aber. Das sind doch genau die Dinge, woran die DDR gescheitert ist.

Subventionierte Grundnahrungsmittel, Fahrscheine, Zu billige Mieten (keine Investitionen möglich),
zu billige Energiepreise (Lüften im Winter weil die Heizungen sich nicht abstellen ließen), Baden oft täglich, weil ja Wasser nichts kostete).
All das war jahrelang bekannt, in den Neubausiedlungen normal.

Wie hätte das auf Dauer gut gehen können? Die Menschen waren eben doch egoistischer als sozialistischer..... - trotz jeglicher staatlicher Erziehung seit Kindergarten-Zeiten.

AZ


Sorry,aber wenn ich das lese,weiss ich nicht,soll ich lachen oder weinen.?


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21.02.2010 20:50
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#93
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Zermatt, dazu eine schöne Geschichte.
So um die Wendezeit herum, mein erster Besuch bei meiner Tante in ihrer Mietswohnung, über die ich schon mehrere Texte eingestellt hatte, die mit dem Bergmann aus dem Pott, der zu dieser Zeit schon unter der Erde war.
Sie saß da im Pullover und ich meinte: Willst du nicht mal die Heizung auf ein angenehmes Maß bringen?
Sie sieht mich an, als hätte ich was völlig verkehrtes gesagt, als rede ich russisch.
Mal so im Nachhinein betrachtet, das war doch kein Leben. Und das sollte Freiheit sein? Gott behüte, was haben wir uns da eingefangen? Den Rückschritt aber niemals die Zukunft.

R-M-R


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21.02.2010 21:36
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#94
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Hallo,ich habe mal für jemanden Ersatzteile besorgt und wollte diese einbauen,war ein schöner Pfennig so nebenbei.
Als ich ankam gab es erst mal was zum essen(Hausschlachtewurst und so.Als meine Wanne gefüllt war sagte er ,noch schnell die Schweine füttern und danach können wir loslegen.Da kommt der mit 3Pappen eier (1Pappe 30 Eier)und kracht das in den Schweinetrog,,Ich frage ,,ist das nicht zu teuer?? er ,Pappe kostet 50Pf.ich arbeite doch auf einer Hühnerfarm.Also für diese Verschwendung hatte selbst ich kein Verständniss. Greso


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21.02.2010 21:40
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#95
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Ab wieviel Personen beginnt eigentlich eine "Schlange"? Als ich noch ein kleiner Junge war, musst ich auch in den Ferien immer Samstags früh zum Bäcker gehen. Je nachdem, wie schnell ich aufstand und mir auf dem Weg die Zeit vertrödelte, um so mehr Leute standen dann schon vor mir dort. Mal waren es 3, mal 5. Bis der Bäcker öffnete, waren es dann meist an die 10 Hungrige geworden. Ich hätte auch zu einem anderen Bäcker gehen können, der näher lag. Dort war auch keine "Schlange", aber es schmeckte eben auch nicht so, wie vom "Stamm-Bäcker".
Die "sozialistische Warte-Gemeinschaft" konnte ich später dann kennenlernen, wenn Lizenz-LP's verkauft wurden.
Aber so "Richtige Schlangen" erlebte ich erst in der Wende-Zeit, als es bei Bundes-Post und -Banken das "Begrüßungsgeld" in Form von 100,-DM gab.


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21.02.2010 22:22
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#96
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Hallo Jungs,

alle selbst Schuld,
ich bin vor der Schule immer hinten zum Bäcker rein in die Backstube.
Dort gab es jeden Morgen für Lau, knack frische Kuchenränder!!!!!!!!!!!!!!!

Gruß chucky


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21.02.2010 22:58
#97
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Ja das waren noch Zeiten,nach der Disco beim Bäcker vorbei und noch frische Brötchen oder ein Zopfbrot mitgenommen.


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21.02.2010 23:17
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#98
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Kann mich als Kind an eine alte Bäckersfrau in unsere nähe Erinnern. wir sagten immer : die "Clausbäckern". Da gab es die Brötchen fast auf Zusteilung. Wenn man Besuch bekam und halt keine 10 sonder 20 doppelte Brauchte bekam teilweise als Antwort " So viel gibts heute nicht ! Und nehmse Kuchen mit!"


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21.02.2010 23:37
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#99
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@RMR,

Das bei Deiner Tante ist natürlich arg übertrieben. Allerdings die Preise in der DDR waren doch so unrealsitisch. Ist zwar alles schön und gut das es billig war, aber jeder der mal nur 1 minute darüber nachgedacht hat mußte zu dem Entschlußkommen das die Preise unwirtschaftlich sind.

Meine Eltern haben sich 69 ein 2Familienhaus gekauft, man hat sie fast für verrückt erklärt.


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21.02.2010 23:44
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#100
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Zitat von Feliks D.
Wenn ich deine Zeilen lese muss ich echt die Stirn runzeln und die Wut kommt in mir hoch ob des Egoismus der hier ganz deutlich wird. Deine Erziehung zum sozialistischen Menschen hätte wohl noch ziemlich lange gedauert.



Drücken wir es so aus: Die meisten Menschen lassen sich nicht "sozialistisch" erziehen --- aber das wäre wieder ein eigenes Thema...

Zitat
Ein gutes für dich mag ich jedoch zu erblicken, Herzlichen Glückwunsch, du bist in dieser Gesellschaft heute genau richtig. Heute sind viele Lebensmittel so teuer, dass gerade die Ärmsten schon abgelaufene bei der Tafel beziehen müssen und niemand mehr auf den Gedanken kommt sie an die Hasen zu verfüttern.



Im internationalen Vergleich sind Lebensmittel in Deutschland relativ billig, und die Deutschen achten auch sehr auf den Preis beim Lebensmittelkauf. (Was ja z.B. von den Milchbauern immer beklagt wird.)

Was mich auch befremdet, sind solche Sachen, die man höchstens mal von Insidern erfährt. Wenn z.B. bei einer Charge Marmeladen- oder Gurkengläser die Etiketten nicht ganz richtig bedruckt sind (sagen wir, ein Buchstabe des Markennamens ist nicht lesbar), dann ist es billiger, die ganze Charge zu vernichten und eine neue zu produzieren, anstatt die Etiketten zu tauschen --- und so wird es dann auch gemacht.


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22.02.2010 02:35
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#101
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Zitat von Rostocker
Ja das waren noch Zeiten,nach der Disco beim Bäcker vorbei und noch frische Brötchen oder ein Zopfbrot mitgenommen.



Das stimmt haargenau Rostocker.Manchmal ganze Körbe voll Brötchen,nachdem man Hackepeter und Butter zum Frühschoppen gebunkert hatte-in Rostock.

seaman


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22.02.2010 06:51
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#102
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Zitat von seaman

Zitat von Rostocker
Ja das waren noch Zeiten,nach der Disco beim Bäcker vorbei und noch frische Brötchen oder ein Zopfbrot mitgenommen.



Das stimmt haargenau Rostocker.Manchmal ganze Körbe voll Brötchen,nachdem man Hackepeter und Butter zum Frühschoppen gebunkert hatte-in Rostock.

seaman




Diese Zeiten waren bei mir erst vor ein paar Wochen. Heute liegt der Bäcker direkt auf meinem Heimweg.


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22.02.2010 09:16
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#103
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Sach ma Feliks, wat hast du eigendlich dagegen, das es die lieben Tiere bei uns in der DDR so gut hatten und auch Brot essen durften....sind Tiere denn minder wert....wat denkste wie gut nachher die Tiere geschmeckt haben....

....das war landwirtschaftliche Produktion auf sehr hochem Niveau....und du willst uns erzählen, wir wären damals Egoisten gewesen.....genau das waren wir eben nicht.....so....das mußte jetzt mal raus....

groetjes uit Genova

Mara


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22.02.2010 09:24
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#104
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Nun für Tiere gab es sicher auch Tierfutter! Ob hier Nahrungsmittel für Menschen, die aus diesem Grund verbilligt waren, genutzt werden mußten ist in meinen Augen mehr als fraglich.


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22.02.2010 09:59
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#105
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Du bist eben kein Bauer gewesen Feliks....klar, das das für dich eben fraglich ist....

....unsere Schweine hatten es halt gut, die Enten ebenso....und an die Qualität kam eben echt kein Tier aus Massenhaltung dran....blätter mal zurück in diesem Thread, da gibt es Meinungen zu den hausgeschlachteten Waren....

groetjes

Mara


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