#16337

Michael Gartenschläger ein Held oder nur leichtsinnig ?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.11.2008 16:38
von altgrenzer • ( Gast )
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Der schwarze Mann

Ende April 1976 kam ich als frischgebackener Uffz an die Grenze. In einer Spätschicht kam hoher Besuch in den Abschnitt, der Stabchef vom Bat. Mein PF war ein Feldwebel. Der Stabchef erklärte, warum an meinem Postenplatz Scheinwerfer aufgestellt sind:

Es gäbe eine besondere Situation, vom Westen her würde sich ein schwarz gekleideter Mann am Zaun zu schaffen machen und SM 70 Minen abzubauen. Der besondere Befehl lautet in diesem Fall: Licht an, Feuer. Sofern tagsüber westliche PKW mit Kennzeichen HL oder HH gesichtet werden, sind diese zu melden.

Es kam die Nachtschicht zum 1. Mai und die Maidemonstration in Heiligenstadt. Zwei Politoffiziere vom Regiment unterhielten sich fröhlich und der eine sagte: Das Schwein ist tot (hab ich damals jedoch als Jägerzeugs verstanden). Niemand sprach wieder über die Scheinwerfer die dann vor sich hinrosteten. Kein Wort über den schwarzen Mann.

Viele Jahre später....

Ich recherchierte im Internet zur Selbstschussanlage G 501 bzw. SM 70 und fand eine Website über Michael Gartenschläger. Auf dieser Website stand, dass G. im April 1976 Minen SM 70 abgebaut hat und in der Nacht zum 1. Mai 1976 in einem Hinterhalt erschossen wurde von einem Sonderkommando der Stasi.

Sofort nahm ich Kontakt zum Webmaster der Seiten auf, ein sehr netter Beamter vom Grenzzolldienst GZD. Wir führten viele Telefonate und mein ehemaliger Feind schickte mir CD's und weiteres Material zum Fall Gartenschläger und zur Grenze. Der Zöllner hatte, kurz bevor Michael G. erschossen worden ist, einen Kontrollgang in diesem Abschnitt bei Lübeck. Er vermittelte mich weiter zu einem Freund Gartenschlägers, der in der besagten Nacht dabei war, als es passierte.

L., der Zeitzeuge Michael Gartenschlägers interessierte sich ganz besonders für den Befehl, den mir der Stabchef damals gab: Licht an, Feuer. Er sagte, dass das genauso gewesen ist, M.G. wollte nur mal eben eine Mine zünden, lief auf DDR-Gebiet, dann ging plötzlich das Licht an und drei Magazine wurden leergefeuert.

Gartenschläger war ja auch leichtsinnig, nachdem er 2 Minen abgebaut hatte, erzählte er überall von weiteren seiner Vorhaben. Weder der BRD-Regierung noch der DDR waren die abgebauten Minen recht. Die BRD (damals Brandt) wollte Normalisierung der Beziehungen und die DDR anerkennen (was zum Glück nicht passierte). Mielke soll getobt haben, nach dem Vorfall und gab seinen Frust an die Grenzer weiter so nach dem Motto, lasst euch was einfallen. Vermutlich war der Befehl, den ich vom Stabchef bekam, ein Arbeitsfehler des Stabchef, der i, übrigen heute auch nicht mehr lebt: Er ist bei einer Sauferei erschossen worden.

Kurze Zeit später, als ich L. aus HH kennenlernte, wurde ein Film gedreht "Gegen die Grenze" in dem es auch um Michael Gartenschläger ging. L. bat mich darum, in diesem Film den besonderen Befehl "Licht an, Feuer" zu erläutern. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit sagte ich zu und ein Kamerateam aus München war dann bei mir, um die Szene zu drehen. Wer den Film anschaut, sieht mich jedoch nur als Schatten.

Juristisch hat meine Aussage keinerlei Bedeutung. Die Mörder Gartenschlägers sind freigesprochen worden.

Der Hinterhalt war feindwärts vom 3m Zaun. Es waren keine Grenzer, sondern ein Killerkommando der Stasi.


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zuletzt bearbeitet 17.11.2009 13:27 | nach oben springen

#16338

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 11:36
von S51 | 3.844 Beiträge | 712 Punkte

Na ja, also "dummer Junge" wäre sicher zu kurz gegriffen. Brandstiftung und der übrige Terz, das war schon mehr.
In unserer heutigen Zeit wäre er kaum länger eingezogen als 10 Jahre brutto. Obwohl, wenn man seine Aktionen mit jenen von Islamisten heute gleichsetzt (in Form von jeweils staatsfeindlicher/hier gegen die FDGOgerichteter Propaganda plus Brandstiftung = Terror?), dann könnte dies schon einige Jahre mehr geben. Auch heutzutage.
Berücksichtigen muss man in so einer Beurteilung immer den gerade herrschenden Zeitgeist. Damals in der DDR.
Jedoch diese Strafe war sehr hart, extrem hart.
Dumme Jungenstreiche, nun das waren seine Aktionen auch wieder nicht.
Man hat ihn nicht gut behandelt, nicht nett behandelt und er ist nichts schuldig geblieben. Oder umgekehrt. Er hat provoziert, wo er nur konnte und hat dies maximal wieder bekommen. Weder in seiner Haftzeit, noch nach dem Freikauf als Fluchthelfer oder später. Sicher hat auch Geld getrieben. Diese Aktionen haben sich ja anfangs durchaus für ihn gelohnt. Mehr oder weniger hat er dafür und davon gelebt. Getrieben hat ihn aber auch ein in Interviews deutlich gemachter Haß auf die DDR und die Grenzer als deren Vertreter da vorne. Er hat ja deutlich gemacht, dass er sich um keinen Preis aufhalten lassen wolle.


GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III

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#16339

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 11:41
von Grenzwolf62 • ( Gast )
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Zur Entfernung des Kopfes war er wohl zu jung.
Hat einen anderen Scheunenzündler ereilt.




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zuletzt bearbeitet 06.07.2013 11:42 | nach oben springen

#16340

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 11:43
von icke46 | 3.073 Beiträge | 2116 Punkte

Zitat von S51 im Beitrag #161
Na ja, also "dummer Junge" wäre sicher zu kurz gegriffen. Brandstiftung und der übrige Terz, das war schon mehr.
In unserer heutigen Zeit wäre er kaum länger eingezogen als 10 Jahre brutto. Obwohl, wenn man seine Aktionen mit jenen von Islamisten heute gleichsetzt (in Form von jeweils staatsfeindlicher/hier gegen die FDGOgerichteter Propaganda plus Brandstiftung = Terror?), dann könnte dies schon einige Jahre mehr geben. Auch heutzutage.



Soweit ich weiss, ist heutzutage die Höchststrafe für Mord durch Jugendliche (er war damals 17 Jahre) 10 Jahre. Glaubst Du wirklich, dass nach Deinem zitierten Beispiel die Strafe höher ausfallen würde als für einen "popeligen" Mord?

Gruss

icke




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#16341

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 11:43
von Mike59 | 10.616 Beiträge | 11502 Punkte

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #142
Ich denke nicht, dass man ihn lebend wollte. Der Prozess hätte der DDR international noch mehr geschadet als das Bekanntwerden der SM70.
Theo

Wenn es an dem wäre, hätte es gereicht nur zwei Einsatzkräfte zu bemühen. Einen Beobachter und einen Präzisionsschützen.




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#16342

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 12:42
von eisenringtheo | 10.552 Beiträge | 5501 Punkte

Zitat von Mike59 im Beitrag #164
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #142
Ich denke nicht, dass man ihn lebend wollte. Der Prozess hätte der DDR international noch mehr geschadet als das Bekanntwerden der SM70.
Theo

Wenn es an dem wäre, hätte es gereicht nur zwei Einsatzkräfte zu bemühen. Einen Beobachter und einen Präzisionsschützen.


Aus dem Hinterhalt einfach so Leute an der Grenze abknallen, das konnte und wollte man auch nicht. Das wäre für das internationale Prestige nicht gut gewesen f. Hätte G. nicht geschossen, so hätte man ihn einfach nur verhaftet und wahrscheinlich mangels "Schuldfähigkeit" nicht angeklagt, sondern in eine geschlossene, psychiatrische Klinik gesteckt (Vermutlich dann Plan "B"). Plan "A" war wohl die Liquidierung und dass G. das Feuer eröffnet, konnte man auch provoziert haben, indem man die Geräusche absichtlich gemacht hat, die G. gehört hat.
Dieses "Provokationsmuster" kommt in US Western sehr oft vor, so können die "Bösen" die "Guten" aus "Notwehr" erschiessen und der Sheriff guckt in die Röhre.
Theo




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#16343

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 13:09
von Lutze | 11.002 Beiträge | 17432 Punkte

für mich ist der Gartenschläger ein Held,keiner hat sich getraut,
so ein Selbstschuß-Geschoß an der Grenze abzumontieren,
er wollte damit zeigen,wie menschenverachtend diese Grenze ist,
und das war sie nun mal
Lutze


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#16344

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 13:15
von Lebensläufer • ( Gast )
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Bist bestimmt auch so ein Westernfan wie ich E...theo? Nur da war stockdunkel, da brannten die Scheinwerfer nicht mehr von denen ich in meinem Vortext schrieb. Nun erschoss man auch nicht Allertage paar Leutchen in der DDR, es fehlte somit die richtige Praxis und dann zitterte wohl Alles vor sich hin...denke ich mir mal so.

Ja, und dann kam der große Unbekannte."Showtime" sagen die doch immer in den Filmen? Ne ne, nicht den Western, darin bestimmt nicht.

Mich bat mal ein älterer Herr zu tiefsten DDR-Zeiten, ich solle Ihm helfen, in seiner Werkstatt treibe sich ein Einbrecher herum(Privatgelände, recht ausgedehnt, viele Winkel und Kanten) Zeit kurz vor Mitternacht.Licht wollte er auch keines machen, wollte wohl den Einbrecher überraschen? Ich war kein Held, das gleich vorneweg. Eigentlich Stoff für ne schöne Geschichte.

Lebensläufer




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#16345

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 14:57
von eisenringtheo | 10.552 Beiträge | 5501 Punkte

Zitat von Lutze im Beitrag #166
für mich ist der Gartenschläger ein Held,keiner hat sich getraut,
so ein Selbstschuß-Geschoß an der Grenze abzumontieren,
er wollte damit zeigen,wie menschenverachtend diese Grenze ist,
und das war sie nun mal
Lutze


Ein tragischer Held! Laut diesem Bericht wusste die Bundesregierung wohl schon im November 1975 genauestens über die SM 70 Bescheid.
http://books.google.ch/books?id=6z5FV60w...sm%2070&f=false
Weil es geheim war, sollte nur der Innenausschuss des Bundestages informiert werden. Ganz bestimmt war man auch im Besitz aller Dienstvorschriften zur neuen Minensperre und es ist nicht auszuschliessen, dass BRD Sicherheitsorgane oder Agenten selbst schon eine abmontiert haben. Nun kommt G., montiert eine ab und geht eigentlich davon aus, dass der Spiegel das auf Seite 1 bringt. Das ist aber nicht der Fall
http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-1976-16.html
An den Kioskauslegen blickt den Kunden Genscher entgegen, im Inhaltsverzeichnis versteckt weist ein Bericht auf S.116 hin
http://wissen.spiegel.de/wissen/image/sh...pdf&thumb=false
Der Bericht selber ist im typischen Spiegel-Stil geschrieben, Gartenschläger wird weniger als Held, sondern mehr als Hasardeur beschrieben, als Abenteurer und Glücksritter, der etwas getan hat, was man nicht unbedingt tun sollte, weil es unter Umständen nicht so gesund ist.
Ohne diesen etwas herablassenden Stil hätte sich G. vielleicht nicht so geärgert und keine weiteren Trichter abmontiert.
Theo




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#16346

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 17:08
von Zermatt | 5.312 Beiträge | 128 Punkte

Zitat von Lutze im Beitrag #166
für mich ist der Gartenschläger ein Held,keiner hat sich getraut,
so ein Selbstschuß-Geschoß an der Grenze abzumontieren,
er wollte damit zeigen,wie menschenverachtend diese Grenze ist,
und das war sie nun mal
Lutze


Weniger Held als eher eine Mischung eines Draufgängers und Lebensmüden..so ein Ding zu demontieren ist kein Pappenstil.Das wusste er auch..er wusste auch das bei Misslingen Hunderte von scharkantigen Metallstücken ihn zerfetzt hätten.




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#16347

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 17:29
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

@ Lutze
Als Helden würde ich Leute bezeichnen, die sich in Lebensgefahr begeben, um anderes Leben oder Hab und Gut anderer zu retten.


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März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode



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#16348

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 17:45
von Ari@D187 | 2.228 Beiträge | 750 Punkte

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #168


Ein tragischer Held! Laut diesem Bericht wusste die Bundesregierung wohl schon im November 1975 genauestens über die SM 70 Bescheid.
http://books.google.ch/books?id=6z5FV60w...sm%2070&f=false
Weil es geheim war, sollte nur der Innenausschuss des Bundestages informiert werden. Ganz bestimmt war man auch im Besitz aller Dienstvorschriften zur neuen Minensperre und es ist nicht auszuschliessen, dass BRD Sicherheitsorgane oder Agenten selbst schon eine abmontiert haben.[...]

Theo, die genaue Funktionsweise kann ich aus dem Dokument nicht herauslesen.

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #145
Was dort am Zaun hing und wie die Wirkungsweise war, war im Westen bereits vor der ersten Demontage bekannt. Was nicht bekannt war, war die genaue Funktionsweise bzw. der innere Aufbau und wie man/ein Flüchtling solch eine Splittermine entschärfen könne. Es ging nicht darum ob es dort Splitterminen gibt, sondern lediglich um die genaue Funktion, den inneren Aufbau der Mine (siehe dazu z.B. der Artikel im Spiegel Nr. 45 von 1975). Schaut man sich die Beiträge zur SM-70 in diversen Foren an, dann wird man feststellen, daß den meisten Schreibern bis heute die Funktionsweise nicht bekannt ist.

Gruß
Ari


Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...



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#16349

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 18:13
von Lutze | 11.002 Beiträge | 17432 Punkte

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #170
@ Lutze
Als Helden würde ich Leute bezeichnen, die sich in Lebensgefahr begeben, um anderes Leben oder Hab und Gut anderer zu retten.


ich freue mich ,das du auch wieder auf dem Damm stehst,prima,,
wir diskutieren über den Gartenschläger hier,und jede Meinung dazu ist interessant zu lesen,
das er sich in Lebensgefahr befand,stand für ihn selber fest,ist meine Meinung,
ich bin ein Mensch,der sich gut in seiner Lage versetzen kann,so lange im Gefängnis,
dann in den Westen abgeschoben,von dort sieht er richtig die unmenschliche Grenze,,hast du darüer auch mal nachgedacht?
Lutze
,


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren



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#16350

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 18:20
von Thunderhorse | 5.880 Beiträge | 9042 Punkte

Spiegel
Ausgabe 45 aus 1975


http://wissen.spiegel.de/wissen/image/sh...pdf&thumb=false

Es wurde nie geklärt ob G. zu erst geschossen hat bzw. zweifelsfrei festgestellt ob ein oder mehrere Schüsse seinerseits überhaupt abgegeben wurden.

Daher hat das zuständige Gericht nach dem Grundsatz:

In dubio pro reo

gehandelt.

Das diese Geräte installiert werden sollten war durch Quellen bei westlichen Behörden ab 1969 bekannt.
Die Funktionsweise wurde durch intensive Aufklärung/Beobachtung und durch Aussagen von geflüchteten Personen bzw.Quellen schon zu Anfang der 70er Jahre bekannt.


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"Mobility, Vigilance, Justice"



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#16351

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 19:15
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

Zitat von Lutze im Beitrag #172
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #170
@ Lutze
Als Helden würde ich Leute bezeichnen, die sich in Lebensgefahr begeben, um anderes Leben oder Hab und Gut anderer zu retten.


ich freue mich ,das du auch wieder auf dem Damm stehst,prima,,
wir diskutieren über den Gartenschläger hier,und jede Meinung dazu ist interessant zu lesen,
das er sich in Lebensgefahr befand,stand für ihn selber fest,ist meine Meinung,
ich bin ein Mensch,der sich gut in seiner Lage versetzen kann,so lange im Gefängnis,
dann in den Westen abgeschoben,von dort sieht er richtig die unmenschliche Grenze,,hast du darüer auch mal nachgedacht?
Lutze
,


Ja Lutze, bin wieser halbwegs auf dem Damm aber noch nicht drüber aber egal. Hier geht es um M.G.
Als ich 1986 an den "Kanten" kam,, war M.G. immer noch Thema des Polit, obwohl es in meinem Abschnitt im Eichsfeld keine SM70 mehr gab.
Wir wurden aber immer an diesem Beispiel zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, dass es immer Leute gibt, die z.B. Grenzsäulen beschädigen.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode



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#16352

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 19:28
von Lutze | 11.002 Beiträge | 17432 Punkte

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #174
Zitat von Lutze im Beitrag #172
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #170
@ Lutze
Als Helden würde ich Leute bezeichnen, die sich in Lebensgefahr begeben, um anderes Leben oder Hab und Gut anderer zu retten.


ich freue mich ,das du auch wieder auf dem Damm stehst,prima,,
wir diskutieren über den Gartenschläger hier,und jede Meinung dazu ist interessant zu lesen,
das er sich in Lebensgefahr befand,stand für ihn selber fest,ist meine Meinung,
ich bin ein Mensch,der sich gut in seiner Lage versetzen kann,so lange im Gefängnis,
dann in den Westen abgeschoben,von dort sieht er richtig die unmenschliche Grenze,,hast du darüer auch mal nachgedacht?
Lutze
,


Ja Lutze, bin wieser halbwegs auf dem Damm aber noch nicht drüber aber egal. Hier geht es um M.G.
Als ich 1986 an den "Kanten" kam,, war M.G. immer noch Thema des Polit, obwohl es in meinem Abschnitt im Eichsfeld keine SM70 mehr gab.
Wir wurden aber immer an diesem Beispiel zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, dass es immer Leute gibt, die z.B. Grenzsäulen beschädigen.


zu der Zeit hat man immer noch auf den Gartenschläger reingeprügelt,
war er für dich ein Verbrecher gewesen?,
aus damaliger Sicht und heute
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#16353

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 19:48
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

Lutze du könntest heute bei der Kriminalpolizei anfangen, was dieine Frage anbetrifft und vor allem wie du diese nach unserem Dialog gestellt hast. Prima.
Aber auch hier lass ich mich nicht in die berühmte "Enge" treiben.
Ich hatte eine Staatsgrenze zu sichern, ohne wenn und aber. M.G. war ein Grenzverletzer West/Ost und musste mit Konsequenzen rechnen.
Das war ihm bekannt. Es war nur nur eine Frage der Zeit, bis sie ihn stellten.
Wenn du meine Beiträge unter VP dein Freind und Helfer gelesen hast, weißt du wovon ich rede. Ich möchte nichr widerholen, wann ich geboren bin, in welche Erziehung ich genoss und was meine Tätigkeit jetzt ist.
Versuche du doch mal in einem anderen Land Grenzanlagen zu zerstören. Was dir dort passiert, kannst du dir sicherlich selbst beantworten?

Gruß Andreas


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#16354

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 20:08
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

Nachtrag
Verbrecher sind in meinen Augen etwas anderes. Das sind solche Leute, die aus niedrigen Beweggründen heraus ältere Menschen überfallen um ihren persönlichen Vorteil zu erlangen.
Diese scheuen nicht mal zurück, einem andern das Leben zu nehmen.
M.G. war für mich ein Junge, der es sich selbst und anderen beweisen wollte. Wie cool und "stark" er ist.
"Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht".
Stell dir doch mal vor, was er mit den SM70 wollte? Die Dienste wussten doch geau was es war.
Meiner Meinung nach war es das Ego von ihm, ich bin der größte und habe wieder eine SM70 abgeschraubt.
Dafür habe ich kein Verständnis, tut mir leid.

Gruß Andreas


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#16355

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 20:13
von Lutze | 11.002 Beiträge | 17432 Punkte

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #176
Lutze du könntest heute bei der Kriminalpolizei anfangen, was dieine Frage anbetrifft und vor allem wie du diese nach unserem Dialog gestellt hast. Prima.
Aber auch hier lass ich mich nicht in die berühmte "Enge" treiben.
Ich hatte eine Staatsgrenze zu sichern, ohne wenn und aber. M.G. war ein Grenzverletzer West/Ost und musste mit Konsequenzen rechnen.
Das war ihm bekannt. Es war nur nur eine Frage der Zeit, bis sie ihn stellten.
Wenn du meine Beiträge unter VP dein Freind und Helfer gelesen hast, weißt du wovon ich rede. Ich möchte nichr widerholen, wann ich geboren bin, in welche Erziehung ich genoss und was meine Tätigkeit jetzt ist.
Versuche du doch mal in einem anderen Land Grenzanlagen zu zerstören. Was dir dort passiert, kannst du dir sicherlich selbst beantworten?

Gruß Andreas

lass mal die anderen Grenzen beiseite,du stehst als Volkspolizist auf der einen Seite,
und auf der anderen Seite stehen die Demonstranten vor dir,wirklich alles nur
DDR-Unliebsame?
Lutze


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#16356

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.07.2013 20:28
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

@Lutze
lass uns das mal in dem Thema "Der Volkspolizist dein Freund un Helfer" diskutieren. Da gehören unsere Gedanken hin, denke ich.
Müssen ja nicht das Thema "Gartenschläger" zerstören.
Stell mir unter dem Thema Fragen und ich werde dir antworten.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
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#16357

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.07.2013 09:37
von ABV | 4.386 Beiträge | 1551 Punkte

Ich wage mal die These, dass heute von Gartenschlägers ersten Aktion an der Grenze, kein Mensch mehr sprechen würde, wäre er nicht beim erneuten Versuch einen dieser Todesautomaten zu entwenden, erschossen worden. Dadurch wurde er zum Märtyrer. Geschadet hat er der DDR mit seinem Tod ganz sicher. Wahrscheinlich sogar weit mehr, als bei einem geglückten, im Prinzip aber sinnlosen Unternehmen.
Letzendlich hat ihn sein unbändiger Hass auf die DDR, zu der Tat animiert. Man sollte aber nie vergessen, dass dieser Hass nicht von ungefähr kam. In der DDR wurde er zum "Terroristen" abgestempelt und in einem Schauprozess abgeurteilt. Rechtsstaatlichkeit sieht anders aus!

Gruß an alle
Uwe


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www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/



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