Olympische Spiele und die Ausreise der DDR Sportler

  • Seite 1 von 2
13.02.2010 13:05 (zuletzt bearbeitet: 13.02.2010 13:06)
avatar  Angelo
#1
avatar

Wie war das eigentlich mit den Sportlern der DDR die zu Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften geflogen sind?? Gab es da eine besondere Auswahl? Oder durften die Sportler ausreisen die einfach gut waren? Und wie war dann die Überwachung am Wettkampfort??


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 13:31 (zuletzt bearbeitet: 13.02.2010 13:32)
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

@angelo, die sportler wurden vorher durch die abt. XX der jeweiligen bv des mfs sicherheitsüberprüft. wenn es verdachtsgründe auf ungesetzliches verlassen der ddr gab durfte der sportler nicht reisen. er erhielt kein visum.

wie es vor ort aussah ist mir leider unbekannt.


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 13:41
avatar  Angelo
#3
avatar

Na vielleicht bekommen wir ja noch ein paar Mitglieder die Top Sportler der DDR wahren die können diese Fragen bestimmt beantworten. Weil wissen würde ich es schon sehr gerne wie das denn wirklich gewesen ist am Wettkampfort


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 13:43 (zuletzt bearbeitet: 13.02.2010 13:50)
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Zitat von GilbertWolzow
wenn es verdachtsgründe auf ungesetzliches verlassen der ddr gab durfte der sportler nicht reisen.


Hallo Gilbert,

was galt als Verdachtsgrund?

Duane


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 14:28
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

die palette wäre lang @berliner und sollte immer im zusammenhang gesehen werden:

- verkauf sämtlichen mobilars
- verkauf des autos
- aussage gegenüber mitsportlern bzw. trainern
- verbringen von persönlichen daten (geburtsurkunde, facharbeiterbrief, diplom etc.) ins westl. ausland
- postalische bzw. telefonische andeutungen gegenüber der verwandtschaft im nsw
- aufrechterhaltung der rückverbindung von sportlern die im nsw verblieben

wie gesagt, es ist nur ein indiz und sollten im zusammenhang mit mehreren anderen dingen stehen und die verdachtsgründe mussten schon sehr handfest sein. daher war auch die akte kati witt etwas umfangreicher. obwohl hier noch das mfs zur befriedigung persönlicher wünsche eingespannt wurde...


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 14:37
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Zitat von GilbertWolzow
..... daher war auch die akte kati witt etwas umfangreicher. obwohl hier noch das mfs zur befriedigung persönlicher wünsche eingespannt wurde...



Hallo Gilbert,
jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. Kannst zu K. Witt etwas mehr sagen?
Ihr guten Verbindungen zu Honecker waren ja bekannt.....trotzdem war die Akte dick?

Gruss, AZ


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 17:32
avatar  Alfred
#7
avatar

AZ,

die Stärke einer Akte sagt doch nichts über den Inhalt aus.


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 17:56
avatar  glasi
#8
avatar

alfred. vieleicht kannst du sagen wie ddr sportler im westlichen ausland vom mfs betreut wurden. ich kann mir sehr schwer vorstellen das sie alleine ihre freizeit verbringen konnten. lg glasi


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 18:16
avatar  Alfred
#9
avatar

glasi,

warum sollten sie denn ihre Freizeit nicht alleine verbringen ?

Der größte Teil der Sportler stand treu zur DDR und hatte keine Absichten das Land zu verlassen.

Dazu gibt es u.a. auch Ausführungen von Frau Witt.


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 18:45
avatar  glasi
#10
avatar

Zitat

Zitat von Alfred
glasi,

warum sollten sie denn ihre Freizeit nicht alleine verbringen ?

Der größte Teil der Sportler stand treu zur DDR und hatte keine Absichten das Land zu verlassen.

Dazu gibt es u.a. auch Ausführungen von Frau Witt.


wurden die zügel nicht angezogen. zb 1985. als spieler von dynamo dresden das ueffa cup spiel in krefeld zur flucht nutzen. lg glasi


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 19:27
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

@glasi,
wie willst Du denn die Zügel im Westen anziehen???
Ich bin zwar kein Sportler, aber Musiker eines Reiseorchesters, bestehend aus 100 Mann.
Da fuhren vielleicht 4 "Aufpasser" mit. Was bitteschön sollten die bei 100 Mann ausrichten??? "Die" haben zu tun gehabt, dass alles im vorgegebenen Rahmen abläuft. Da waren Empfänge von Stadtoberhäuptern oder Firmenbossen mit anschließendem Befressniss und auch Besäufnis. In der Regel warst Du jeden Tag in einer anderen Stadt, manchmal, wenn`s günstig war, eine Woche in einem Hotel, da konnte man sich mal einrichten.
In der Freizeit war man damit beschäftigt sich die jeweilige Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten anzusehen. Die Einkaufsliste mußte abgearbeitet werden....
Nur mal eine kleine Geschichte zu den "Zügeln":
Ein führender Kollege wurde krank, ein anderer dergleichen Instrumentengruppe sollte den Part des Kollegen übernehmen. Der wiederum hatte aber seinen eigenen Part zu spielen. "Die" kamen zu ihm und haben ihn genervt, er hat gesagt holen sie einen anderen Kollegen aus`m Osten und dann ist die Sache OK. Einer der Aufpasser war der Parteisekretär ( der bekam für seine aufopferungsvolle Arbeit beim Klassenfeind gleich mal doppelte Diäten ), der sagte zu ihm, er würde anordenen das er den anderen Part übernimmt.Soll ich Dir sagen was der Kollege gemacht hat???? Er ist in den Bus eingestiegen, hat seinen Koffer und sein Instrument genommen, ist zu einem Funkwagen der Westpolizei gegangen, eingestiegen und fort war er. Soviel zu den Zügeln. UND anders war es im Sport ebenfalls nicht. Wer weg wollte war weg.
Um zu K. Witt zu kommen. K.W. war äußerst erfolgreich in ihrem Fach, jung, schön und war auf Linie. Iss doch wohl klar, dass sich jeder Staatsmann, noch dazu ein alter Mann, ganz gleich in welcher Gesellschaftsordnung mit solch einem Sternchen schmücken möchte. Und wenn Du, wie K.W., Deine Jugend im Eisstadion verbracht hast, trainiert hast, während die anderen um die Häuser gezogen sind oder sich in der Disko amüsiert haben, dann möchtest Du irgendwann von dem richtig fetten Kuchen etwas abhaben. Ich denke, dass hätte jeder andere auch so gemacht.
Ich hoffe Dir in Sachen "Zügel" geholfen zu haben!
VG Affi


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2010 20:59
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )
14.02.2010 00:06
avatar  Pitti53
#13
avatar

oh oh feliks das wird bestimmt ein neuer thread


 Antworten

 Beitrag melden
14.02.2010 09:36
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Alfred
glasi,

warum sollten sie denn ihre Freizeit nicht alleine verbringen ?

Der größte Teil der Sportler stand treu zur DDR und hatte keine Absichten das Land zu verlassen.

Dazu gibt es u.a. auch Ausführungen von Frau Witt.


wurden die zügel nicht angezogen. zb 1985. als spieler von dynamo dresden das ueffa cup spiel in krefeld zur flucht nutzen. lg glasi




Hallo glasi,

schau mal hier: die Doku hatte ich im TV gesehen. Bei Hinspiel war sogar die Kabine von Uerdingen vom MfS verwanzt worden. Die waren auch noch unsportlich....

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/...aid_510448.html


 Antworten

 Beitrag melden
14.02.2010 15:47
avatar  glasi
#15
avatar

Zitat

Zitat von karl143

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Alfred
glasi,

warum sollten sie denn ihre Freizeit nicht alleine verbringen ?

Der größte Teil der Sportler stand treu zur DDR und hatte keine Absichten das Land zu verlassen.

Dazu gibt es u.a. auch Ausführungen von Frau Witt.


wurden die zügel nicht angezogen. zb 1985. als spieler von dynamo dresden das ueffa cup spiel in krefeld zur flucht nutzen. lg glasi




Hallo glasi,

schau mal hier: die Doku hatte ich im TV gesehen. Bei Hinspiel war sogar die Kabine von Uerdingen vom MfS verwanzt worden. Die waren auch noch unsportlich....

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/...aid_510448.html




hallo karl. danke für den link. ich habe gesehen das das 1986 gewesen ist nicht 1985. du hast recht das war sehr unsportlich aber genützt hat es trotztdem nicht. lg glasi


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!