DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?

  • Seite 1 von 12
20.02.2010 12:54
avatar  Angelo
#1
avatar

Auch wenn das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) inzwischen von einigen Zeitgenossen nur noch als Nachrichtendienst gesehen wird, handelte es sich dabei vielmehr um eine Geheimpolizei, die Verhaftungen vornahm, zum Teil unter Folter Geständnisse erzwang, Schauprozesse und deren Urteile vorbereitete und sogar wie Theateraufführungen einstudieren ließ.

Ist diese Aussage richtig??? Oder wurde im Westen alles viel schlimmer gemacht wie es wirklich war? Ist dieser Mythos war oder unwahr ?


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 13:15
avatar  Alfred
#2
avatar

Angelo,

welchen Sinn sollen solche Fragestellungen haben ?

Wollen wir jetzt auf zig Seiten erläutern, dass das MfS Festnahmen entsprechend dem Gesetz realisieren durfte ?

Oder wollen wir diskutieren wer Angst vor MfS hatte. In einer Diskussion habe ich mal folgendes gehört : „In der DDR hatten nach meiner Auffassung vielleicht um die 3 % berechtigt oder unberechtigt Respekt oder vielleicht auch Angst vor MfS. Heute haben nach meiner Auffassung über 50 % Angst vor Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit o.ä. .Jeder darf für sich einschätzen, was insgesamt schlimmer ist“.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 13:18
avatar  Angelo
#3
avatar

Alfred

Es gibt eine klare Fragestellung wie es von Menschen aus dem Westen gestellt worden ist. Also versuche diese so zu beantworten. Nicht jeder ist ein Experte der Deutschen Geschichte was die DDR angeht. Versetzte dich einfach mal in die Lage eines Schülers.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 13:28 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2010 13:42)
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

ich versuche mal aus meiner sicht zu erklären,bin 60 geboren erlebte also auch die ddr real.es gab momente wo ich schon angst hatte das sie mich erwischen,aber diese momente hatte ich mir selber zugefügt weil ich im suff oder aus dummheit einige male mist baute bis hin zu sabotage wärend der reserve.aus langer weile stopften wir bei der mobilmachungstechnik beim warten soviele wasseraufnahmepäckchen(sind bei wasserdurchfahrten nötig)in die rücklichtkappen das wir teilweise die birnen raus nahmen für mehr päckchen oder machten die klappe vom spw auf und sch...rein.die platzpatronen am hinteren kasten für fähnchen setzen konnte man gut im wald knallen lassen.das war sabotage aus dummheit und im suff standen wir resis ständig,da hatte ich berechtigt angst,wäre heute sicher auch so bei der bw.ansonsten hat mir die stasi nie was getan,man muste ebend wissen was man tut oder sagt.auch entwendete ich einen nebelkörper der dann sylvester auf das gelände des wehrkreiskommando flog(die barracke war genau vor meiner wohnungstür.als der uffz nachsah was dort qualmt hatte ich auch etwas mulmiges gefühl,wurde ich doch erst monate vorher aus der reserve entlassen.respekt hatte ich vor denen immer,aber das hatte ich auch vor der polizei.aus meiner sicht darf man die stasi in keinster weise mit der gestapo verwechseln.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 13:48
avatar  Alfred
#5
avatar

Angelo,

ich habe doch geschrieben, dass das MfS entsprechend der Vorschriften der DDR Festnahmen realisieren durfte.

Alle anderen Fragen wurden doch schon in verschiedenen Themen behandelt und die unterschiedlichen Positionen dürften bekannt sein.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 14:21
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

dem deutschen scheint eins eigen zu sein,was er nicht versteht wird zu phantasie und verstehend gebogen.das gilt den heutigen mythen um das 3.reich wie auch der ddr.alses was mal geheim war mus ja noch was geheinisvolles haben.dabei steht doch eines fest.im groben ist fast alles um die stasi bekannt aber man behandelt sie wie das märchen"des kaisers neue kleider"die geschichte der stasie liegt nackt auf dem tisch,doch jeder erkennt andere farben der tarnung.
sehe ich mir fernsehberichte an,dann stelle ich fest das von ca.17mio.ddr bürgern es immer die selben paar gesichter sind welche von der stasi so drangsaliert und gepeinigt wurden das sie heute noch an seelischen schmerzen leiden.ich bezweifel nicht das es bei diesen personen so ist,aber warum sind es immer die selben?da kann ich auch 2 hundehaufen auf dem kuhdamm in großaufnahme filmen und behaupte der ganze kurfürstendamm sieht so aus.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 14:37
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Hallo zusammen,

da ich 64 geboren bin, hatte ich mit der DDR auch einiges zu tun. Klar wusste jeder, dass es
die Truppe gibt. Ich persönlich hatte keinen Ärger mit denen. Es war auch in der Bevölkerung
durchgesickert, dass das MfS gesellschaftliche Mitarbeiter und Zuträger hatte. Nur wusste man
nicht, wer das war. Es war ja auch ein Geheimdienst. Dass das so viele waren, hat sicher keiner geahnt.

Gruss Spider


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 14:50
avatar  ( gelöscht )
#8
avatar
( gelöscht )

Zitat von EK 82/2
dem deutschen scheint eins eigen zu sein,was er nicht versteht wird zu phantasie und verstehend gebogen.das gilt den heutigen mythen um das 3.reich wie auch der ddr.alses was mal geheim war mus ja noch was geheinisvolles haben.dabei steht doch eines fest.im groben ist fast alles um die stasi bekannt aber man behandelt sie wie das märchen"des kaisers neue kleider"die geschichte der stasie liegt nackt auf dem tisch,doch jeder erkennt andere farben der tarnung.
sehe ich mir fernsehberichte an,dann stelle ich fest das von ca.17mio.ddr bürgern es immer die selben paar gesichter sind welche von der stasi so drangsaliert und gepeinigt wurden das sie heute noch an seelischen schmerzen leiden.ich bezweifel nicht das es bei diesen personen so ist,aber warum sind es immer die selben?da kann ich auch 2 hundehaufen auf dem kuhdamm in großaufnahme filmen und behaupte der ganze kurfürstendamm sieht so aus.



Das viele der hunderttausenden Stasi-Opfer sich nicht melden oder in der Öffentlichkeit zeigen, ist eher als Beweis zu sehen.
Ein Beweis, den es eigentlich gar nicht braucht...
Folter, Mord, Verschleppung, Zwangsaussiedlung, psychische Beeinträchtigung, Einfluss auf das Privatleben eines jeden der seine elementaren Grundrechte wahrnehmen möchte - das sind nur einige wenige der Instrumente dieses Staatsapparates aus Köchen und Pförtnern.

Allerdings muss ich meinem Vorredener deutlich widersprechen. Wenn EK 82/2 sich mal einige Bücher über die Interna der Stasi besorgt, kann er noch vieles, sogar sehr vieles entdecken was kaum einer hier im Forum weiß - weil es für viele gar nicht von Interesse ist.
Die Stasi war geheim - das einzige was wohl jeder wusste - war - dass sie Einfluss auf das Leben eines jeden Bürgers in der DDR haben konnte.

Davon abgesehen:

Ich gebe Alfred recht - dieser Thread ist überflüssig.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:00 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2010 15:15)
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

manudave,
ich möchte hier auf keinem fall irgend einen die schädigungen durch stasitätigkeit abwertend in frage stellen.überzeuge mich aber lieber von meinem eigenen wissenstand und hier kann ich nur sagen das ich in meinem privaten umfeld 2 leute kennen die im stasiknast waren und auch 2 die wegen rf in bautzen waren.die zeiten waren nicht angenehm wie sie sagen,aber ddr knast war früher ja auch knast und kein 3 sternehotel wie heute.doch von folter und verschleppung sagte mir keiner was.das morde in auftrag gegeben wurden ist ja schon bekannt,das war aber wohl mehr im spionagebereich,bzw.waren das wohl besondere abteilungen die solche morde wie gegen eigendorf organisierten.diese kümmerten sich um mich kleinen arbeiter sicher einen dreck,darum ging ja die frage ob alle ddr bürger angst vor der stasi hatten?naja jedenfalls bin nun froh zu wissen das heute kein geheimdienst der welt mehr morde in auftrag gibt!oder sehe ich das falsch?


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:12
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Wir reden nicht über heute...

Ich kenne in meinem fam. Umfeld auch nur drei Leute, die im Stasi-Knast saßen. Deshalb weiß ich trotzdem, dass es hunderttausende dorthin "verschlagen" hat.
Es ist halt immer die Frage, ob man sich bewusst mit solchen Themen auseinandersetzen will. Bis vor einigen Jahren wäre ich wohl der gleichen Meinung wie du gewesen. Wenn man sich dann mit der Materie befasst, dann will man nur noch schreien, über die Aussagen die darüber heute teilweise getroffen werden.

Hunderte Morde und Hinrichtungen im Zusammenhang mit der DDR hatten in den 50ern nichts mit Spionage zu tun.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:19
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

manudave da mag ich dir recht geben.alleine die dreistigkeit aufstände mit panzern zu zerschlagen war in den 50ern wohl normal.selbst zur wende hofften ja viele uneinsichtige nun zur waffe greifen zu dürfen.ich kann hier auch nur über die zeit meines bewußten denken reden und das fängt so mitte 70 an.ich glaube erst da wurde auch die todesstrafe in der ddr abgeschafft.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:27
avatar  Alfred
#12
avatar

Zitat von manudave
Wir reden nicht über heute...


Hunderte Morde und Hinrichtungen im Zusammenhang mit der DDR hatten in den 50ern nichts mit Spionage zu tun.




Wie kommst Du denn auf dieses ???


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:28
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Zitat von Alfred

Zitat von manudave
Wir reden nicht über heute...


Hunderte Morde und Hinrichtungen im Zusammenhang mit der DDR hatten in den 50ern nichts mit Spionage zu tun.


Wie kommst Du denn auf dieses ???




Als ob ich DIR das erklären müsste... - werde ich auch sicher nicht tun.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:35 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2010 15:36)
avatar  Alfred
#14
avatar

Zitat von manudave

Zitat von Alfred

Zitat von manudave
Wir reden nicht über heute...


Hunderte Morde und Hinrichtungen im Zusammenhang mit der DDR hatten in den 50ern nichts mit Spionage zu tun.


Wie kommst Du denn auf dieses ???




Als ob ich DIR das erklären müsste... - werde ich auch sicher nicht tun.




Manudave,

ja, ich bitte darum. Wenn man solche Behauptungen aufstellt, sollte man dies auch belegen.
Wir hatten dieses Thema bereits. Da kann man schon erstaunt sein, wenn jetzt soclhe Behauptungen aufgestellt werden.


 Antworten

 Beitrag melden
20.02.2010 15:37
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

@Alfred

Kauf dir mal das Buch:

"Erschossen in Moskau"


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!