Agentenschleuse im Eichsfeld

  • Seite 5 von 6
24.08.2011 16:07
avatar  ( gelöscht )
#61
avatar
( gelöscht )

hallo vnrut !! danke für den tip, Gruß Adam


 Antworten

 Beitrag melden
17.04.2012 10:23
avatar  home63
#62
avatar

Also dazu habe ich auch eine selbst erlebte Geschichte, 1984 war ich im Nachtdienst als PF im Bereich Mitwitz war es, wenn ich mich richtig erinnere, auf alle Fälle hörten wir Stimmen und das sehr deutlich, ran ans GMNetz und Meldung gemacht und das Ergebnis war wir wurden abgezogen für ca. eine Stunde. Ich hatte eigentlich mit Grenzalarm gerechnet.





Zitat von EK86II

Zitat von jockel55
Hallo zusammen,ich war 79 zeuge einer schleusung,damals wußte ich nicht was sie da tun,zwischen dem mupperg bei neustadt/sonneberg und libau.Zwei mann von der 2000,in bgs-uniformen,tarnten ihren gas und gingen unter einem ausgespülten stück des zaunes nach westen.Dort stiegen sie in einen vw-bus der auf sie wartete und fuhren weg.Liest sich gut,oder?Wie schon geschrieben,hätten wir damals darüber geredet wären uns sicher einige jahre bautzen sicher gewesen.
Ich weiß nicht mehr genau aber ich glaube die stiegen sogar in ein bgs fahrzeug.Die von der 2000 waren mir aus dem stab in sonneberg bekannt.Namen und dienstgrad,dienstausweise wurden ja eh täglich geändert bei den herrschaften.



hört sich tatsächlich wie ne Räuberpistole an. Mich würde die Meinung von @Merkur dazu interessieren. nur leider ist er........lassen wir das lieber. ich bin zwar kein Fachman halte aber die besagte "2000" nicht für solche Schleusungen zuständig. Ich denke hier gab es spezialisierte Abteilungen innerhalb der Stasi welche den normalen Grenzern eher nicht bekannt waren. Wurden bei Schleusungen nicht die betreffenden Abschnitte vorher von den "normalen" Grenztruppen geräumt und Stasi Truppen in Tarnuniform übernahmen die entsprechenden Gebiete. nun,evtl.kann ja @thunderhorse etwas licht in die sache bringen.

Peter


Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr


 Antworten

 Beitrag melden
11.08.2013 17:06
avatar  82zwo
#63
avatar

Es ist mir 81/82 2 oder 3 mal in Erinnerung das wir die Sauenschlucht nicht betreten duften.
Ob aber Agentenschleuse? Ich dachte einfach das die GAKL unauffällig durch den Zaun sind.
Da hätten Grenzposten nur gestört und ungeliebte Aufmerksamkeit erregt.
War ja evtl. auch nur ein leicht zu öffnentes Streckmetall als Tor.DAS sollten wir sicher nicht sehen


 Antworten

 Beitrag melden
11.08.2013 17:54
avatar  seaman
#64
avatar

Zitat von 82zwo im Beitrag #63
Es ist mir 81/82 2 oder 3 mal in Erinnerung das wir die Sauenschlucht nicht betreten duften.
Ob aber Agentenschleuse? Ich dachte einfach das die GAKL unauffällig durch den Zaun sind.
Da hätten Grenzposten nur gestört und ungeliebte Aufmerksamkeit erregt.
War ja evtl. auch nur ein leicht zu öffnentes Streckmetall als Tor.DAS sollten wir sicher nicht sehen


 Antworten

 Beitrag melden
15.06.2021 19:15
avatar  Ehli
#65
avatar

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
16.06.2021 16:58
#66
avatar

Ich finde dieses Thema sehr, sehr interessant ... und verwirrend. Von der Aussichtsplattform auf der Westseite der Grenze bei Abbenrode und links hinter einem Busch war eine Agentschleuse.
Kurz nach der Grenzöffnung überquerte ich die Grenze zu Fuß nach Abbenrode. Ein sehr freundlicher Grenzschutzbeamter, der meiner Meinung nach Kapitän war und sehr gut Englisch sprach, fragte mich sehr höflich, ob ich Soldat der britischen Rheinarmee sei. Ich sagte ihm, dass ich es war. Er überraschte mich dann, indem er sagte, dass er die Stadt Wolfenbüttel sehr gut kenne. Er nannte einen Pub, in dem wir britischen Soldaten tranken, und sagte, wenn die Soldaten betrunken waren, sprachen sie viel über das Militärleben und die Manöver.
..... Das ist wahr, wir hatten dieses Gespräch und ich überlasse es Ihnen, Ihre eigenen Urteile und Meinungen zu fällen.
Grüße Steve


 Antworten

 Beitrag melden
16.06.2021 22:48
avatar  Ehli
#67
avatar

Unsichtbare Löcher in der Mauer
Über Schlupflöcher im Eisernen Vorhang schmuggelte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unbemerkt Dokumente, Agenten und Sonderkommandos zwischen Ost und West hin und her. Der Geheimpolizei stand dafür ein ausgeklügeltes System an "Grenzschleusen" zur Verfügung, die sich gut versteckt in dichten Wäldern und an abgelegenen Orten befanden. In den überlieferten Unterlagen sind sie sehr detailreich beschreiben.
https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/g...grenzschleusen/
Ehli

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
16.06.2021 22:52
avatar  Ehli
#68
avatar

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
16.06.2021 23:08
avatar  Ehli
#69
avatar

Bahnhof Friedrichstraße (Agentenschleuse und Grenzpassage)
https://www.dailymotion.com/video/x5kud2y
Ehli

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
17.06.2021 22:02 (zuletzt bearbeitet: 17.06.2021 22:13)
avatar  Ehli
#70
avatar

an der ehemaligen innerdeutschen Grenze existieren auch in Nordhessen noch interessante Überreste aus dem Kalten Krieg:
Ein Kilometer langer Weg aus Betonplatten der mitten im Wald bei Hitzelrode in Nordhessen verläuft erinnert auch noch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung an die frühere innerdeutsche Grenze. Man kann dort ein Stück des 3 Meter hohen und feinmaschigen Grenzzauns sehen. Einige Meter weiter versteckt ist noch ein Wasserrohr aus Beton das ca. einen halben Meter im Durchmesser hat zu finden. Diese Röhre war streng geheim und hatte einmal als Agentenschleuse gedient. Es ist ein nur wenige Meter langes Tunnelrohr das beim Zaunbau unter den Grenzzaun gelegt wurde und konnte sowohl als Wasserablauf für Regenfälle als auch zum Durchgang für Stasi-Agenten verwendet werden.
Über eine solche Agentenschleuse konnten Ost-Spione die Zäune und das freie Feld ungesehen überwinden und kamen umgeben von Bäumen und Sträuchern noch auf DDR-Gebiet wenige Meter vor der Grenze zur Bundesrepublik wieder heraus. Von dort aus konnten sie dann z.B. in ein Cafe oder eine Kneipe gehen und die allgemeine Stimmung im Westen umbemerkt auskundschaften. Auf dem gleichen Weg konnten sie dann auch wieder genauso umbemerkt zurück in die DDR gelangen. Von den westlichen Grenzpatroullien waren diese Röhren nicht zu erkennen gewesen da die ostdeutsche Grenze ja nicht übertreten werden durfte.
Die Schleuse bei Hitzelrode wurde erst (so wie andere auch) 1990 nach der Grenzöffnung entdeckt. Auch Wanderer können diese Agentenschleusen leicht übersehen. Daher hat man hierzu Hinweisschilder vom Dokumentationszentrum zur deutschen Nachkriegsgeschichte dort angebracht. Man kann davon ausgehen dass für die DDR-Spione sicherlich noch einige weitere Schleusen exsistiert haben: So z.B. auch in Wendehausen im Werratal. Auf Initiative des Heimatvereins Altenburschla (Hessen) hat der Heimatverein Wendehausen (Thüringen) diese Röhren-Enden wieder freigelegt
MFG
Karl-Heinz Rühl
https://www.sigint-group.org/index.php?t...-in-nordhessen/
Ehli

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
17.06.2021 22:19 (zuletzt bearbeitet: 17.06.2021 22:19)
avatar  Ehli
#71
avatar

Grenzschleusen und »Grenz-IM«des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)
Während die Grenztruppen der DDR jeden nicht genehmigten Grenzüber-tritt mit Waffengewalt verhinderten, suchten die Diensteinheiten des MfS nach genau dem Gegenteil, nach Schlupflöchern entlang der »DDR-Staatsgrenze«für eigene Zwecke.In den MfS-Überlieferungen wurden diese Schlupflöcher als »operative Grenzschleusen«bezeichnet. Grenz-schleusen waren geheime Tore, an denen Dokumente ausgetauscht wurden und Agenten unbemerkt die innerdeutsche Grenze passierten. Ideale Plätze dafür waren dichte Wälder und Orte mit einer einzigen Zufahrtstraße ohne Einsichtmöglichkeiten vonwestlicher Seite aus. Auch Sonderkommandos des Staatssicherheitsdienstes mit Spezialaufträgen dürften Grenzschleusen genutzt haben.
https://docplayer.org/27768518-Grenzschl...erheit-mfs.html

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

 Antworten

 Beitrag melden
18.06.2021 19:01
avatar  andyman
#72
avatar

Zitat von Ehli im Beitrag #70
Einige Meter weiter versteckt ist noch ein Wasserrohr aus Beton das ca. einen halben Meter im Durchmesser hat zu finden. Diese Röhre war streng geheim und hatte einmal als Agentenschleuse gedient. Es ist ein nur wenige Meter langes Tunnelrohr das beim Zaunbau unter den Grenzzaun gelegt wurde und konnte sowohl als Wasserablauf für Regenfälle als auch zum Durchgang für Stasi-Agenten verwendet werden.


Bei dem Durchmesser wird die Auswahl der Agenten aber schon schwierig gewesen sein.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


 Antworten

 Beitrag melden
18.06.2021 20:44 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2021 21:13)
#73
avatar

Nun @andyman, er schrieb "...ca. einen halben Meter im Durchmesser..." und dann würden auch 60cm noch passen, solches Standartmaß gab es nämlich auch noch lt. DDR-Typen- Katalog
"Erzeugnisse Bauwesen - Bauelemente"(...und noch aus eigener Erinnerung) für Betonrohre und da wäre wohl die Auswahl der Agenten schon nicht mehr so schwierig oder?

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


 Antworten

 Beitrag melden
19.06.2021 02:54
avatar  andyman
#74
avatar

Ok.ob 50 oder 60cm,ist schon schwierig denke ich sich durch so ein schmutziges Rohr zu zwängen und sich danach in eine Kneipe zu setzen um die Leute zu belauschen,zumal die Oberkörperbreite beim Mann bei 55-60cm im Durchschnitt liegt.Wie groß war eigentlich der Kaninchenbau in der Grundausbildung?,ich brauchte da nicht rein,kenne den nur aus der Entfernung.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


 Antworten

 Beitrag melden
19.06.2021 07:23
#75
avatar

Man sollte auch so nebenbei, mal mit anfügen. Das nicht jeder Durchlass im Zaun --eine Agentenschleuse war. Sondern auch als Durchlass für die Gakl die ins Vorgelagerte gingen,dienten. Mich würde mal interessieren, wie lange Agentenschleusen--zum schleusen, aufrechterhalten werden konnte.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!