DDR Mythos? "In der DDR gab es kein Problem mit Drogen"?

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10.07.2020 12:56
#61
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Der Artikel sagte schon das wesentliche, aber zwischen 90-93 kam es etwas zu kurz. Das scheint aber der mangelhaften Statistik geschuldet zu sein.
das die Jugendlichen die zur Wendezeit so um 20 Jahre waren (wie ich) nicht so anfällig gegen die neuen Drogen war, lag wahrscheinlich an der fast fertigen Sozialisation in der DDR. Alles was jünger war hatte dann schon extrem mit Ecstasy und Co. zu tun. In Dresden ging es da sehr heiss her... Techno, Alk und Drogen. Da hatten die Rettungsdienste reichlich zu tun und waren auch wegen der neuen Problematik oft auch überfordert.

Das Opium aus den Mohnpflanzen war wohl eher eine Randerscheinung. Ich weiss von einem Schulkameraden, das seine Verwandtschaft in der Mohnernte beschäftigt war. Die verhielten sich dann auch schon öfters mal "etwas komisch" nach den Ernteeinsätzen.
Heutzutage wird dem normalen Mohn ja das Opium ausgezüchtet.
Heute werden oft Vogelfuttermischungen aus Fernost verkauft, da mischen sich gern mal unerlaubte Pflanzen mit darunter. Hatte meine Mutter in ihrem Garten mal eine seltsame Pflanze mit so komisch spitzen und gezackten Blättern.... Ich riet ihr dann diese zu entfernen.


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19.12.2020 10:33
#62
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Ich stimme zu, dass es in der DDR keine Drogen wie Hasch, Marihuana, LSD gab. Erst durch die Grenzöffnung wurde dieses Thema vom DDR-Zoll thematisiert. Der DDR-Zoll ahnte, dass dieses Thema durch die Grenzöffnung kommen wird.

Ein Jahr vor der Grenzöffnung sagte eine Brkannte aus dem Großraum Dresden zu diesem Thema "Die DDR säuft." Das Verkehrsmagazin unter Leitung von Otl. Saternus brachte einige Fälle zur Sprache, ebenso Filme aus den Serien "Der Staatsanwalt hat das Wort" oder "Polizeiruf 110" . Aber es waren Fälle, die auch sonstwo auf der Welt irgendwo zwischen Reykjavik und Canberra oder Kapstadt passieren können


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19.12.2020 10:57
#63
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Gab vielleicht auch keinen deftigen Grund, in der DDR drogensüchtig zu werden. Schau dir bspw. das Frankfurt (Main) - Bahnhofsviertel an.
Alles Leute ohne Perspektive, ohne Arschtritt, ohne Licht am Tunnel.
Denke das war zu DDR - Zeiten doch etwas anders. Da hat der Staat oder die Gesellschaft auf dich "geachtet" , egal ob es dir nun gepasst hat oder nicht.
Heute interessiert es keinen mehr, ob du vor die Hunde gehst oder nicht. That`s capitalism. Schöööönnnnn!!!

Démerde-toi !


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19.12.2020 18:18
#64
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Eine Möglichkeit in der DDR war das Medikament Faustan, zusammen mit Alkohol ..............

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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19.12.2020 18:59 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2020 19:01)
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#65
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Bei Rentnern war auch Fagusan beliebt. Immerhin 16% alc.
Gelonida und starker Schwarztee .
Aber die wirtschaftliche Seite des Drogenverkaufs stand in keinem Verhältnis zum Westen.
Man sah zwar Besoffene auf dem Bahnhof in der Mitropa Gaststätte aber doch nicht diese Gestalten wie aufm Bhf. Zoo oder auf Frankfurts (am Main) Gassen.

Nachtrag. Eine Entziehunngskur gab es in der DDR ohne Probleme und zeitnah.


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19.12.2020 19:49 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2020 19:58)
#66
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Wir hatten im Med-Punkt Dömitz (GR8 1974) einen alten Feldscher, der hat Fagusan literweise gesoffen. Der versorgte sich auch mit allerhand Tabletten in Verbindung mit Alkohol. Viele wußten davon, aber ihm ist nie etwas passiert. Er war ledig und hatte ein Zimmer im Med-Punkt. Wenn ich richtig liege, war er Stabsfeldwebel von der alten Garde.

Nachtrag: Er hatte mal einem Gefreiten der Pik8 eine Schnittverletzung an der Hand ohne Betäubung mit den Worten " Wer saufen kann, muss auch Schmerzen ertragen können" genäht. Der Gefreite war mindestens genau so besoffen wie der Feldscher. Er hat sich im Suff mit einer Fensterscheibe angelegt. Ich hatte UvD und habe ihn zum Med-Punkt begeitet.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"


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19.12.2020 19:54 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2020 19:54)
#67
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Der Entertainer Lutz Jahoda, so wurde gemunkelt, hatte mal Probleme mit dem Gesetz wegen Drogenmißbrauch. In Künstlerkreisen, zumal mit internationalen Kontakten, kann ich mir das schon vorstellen, daß es Fälle gab. Kreativität scheint, auch bzw. noch mehr heute, eine unverzichtbare Stimulanz in Künstlerkreisen sein.
Ein weiterer Grund war wohl nicht nur die relatie soziale Sicherheit, wie Blitz_Blank_Kalle schrieb, sondern auch die Tatsache, daß Drogen, die international gehandelt werden, kaum gegen Aluchips erhältlich waren. Auch eine Beschaffungskriminalität wäre schwierig. Was gab es denn zu rauben ? Letztlich waren es doch dann nur Werte, für die es Mark der DDR gab und keine DM oder $. So wurde sich mit anderen, verfügbaren berauschenden oder aufputschenden Mitteln beholfen, wie eben Alkohol und Coffein bzw. bestimmte Arzneimittel in Kombination mit anderen Stoffen. Eine damals vernachlässigbare Rolle spielten wohl Extrakte aus einheimischen bzw. Zuchtpflanzen mit halluzinogener Wirkung, wie z.B. Fliegenpilz. Unter Kakteenzüchtern, was auch mein Hobby war, war damals der Peyotl, der indianische Rauschkaktus, als berauschend bekannt. Heute gibt es inzwischen eine ganze reihe Kaktenn, die hallozinogene Stoffe enthalten, wie z.B. die bekannte Pfropfunterlage Cereus Pachanoii.
Hier mal ein Foto des Rauschkaktus.


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